KeineWochenShow

#96 – Am Altersheim ist Fotosession

Sonntag, den 4. November 2018
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Spürst du es? Das Merkel-Beben? In dieser Woche hat Angela Merkel bekannt gegeben, dass sie nicht mehr für den CDU-Vorsitz kandidiert und später auch keine Kanzlerkandidatin mehr sein möchte. Der Kampf um die Nachfolge ist nun eröffnet, und das muss natürlich Thema in unserer KeineWochenShow sein. Inklusive Jens Spahn, der scheinbar mit “Kontraste”-Reporterinnen nicht klarkommt und sie für doof verkaufen will.

Außerdem geht es um die Frage, warum es vor Altenheimen eigentlich Tempo-30-Zonen gibt. So wird in Hohen Neuendorf in einer solchen Zone immer wieder geblitzt. Allerdings sieht man dort eher selten alte Leute auf dem Gehweg rumspringen.

Natürlich schauen wir auch auf Halloween – und wir packen ein Geschenk aus. Das und mehr in KeineWochenShow #96 auf YouTube.

aRTikel

Frage geklärt: Arthur besiegt Paul

Montag, den 8. Oktober 2018
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18-Jähriger aus Nassenheide knackt den Jackpot bei der Hohen Neuendorfer Spielshow und nimmt 3000 Euro mit nach Hause

MAZ Oberhavel, 8.10.2018

Hohen Neuendorf.
Die Frage „Wer besiegt Paul?“ kann nun beantwortet werden. Am frühen Sonntagmorgen um kurz vor 2 Uhr stand fest: Arthur besiegt Paul.
Der 18-jährige Arthur Losensky aus Nassenheide hat in der Hohen Neuendorfer Stadthalle die große Spielshow gegen Paul Aurin gewonnen. Nach 14 Spielen stand es 92:64 und Arthur war uneinholbar. 3000 Euro waren im Jackpot. Die kann Arthur nun mit nach Hause nehmen.

Die fünfte Ausgabe von „Wer besiegt Paul“ war eine der Superlative. Noch nie war die Halle so schnell ausverkauft – 800 Leute waren da. Noch nie hat eine Ausgabe so lange gedauert. Erst nach 2 Uhr und damit nach mehr als sechs Stunden verabschiedete sich Moderator Fabian Lindemann von seinen Zuschauern. Und noch nie hat die Show so viel gekostet – etwa 16 000 Euro, die durch Eintrittsgelder und Sponsoren wieder reinkamen. Ansonsten arbeiten alle 60 Beteiligten ehrenamtlich. Tagelang haben sie die Stadthalle in eine Art Fernsehstudio verwandelt – quasi rund um die Uhr.

„Wer besiegt Paul“ funktioniert ähnlich wie „Schlag den Star“. In bis zu 15 Spielen misst sich der Titelverteidiger Paul Aurin (28), Lehrer am Marie-Curie-Gymnasium, gegen seinen Herausforderer. Arthur Losensky hatte sich erst im Casting durchgesetzt, dann gegen drei weitere Kandidaten in der Halle. Der 18-Jährige hat im Sommer sein Abi am Oranienburger Runge-Gymnasium geschafft. Er spielt seit zehn Jahren Fußball, joggt, spielt Badminton, kommt aus einer Schwimmer-Familie und trainiert den Nachwuchs. Er beginnt in diesen Tagen ein Sport-Lehramtsstudium an der Universität in Jena. In der Show am Sonnabend erwies er sich als würdiger Gegner von Paul Aurin, der viele Spiele gewinnen konnte.

Das Team hat sich in langer Arbeit viele Spiele überlegt. Paul und Arthur mussten um die Wette tackern, Orte auf einem Kartenumriss finden, ein Auto so schwer wie möglich beladen, sie mussten Filme erkennen, die im Zeitraffer abgespielt wurden. Draußen auf dem Sportplatz stapelten sie Bierkisten, später gab es ein spezielles Basketball-Vier-gewinnt-Spiel. Die Entscheidung fiel beim Spiel namens Wurf-Reversi. Da war dann Arthur für Paul nicht mehr zu besiegen.

„Ich bin sehr glücklich“, sagte Paul Aurin später. „Es war eine sehr geile Show, vielleicht einen Tick zu lang.“ Da war es fast schon halb drei am Morgen, als er das erzählte. Dass es 2019 nun „nur“ noch um 1000 Euro geht, das findet Paul Aurin nicht schlimm. „Das ist doch an sich auch ein toller Betrag.“

Mit seinem 3000-Euro-Gewinn hat Arthur Losensky einiges vor. „Ich werde in Indexfonds investieren“, erzählte er. „Also sparen.“ Außerdem will er das Geld als Unterstützung für sein anstehendes Studium einsetzen – und für Reisen. Dass es klappen könnte, hat er während der zweiten Hälfte der Show gemerkt. „Beim letzten Spiel habe ich mich dann ziemlich sicher gefühlt“, sagte er. Er ist begeistert vom Team, das „Wer besiegt Paul“ in der Stadthalle stemmt. „Die sind absolut gut, sie arbeiten sehr professionell. Und es ist unglaublich viel, was sie hier reinstecken.“

Das findet auch Moderator Fabian Lindemann. „Das hier ist eine Herzensangelegenheit für uns“, sagte er am Ende der Show. Das Team investiere viel Zeit und Mühe. Allerdings gehen die Leute damit auch an ihre Grenzen. Das Publikum honoriert das. „Ohne Sie würden wir hier nicht stehen“, so Fabian Lindemann.

