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Kindlicher Akkordeonterror

Dienstag, den 20. August 2013
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Straßenmusik kann was Schönes sein. Aber auch die absolute Hölle. Besucher der Heidelberger Innenstadt haben das neulich hautnah miterlebt. Also: Letzteres.
Ein kleiner Junge, er ist noch keine 10 Jahre alt, sitzt auf einer kleinen Kreuzung der Altstadt. Er hat sich extra einen Hocker mitgebracht. Der Junge spielt leidenschaftlich gern Akkordeon. Blöd nur: Er kann es nicht. Jedenfalls kann er kein spezielles Lied spielen.

Und so sitzt der Junge da und spielt. Irgendwas. Irgendeine Melodie. Dazu singt er “Lalalalala…” in irgendeiner, spontan ausgedachten Melodie. Und hört damit auch nicht mehr auf.
In den umliegenden Cafés ist der Unmut groß, allerdings noch nicht so groß, als dass jemand das nervige Kind wegscheucht. Erst mal bleibt es nur bei bösen Blicken und der Hoffnung, dass der Akkordeonspieler irgendwann die Schnauze voll hat.
Geld verdient hat der Junge jedenfalls nicht. Der Becher, der er vor sich auf den Weg gestellt hat, bleibt leer.

ORA aktuell

Razzia bei Oranienburger Nazis

Mittwoch, den 22. Dezember 2010
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Polizeifahnder in vier Bundesländern haben am Dienstag Wohnungen von Mitgliedern der Jungen Nationaldemokraten durchsucht. Das berichtet der NDR. Dabei handelt es sich um Wohnungen in Ludwigshafen, Bad Dürkheim, Heidelberg, Osnabrück und Oranienburg.
Sichergestellt wurden rechtsextremistische Unterlagen der „IG Fahrt & Lager“. Anscheinend handele es sich um eine Nachfolgeorganisation der verbotenen „Vereinigung Heimattreue Deutsche Jugend“ (HDJ).

Mit der Aktion wollte das LKA ein „Jahreswechsellager“ zu verhindern. Es richte sich an Kinder und Jugendliche.

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Nach 23 Uhr nur noch drinnen!

Sonntag, den 3. Juni 2007
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Großveranstaltung am Neckar (”Näggar”) in Heidelberg. Der Lichterzauber am Schloss mit Feuerwerk über dem Fluss. Auf vielen Schiffen, auf den Brücken, in den Häusern und auf den Straßen am Ufer versammelten sich gestern Abend Tausende Leute, um dem Ganzen beizuwohnen.
Eine feine Sache!
Danach waren die Kneipen natürlich voll. Sehr voll. Kein Wunder: die deutsche Bürokratie hilft mit. Denn nach 23 Uhr darf draußen nicht mehr bedient werden. Könnte ja zu laut sein! Die Leute, die beim Feuerwerk wach wurden, könnten 20 Minuten später schon wieder genervt sen, weil aus den Kneipen so viel Lärm kommt!
Grotesk! Da veranstaltet die Stadt ein riesiges Brimborium zu später Stunde, und die Kneipen können kaum Nutzen draus ziehen.

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Traumtagebuch (15): Vorhang zu!

Mittwoch, den 2. Mai 2007
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-> 25.3.2007

Ich bin in einem großen Kinosaal, neben mir sitzen meine Eltern. Das Licht geht aus, die Werbung beginnt – und der Vorhang geht wieder zu und das Licht wieder an. Muss wohl eine technische Panne gewesen sein.
Nach einiger Zeit, geht das Licht wieder aus, die Werbung beginnt wieder – und erneut geht der Vorhang zu und das Licht wieder an. Gemurmel im Kino. Ich rufe laut, wann denn der Mist endlich behoben sei.
Nachdem die Prozedur zum dritten Mal stattfand, stehen alle auf und verlassen langsam den Saal. Mein Vater meint, dass wir jetzt das Geld wiederholen würden.
Durch diverse Flure kommen wir letztlich nach draußen. Die Gegend erinnert mich ein wenig an Heidelberg und das Neckar-Ufer. Aber wir sind in Hamburg. Und wir wollen immer noch unser Geld. Dazu müssen wir jetzt über einen anderen Eingang.
Über lauter steile Treppen gehts runter. Und dann sogar eine Leiter. Im Hintergrund meint Marcel, dass wir doch schon mal hier gewesen seien. Ich stimme zu: und zwar mit dem… wie hieß er noch? Der Typ, der in Speyer wohnte (oder immer noch wohnt). Ich wusste im Traum, wen ich meine – und auch jetzt – aber mir fällt tatsächlich der Name nicht ein.
Schließlich kommen wir in einen Flur. Hier stehen lauter 80er-Jahre-Promis rum. Tilli Breidenbach (spielte Lydia Nolte in der “Lindenstraße”) ist ganz nervös, als sie Annemarie Wendl (”Else Kling”) begegnet und muss an der Bar erstmal einen Schnaps trinken. Auf einer Treppe steht Schauspieler Stephan Orlac (spielte Eberhard in “Die Wichrts von nebenan”) und spricht mit seiner Begleitung über eine neue Serie (im Traum nannte er auch den Namen dieser Serie, die es in den 80ern tatsächlich gab, aber jetzt erinnere ich mich nicht mehr dran).
Dann wachte ich auf.

