RTelenovela

So viele Bücher und Verlage

Mittwoch, den 17. Oktober 2018
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Die meist gestellte Frage nach dem Besuch der Frankfurter Buchmesse: Und, hast du Bücher gekauft? Die Antwort: Nein. Man kann nämlich in der Regel auf der Buchmesse keine Bücher kaufen. Auch wenn das eigentlich ziemlich merkwürdig ist.

Das ist in der Tat ein Mysterium: Warum kann man erst am Sonntag Bücher auf der Buchmesse kaufen? Immerhin ist ja auch schon am Sonnabend Publikumstag, und die Verlage könnten doch gleich mal testen, wie bestimmte Bücher bei den Leuten ankommen. Zumal sie ja von einigen Büchern zig Exemplare da haben. Dass man auf der Buchmesse Bücher billiger abstauben kann, wäre natürlich auch ein Schmankerl, das die Messe sicherlich noch mal aufwerten würde. Aber erstens ist die Messe so oder so voll und zweitens steht verbilligten Büchern die Buchpreisbindung im Weg.

Dennoch ist es immer wieder spannend, was es so für neue Bücher gibt. Aber vor allem: wie viele es sind, und wie viele große und kleine Verlage es gibt.
Da wird einem auch klar, welche Mega-Aufgabe eigentlich die Buchhändler haben. Sie müssen sichten. Sie müssen entscheiden, was sie in ihrem Laden verkaufen wollen und was sich nicht eignet. Die Buchhändler haben eine große Macht, und ich frage mich, wie die kleinen Verlage eigentlich auf sich aufmerksam machen, wenn sie nicht gerade auf der Messe für sich werben.

aRTikel

Treue Seele: Am Anfang steht die Dorfchronik

Mittwoch, den 10. Oktober 2018
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Dagmar Martin (81) kümmert sich in Bärenklau um Ortsgeschichte, Chor, Tänzer und Kinder

MAZ Oberhavel, 10.10.2018

Bärenklau.
Als Dagmar Martin 1994 nach Bärenklau zu ihren Kindern auf den Remontehof gezogen ist, da musste sie sich vor allem erst mal um ihren kranken Mann kümmern. „Ich konnte ihn alleine nicht mehr betreuen“, erzählt sie. „Ich habe hier ganz große Hilfe bekommen.“ Ihr Mann starb 1999. „Da war für mich klar: Irgendwas muss ich machen.“
Die zündende Idee hatte ihre Tochter, die heutige Ortsvorsteherin Gundula Klatt: die Dorfchronik. „Ich begann 2000, mich um sie zu kümmern“, erinnert sich Dagmar Martin. „Es gab schon eine, die musste aber überarbeitet werden.“ Damit war sie gut beschäftigt. Sie fuhr ins Archiv nach Potsdam, sprach mit vielen Leuten, und zur 650-Jahr-Feier von Bärenklau konnte die überarbeitete Dorfchronik vorgelegt werden. „Und dabei habe ich in der Schule nie gern den Geschichtsunterricht gehabt, aber hier ging es ja um einen Ort und die Leute. Da war das was anderes.“

Aber sie kümmert sich nicht nur um die Ortsgeschichte. 1996 ist der Chor „Die Bären“ gegründet worden. Dagmar Martin und ihr Mann traten ihm gleich bei. 2002 übernahm sie den Vorsitz des Vereins. „Ich bin dafür zuständig, die Verbindung zum Chorleiter zu schaffen. Im Vorstand besprechen wir die Terminpläne.“ Wenn der neue Dirigent André Ezserski verhindert ist, dann steht Dagmar Martin vorn und dirigiert. „Aber durch ihn kommt neuer Schwung in den Chor“, freut sich die 81-Jährige. „Das erste Konzert mit ihm in Eichstädt war sehr erfolgreich.“ Jeden Montagabend trifft sich der Chor in der Alten Remonteschule.

