KeineWochenShow

#128 – Gymnasiast, gib Gummi!

Sonntag, den 16. Juni 2019
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Sommer! Die längsten Tage des Jahres sind da, und deshalb sind wir mit unserer kleinen Kellersendung mal wieder an die frische Luft gegangen. Wir haben nämlich auch so etwas wie einen Fernsehgarten.
Also stellten wir unseren Bar-Tisch auf und legten los, inklusive Vögelzwitschern und vorbeifahrender Autos im Hintergrund.

Wir besprechen die Unwetter-Tage und die Brandenburg-Umfrage vor der Landtagswahl. Außerdem geht es um fehlende Radwege und einen Kondomautomaten, der im Hohen Neuendorfer Gymnasium aufgestellt worden ist. Und wir fragen uns: Hätten wir uns damals getraut…?

Das und noch viel mehr in KeineWochenShow #128 auf Youtube.

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aRTikel

Überflieger: Er bringt uns die Dolomiten stimmungsvoll nach Hause

Samstag, den 1. Juni 2019
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Felix Hoffmann (21) aus Bergfelde produziert mit “FH-Edits” Filme – er dreht im Urlaub, außerdem Musikclips und gehört zum Team von “Wer besiegt Paul”

MAZ Oberhavel, 1.6.2019

Bergfelde.
Ein Flug über einen schneebedeckten Berg. Hinten strahlt die Sonne genau über der Bergkuppe. Im nächsten Schnitt ist ein Bergdorf von oben zu sehen. Dann ein junger Mann, der im Schnee an einem Spielgerät eine Drehung macht. Später verfolgt die Kamera von oben einen Snowboardfahrer. Das alles mit geschmeidigen Schnitten und mit stimmungsvoller Klaviermusik. Ein Video, das fasziniert.

Es ist auf Youtube zu finden, es heißt schlicht „Dolomites“. Produziert hat es Felix Hoffmann. Der 21-Jährige aus Bergfelde ist seit zwei Jahren nebenberuflich Videofilmer, sein kleines Unternehmen nennt sich FH-Edits. „Aber an sich beschäftige ich mich schon länger damit“, erzählt er. 2012 bekam er seine erste Gopro, eine kleine Actionkamera. Im Urlaub mit den Eltern entstanden erste Filme, auch mit Unterwasserbildern. „Ich wollte immer besser werden.“ In Thailand drehte er damit das erste Video. „Ein Freund meinte dann, ich kann das doch mal auf Youtube hochladen.“ Sieht er sich das Video heute an, findet er es aber schon langweilig. „Gerade alles Technische. Die Belichtung ist anders.“ Auch achtet er inzwischen mehr darauf, dass die Schnitte zur Musik passen. Er legte sich bis heute zwei Drohnen zu, einen Kamerastabilisator, Mikros, Beleuchtung, ein Schnittprogramm. Bald sollen noch ein Greenscreen und ein Funkmikrofon hinzukommen.

Inzwischen gibt es auf Youtube und auch auf der eigenen Webseite kurze Reisefilme mit stimmungsvollen Impressionen. Aber Felix Hoffmann arbeitete auch schon für eine Immobilienfirma und begleitete für sie einen Hausbau. Für den Musiker „Kulturerbe Achim“ aus Berlin war der Bergfelder auch schon für Videoclips verantwortlich. Auch gehört er zum Team von „Wer besiegt Paul“, der jährlichen Spielshow in der Hohen Neuendorfer Stadthalle.

„Ich liebe es, hinter der Kamera zu stehen“, sagt er. „Aber auch das Schneiden und Nachbearbeiten danach macht Spaß.“ Das Gesamtpaket. Steht eine neue Videoproduktion an, dann sitzt er mit seinem Notizbuch da: „Was brauche ich für Bilder? Welche Musik? Wie mache ich bestimme Kamerabewegungen, damit alles passt?“ Wenn es schnell gehen muss, macht er sich Notizen auf seinem Smartphone. „Ich höre mir Lieder an, da kommen meist schon die Gedanken. Ich stelle mir dann alles bildlich vor.“ Dann gehe es natürlich darum, diese vielen gedanklichen Bilder auch so umzusetzen.

Ob daraus später mal ein richtiger Beruf werden soll, steht für Felix Hoffmann aber noch nicht fest. 2015 machte er sein Abitur am Hohen Neuendorfer Marie-Curie-Gymnasium, jetzt studiert er in Berlin Psychologie. „Ich mache auch viel für die Uni“, versichert er. Auf jeden Fall will er seinen Master schaffen. „Mich interessiert das sehr.“ Nebenher versuche er aber schon, ein Netzwerk aufzubauen. „Bisher musste ich mich ja auch noch nicht entscheiden. Es ist auch noch alles viel zu unsicher, es gibt viel Konkurrenz in diesem Job“, sagt der 21-Jährige. Es gebe extrem viele gute Leute, die ebenfalls gute Filme drehen. Gerade hat er gemeinsam mit einem Kumpel einen Imagefilm über Birkenwerder hergestellt, er soll zusammen mit anderen Filmen bei einem Wettbewerb beim Birkenfest präsentiert werden. „Ich bin ja auch in Birkenwerder aufgewachsen“, erzählt er. Deshalb sei die Bindung in den Ort sehr eng. Natürlich hofft er auf einen Preis.

