RTelenovela

Meisterinnenbrot

Sonntag, den 25. März 2018
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In Sichtweite zur Kaufland-Kasse in Hohen Neuendorf steht ein Werbebanner. Ein Bäcker wirbt mit einem Meisterbrot. Zu sehen ist aber eine Frau.

An der Kasse nebenan steht ein älteres Ehepaar. Sie sieht das Plakat und beginnt zu reden. “Meisterinnenbrot”, sagt sie. “Meisterinnenbrot. Müsste ja Meisterinnenbrot heißen.” Keine Ahnung, ob sie ein Selbstgespräch führt, der Mann reagiert jedenfalls nicht so richtig, und sie redet weiter. “Heute ist das doch so. Meisterinnenbrot. Geht doch heute nicht anders.” Sie lacht einmal kurz, bekommt aber weiter keine Antwort von ihrem Mann.

Ich weiß ja nicht, ob der Frau sonst nur eher selten ein Witz einfällt. Aber sie will diesen Gag einfach nicht loslassen.
Gute zwei Minuten später, ich bin gerade dabei, meine Waren in die Tüte einzuräumen. Da kommt das Paar wieder an mir vorbei, und sie redet immer noch: “Meisterinnenbrot. So müsste es doch heißen. Meisterinnenbrot!”
Der Witz hat sie vermutlich den ganzen Abend nicht mehr losgelassen.
Wenn’s ihr Spaß macht…?!

RTelenovela

Rein, raus, rein

Samstag, den 24. März 2018
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Tagesordnungen muss man einhalten. Punkt für Punkt. Keine Abweichungen, auch wenn es vielleicht nicht so ganz logisch erscheint.
Freitagabend. In Hohen Neuendorf bekommt die Feuerwehr ein neues Fahrzeug. Deshalb stehen auf dem Hof der Grundschule auch schon die ganzen Feuerwehrleute – immer mit Blick zur Einfahrt, wo das Fahrzeug jeden Moment auftauchen müsste.

Dann aber setzt eine Massenwanderung ein. Alle in die Aula! Alle hinsetzen! Vorn beginnt die Jahreshauptversammlung, die Tagesordnung wird mit dem Beamer an die Wand geworfen. Punkt 1: Begrüßung. Also: Guten Tag! Schön, dass alle da sind.
Weiter geht’s mit der Übergabe des neuen Feuerwehrfahrzeuges. Die findet draußen statt. Da, wo wir alle gerade schon mal standen.
Also setzt eine Massenwanderung ein. Alle wieder auf den Hof!
Die Kameraden formieren sich, das Fahrzeug kommt mit tatütata. Sieht gut aus! Ein paar Reden und Glückwünsche, dazu Musik.

Dann setzt eine Massenwanderung ein. Alle zurück in die Aula! Alle hinsetzen! Der nächste Tagesordnungspunkt. Hübsch der Reihe nach. Zum Glück wurde das Büfett in der Aula aufgebaut. Noch mal musste keiner raus – erst beim Nach-Hause-Weg.

RTelenovela

Brücken

Donnerstag, den 26. Oktober 2017
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Das Rathaus in Hohen Neuendorf hat am Montag geöffnet. Wenn du dich fragst, wieso ich dir das erzähle, dann schaue in die Zeitung mit den vielen Meldungen der vergangenen Tage, welche Verwaltungen in Oberhavel am Montag geschlossen sind. Brückentag!

Am 31. Oktober feiern wir alle das Reformationsjubiläum (anders gesagt: haben wir frei), weshalb in den meisten Rathäusern das Wochenende in die Länge gezogen wird.
Nicht in Hohen Neuendorf. „Für mich stand und steht der Dienstleistungsgedanke im Vordergrund“, sagt Bürgermeister Steffen Apelt. „Deswegen ist es mir wichtig, dass das Rathaus auch an den so genannten Brückentagen geöffnet bleibt.“ Da hätten viele Hohen Neuendorfer frei und könnten ihre Angelegenheiten im Rathaus erledigen.

Nicht nur die Hohen Neuendorfer. Auch die Oranienburger, die Kremmener oder Löwenberger würden das sicher gern. Bürgerservice ist, gerade an diesen Werktagen bereit zu stehen für die Anliegen der Bürger. Hohen Neuendorf macht’s richtig!

aRTikel

Duell: Jenna scheitert auch gegen Paul

Montag, den 16. Oktober 2017
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Bis weit nach 1 Uhr dauert die große Spielshow in der Hohen Neuendorfer Stadthalle – Spannung bis zum Schluss

MAZ Oberhavel, 16.10.2017

Hohen Neuendorf.
So lange hat es noch nie gedauert, und so spannend war es auch schon lange nicht mehr. „Deutschlands größte ehrenamtliche Gameshow“ hat am Sonnabend in der Hohen Neuendorfer Stadthalle wieder Maßstäbe gesetzt. Zum vierten Mal hieß es „Wer besiegt Paul?“, und zum vierten Mal ist darauf keine Antwort gefunden worden. Denn auch diesmal konnte sich Paul Aurin (28) durchsetzen – aber es war äußerst knapp.
Jenna Timm hatte es schon mal bei „Schlag den Raab“ versucht und konnte sich gegen den ProSieben-Entertainer nicht durchsetzen. Am Sonnabend konnte sich die 27-jährige Kriminalkommissarin aus Hartenholm in Schleswig-Holstein gegen Maximilan von Angern, Henrik Hermann und Eric Böhm durchsetzen. Danach konnte sie sich in 15 Spielrunden mit dem 27-jährigen Hohen Neuendorfer Lehrer Paul Aurin duellieren.