Und apropos: Dass es dieses Gebäude in der Bärenklauer Dorfmitte so noch gibt, auch dafür hat Dagmar Martin mit vielen Mitstreitern in den 2000ern gekämpft. „Da sind wir sehr stolz drauf“, sagt sie. Ursprünglich sollte die Alte Remonteschule abgerissen werden. Dazu kam es nicht, stattdessen wurde das Gebäude saniert. Heute wird es von vielen Gruppen genutzt – zum Beispiel vom Heimatverein, in dem Dagmar Martin auch aktiv ist. Oder von der Seniorentanzgruppe, die sie ebenfalls leitet. In ihrem Notizbuch sind akkurat 109 Auftritte vermerkt. Nicht zu vergessen die Kinder, die einmal im Jahr auf dem Bärenklauer Erntefest auf dem Remontehof den Bändertanz aufführen – geübt haben sie den davor mit Dagmar Martin. Sie hat gut zu tun, aber sie genießt auch das Familienleben. Vier Generationen leben auf dem Gehöft. „Das ist herrlich“, sagt sie.

Ursprünglich stammt sie aus Potsdam, später lebte sie in Berlin-Friedrichshain und Mitte. Eigentlich wollte sie Hebamme werden, arbeitete dann aber als Lehrerin, zwischendurch als Hortleiterin und in einem Kinderheim. Nun kann sie sich um ihre zwei Kinder, zwei Enkel und vier Urenkel kümmern – dafür ist auch noch Zeit. „Und ich liebe Musik“, sagt Dagmar Martin. Sie besucht Konzerte in der Oranienburger Orangerie und hat neulich den Auftritt von Peter Orloff und den Schwarzmeer-Kosaken in Bötzow sehr genossen. Auf dem Wohnzimmertisch liegen außerdem immer Rätselzeitschriften. „Das könnte ich den ganzen Tag machen.“

aRTikel

Frage geklärt: Arthur besiegt Paul

Montag, den 8. Oktober 2018
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18-Jähriger aus Nassenheide knackt den Jackpot bei der Hohen Neuendorfer Spielshow und nimmt 3000 Euro mit nach Hause

MAZ Oberhavel, 8.10.2018

Hohen Neuendorf.
Die Frage „Wer besiegt Paul?“ kann nun beantwortet werden. Am frühen Sonntagmorgen um kurz vor 2 Uhr stand fest: Arthur besiegt Paul.
Der 18-jährige Arthur Losensky aus Nassenheide hat in der Hohen Neuendorfer Stadthalle die große Spielshow gegen Paul Aurin gewonnen. Nach 14 Spielen stand es 92:64 und Arthur war uneinholbar. 3000 Euro waren im Jackpot. Die kann Arthur nun mit nach Hause nehmen.

Die fünfte Ausgabe von „Wer besiegt Paul“ war eine der Superlative. Noch nie war die Halle so schnell ausverkauft – 800 Leute waren da. Noch nie hat eine Ausgabe so lange gedauert. Erst nach 2 Uhr und damit nach mehr als sechs Stunden verabschiedete sich Moderator Fabian Lindemann von seinen Zuschauern. Und noch nie hat die Show so viel gekostet – etwa 16 000 Euro, die durch Eintrittsgelder und Sponsoren wieder reinkamen. Ansonsten arbeiten alle 60 Beteiligten ehrenamtlich. Tagelang haben sie die Stadthalle in eine Art Fernsehstudio verwandelt – quasi rund um die Uhr.

„Wer besiegt Paul“ funktioniert ähnlich wie „Schlag den Star“. In bis zu 15 Spielen misst sich der Titelverteidiger Paul Aurin (28), Lehrer am Marie-Curie-Gymnasium, gegen seinen Herausforderer. Arthur Losensky hatte sich erst im Casting durchgesetzt, dann gegen drei weitere Kandidaten in der Halle. Der 18-Jährige hat im Sommer sein Abi am Oranienburger Runge-Gymnasium geschafft. Er spielt seit zehn Jahren Fußball, joggt, spielt Badminton, kommt aus einer Schwimmer-Familie und trainiert den Nachwuchs. Er beginnt in diesen Tagen ein Sport-Lehramtsstudium an der Universität in Jena. In der Show am Sonnabend erwies er sich als würdiger Gegner von Paul Aurin, der viele Spiele gewinnen konnte.

