RTZapper

Fit durchs Alter

Dienstag, den 23. April 2019
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SO 21.04.2019 | 6.05 Uhr | health.tv

Den Fuß kreisen. Dann die Beine an den Knien kreisen lassen. Und später noch die Arme an der Seite rotieren lassen. Und dabei denken, dass die Knie leicht gebeugt sind.
Endlich mal Frühgymnastik, die ich auch locker mitmachen kann! Wo ich nicht irgendwelche irren Verrenkungen machen muss und vollkommen aus der Puste gerate. Was für diese Uhrzeit auch irgendwie unschön wäre.
Gleichzeitig fühle ich mich aber auch schrecklich alt. Denn die Gymnastiksendung, die da gerade läuft, ist für Senioren. Oder für Sich-Altfühlende.

“Fit durchs Alter” heißt die Sendung, die am frühen Ostersonntagmorgen auf health.tv zu sehen war. Wobei man über den Titel natürlich streiten kann, weil ja genau genommen nach dem Alter nichts mehr kommt. Ist man durchs Alter “durch”, ist man in der Regel nicht mehr da.
Interessanterweise wird diese Frühgymnastik für das Alter nicht von einer Seniorin präsentiert. Vielleicht denkt man, dass das nicht gut für die Einschaltquote wäre, falls health.tv so was überhaupt hat. Stattdessen steht eine junge Frau auf dem Steg an einem See und macht dort die Übungen. Warum sie ausgerechnet dort steht, ist nicht bekannt. Vielleicht, weil dort die Luft besonders gut ist, falls man doch mal außer Puste ist. Andererseits könnte natürlich auch die Gefahr bestehen, ins Wasser zu plumpsen, wenn man doch mal außer Puste ist.

Vielleicht sollte ich in Zukunft öfter einschalten. Erstens, um zu sehen, welchen Sport ich in 25 Jahren vermutlich (nicht) treiben werde. Zweitens, um zu sehen, ob die junge Frau während ihrer Übungen doch mal das Gleichgewicht verliert. Irgendwie muss man sich diese Sendung ja spannend reden.

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RTelenovela

Vanille zuckerfrei

Freitag, den 19. April 2019
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Ich bin schon neulich im Oranienburger Filmpalast drauf gestoßen worden. Ich wollte am Tresen eine Vanille-Coke, aber die Verkäuferin wies mich darauf hin, dass sie die nur zuckerfrei habe. Und dass es die sowieso nur noch zuckerfrei gebe.
Ein bisschen angewidert, lehnte ich ab und nahm stattdessen eine normale Cola. Wenn schon Cola, dann auch mit Zucker.

Beim Einkauf im Supermarkt ist es mir dann aufgefallen, und ich staune eigentlich, dass die Sache so geräuschlos vor sich geht. Zumindest habe ich nicht wirklich etwas davon gehört: Coca Cola hat bis auf das Hauptprodukt alle Sorten auf Zuckerfrei umgestellt. Die Vanilla-Coke ist ebenso zuckerfrei wie die Cherry-Coke.
Ebenso bei der Fanta. Nur die Originalversion gibt es noch mit Zucker, alle anderen sind zuckerfrei.

Seltsam. Denn eigentlich ist das eine echte Revolution, die da vor sich geht. Dafür ist es aber auch echt ruhig. Keine Berichte, keine Proteste. Vielleicht will Coca Cola diese Nicht-PR auch, weil es den Leuten dann vielleicht erst recht auffällt.
Ich werde die zuckerfreie Coca Cola demnächst mal testen.

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RTZapper

Anne Will: Zwischen Höchstleistung und Überlastung – wann macht Arbeit krank?

Mittwoch, den 20. März 2019
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SO 17.03.2019 | 21.45 Uhr | Das Erste

Was machen die eigentlich, diese Politiker? Die sind ja nicht mal regelmäßig im Bundes- oder Landtag. Die müssen echt in Saus’ und Braus’ leben!
Wenn die Leute mal wieder ihren Hass in die sozialen Netzwerke kübeln, dann kriegen auch Politiker immer wieder ihr Fett weg. Dann heißt es, die würden viel Geld verdienen und nichts machen.