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Das Waffel-Desaster

Freitag, den 22. Dezember 2006
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(-> 14.7.2006)

Die besten Waffeln gibt es in Binz auf Rügen. Hatte ich ja schon mal erwähnt. An die kommt keiner heran. Alles andere ist nur stümperhaft.
Wenn ich eine Waffel haben will, möchte ich keinen lauwarmen Kuchen haben, der, wenn ich die “Waffel” in die hand nehme, schlaff herunterhängt. Genau das bekommt man aber in den meisten Fällen in die Hand gedrückt.
In Heidelberg auf dem Weihnachtsmarkt hätte ich einfach nur mal länger hinsehen müssen. Dann hätte ich gleich bemerkt, dass ich mir den Waffelkauf hätte sparen können. In Bad Wimpfen hatte ich das einen Tag später geschnallt – und verzichtet. Und mich vor allem einmal weniger geärgert.
Beim Konzertskonzert im Hennigsdorfer Gymnasium habe ich ebenfalls vom Waffelkauf Abstand genommen – auch wegen des, nun ja, leicht überhöhten Preises.
Am Gymnasium in Velten war das Waffelergebnis überraschenderweise nicht ganz so desaströs. Ansatzweise war das Ganze sogar knusprig. Ebenso auf dem Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Alexnaderplatz.
Ende Juli 2007 geht’s wieder nach Rügen. Und zum Waffelladen nach Binz!

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Briefmarkennotstandsgebiet (2): Heidelberg

Sonntag, den 10. Dezember 2006
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-> 15.7.2006
Postkarten von Heidelberg gibt es in Heidelberg fast überall zu kaufen. Aber wie schon im Juli in Karlsruhe, sind Briefmaken dagegen eine kostbare Ware.
Mein großer Fehler: In einem Buchladen kaufte ich Postkarten – Briefmarken gab es aber nicht. Ich kaufte die Karten trotzdem. Hätte ich das mal gelassen.
Weiter in den nächsten Laden mit Postkarten. Keine Briefmarken.
Wieso auch? Wäre ja logisch, neben Karten auch Marken zu verkaufen, wäre ja viel zu einfach für den Heidelberg-Touri.
Im Andenkenladen endlich: Ja, es gibt Briefmarken. Aber nur, wenn man auch Postkarten kauft. Nur Marken? Nein. Gibts nich. Tja, dummerweise hatte ich ja meine Karten schon gekauft, und noch mehr wollte ich nicht. Die beiden überschminkten Heidelberg-Tussen konnten mir in dem Moment den Buckel runterruschen. Ihren Ramschladen werde ich jedenfalls nicht mehr betreten.
An einem Rumpelbüdchen auf dem Weihnachtsmarkt das gleiche Spiel. Karten ja, Mrken auch. Aber nur für die, die auch Karten kaufen. Danke und tschüss.
So schrieb ich die Karten voll, suche eine Post und zog mir die Scheißmarken aus dem Automaten. Geht doch.
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Warten aufs Parken

Sonntag, den 10. Dezember 2006
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Alle wollen nach Heidelberg! Alle wollen auf den Weihnachtsmarkt. So viele Leute, dass alle Parkhäuser besetzt waren. Und Parkplätze außerhalb der Parkhäuser sind in der Innenstadt so gut wie nicht zu haben.
Also: Warten. Wir reihten uns in die Schlange vor dem Parkhaus ein, hörten im Radio die Bundesliga-Konferenz, legten dann eine CD ein.
Und wir standen. Und warteten. Und es kam niemand raus. Kein einziges Auto.
Geschlagene 30 Minuten mussten wir warten, bis wir endlich einen Platz im Parkhaus hatten.
Ein neuer Rekord.