Das Team hat sich in langer Arbeit viele Spiele überlegt. Paul und Arthur mussten um die Wette tackern, Orte auf einem Kartenumriss finden, ein Auto so schwer wie möglich beladen, sie mussten Filme erkennen, die im Zeitraffer abgespielt wurden. Draußen auf dem Sportplatz stapelten sie Bierkisten, später gab es ein spezielles Basketball-Vier-gewinnt-Spiel. Die Entscheidung fiel beim Spiel namens Wurf-Reversi. Da war dann Arthur für Paul nicht mehr zu besiegen.

„Ich bin sehr glücklich“, sagte Paul Aurin später. „Es war eine sehr geile Show, vielleicht einen Tick zu lang.“ Da war es fast schon halb drei am Morgen, als er das erzählte. Dass es 2019 nun „nur“ noch um 1000 Euro geht, das findet Paul Aurin nicht schlimm. „Das ist doch an sich auch ein toller Betrag.“

Mit seinem 3000-Euro-Gewinn hat Arthur Losensky einiges vor. „Ich werde in Indexfonds investieren“, erzählte er. „Also sparen.“ Außerdem will er das Geld als Unterstützung für sein anstehendes Studium einsetzen – und für Reisen. Dass es klappen könnte, hat er während der zweiten Hälfte der Show gemerkt. „Beim letzten Spiel habe ich mich dann ziemlich sicher gefühlt“, sagte er. Er ist begeistert vom Team, das „Wer besiegt Paul“ in der Stadthalle stemmt. „Die sind absolut gut, sie arbeiten sehr professionell. Und es ist unglaublich viel, was sie hier reinstecken.“

Das findet auch Moderator Fabian Lindemann. „Das hier ist eine Herzensangelegenheit für uns“, sagte er am Ende der Show. Das Team investiere viel Zeit und Mühe. Allerdings gehen die Leute damit auch an ihre Grenzen. Das Publikum honoriert das. „Ohne Sie würden wir hier nicht stehen“, so Fabian Lindemann.

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Ein Stück Kurfürstendamm im Schillertheater

Donnerstag, den 20. September 2018
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Wir waren bei den allerletzten Aufführungen in der Komödie und im Theater am Kurfürstendamm in Berlin. Die beiden Theater sind in ihrer bisherigen Form Geschichte, der Gebäudekomplex wird abgerissen, und irgendwann entsteht dort etwas Neues.
Bis es so weit ist, kommt die “Komödie” im Schillertheater an der Bismarckstraße unter.
Nun waren wir bei der allerersten Aufführung im Übergangsheim.

Mal abgesehen davon, dass die Gegend natürlich nicht mit dem Kudamm mithalten kann. Die Gegend um den Ernst-Reutter-Platz ist das alte hässliche West-Berlin. Schön ist da eigentlich gar nichts. Bummeln will man da nicht wirklich.
Und auch das Schillertheater versprüht längst nicht so viel Charme. Der Saal ist sehr viel höher, auch die Bühne erscheint viel größer und höher zu sein.

Martin Woelffer kommt auf die Bühne und begrüßt das Publikum. An diesem Mittwochabend werde das Haus quasi in Betrieb gebracht. Zwar ist es noch nicht die Premiere von “Willkommen bei den Hartmanns”, sondern nur eine Voraufführung. Da könne es noch zu Pannen kommen, und am Ende gebe es auch nur eine Verbeugung, und dann sei Schluss.
Tatsächlich ging alles fast pannenfrei vorüber. Durch den größeren Raum scheint es, als ob die Schauspieler deutlich mehr zu tun haben, um verstanden zu werden. Das Stück selbst konnte leider nicht so richtig überzeugen, die Inszenierung ist an vielen Stellen nicht schlüssig, das Ende kommt plötzlich, ist seltsam lapidar und funktioniert irgendwie nicht.