Deshalb war die Talkshow “Anne Will” am Sonntagabend im Ersten durchaus bemerkenswert. Denn diesmal ging es nicht krawallig zu, auch wurde kein direkter aktueller Aufreger besprochen. Denn diesmal ging es um die Menschen selbst. Um Leute, die in der Öffentlichkeit stehen und irgendwie immer bereit sein müssen.
“Zwischen Höchstleistung und Überlastung – wann macht Arbeit krank?”, war die Frage. Anlass war die Ankündigung der Linke-Politikerin Sahra Wagenknecht, dass sie ihren Fraktionsvorsitz aufgeben wolle – um ihre Gesundheit zu schonen, nachdem sie so etwas wie einen Burnout hatte.

Es ging also mal darum, wie belastbar wir alle eigentlich sind. Und in dem Fall auch Politiker. Sahra Wagenknecht erzählte über ihre Gesundheitskrise. Thomas de Maiziere darüber wie es ist, schwerkrank trotzdem arbeiten zu müssen, weil es einfach nicht geht. Wie es ist, dass das Telefon Tag und Nacht bereit liegt.
Denn natürlich ist es so, dass Politiker einen Knochenjob haben. Wer Angela Merkel manchmal genauer ansieht, wird ihre Müdigkeit an manchen Tagen bemerken. Politiker haben immer zu funktionieren – das ist oft die bittere Wahrheit. In der Regel klagen Politiker darüber nicht. Auch nicht bei Anne Will. Aber ansprechen muss man es schon mal.
Auch der Krankenpfleger Alexander Jorde sprach bei Anne Will von der hohen Arbeitsbelastung, die in seiner Branche herrscht. Dass es erlaubt sei, bis 21 Uhr zu arbeiten und am nächsten Morgen um 6 Uhr schon wieder im Dienst zu sein.

Es war eine angenehm ruhige, unaufgeregt und sachliche Gesprächsrunde bei Anne Will. Endlich mal haben sich alle zugehört und nicht durcheinander geredet. Immerhin spielt das Thema Burnout in unserer Gesellschaft eine immer größer werdende Rolle.

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RTZapper

Tagesschau: Zwischenfall um Jan Hofer

Samstag, den 16. März 2019
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DO 14.03.2019 | 20.00 Uhr | Das Erste

Dieser Fernsehmoment gehörte zu den gespenstischsten seit langem. Donnerstagabend sprach Jan Hofer (69) die “Tagesschau”, und während der Sendung wirkte er zunehmend fahriger. Immer wieder verhaspelte er sich. Als er das Wetter ansagte, hatte er schon ganz große Augen.
Der Schock dann nach dem Wetter: Als Hofer die “Tagesthemen” ankündigen soll, steht er ans Pult gelehnt und zu Seite blickend. Er schwankt leicht und scheint in eine Richtung zu starren.
Schwarzbild und Filmbeginn.

Es wirkte wie ein Schlaganfall, es war angsteinflößend. Was ist los mit diesem Mann?
Wie es heißt, kam kurz danach der Rettungswagen. In der Klinik sei Hofer untersucht worden. Alles okay. Er hatte wohl eine verschleppte Grippe und vertrug ein Medikament nicht.
Hinzu kommt, dass Hofer wahnsinnig viel zu arbeiten scheint. Allein am Sonntag sprach er sämtliche “Tagesschau”-Sendungen zwischen 9.55 und 23.10 Uhr. Das ist für einen 69-Jährigen eine Menge Holz.