Das ehrenamtlich arbeitende, etwa 50 Leute starke Team im Hintergrund arbeitete permanent daran, dass alles reibungslos ablief. Sie dachten sich die Spiele aus, bauten alles auf und ab, sorgten für die technische Umsetzung und für die Übertragung der Bilder auf die große Leinwand. Wie in einer Fernsehshow – nur ohne Fernsehen.
Die Spiele waren sehr abwechslungsreich. Wissen, Schnelligkeit, Geschicklichkeit und eine gute Auffassungsgabe waren nötig, um bestehen zu können. Jenna Timm hatte zwischendurch alle Fäden in der Hand. Glühbirnen mussten eingeschraubt, Gesichter und Stimmen erkannt werden, sie spielten das alte „Mario Kart“-Computerspiel gegeneinander, sie fuhren Hover Cart und leisteten sich draußen auf dem Sportplatz ein Ballonduell in der Bogenschießen-Version. Sie mussten Buchstaben sortieren, Texte so schnell wie möglich abtippen, mit Tennisbällen auf einen Medizinball werfen und Kegelbillard spielen.

Als es nach Spiel acht 50:8 für Jenna stand, schien schon alles gelaufen. „Da dachte ich schon: Hauptsache Schadensbegrenzung, nicht zu hoch verlieren“, erzählt Paul Aurin nach dem Ende der Show. An einen Sieg wollte er da nicht mehr glauben. „Ich hatte mich damit schon abgefunden, hoffte nur, vielleicht mit 90:50 zu verlieren.“
Aber es sollte anders kommen. Paul begann eine spannende Aufholjagd – bis zu Spiel 14, da stand es plötzlich 74:88 für Paul. An dieser Stelle hatten sowohl Jenna als auch Paul die Möglichkeit, zu gewinnen. Beim Leitergolf herrschte eine große Spannung. Obwohl es schon nach 1 Uhr war, herrschte große Konzentration. Am Ende hatte Paul das größere Geschick, der Jackpot wächst nun auf 3000 Euro im nächsten Jahr.

„Es ist schade, dass ich nicht gewonnen habe“, sagte Jenna Timm später. „Aber es waren auch geile Emotionen.“ Im Internet hatte sie einiges über die Show gelesen, „aber wenn es man es hier sieht, ist das noch mal eine ganze andere Hausnummer.“ Sie lobte die hohe Professionalität des Teams, die sich mit dem „Schlag den Raab“-Team durchaus messen könne.

„Es ist eine Herzensangelegenheit für uns“, sagte Moderator Fabian Lindemann am Ende der mehr als vierstündigen Show. „Noch nie hat unser Team diese Show so hervorragend produziert, noch nie hatten wir so viel Spaß.“ 12 000 Euro kostete dieser Spaß, die der Hyperion-Verein dafür ausgab.

KeineWochenShow

#41 – Endlich ASMR!

Montag, den 16. Oktober 2017
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Heute raschelt es am Anfang. Es gibt nämlich im Internet einen (sicherlich nicht ganz neuen) Trend namens ASMR – Autonomon Sensory Meridium Response. Da sieht man Leute, die zum Beispiel am Mikrofonschutz rascheln. Oder Mundgeräusche machen. Zischen. Oder an Gegenständen entlangstreichen. Da gibt spezielle Toneffekte, auch gern mit Raumklang, also mit Tönen, die von rechts nach links und umgekehrt wandern. Ist in der Tat irgendwie entspannend.
Ein wunderlicher, aber irgendwie auch spannendes Ding, unter dem Stichwort ASMR gibt es bei Youtube diverse Videos. Und damit beginnt heute KeineWochenShow.

Außerdem geht es um die Neuauflage von “Der Preis ist heiß”, um einen Feiertag für die Scorpions, um die Wahlen in Niedersachsen, Oranienburg und Velten und um die Obergrenze, die keine Obergrenze mehr genannt werden darf. Auch die leichte Bodenwelle auf der A20 bei Tribsees ist ein Thema, und zum Schluss geht es um die Vorbereitungen für “Wer besiegt Paul?” in Hohen Neuendorf.