Und wir vermissen die Pausen-Wiener. Die gab es immer in den beiden Kudamm-Theatern. Nun scheint es Bouletten und Kartoffelsalat zu geben – wobei die Bouletten wohl nicht so richtig durch waren und eigentlich keiner so genau wusste, ob und wie man sich da bedienen kann, weil die Speisen ein wenig abseits und unbeobachtet rumstanden.
Aber alles in allem funktionierte Tag 1 im Schillertheater recht gut, und die kleinen Ungereimtheiten spielen sich ganz sicher noch ein.
Aber die Sehnsucht nach dem Kudamm bleibt.

aRTikel

Ein Abend mit Oberhavel-Talenten

Montag, den 17. September 2018
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Junge Musiker aus der Region treten in der ausverkauften Kulturschmiede in Schwante auf

MAZ Oranienburg, 17.9.2018

Schwante.
Ausverkauft! Damit haben die Leute von der Kulturschmiede in Schwante nicht gerechnet. „Das sah erst nicht so aus“, sagte Albrecht Kleye am Sonnabendabend. Dabei war es ein besonderer Abend. Sonst laden sich die „Freunde der Kulturschmiede“ immer Leute von außerhalb für ihre Programme ein. Diesmal aber ging es um Talente aus der Region, aus Oberhavel. „Das war ein guter Einfall“, so Albrecht Kleye. „Wir haben geguckt, wen wir denn so unserer Umgebung haben.“ Es gab auch persönliche Bekanntschaften, und jemand kannte jemanden.
Fünf junge Leute traten am Sonnabend in Schwante auf. „Wir haben diesen Abend gewagt“, sagte Dieter Blumberg in seiner Anfangsmoderation. „Aber dann haben wir alle kennengelernt, und dann wussten wir, dass es kein Wagnis ist. Wir haben eine Künstlergruppe gefunden, die ansehenswert und hörenswert ist.“ Dass der Raum voll war, „das zollt Respekt gegenüber unseren jungen Künstlern“, so Dieter Blumberg weiter. Dass zwei der Künstler direkt aus Schwante kommen, hat ihn besonders gefreut.

Den Anfang auf der Bühne machten Jannik und Katharina. Er wohnt in Oranienburg, sie kommt aus Sommerfeld. „Wir haben die gleiche Gesangslehrerin“, erzählte die 29-Jährige. „Und sie hat mir erzählt, dass jemand eine Sängerin sucht.“ Sie hat sich dann mit Jannik getroffen. „Es passt. Sowohl von unserer Art her, wir sind beide eher ruhig, als auch von unserem Musikstil.“ Die beiden machen seit einem halben Jahr gemeinsam Musik, sie traten Ende August auch schon beim Vehlefanzer Dorffest auf. Er spielt Gitarre, sie singt gefühlvolle Lieder auf Englisch und Französisch. „Hier ist die Atmosphäre total schön“, sagte Katharina über die Kulturschmiede in der Pause. „Es ist toll, dass wir zeigen können, was wir so machen.“

Danach sang Cornelia Tom. Die 30-Jährige aus Oranienburg trat am Sonnabend auch schon beim Zwiebelkuchenfest auf dem Dorfanger in Schwante auf. „Ich habe heute ein volles Programm“, sagte sie. Seit zehn Jahren macht sie Musik, intensiver seit drei Jahren. Ein Lied heißt „Fremder“ und handelt von jemandem, den sie auf der Uni ganz gut fand, wie sie bei ihrem Auftritt sagte. Sie mochte die Stimmung in der Schmiede. „Es ist toll, wie die Leute hier das genießen.“ Mitte Oktober will sie ihre erste CD aufnehmen. Darauf sollen acht Songs sein, im Dezember könnte sie erscheinen.

Die Sache mit der Musik hat bei der 19-jährigen Saskia Pauli aus Schwante schon früh begonnen. „Das hat schon in der Schule angefangen.“ Sie war im Schulchor in Neuruppin und spielte die Hauptrolle in einem Schulmusical. Mit elf Jahren nahm sie Gesangsunterricht. Sie trat vier Jahre lang in einem Ensemble des Berliner Friedrichstadtpalastes auf. Jetzt singt sie im Chor „Young Voices“ und trat auch schon in der Deutschen Oper auf.

