RTelenovela

Musizieren in Zeiten des Coronavirus

Samstag, den 28. März 2020
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Uns steht wieder ein Wochenende bevor, an dem wir sehr viel Zeit haben werden. Da ist es doch toll, wenn die Familie sehr musikalisch ist. In der Oranienburger Mittelstraße musizieren beispielsweise Christel und Manfred Specht jeden Abend um 19 Uhr auf ihrem Balkon „Der Mond ist aufgegangen“.
Am Donnerstagabend gab es zusätzlich noch ein Geburtstagslied für Laura, die in der Nachbarschaft wohnt.

Einfach klasse – mit einem Aber: Wenn die Familie spielt, sollten sich die Leute nun nicht zwingend auf die Straße stellen. Das ist ja gerade nicht Sinn der Sache. Deshalb die Bitte und die Idee: Bitte bleibt zu Hause! Stellt euch um 19 Uhr auf den Balkon oder ans offene Fenster und spielt und singt mit! Irgendwie kann man sich sicher auf ein Lied einigen, „Der Mond ist aufgegangen“ ist ja schon ein guter Anfang. Und wenn alle an ihren Fenstern stehen und mitsingen – dann wäre das eine wirklich großartige Sache!

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RTZapper

Carmen

Sonntag, den 15. März 2020
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SA 14.03.2020 | 20.15 Uhr | rbb

Wenn die Leute nicht mehr in die Oper gehen können, dann muss die Oper eben zu den Leuten kommen. Und der rbb macht’s möglich.
Die Krise rund um den Coronavirus sorgt für ungewöhnliche Programmideen und -änderungen. Schon seit Mitte der Mitte dürfen die großen Theaterhäuser in Berlin keine Programme mehr spielen. Seit Sonnabendabend steht das Kulturleben komplett still.

Die Staatsoper in Berlin steht natürlich somit auch still. Am Donnerstagabend aber, da ging die Oper “Carmen” trotzdem über die Bühne. Zwar ohne Zuschauer im Saal, dafür aber mit Zuschauer im Internet. Die Oper wurde gestreamt. Der rbb übertrug sie auf Youtube und auf der eigenen Seite. Am Sonnabendabend lief die Aufzeichnung zur besten Sendezeit im rbb.

Das ist eine tolle Aktion: In dem Fall hieß sie “rbb macht Oper”. Wenn die Menschen nun wochenlang zu Hause sitzen müssen, weil nichts mehr geöffnet ist, dann sorgt eben der rbb dafür, dass Berliner Events in die Wohnzimmer kommen. So wird “Carmen” zudem auch einem größeren Publikum zugänglich gemacht.
Ob die Aktion fortgesetzt werden kann, ist jedoch ungewiss. Da keine Veranstaltungen mit mehr als 50 Leuten stattfinden dürfen, könnte es selbst für solche Aktionen unmöglich sein, sie durchzuziehen. Aber vielleicht überrascht uns der rbb ja noch.

-> Die Sendung auf Youtube

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ORA aktuell

Coronavirus: Absagen in Kultur und Sport, anderer Buseinstieg

Samstag, den 14. März 2020
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Die Sicherheitsmaßnahmen wegen des grassierenden Coronavirus greifen jetzt auch für städtische Veranstaltungen in Oranienburg. Die Stadtverwaltung hat am Freitag beschlossen, dass ab Montag alle Veranstaltungen in den Einrichtungen der Stadt ausfallen. Betroffen sind die Bibliothek, der Eltern-Kind-Treff, das Regine-Hildebrandt-Haus, das Bürgerzentrum, die Jugendclubs und Sporthallen. Die Tourismus und Kultur Oranienburg gGmbH (TKO) hat ihre Veranstaltungen in Orangerie und Schlosspark bis Ende April abgesagt.
Allerdings sind die Einrichtungen – u.a. die Tourismus-Info, der Schlosspark – grundsätzlich erst mal weiter geöffnet.

Der Oranienburger Handballclub stellt mit sofortiger Wirkung den kompletten Trainings- und Wettkampfbetrieb ein. Diese Regelung gilt bis einschließlich 13. April. Das teilte Präsident Thomas Stahlberg am Freitag mit. Der kommende Spieltag in der 3. Liga sei ausgesetzt. Der DHB will beraten, wie es danach weitergehe.