Ansonsten spielt Felix Hoffmann „leidenschaftlich gern Volleyball“ beim SV Electronic Hohen Neuendorf. „Und ich spiele Klavier seit 16 Jahren.“ Sein Wunsch: „Ein Video schneiden, das am Ende noch mehr Leute sehen.“

Felix Hoffmann auf Youtube: FH-Edits.
Die Webseite von FH-Edits.

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RTelenovela

Die Liberalen haben die Größten

Mittwoch, den 24. April 2019
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Bald sind Wahlen. Die Europawahl und in Brandenburg auch Kommunalwahl.
Wer auf der B96 in Hohen Neuendorf unterwegs ist, könnte das eventuell schon mitbekommen haben. Denn dort sind vor lauter Plakaten die Laternenpfähle gar nicht mehr zu sehen. An allen Laternen sind auf der kompletten Pfhallänge Poster aufgehangen. Da herrscht ein echtes Gedrängel.

Vermutlich wird es auf der Strecke bald ein Tempolimit geben, weil der Autofahrer mit dem Lesen der Informationen (wenn denn nennenswerte drauf stehen) überfordert sein könnte.
Richtig nötig hat es offenbar die FDP im Ort. Deren Wahlplakate sind mit Abstand die Größten. Im Vergleich zu den anderen riesig. Und weil das eine Riesige (zigmal im Laufe der Strecke) nicht reicht, gibt es weitere FDP-Plakate.

Mit vier solchen Pappen ist der Pfahl voll. Und meistens sind schon welche kaputt, zerknickt, weil sie runterrutschen. Sieht dann nur leider aus wie ein großer Müllhaufen. Vielleicht kann ja ab und zu mal jemand vorbeifahren und den Kram einsammeln, der da teilweise schon unter der Laterne liegt.

Die Schlacht geht Ende Mai zu Ende. Dann haben wir einen guten Monat Ruhe – und im Juli geht es von vorn los. Dann beginnt schon der Countdown zur Landtagswahl.

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KeineWochenShow

#116 – Musi zum Schmusen

Sonntag, den 24. März 2019
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Bevor die heutige Sendung beginnt, gibt es eine neue Ausgabe der Hitparade! Diesmal mit drei hervorragenden Musikacts. Allerdings kommt es zwischendurch immer wieder zu kleinen Störungen.

In der Sendung selbst sprechen wir über das Attentat von Christchurch – aber vor allem auch über die Medien und wie sie damit umgegangen sind. Auch den Schwächeanfall von Jan Hofer werden wir noch mal beleuchten.
In Hohen Neuendorf werden in Zukunft auch Stubenhocker die Gelegenheit haben, die Stadtverordnetenversammlungen zu verfolgen – wir fragen uns, ob es dafür Bedarf gibt.

Und wir testen ein Bier von hier. Es geht um eine Sorte, die in Berlin-Hermsdorf gebraut wird – von einem einzelnen Bierfan aus Glienicke. Das und noch viel mehr in KeineWochenShow #116 auf Youtube.

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KeineWochenShow

#96 – Am Altersheim ist Fotosession

Sonntag, den 4. November 2018
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Spürst du es? Das Merkel-Beben? In dieser Woche hat Angela Merkel bekannt gegeben, dass sie nicht mehr für den CDU-Vorsitz kandidiert und später auch keine Kanzlerkandidatin mehr sein möchte. Der Kampf um die Nachfolge ist nun eröffnet, und das muss natürlich Thema in unserer KeineWochenShow sein. Inklusive Jens Spahn, der scheinbar mit “Kontraste”-Reporterinnen nicht klarkommt und sie für doof verkaufen will.

Außerdem geht es um die Frage, warum es vor Altenheimen eigentlich Tempo-30-Zonen gibt. So wird in Hohen Neuendorf in einer solchen Zone immer wieder geblitzt. Allerdings sieht man dort eher selten alte Leute auf dem Gehweg rumspringen.

Natürlich schauen wir auch auf Halloween – und wir packen ein Geschenk aus. Das und mehr in KeineWochenShow #96 auf YouTube.

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aRTikel

Frage geklärt: Arthur besiegt Paul

Montag, den 8. Oktober 2018
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18-Jähriger aus Nassenheide knackt den Jackpot bei der Hohen Neuendorfer Spielshow und nimmt 3000 Euro mit nach Hause

MAZ Oberhavel, 8.10.2018

Hohen Neuendorf.
Die Frage „Wer besiegt Paul?“ kann nun beantwortet werden. Am frühen Sonntagmorgen um kurz vor 2 Uhr stand fest: Arthur besiegt Paul.
Der 18-jährige Arthur Losensky aus Nassenheide hat in der Hohen Neuendorfer Stadthalle die große Spielshow gegen Paul Aurin gewonnen. Nach 14 Spielen stand es 92:64 und Arthur war uneinholbar. 3000 Euro waren im Jackpot. Die kann Arthur nun mit nach Hause nehmen.

