RTelenovela

Traumtagebuch (147): Stasi-Verstrickung

Sonntag, den 12. April 2020
Tags: ,

(146) -> 16.1.2020

Ich musste erst darauf hingewiesen werden, dass der “stern” darüber berichtet hat. Und ich zweifelte an mir, denn normalerweise lese ich die Zeitschrift immer recht gewissenhaft, und dass mir ausgerechnet das durchrutscht, kann ich nicht nachvollziehen.

Der Schulleiter eines Gymnasiums ganz in meiner Nähe soll in einen Skandal verstrickt sein. Es stand im “stern”, in einem Mehrzeiler, eine ganz kleine Nachricht.
Ich bin verwundert. Erst vor kurzem hatte ich mit diesem Schulleiter beruflich ein längeres Gespräch, und dass es da Probleme geben soll, war mir nicht bewusst.
Verwundert bin ich aber auch, dass der “stern” darüber schreibt, und das gleich mehrfach. Man sagte mir, schon in der Vorwoche sei ein kleiner Artikel erschienen, es wirkt fast wie eine Kampagne gegen diesen Mann.

Es soll angeblich mit der Stasi zu tun haben. Der Schulleiter ist noch relativ neu, und eigentlich ist er auch noch relativ jung. Trotzdem – die Verstrickung soll so problematisch sein, dass er als Schulleiter eigentlich zurücktreten muss – als Lehrer könne er aber noch weiterarbeiten, heißt es.
Wenn ich länger drüber nachdenke, dann kann ich mich auch doch noch an die “stern”-Artikel erinnern, und ich beschließe…
…dass ich aufwache.

Hits: 127

RTelenovela

Rumnölen in Zeiten des Coronavirus

Donnerstag, den 2. April 2020
Tags: , , ,

Die Wirtschaft steht durch die Entwicklungen rund um das Coronavirus derzeit auf sehr wackligen Beinen. Zum Beispiel die Gastronomie.
Gaststätten, Kneipen und Bistros dürfen derzeit nicht öffnen – sie dürfen aber ihre Speisen to go, also zum Mitnehmen verkaufen, und die dürfen ihre Speisen auch ausliefern. Es ist das Letzte, was ihnen noch bleibt. Ein kleiner Strohhalm, um nicht einen kompletten Umsatzausfall zu haben.
Nun müssen nur noch die Kunden mitziehen, sie müssen erfahren, dass ihr Lokal noch da ist, und dass sie dort was bestellen können.

In einer Facebook-Gruppe wurde am Mittwoch dafür geworben, dass ein Hohen Neuendorfer Lokal noch für seine Kunden da sei. Ist ja immerhin gut zu wissen, dass da noch was geht.
Das sollte man irgendwie unterstützen. Was man jetzt nicht so zwingend tun sollte, ist rumzunölen. Eine Frau, die Mitglied der Facebook-Gruppe ist, hatte nichts Besseres zu tun, als zu schreiben, dass sie den Laden ja ganz schlecht finde, weil sie mal negative Erfahrungen gemacht habe. Ausführlich berichtete sie später, was schief gelaufen war.

Ja, das kann man machen. Ja, natürlich kann man seine Meinung sagen. Man kann sagen, dass einem ein Restaurant nicht gefällt. Aber ist das jetzt wirklich nötig? Muss man den Leuten wirklich jetzt, wo die Lokale jeden Euro gebrauchen können, nölig sagen, dass das ja alles Mist sei? Solidarität scheint für einige Menschen schlicht keine Rolle zu spielen. Hauptsache: Ich. Hauptsache auch in Krisenzeiten noch mal nachtreten.
Wenn alles wieder gut ist, kann man froh sein, wenn alle Gaststätten noch da sind. Und dann kann man ja immer noch rumtönen, wo man denn nie wieder hingehen wolle.

Hits: 171

aRTikel

Von wegen Ferien!

Samstag, den 21. März 2020
Tags: , , ,

Der Unterricht am Hohen Neuendorfer Marie-Curie-Gymnasium geht auch während der Corona-Krise weiter – Unterricht über das Internet

MAZ Oranienburg, 21.3.2020

Hohen Neuendorf.
Nach und nach geht Lehrer Paul Aurin die Liste durch und ruft jeden Namen auf. Anwesenheitskontrolle. Allerdings hebt vor ihm im Klassenraum niemand die Hand. Bis auf den MAZ-Reporter ist nämlich keiner da. Stattdessen sammelt sich seine 11. Klasse in einem Chat im Internet. 20 Schülerinnen und Schüler sind dabei. Weil nicht alle ein Mikrofon haben, wird immer jemand bestimmt, der deren Statusmeldungen vorliest. An diesem Vormittag unterrichtet Paul Aurin Mathematik. Die Jugendlichen können ihren 30-jährigen Lehrer sogar sehen – denn im Videochat kann er alles übertragen, auch, seine Tafelbilder, die er live auf dem Tablet anfertigt.

Besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen. Auch wenn das Hohen Neuendorfer Marie-Curie-Gymnasium an diesem Vormittag leer ist, auch wenn eine fast gespenstische Stille herrscht – es sind keine Ferien. Wegen der Sicherheitsmaßnahmen rund um das Corona-Virus ist der Unterricht an den Schulen ausgesetzt. Das heißt aber nicht, dass kein Unterricht stattfindet. Die Lernenden des Marie-Curie-Gymnasiums haben sogar das volle Programm.
„Es läuft erstaunlich gut“, sagt Schulleiter Thomas Meinecke. Spätestens als Anfang März in anderen Ländern Schulen geschlossen worden sind, wurden auch in Hohen Neuendorf die Pläne für das digitale Lernen zu Hause konkreter. Und die Jugendlichen machen mit – offenbar sogar mit Spaß. Von den 753 Lernenden sind 91,4 Prozent dabei. „Das ist eine gute Quote“, so Thomas Meinecke. Das sei in Grippezeiten ähnlich. Und es werden mehr, denn am Montag beginnt die Digi-Challenge. Die Klasse mit der höchsten Anwesenheitsquote bis zu den Osterferien bekommt 500 Euro für einen Klassenausflug gesponsert. Von den 68 Lehrkräften sind – bis auf zwei Erkrankte – ebenfalls alle dabei.

Der Unterricht funktioniert auf verschiedene Weisen. In einem anderen Raum sitzen Referendar Nils Habedank und Deutschlehrer Attila Wienstrath. Sie verteilen ihre Aufgaben auch über das Internet, wenn auch ohne Videostream. „Zur Not erreichen wir sie auch über den Chat“, so Nils Habedank. „Alle sind sehr aufgeregt.“ Es sei ein anderes Lernen, aber die Lehrer seien baff, wie gut alle mitmachen. Attila Wienstrath war nie ein Verfechter des Unterrichts aus der Ferne. „Aber jetzt hier ist es ein großes Plus.“ Er gibt aber auch zu, dass es ihm nicht übermäßig viel Freude mache. „Weil ich Lehrer bin, um mit den Schülern zusammen zu sein.“

Das Corona-Virus werde vor allem am Anfang der Stunden thematisiert, erklärt Paul Aurin. Kurz geht’s um die Ansprache von Kanzlerin Merkel. Aurin erinnert daran, dass Partys und Treffpunkte draußen zu unterlassen seien – um dann zur Kurvendiskussion zu kommen. Für Paul Aurin ist das eine Zeit der Emotionen. „Es ist eine extrem beunruhigende Zeit und eine extrem spannende Zeit.“ Während draußen viele negative Dinge passieren würden, sehe er die jetzt laufende Phase in der Schule positiv.

Dass es schwierig sei, dass das ganze Unterrichtssystem „My Curie“ über Google laufe, ist Schulleiter Thomas Meinecke bewusst. Man habe lange nachgedacht und probiert, auch ein Rechtsgutachten sei eingeholt worden. Aber es sei kosten-, werbe- und trackingfrei. Die Eltern haben Einverständniserklärungen unterschrieben. Die zwei, die nicht mitmachen, bekommen alles auf Papier.
Seit zwei Jahren ist Thomas Meinecke Schulleiter am Marie-Curie-Gymnasium. „Die Schule sollte digitaler werden“, sagt er. Das sei sein Ziel zu Beginn gewesen. Damals sei darüber geschmunzelt worden. Jetzt müssen es alle durchziehen – und es läuft gut.

Hits: 143

KeineWochenShow

#167 – 75 Jahre später

Sonntag, den 15. März 2020
Tags: , ,

Die heutige Ausgabe haben wir ungewöhnlich früh aufgezeichnet – nämlich schon am Dienstagabend. Ging nicht anders.
In der aktuellen Zeit ist das aber natürlich ein bisschen blöd, denn natürlich sprechen wir im Verlauf der Sendung auch über die Entwicklungen beim Coronavirus. Aber seit Dienstag hat sich ja alles noch mal komplett verändert, insofern kann man das schon kaum noch ernstnehmen, was wir da erzählen.