RTelenovela

Einschulung: 33 Jahre danach

Montag, den 20. August 2018
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Meine Einschulung ist schon 33 Jahre her. Anfang September 1985 stand ich mit meiner Schultüte auf der Treppe der Oranienburger Pablo-Neruda-Oberschule. Das Foto ist mir neulich mal wieder in die Hände gefallen.

Am Sonnabend erlebte ich die Atmosphäre einer Einschulung wieder – diesmal in der Grundschule Niederheide in Hohen Neuendorf.
Ganz klar: Für die Kinder war das ein wahnsinnig wichtiger Tag. Endlich Schule! Endlich zu den Großen – oder, na ja, zu den Größeren gehören!

Viel wichtiger als der Unterricht war aber natürlich der Inhalt der Schultüte. Und die scheint bei einigen der Kinder verdammt schwer gewesen zu sein. Immerhin mussten sie das Teil aus der Turnhalle zum Fototermin mit mir und weiter in den Unterrichtsraum schleppen. Ein Junge schien zwischenzeitlich ganz froh gewesen zu sein, sie mal ablegen zu können. Hoffentlich war das Auspacken nach dem ersten Schultag auch so ein schöner Moment.

RTelenovela

Meisterinnenbrot

Sonntag, den 25. März 2018
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In Sichtweite zur Kaufland-Kasse in Hohen Neuendorf steht ein Werbebanner. Ein Bäcker wirbt mit einem Meisterbrot. Zu sehen ist aber eine Frau.

An der Kasse nebenan steht ein älteres Ehepaar. Sie sieht das Plakat und beginnt zu reden. “Meisterinnenbrot”, sagt sie. “Meisterinnenbrot. Müsste ja Meisterinnenbrot heißen.” Keine Ahnung, ob sie ein Selbstgespräch führt, der Mann reagiert jedenfalls nicht so richtig, und sie redet weiter. “Heute ist das doch so. Meisterinnenbrot. Geht doch heute nicht anders.” Sie lacht einmal kurz, bekommt aber weiter keine Antwort von ihrem Mann.

Ich weiß ja nicht, ob der Frau sonst nur eher selten ein Witz einfällt. Aber sie will diesen Gag einfach nicht loslassen.
Gute zwei Minuten später, ich bin gerade dabei, meine Waren in die Tüte einzuräumen. Da kommt das Paar wieder an mir vorbei, und sie redet immer noch: “Meisterinnenbrot. So müsste es doch heißen. Meisterinnenbrot!”
Der Witz hat sie vermutlich den ganzen Abend nicht mehr losgelassen.
Wenn’s ihr Spaß macht…?!

RTelenovela

Rein, raus, rein

Samstag, den 24. März 2018
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Tagesordnungen muss man einhalten. Punkt für Punkt. Keine Abweichungen, auch wenn es vielleicht nicht so ganz logisch erscheint.
Freitagabend. In Hohen Neuendorf bekommt die Feuerwehr ein neues Fahrzeug. Deshalb stehen auf dem Hof der Grundschule auch schon die ganzen Feuerwehrleute – immer mit Blick zur Einfahrt, wo das Fahrzeug jeden Moment auftauchen müsste.

Dann aber setzt eine Massenwanderung ein. Alle in die Aula! Alle hinsetzen! Vorn beginnt die Jahreshauptversammlung, die Tagesordnung wird mit dem Beamer an die Wand geworfen. Punkt 1: Begrüßung. Also: Guten Tag! Schön, dass alle da sind.
Weiter geht’s mit der Übergabe des neuen Feuerwehrfahrzeuges. Die findet draußen statt. Da, wo wir alle gerade schon mal standen.
Also setzt eine Massenwanderung ein. Alle wieder auf den Hof!
Die Kameraden formieren sich, das Fahrzeug kommt mit tatütata. Sieht gut aus! Ein paar Reden und Glückwünsche, dazu Musik.

Dann setzt eine Massenwanderung ein. Alle zurück in die Aula! Alle hinsetzen! Der nächste Tagesordnungspunkt. Hübsch der Reihe nach. Zum Glück wurde das Büfett in der Aula aufgebaut. Noch mal musste keiner raus – erst beim Nach-Hause-Weg.

RTelenovela

Brücken

Donnerstag, den 26. Oktober 2017
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Das Rathaus in Hohen Neuendorf hat am Montag geöffnet. Wenn du dich fragst, wieso ich dir das erzähle, dann schaue in die Zeitung mit den vielen Meldungen der vergangenen Tage, welche Verwaltungen in Oberhavel am Montag geschlossen sind. Brückentag!