Die fünfte Ausgabe von „Wer besiegt Paul“ war eine der Superlative. Noch nie war die Halle so schnell ausverkauft – 800 Leute waren da. Noch nie hat eine Ausgabe so lange gedauert. Erst nach 2 Uhr und damit nach mehr als sechs Stunden verabschiedete sich Moderator Fabian Lindemann von seinen Zuschauern. Und noch nie hat die Show so viel gekostet – etwa 16 000 Euro, die durch Eintrittsgelder und Sponsoren wieder reinkamen. Ansonsten arbeiten alle 60 Beteiligten ehrenamtlich. Tagelang haben sie die Stadthalle in eine Art Fernsehstudio verwandelt – quasi rund um die Uhr.

„Wer besiegt Paul“ funktioniert ähnlich wie „Schlag den Star“. In bis zu 15 Spielen misst sich der Titelverteidiger Paul Aurin (28), Lehrer am Marie-Curie-Gymnasium, gegen seinen Herausforderer. Arthur Losensky hatte sich erst im Casting durchgesetzt, dann gegen drei weitere Kandidaten in der Halle. Der 18-Jährige hat im Sommer sein Abi am Oranienburger Runge-Gymnasium geschafft. Er spielt seit zehn Jahren Fußball, joggt, spielt Badminton, kommt aus einer Schwimmer-Familie und trainiert den Nachwuchs. Er beginnt in diesen Tagen ein Sport-Lehramtsstudium an der Universität in Jena. In der Show am Sonnabend erwies er sich als würdiger Gegner von Paul Aurin, der viele Spiele gewinnen konnte.

Das Team hat sich in langer Arbeit viele Spiele überlegt. Paul und Arthur mussten um die Wette tackern, Orte auf einem Kartenumriss finden, ein Auto so schwer wie möglich beladen, sie mussten Filme erkennen, die im Zeitraffer abgespielt wurden. Draußen auf dem Sportplatz stapelten sie Bierkisten, später gab es ein spezielles Basketball-Vier-gewinnt-Spiel. Die Entscheidung fiel beim Spiel namens Wurf-Reversi. Da war dann Arthur für Paul nicht mehr zu besiegen.

„Ich bin sehr glücklich“, sagte Paul Aurin später. „Es war eine sehr geile Show, vielleicht einen Tick zu lang.“ Da war es fast schon halb drei am Morgen, als er das erzählte. Dass es 2019 nun „nur“ noch um 1000 Euro geht, das findet Paul Aurin nicht schlimm. „Das ist doch an sich auch ein toller Betrag.“

Mit seinem 3000-Euro-Gewinn hat Arthur Losensky einiges vor. „Ich werde in Indexfonds investieren“, erzählte er. „Also sparen.“ Außerdem will er das Geld als Unterstützung für sein anstehendes Studium einsetzen – und für Reisen. Dass es klappen könnte, hat er während der zweiten Hälfte der Show gemerkt. „Beim letzten Spiel habe ich mich dann ziemlich sicher gefühlt“, sagte er. Er ist begeistert vom Team, das „Wer besiegt Paul“ in der Stadthalle stemmt. „Die sind absolut gut, sie arbeiten sehr professionell. Und es ist unglaublich viel, was sie hier reinstecken.“

Das findet auch Moderator Fabian Lindemann. „Das hier ist eine Herzensangelegenheit für uns“, sagte er am Ende der Show. Das Team investiere viel Zeit und Mühe. Allerdings gehen die Leute damit auch an ihre Grenzen. Das Publikum honoriert das. „Ohne Sie würden wir hier nicht stehen“, so Fabian Lindemann.

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RTelenovela

Einschulung: 33 Jahre danach

Montag, den 20. August 2018
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Meine Einschulung ist schon 33 Jahre her. Anfang September 1985 stand ich mit meiner Schultüte auf der Treppe der Oranienburger Pablo-Neruda-Oberschule. Das Foto ist mir neulich mal wieder in die Hände gefallen.

Am Sonnabend erlebte ich die Atmosphäre einer Einschulung wieder – diesmal in der Grundschule Niederheide in Hohen Neuendorf.
Ganz klar: Für die Kinder war das ein wahnsinnig wichtiger Tag. Endlich Schule! Endlich zu den Großen – oder, na ja, zu den Größeren gehören!

Viel wichtiger als der Unterricht war aber natürlich der Inhalt der Schultüte. Und die scheint bei einigen der Kinder verdammt schwer gewesen zu sein. Immerhin mussten sie das Teil aus der Turnhalle zum Fototermin mit mir und weiter in den Unterrichtsraum schleppen. Ein Junge schien zwischenzeitlich ganz froh gewesen zu sein, sie mal ablegen zu können. Hoffentlich war das Auspacken nach dem ersten Schultag auch so ein schöner Moment.

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