Deshalb reden wir zu Beginn und auch sehr lange über ein ganz anderes wichtiges Thema. Am 15. März 1945 erlebte Oranienburg den schwersten Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg. Das ist nun 75 Jahre her.
Wir sprechen darüber, wie das damals wohl war und vor allem darüber, dass Oranienburg die Folgen ja bis heute ertragen muss.

Auch sprechen wir über das schwere Unglück in Hohen Neuendorf, wo am vergangenen Wochenende ein Wohnhaus explodiert ist.
Das und mehr in KeineWochenShow #167 auf Youtube.

Hits: 142

RTelenovela

Ich wünsche mir den Lambada!

Sonntag, den 2. Februar 2020
Tags: ,

Lambada! Na, wer erinnert sich noch an den Song und den Tanz?
Am 21. Februar wird in der Hohen Neuendorfer Stadthalle eine Wiedervereinigungsparty gefeiert. Anlass: Die Maueröffnung am 17. Februar 1990 zwischen Hohen Neuendorf und Frohnau.

Da laufen dann sicherlich die üblichen DDR-Hits – „Jugendliebe“, „Am Fenster“ und „Geh zu ihr“ dürfen da nicht fehlen –, plus Songs aus dem alten Westen.

Aber natürlich sollten auch folgende vier Songs auf dieser Party gespielt werden: „Lambada“ von Kaoma war im November 1989 auf Platz 1 der (west-)deutschen Charts. Ich kann mich noch an den Videoclip mit dem Jungen erinnern, der mit seiner Freundin den Lambada tanzt.
Die nächste Nummer 1 war Phil Collins’ „Another Day in Paradise“. Ein bisschen ruhiger. Und im Februar 1990 stand ein gewisser Werner Wichtig mit „Pump ab das Bier“ ganz oben. Zum Mitgrölen!
Nicht zu vergessen: David Hasselhoffs „Looking for Freedom“, er sang es Silvester 1989 am Brandenburger Tor.
Dann kann die Party ja steigen!

Hits: 62

KeineWochenShow

#149 – 30 Jahre grenzenlos

Sonntag, den 10. November 2019
Tags: , , ,

30 Jahre Mauerfall: Ein besonderes Jubiläum erfordert eine besondere Sendung.
Am 10. November 1989 reiste ich zum ersten Mal nach West-Berlin – nur gut 16 Stunden nach dem Mauerfall. Genau 30 Jahre später gibt es das KeineWochenShow-Special “30 Jahre grenzenlos”.

Wir besuchen mehrere Orte, die bedeutend sind für den Mauerfall. Wir sind auf dem Rasthof Stolper Heide an der heutigen A111. Dort befand sich der Grenzübergang zwischen Stolpe und Heiligensee in Berlin. Dort reisten wir damals ein. Davon ist dort heute kaum noch was zu sehen.
Dann sind wir an der B96, an der Grenze zwischen Hohen Neuendorf und Berlin-Frohnau. Dort war kein Grenzübergang, aber dort stand die Mauer genau auf der Straße.
Wir sind im Regierungsviertel, die Grenze verlief direkt hinter dem Reichstag.
Und wir sind am Brandenburger Tor in Berlin – dem Symbol für die deutsche Teilung und für die Vereinigung Berlins.

“30 Jahre grenzenlos – Ein KeineWochenShow Special” gibt es auf Youtube.

Hits: 160

KeineWochenShow

#144 – Ekelhaft! Der Bier-Eklat!

Sonntag, den 6. Oktober 2019
Tags: , , ,

Neulich war Paul Aurin bei uns zu Gast und erzählte uns u.a. von seiner Show “Wer besiegt Paul?” in Hohen Neuendorf. Die ging am Sonnabend, 28. September, zum sechsten Mal über die Bühne, und bei uns gibt es Ausschnitte und ein Rückblick.

Außerdem geht es um die hitzige Leichtathletik-WM und um Kameras, die die Starter und Starterinnen von untern zeigen. Wir feiern 50 Jahre Fernsehturm und 25 Jahre Louise-Henriette-Gymnasium in Oranienburg.
Feiert ihr mit? KeineWochenShow #144 auf Youtube!

Hits: 170