Am 31. Oktober feiern wir alle das Reformationsjubiläum (anders gesagt: haben wir frei), weshalb in den meisten Rathäusern das Wochenende in die Länge gezogen wird.
Nicht in Hohen Neuendorf. „Für mich stand und steht der Dienstleistungsgedanke im Vordergrund“, sagt Bürgermeister Steffen Apelt. „Deswegen ist es mir wichtig, dass das Rathaus auch an den so genannten Brückentagen geöffnet bleibt.“ Da hätten viele Hohen Neuendorfer frei und könnten ihre Angelegenheiten im Rathaus erledigen.

Nicht nur die Hohen Neuendorfer. Auch die Oranienburger, die Kremmener oder Löwenberger würden das sicher gern. Bürgerservice ist, gerade an diesen Werktagen bereit zu stehen für die Anliegen der Bürger. Hohen Neuendorf macht’s richtig!

aRTikel

Duell: Jenna scheitert auch gegen Paul

Montag, den 16. Oktober 2017
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Bis weit nach 1 Uhr dauert die große Spielshow in der Hohen Neuendorfer Stadthalle – Spannung bis zum Schluss

MAZ Oberhavel, 16.10.2017

Hohen Neuendorf.
So lange hat es noch nie gedauert, und so spannend war es auch schon lange nicht mehr. „Deutschlands größte ehrenamtliche Gameshow“ hat am Sonnabend in der Hohen Neuendorfer Stadthalle wieder Maßstäbe gesetzt. Zum vierten Mal hieß es „Wer besiegt Paul?“, und zum vierten Mal ist darauf keine Antwort gefunden worden. Denn auch diesmal konnte sich Paul Aurin (28) durchsetzen – aber es war äußerst knapp.
Jenna Timm hatte es schon mal bei „Schlag den Raab“ versucht und konnte sich gegen den ProSieben-Entertainer nicht durchsetzen. Am Sonnabend konnte sich die 27-jährige Kriminalkommissarin aus Hartenholm in Schleswig-Holstein gegen Maximilan von Angern, Henrik Hermann und Eric Böhm durchsetzen. Danach konnte sie sich in 15 Spielrunden mit dem 27-jährigen Hohen Neuendorfer Lehrer Paul Aurin duellieren.

Das ehrenamtlich arbeitende, etwa 50 Leute starke Team im Hintergrund arbeitete permanent daran, dass alles reibungslos ablief. Sie dachten sich die Spiele aus, bauten alles auf und ab, sorgten für die technische Umsetzung und für die Übertragung der Bilder auf die große Leinwand. Wie in einer Fernsehshow – nur ohne Fernsehen.
Die Spiele waren sehr abwechslungsreich. Wissen, Schnelligkeit, Geschicklichkeit und eine gute Auffassungsgabe waren nötig, um bestehen zu können. Jenna Timm hatte zwischendurch alle Fäden in der Hand. Glühbirnen mussten eingeschraubt, Gesichter und Stimmen erkannt werden, sie spielten das alte „Mario Kart“-Computerspiel gegeneinander, sie fuhren Hover Cart und leisteten sich draußen auf dem Sportplatz ein Ballonduell in der Bogenschießen-Version. Sie mussten Buchstaben sortieren, Texte so schnell wie möglich abtippen, mit Tennisbällen auf einen Medizinball werfen und Kegelbillard spielen.

Als es nach Spiel acht 50:8 für Jenna stand, schien schon alles gelaufen. „Da dachte ich schon: Hauptsache Schadensbegrenzung, nicht zu hoch verlieren“, erzählt Paul Aurin nach dem Ende der Show. An einen Sieg wollte er da nicht mehr glauben. „Ich hatte mich damit schon abgefunden, hoffte nur, vielleicht mit 90:50 zu verlieren.“
Aber es sollte anders kommen. Paul begann eine spannende Aufholjagd – bis zu Spiel 14, da stand es plötzlich 74:88 für Paul. An dieser Stelle hatten sowohl Jenna als auch Paul die Möglichkeit, zu gewinnen. Beim Leitergolf herrschte eine große Spannung. Obwohl es schon nach 1 Uhr war, herrschte große Konzentration. Am Ende hatte Paul das größere Geschick, der Jackpot wächst nun auf 3000 Euro im nächsten Jahr.

„Es ist schade, dass ich nicht gewonnen habe“, sagte Jenna Timm später. „Aber es waren auch geile Emotionen.“ Im Internet hatte sie einiges über die Show gelesen, „aber wenn es man es hier sieht, ist das noch mal eine ganze andere Hausnummer.“ Sie lobte die hohe Professionalität des Teams, die sich mit dem „Schlag den Raab“-Team durchaus messen könne.

„Es ist eine Herzensangelegenheit für uns“, sagte Moderator Fabian Lindemann am Ende der mehr als vierstündigen Show. „Noch nie hat unser Team diese Show so hervorragend produziert, noch nie hatten wir so viel Spaß.“ 12 000 Euro kostete dieser Spaß, die der Hyperion-Verein dafür ausgab.