Die komplette Ausgabe 41 von “KeineWochenShow” gibt es auf Youtube.

aRTikel

Kerstin Ott begeistert auf dem Herbstfest

Montag, den 11. September 2017
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Konzerrt gestern Nachmittag in Hohen Neuendorf war sehr gut besucht

MAZ Oberhavel, 11.9.2017

Hohen Neuendorf.
Spricht man im Fall von Kerstin Ott von einer Scheißmelodie, dann ist das keine Musikkritik. So heißt eines ihrer Lieder, das sie gestern Nachmittag auf der Herbstfestbühne am Hohen Neuendorfer Rathaus präsentiert hat.

Bekannt geworden ist die 35-Jährige Anfang 2016 durch ihren Song „Die immer lacht“, der vom Technoprojekt „Stereoact“ aufgepeppt und veröffentlicht worden ist. Eigentlich hatte Kerstin Ott ihn schon 2005 für eine Freundin geschrieben. Diesen Song sang Kerstin Ott am Sonntag zunächst nur mit Gitarre, in einer leisen und ruhigen Version – kurz vor Schluss nach noch in der bekannten Partyvariante. Sie animierte die Hohen Neuendorfer mitzusingen. „Oder kennt hier irgendjemand diesen Text nicht?“, fragte sie in die Runde. Natürlich sangen die Besucher laut mit.
Es folgten dann weitere Hits von ihrem Album „Herzbewohner“. Zweimal allerdings gab es technische Probleme mit dem Halbplayback. „Da muss man cool bleiben“, kommentierte Kerstin Ott dies. „Und sich heimlich in die Hosen pieschern.“ Viele Besucher kamen gesterng extra wegen der Sängerin: „Die hören wir sehr gern“, sagte Marina Hilscher aus Berlin-Reinickendorf. Auch Karin Parschen aus Hohen Neuendorf freute sich auf den Auftritt. „Es ist gut, dass hier was auf die Beine gestellt wird“, sagte sie allgemein über das Herbstfest.

Nach Angaben von Stadtsprecherin Ariane Fäscher kamen am Freitag und Sonnabend etwa 7500 Besucher auf das Herbstfest. Zum Konzert, das der Höhepunkt des Hohen Neuendorfer Partywochenendes war, kamen etwa 1000 Menschen – überhaupt war das Festgelände am Sonntagnachmittag sehr voll. Das Herbstfest fand zum 25. Mal statt – und zum letzten Mal am gewohnten Standort vor und neben dem Rathaus. Wie es 2018 weiter geht, ist noch unklar. „Das ist schade, denn das Fest zieht ja immer sehr viele Leute an“, sagte Besucherin Karin Parschen.

Für alle Altersklassen gab es am Wochenende viel zu erleben. Der Rummel am Rathaus hatte Kinderkarussells zu bieten, Autoscooter, ein 16 Meter hohes Riesenrad und vieles mehr. Wer auf dem Gelände unterwegs war, hörte permanent fröhliches Kindergeschrei.

Aber auch in der Stadthalle war am Sonnabend und Sonntag einiges los: Während der Messe „Schau HN“ konnten sich die Vereine und Unternehmen der Stadt und des Umlands vorstellen. „Als Verein sind wir nicht das erste Mal dabei“, sagte Sandra Chryselius vom Voltigierverein „Pegasus“ aus Schildow. „Nach der Messe haben wir bei uns vermehrt Anfragen“, ergänzte sie. Etwa 50 Kinder machen derzeit im Verein mit, und die Messe nutzen die Mitglieder für die Werbung neuer Mitstreiter.

Ebenfalls dabei war das Team vom Hyperion-Verein. Es verkaufte Tickets für die Show „Wer besiegt Paul“ am 14. Oktober in der Stadthalle. Am Sonnabendnachmittag war aber schon alles ausverkauft, erzählte Paul Aurin gestern Nachmittag.

KeineWochenShow

#25 – Nur nach Hause geh’n wir nicht!

Montag, den 26. Juni 2017
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Kleines Jubiläum: Die 25. Ausgabe von “KeineWochenShow” ist online.
Natürlich gedenken wir dem Musiker Gunter Gabriel “Hey, hey, hey Boss! Ich brauch’ mehr Geld!”), außerdem reden wir darüber, welchen Zusammenhang es zwischen Gabriel und Frank Zander gibt, der neulich in Kremmen zu Gast war. Wir huldigen diesmal auch Sido, der zum Held der Hohen Neuendorfer Feuerwehr geworden ist.

Wie sieht es bei euch eigentlich mit Kultserien aus? Ich habe mir vor einiger Zeit die DVD-Zeit mit der Kinderserie “Die Bären sind los” gekauft. Damals hab ich sie geliebt, heute ist’s nicht mehr so mein Ding. Thjommi allerdings sieht das ganz anders, wie er in der Sendung erzählt.

Darüber hinaus gibt es Bier, das aus Tschechien kommt und mit den Simpsons zu tun hat – und das irgendwie einen sehr überraschenden Geschmack hat. Und noch “Der Herbst in der Hose” bei uns Männern wird besprochen.
All das und mehr in “KeineWochenShow” #25 auf Youtube.