KeineWochenShow

#159 – Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!

Sonntag, den 19. Januar 2020
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Es war wieder eine ereignisreiche Woche, und deshalb ist auch KeineWochenShow wieder vollgepackt mit den Themen der Woche. Wir sprechen über die emotionale Trauerfeier für Jan Fedder im Hamburger Michel. Es geht um das Dschungelcamp und Daniela Danni Büchner. Wir erörtern die Abstimmung im Bundestag zur Organspende. Wir fragen uns, ob wir die Love Parade in Berlin wiederhaben wollen. Und es geht um die Grenze zwischen Glienicke in Brandenburg und (West-)Berlin, wo wieder so was wie eine Mauer errichtet werden könnte.

Das und mehr in KeineWochenShow #159 auf Youtube.

Hits: 57

RTelenovela

Überraschungsevent (36): Golden Gospel

Dienstag, den 14. Januar 2020
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(35) -> 15.12.2019

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. Diesmal durfte sie das Event planen, im nächsten Monat bin ich dran.

Diesmal ging es in den Berliner Bezirk Tiergarten – in die Philharmonie. Im kleineren Kammermusiksaal fand die Golden-Gospel-Gala mit Donna Brown & Friends statt.
Dazu muss man wissen, dass der Saal rund um die Bühne bestuhlt ist. Deshalb gibt es bei Konzerten, je nachdem wie die Bands sich gruppieren, auch viele Plätze, bei denen man die Leute von hinten sieht.
Bei uns war das so halb der Fall. Alle Singenden sangen von uns weg. Die kleine Band stand seitlich von uns, nur die Pianistin sah mit Blick zu uns.
Das hat auch Folgen für die Akustik. Wer von einem weg singt, klingt natürlich anders, als wenn er zu einem singt. So fühlte man sich ein wenig wie Zaungäste.
Aber natürlich weiß man das vorher, und wegen unserer Preisgrenze war kein anderes Ticket drin.

Das Konzert hatte dennoch sehr schöne Momente. Einer der Sänger hatte einen phantastischen Solopart, der völlig zurecht bejubelt und betanzt worden ist. Auch andere Songs waren toll. Aber es gab auch die Momente, wo der Gospel ein wenig eintönig wirkte, als ob man eine Viertelstunde dasselbe Lied hört.

Interessant war der Abend aber auch, weil wir etwas beobachtet haben. Während der ersten Konzertminuten setzte plötzlich eine Völkerwanderunhg ein. Das Konzert war längst nicht ausverkauft, und nach und nach standen Gruppen plötzlich auf, um auf bessere Plätze zu wandern.
Ich habe in einem klassischen Konzertsaal selten etwas Respektloseres erlebt. Denn es stört, wenn Leute im Saal rumlatschen, während in der Mitte die Musiker ihr Bestes geben. Das wäre was anderes in riesigen Konzerthallen, wo das eh wurscht ist, aber nicht im kleinen Kammermusiksaal.
Manieren sind halt nicht mehr so gefragt.

Hits: 76

ORA aktuell

130.000 Leute kommen 2019 in den Filmpalast

Sonntag, den 5. Januar 2020
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Dem Oranienburger Filmpalast gehe es wirtschaftlich gut. Das sagte Kinochef Mario Nazahn der Märkischen Allgemeinen. Im Jahr 2019 haben nach seinen Angaben etwa 130.000 Leute den Filmpalast besucht.
Allein “Die Eiskönigin 2” haben in Oranienburg innerhalb eines Monats 1500 Leute gesehen.

Hits: 69

RTelenovela

2019

Dienstag, den 31. Dezember 2019
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DIE BESTE PARTY
Thommis 40.

DAS BESTE KONZERT/EVENT
AnnenMayKantereit in Hannover
“Die Hand ist ein einsamer Jäger” in Berlin

DER BESTE SONG
Juju feat. Henning May: Vermissen
außerdem:
Bosse: Ich warte auf dich
NF: The Search
Provinz: Reicht dir das
8kids: Wir bleiben Kids
Tim Bendzko: Hoch
White Lies: Tokyo
Sarah Connor: Vincent
Max Herre feat. Veronika Fischer: Nachts
Kate Miller-Heidke: Zero Gravity

DAS BESTE ALBUM

DER BESTE FILM
Midsommar
außerdem:
Systemsprenger
Der Fall Collini

DER SCHLECHTESTE FILM
Pokémon: Meisterdetektiv Pikachu
außerdem:
Glass
Mein Bester & ich

BESTE TV-SENDUNG
Sense 8, Netflix
außerdem
Prince Charming, TV Now
Eurovision Song Contest 2019, Das Erste
Käthe und ich: Dornröschen, Das Erste
Druck – Staffel 3, Funk
Die Geschichte eines Abends, NDR

SCHLECHTESTE TV-SENDUNG
Tatort: Der höllische Heinz, Das Erste
außerdem
About you Awards – Die größten Social Media Stars 2019, ProSieben
Mein bester Streich: Prominent & reingelegt, ProSieben
Sorry für alles, ZDF
Goodbye Deutschland – Die Auswanderer: Laura und der Wendler, VOX
Der Bulle und das Biest, Sat.1

BESTER RADIOSENDER
radioeins

BESTES BUCH
Jan Weiler: Kühn hat Ärger
außerdem:
Ulrike Herwig: Das Leben ist manchmal woanders
Juan Moreno: Tausend Zeilen Lüge – Das System Relotius und der deutsche Journalismus

BESTER AUGENBLICK
Spaziergang durch die Lindenstraße (Video)

SCHLECHTESTER AUGENBLICK
Bad Segeberg: Auto kaputt.