In den Bussen der Oberhavel Verkehrsgesellschaft (OVG) ist seit Freitag der Einstieg über die Vordertüren nicht mehr möglich. Damit können beim Fahrer auch keine Tickets mehr gekauft werden. Damit soll das Fahrpersonal vor Ansteckung geschützt werden. Die Fahrscheinpflicht gilt weiter, wer jedoch keinen Fahrschein lösen könne, wird gebeten, den Fahrpreis an ein soziales Projekt zu spenden.

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aRTikel

Trauer um Ulf Gruber

Freitag, den 13. März 2020
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Der Beetzer stirbt mit nur 54 Jahren – ein engagierter Feuerwehrmann, Musiker und Lehrer der Goethe-Oberschule in Kremmen

MAZ Oberhavel, 13.3.2020

Beetz.
Man sagt ja oft, jemand werde mitten aus dem Leben gerissen. Im Fall von Ulf Gruber lässt sich überspitzt sagen: Er hatte noch lange nicht vor, zu gehen. Aber es kam anders. Der 54-jährige Beetzer ist in der Nacht zu Donnerstag nach längerer Krankheit verstorben.

„Wir verlieren einen engagierten Bürger“, sagte Kremmens Bürgermeister Sebastian Busse am Donnerstag. Ihn hat die Nachricht vom Tod Ulf Grubers sehr bestürzt. „Ein sympathischer Mensch, der Beetzer Dorfgeschichte mitgelebt hat.“

Ulf Gruber war Musiker, durch und durch. Erst vor drei Jahren eröffnete er mit einem Partner eine Gitarrenwerkstatt in der Altstadt in Kremmen. Dort wollte er auch Kurse anbieten. An der Kremmener Goethe-Oberschule arbeitete er als Musiklehrer. Er gestaltete gemeinsam mit seinen Schülern den Musikraum der Schule – erst vor acht Wochen zeigte er ihn stolz den Besuchern des „Tages der offenen Tür“. Dem MAZ-Reporter sagte er, er sei sich sehr sicher, dass er seine gesundheitliche Krise schaffen würde – und genau diesen Eindruck machte er auch. Ulf Gruber blieb immer ein Optimist, ging gleichzeitig aber immer offensiv mit dem Stand seiner Krankheit um – eben weil er so überzeugt davon war, dass alles gut gehe.
Auch trat er selbst als Musiker auf. Sei es bei Open Stages in der „Kombüse 11“ in Kremmen, beim Bandwettbewerb in der Stadtparkhalle oder bei „Feuer und Flamme für Kremmen“.

„Das tut mir sehr, sehr leid, das ist wirklich ein Hammer“, sagte am Donnerstag ein sehr betrübter Andreas Dalibor. „Er war ja zwischenzeitlich auch ein Mitmusiker von uns“, erzählte er. Auch hat Ulf Gruber eine Zeit lang das Theaterbistro im Scheunenviertel betrieben. „Ich bin sehr bestürzt, wie schnell das jetzt gegangen ist.“

Beatrix Scheeren, die Leiterin der Goethe-Oberschule, in der er arbeitete, kündigte an, sich später noch an die Presse zu wenden.

Trauer herrscht auch bei der Kremmener Feuerwehr. Ulf Gruber war Mitglied der Feuerwehr in Beetz-Sommerfeld. Auf der Facebookseite der Wehr Staffelde/Groß-Ziethen erschien am Donnerstag eine Kerze als Zeichen der Trauer. „Er war ein wichtiger Bestandteil von uns“, sagte Sommerfelds Wehrführer Holger Henschel. „Er hat damals auch angefangen, das Kinderfest in Beetz für uns zu organisieren. Er war immer, gerade was Veranstaltungen angeht, für uns da.“ Auch am Einsatz- und Ausbildungsdienst habe er immer teilgenommen – bis zum Schluss. „Vor zwei Wochen haben wir uns noch unterhalten, dass er bald wieder durchstarten kann.“ Ähnlich erinnert sich Bürgermeister Busse. Die Zuversicht habe ihn nie verlassen. Und doch kam es dann anders. Beetz und Kremmen verlieren einen fröhlichen Menschen voller Tatendrang.

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ORA aktuell

Coronavirus: Immer mehr Veranstaltungen abgesagt

Freitag, den 13. März 2020
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Die Sicherheitsmaßnahmen wegen des grassierenden Coronavirus sorgen für immer mehr Absagen von Veranstaltungen. In der Stadtbibliothek ist am Donnerstag ein Vortrag abgesagt worden.