Eines ihrer selbst geschriebenen Lieder in Schwante hieß „Mirror made of Glass“, ein sehr gefühlvolles Lied. Und ist es eigentlich schöner in der Deutschen Oper aufzutreten oder in der Kulturschmiede? „Das ist ganz anders. Hier hat man viel mehr Angst, Fehler zu machen“, sagte Saskia Pauli. „Das ist sehr viel persönlicher hier.“ Sie war ziemlich aufgeregt. Dass es diesen Abend gibt, fand sie sehr gut. „Das ist interessant für die Leute, die hier wohnen, dass sie sehen, wen es hier so gibt.“

Der Jüngste an diesem Abend war Vincent Nowak aus Schwante. Der 14-Jährige spielte auf dem Schlagzeug zu bekannten Hits. „Seit fünf Jahren spiele ich“, erzählte er in der Pause. Er war schon immer von den Rhythmen begeistert. Sein Traum: einmal auf der Berliner Waldbühne spielen. „Aber ich muss mir mal eine coole Band zusammensuchen.“ Aber da ist er ganz optimistisch, er kenne da schon ein paar Leute. Jeden Tag übt er rund 20 Minuten zu Hause. „Das ist immer sehr lustig für die Nachbarn“, erzählte er. Für ihn war es etwas Besonderes, in der Kulturschmiede auftreten zu dürfen. „Ich war hier schon bei vielen Konzerten, und jetzt trete ich selber auf, das ist toll.“

Auch die Zuschauer waren angetan von diesem Abend. „Super gut“, sagte Cornelia Beckert aus Vehlefanz in der Konzertpause. „Was die kleinen Orte zu bieten haben, ist Wahnsinn.“ Beate Czech aus Schwante lobte die kulturelle Vielfalt. „Auch wenn die Vorträge sehr unterschiedlich waren. Jeder für sich war sehr gut.“

ORA aktuell

Sarah Kuttners neuer Roman “Kurt” spielt in Oranienburg

Donnerstag, den 13. September 2018
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Die Moderatorin und Autorin Sarah Kuttner gab am Mittwoch auf Instagram bekannt, dass ihr neuer Roman “Kurt” in Oranienburg spielen wird. Er erscheint im März 2019 im Fischer-Verlag.
Über den genauen Inhalt ist aber bislang noch nichts bekannt.

Mit der Moderation von “Interaktiv” bei VIVA ist sie 2001 bekannt geworden. Sie schrieb bereits mehrere Romane, darunter „Mängelexemplar“, „Wachstumsschmerz“ und „180 Grad Meer“.

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Überraschungsevent (23): Überraschungsvorführung

Dienstag, den 11. September 2018
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(22) -> 18.8.2018

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. In diesem Monat durfte sie das Event planen, im Oktober bin ich dran.

Diesmal ging es zum Großplanetarium nach Berlin-Prenzlauer Berg. Allerdings nicht in den dortigen Saal, sondern ins Kino. Dort fand das Festival of Animation Berlin statt. Genauer: die Überraschungsvorführung – was natürlich zu unserer Reihe perfekt passt. Bei dem Kurzfilm-Special zeigte die Jury eigene Filme und solche, die die besonders mögen.
Nach einer kurzen Moderation ging es auch schon los – neun kurze Zeichentrickwerke.

Nun gut. Einige Filme, insbesondere die aus Belgien, waren ziemlich wunderlich oder langatmig. Aber es gab drei sehr gute Filme, die auch bei Youtube verfügbar sind:
“Dame mit Hund” (nur Trailer): Da geht es um einen Tag im Park. Eine Frau mit Hund geht spazieren, der Hund büxt aus. Man sieht quasi von unten nach oben und immer nur die Fußtapsen. Mal was anderes und sehr witzig.
“Flamingo Pride”: Ein Flamingo-CSD, bei dem einer ausschert und vom Trubel die Schnautze voll hat. Extrem lustig und auch sehr schön animiert.
“Our Wonderful Nature: Das gewöhnliche Chamäleon”: Es zeigt ein Chamäleon beim Futtern. Erst eine kleine Fliege, dann ein Schmetterling, und seine Gier wird immer größer. Wir haben sehr gelacht!

Schön wäre es gewesen, wenn wir zwischendurch noch etwas zu den Filmen erfahren hätten, sie liefen hintereinander weg. Eine Frage-und-Antwort-Runde (Q&A) kündigte man nuschelig für draußen an. Das war schade, denn so dauerte das Ganze gerade mal eine Stunde.
Na ja, man kann nicht alles haben.