Hits: 101

KeineWochenShow

#156 – Captain Parger entert das Traumschiff

Sonntag, den 29. Dezember 2019
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Kleine Panne zum Jahresende: KeineWochenShow haben wir einfach nicht hochgeladen bekommen. So ging Folge 156 am Sonntagnachmittag verspätet online.

Wir ziehen Bilanz. Weihnachten mit der Heiligabend-Predigt in Schmachtenhagen und der Ansprache des Bundespräsidenten. Wir reden ausführlich über Florian Silbereisens Einstand auf dem Traumschiff.

Und natürlich zum Jahresende gibt es unsere Listen: Musik-Highlights 2019, die besten und schlechtesten Kinofilme, Bücher und Fernsehsendungen.
Was bleibt bei euch von 2019 übrig?

Die letzte Sendung 2019 – KeineWochenShow #156 gibt es auf Youtube.

Hits: 89

RTZapper

Mary Roos & Wolfgang Trepper: Die Geschichte des deutschen Schlagers

Freitag, den 27. Dezember 2019
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SA 21.12.2019 | 0.20 Uhr (So.) | NDR

Im Januar 2020 ist Schluss mit den Schlagern: Mary Roos tritt ab. Das hat sie schon vor längerer Zeit angekündigt. Sie ist jetzt 70, und sie will offenbar nicht ewig auf den Bühnen dieses Landes singen. Ein Entschluss, den man akzeptieren muss, der für Fans aber hart und schade ist.
Denn mit Mary Roos verlässt eine Frau die Schlagerbranche, die das Herz auf dem rechten Fleck hatte, witzig und selbstironisch ist. Mary Roos verbreitet, da, wo sie ist, immer gute Laune.

Wie das mit der Selbstironie zu verstehen ist, konnte man in der Nacht zum Sonntag im NDR sehen ist. Dort liefen Ausschnitte aus dem Programm “Nutten, Koks und frische Erdbeeren”. Beim NDR entschied man sich für einen etwas, nun ja, spießigen Titel “Die Geschichte des deutschen Schlagers” (gähn!). Dort steht sie mit dem Kabarettisten Wolfgang Trepper auf der Bühne. Trepper spielt den übellaunigen Typen, der Schlager hasst und natürlich auch Mary Roos hasst und über den Schlager seine Witze macht. Dann aber kommt Mary Roos und gibt Trepper ordentlich Kontra, und natürlich singt sie auch viele Hits.
Diese Show, mit der die beiden auch sehr lange auf Tournee waren, zeigt, wie witzig diese Frau ist, wie sehr Mary Roos auch über sich und ihre Branche lachen kann. In Wirklichkeit mögen sich Roos und Trepper sehr. Vermutlich könnten sie so was ansonsten auch nicht jeden Tag über sich ergehen lassen.

Im Januar 2020 also hat Mary Roos in einer Fernsehshow (vermutlich bei Silbereisen) ihren letzten Auftritt, dann soll Schluss sein.
Na ja, nicht so ganz: Ab Herbst ist sie wieder mit Wolfgang Trepper unterwegs. Titel des neuen Programms: “Mehr Nutten, mehr Koks – scheiss auf die Erdbeeren!”
Niemals geht man so ganz. Das scheint auch für Mary Roos zu gelten. Und das ist auch gut so.

-> Die Sendung in der ARD-Mediathek (bis 5. Februar 2020)

Hits: 99

RTelenovela

Die aktuelle Christvesperkritik 2019

Mittwoch, den 25. Dezember 2019
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2018 -> 24.12.2018

Fangen wir mit dem wichtigsten an. Die Predigt, die Pfarrer Friedemann Humburg Heiligabend in der Schmachtenhagener Kirche gehalten hat, war großartig.
Sie drehte sich darum, wie gut es uns doch im Großen und Ganzen doch gehe. Die Kirchengemeinde hat Kontakt nach Simbabwe, und dort herrscht die pure Armut. Es gibt kaum noch Wasser, die Menschen müssen tagelang warten oder suchen, um Wasser zu bekommen. Es herrschen Unruhen, da Land geht vor die Hunde.
Und dann erlebt er im Oranienburger Kaufland, wie sich Leute über irgendwas aufregen, weil es ein bestimmtes Getränk gerade nicht gibt, und darüber, dass gerade nur fünf Kassen geöffnet seien, und dass sie dort nie wieder einkaufen würden. Auch würden sich die Menschen auch bei ihm als Pfarrer ständig über was beschweren. Die Leute seien ungeduldig, und sie würden nicht wertschätzen, dass es Deutschland immer noch gut gehe. Und das kotze ihn an. Und er entschuldige sich schon davor für die Wortwahl, aber so sei es nun mal.
Zudem machte er anhand der Weihnachtsgeschichte, die ja immer so heimelig daherkomme, klar, welche Armut damals geherrscht habe, und dass es alles andere als romantisch gewesen sein muss, im Stall bei den Tieren ein Kind zu bekommen.
Es ging ihm darum, dass wir uns auf das besinnen, was wir haben, auf den Luxus. Und selbst wir nicht im Luxus leben, sei es immer noch einer – verglichen mit den Menschen in Simbabwe.
Das war eine Predigt, die alles andere als oberflächlich war und wirklich eine Botschaft hatte. Großen Dank dafür.

Auch gehört zu dieser Christvesper, dass der Männerchor diesmal ziemlich gut war. Ich bin zwar kein Fan des vielstimmigen Gesangs, der sich sehr schnell “falsch gesungen” anhört, diesmal war das alles aber ganz passabel.
Nur eines: Bei den Mitsingliedern sollte vielleicht “Fröhlich soll mein Herze springen” aus dem Programm genommen werden. Da habe ich den Eindruck, dass das fast niemand kennt und dementsprechend kaum mitgesungen wird. Ich kenne es beim besten Willen auch nicht…

Hits: 98