Das Oranienwerk hat bekanntgegeben, dass dort vorerst alle Veranstaltungen abgesagt sind. Das betrifft auch den Comedyabend am Freitag im “Kellerkind”.
Im Oranienburger Schloss finden bis auf Weiteres ebenfalls keine Veranstaltungen statt, nicht betroffen ist der Zugang zum Schlosspark.
Am Louise-Henriette-Gymnasium ist ebenfalls alles abgesagt worden. Das betrifft u.a. die Theaterstücke und die Gala “Louise 2020”.

Grundsätzlich sind alle Veranstaltungen und Versammlungen ab 1000 Leuten behördlich untersagt worden. Veranstaltungen ab 100 Teilnehmern müssen dem Landkreis gemeldet werden. Die Veranstalter werden gebeten, über die Durchführung der Events nachzudenken.

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RTelenovela

Wie traurig wird 2020?

Donnerstag, den 12. März 2020
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Jeden Tag neue Nachrichten zum Coronavirus. Stündlich neue Nachrichten darüber, welche Veranstaltungen abgesagt werden.

Ich bin diese und nächste Woche auf zwei größeren Veranstaltungen in Berlin. Eine Comedyshow und ein Konzert mit elektronischer Musik. Ich muss sagen, ich habe derzeit keine sehr große Lust auf solche Veranstaltungen. Die steigen Fallzahlen in Sachen Corona und die Ungewissheit, wie das alles weitergeht, spielen da eine große Rolle.
Die Zahlen sind klein. Relativ. Und noch. Bei der Grippe ist’s schlimmer. Einerseits. Und noch. Das Problem ist aber nun mal, dass über diese Art des Coronavirus noch nicht viel oder genug bekannt ist. Von einem Impfstoff ganz zu schweigen.
Und es geht jetzt darum, dass die Zahl der Ansteckungen niedrig gehalten wird. Steigen die Zahlen schnell in die Höhe, dann wird es kritisch in den Krankenhäusern. Also noch mehr als sonst.
Auch geht es darum, die Alten und chronisch Kranken zu schützen.

Der Gedanke, dass man es in den nächsten Wochen ruhiger angeht, ist schon seltsam. Am Morgen kam dann aber die Nachricht, dass die Gemeinde Mühlenbecker Land schon mal alle Sommerfeste abgesagt hat. Sommer! Und ich frage mich, wann die anderen nachziehen.
Mich beschleicht nun der Gedanke, dass 2020 ganz schön traurig und depressiv werden könnte. Keine Volksfeste, kaum Veranstaltungen. Und ständig in die Sauna rennen will man ja auch nicht.
Ich kann nicht verhehlen, dass meine Stimmung durch diese ganzen Nachrichten gedrückt ist. Aber vielleicht – nein, ganz sicher – muss man weiter ruhig bleiben.

Berlin und Brandenburg haben inzwischen bis Mitte April Events mit mehr als 1000 Leuten untersagt. Das müsste bedeuten, dass das Elektromusik-Konzert ausfallen müsste, noch gibt es da aber keine Infos. Der Comedyabend findet wohl trotzdem statt. Ich würde wohl mit gemischten Gefühlen hingehen.

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RTelenovela

Wenn Blicke töten könnten

Montag, den 9. März 2020
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Ich bewundere Theaterschauspieler immer wieder dafür, wie viel Text sie sich merken können. Und dazu noch den Text von mehreren Theaterstücken, die sie spielen.
Johannes Hallervorden ist momentan mit “Schmetterlinge sind frei” im Schlosspark-Theater in Berlin-Steglitz zu sehen. Aber er spielt auch immer noch “Der letzte Raucher”, und auf der Theaterseite stehen noch mehrere andere Stücke.

Am Mittwochabend hatten es die Schauspieler nicht nur mit diversen hustenden Leuten zu tun. Irgendwo in den vorderen Reihen saß ein Herr, der immer recht laut das Stück kommentierte.
Es gibt Menschen, die nicht in der Lage sind, einfach mal den Mund zu halten. Oder zu flüstern, wenn es denn unbedingt sein muss. Oder Leute, die nicht begreifen, dass da vorne Schauspieler sind, die Rollen spielen. Da muss man die nicht auf eine merkwürdige Art “ansprechen”.

Die Schauspieler in “Schmetterlinge sind frei” – neben Hallervorden auch die wunderbare Julia Biedermann und Helen Barke – haben sich davon nicht beirren lassen.
Aber zum Schluss – als das Stück vorbei war und die Schauspieler zum Bühnenrand kamen – warf Johannes Hallervorden in Richtung des Störers einen wütenden Blick und ein Kopfschütteln. Wenn Blicke töten könnten, hätte es im Theater an diesem Abend sicherlich ein Opfer gegeben.

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