Hofer wollte die Sendung am Donnerstag unbedingt durchziehen, am Ende ging es nicht mehr. Es schien, als habe er vergessen, dass die Verabschiedung in anderer Position erfolgt. Vielleicht hätte er noch ein “Tschüss” rausbekommen, wenn er Rotlicht in der anderen Kamera gesehen hätte.
Aber hätte der Regie nicht vorher schon auffallen können, dass irgendwas ist. Oder hat Hofer vielleicht zwischendurch Signale gegeben, dass es schon irgendwie gehen wird?

Am widerlichsten war übrigens mal wieder die “Bild”. Die zeigte auf der Titelseite einen Screenshot des unheimlichen Momentes. Einen Mann, der zu dem Zeitpunkt nicht Herr seine Sinne war. Dazu ein Protokoll der Versprecher. Ist solchen Journalisten eigentlich kotzübel, wenn sie sowas fabrizieren?

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KeineWochenShow

#110 – KzH. Krank zu Hause

Sonntag, den 10. Februar 2019
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Es gibt wieder mal eine Premiere – eine unfreiwillige. Zwar gab es in Folge 74 schon mal eine Trennung – damals war Thommi im Studio und ich in Lissabon -, aber die Sendung ist eine Montage gewesen.
Diesmal aber sind wir getrennt, moderieren aber dennoch gemeinsam. Einer im Studio und einer zu Hause.
Weil mich eine Erkältung dahingerafft hat, hatte ich von Mittwochabend bis Sonnabend weitgehend Stubenarrest. Am Sonnabend war die Erkältung aber immerhin schon so weit, dass wir immerhin trotzdem gemeinsam aufzeichnen konnten.
Wie das ging? Zwei Kameras. Wir sahen uns aber nicht, sondern hörten uns nur über die Ohrstecker und übers Telefon. Auch das ist dann am Ende fürs Bild zusammenmontiert worden.
PS: Die Abkürzung KzH hat natürlich auch einen Ursprung. Weiß es jemand?

Es geht darum, was man so macht, wenn man krank ist. Um den DFB-Pokal und den SuperBowl. Um Merkels Ehrenbürgerwürde in Templin. Um den Grünen Pfeil für Radfahrer. Und um noch einiges mehr – und das alles in Ausgabe 110 von KeineWochenShow auf Youtube.

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aRTikel

2000 schnelle Stoßwellen

Freitag, den 14. Dezember 2018
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In der Kremmener Physiotherapie-Praxis behandelt Jonas Wolf seine Patienten mit einem speziellen Gerät – Heilung von chronischen Muskelstörungen möglich

MAZ Oberhavel, 14.12.2018

Kremmen.
2000 Stöße innerhalb von wenigen Minuten. Direkt auf die Haut, direkt in den Körper. Anfangs nicht zwingend angenehm – aber es soll helfen.

„Als Physiotherapeut will man ja immer das Bestmögliche rausholen bei einer Behandlung“, sagt Jonas Wolf. Er arbeitet in der Praxis von Beate Pleger in Kremmen. „Bei chronischen Sehnenreizungen kommt man aber an seine Grenzen.“ Allerdings kann Jonas Wolf seit einigen Wochen mit einem Gerät arbeiten, das es in der Region nur sehr selten in einer Physiotherapie-Praxis gibt. „Wir arbeiten mit der radialen Stoßwelle“, erzählt er.

Eine Stoßwelle sendet kurze Schallimpulse von sehr hoher Energie, sie wirkt immer von außen in den Körper ein“, erklärt er. Zum Beispiel beim so genannten Tennisarm. Jonas Wolf fühlt die erkrankten Muskel. Dann nimmt er das Gerät, schaltet es ein und setzt es direkt an die Stelle, die weh tut. Nach etwa 300 Stößen, die von dem Gerät ausgehen, setzt er kurz ab und legt es an einer danebenliegenden Stelle wieder auf. Bis am Ende 2000 solcher Stöße erreicht werden – auf dem Display wird der Countdown runter gezählt.
„Der Schall dringt ein“, erklärt Jonas Wolf. Dadurch soll der Stoffwechsel verbessert werden, es soll eine Mikrozirkulation auf Zellebene angeregt werden. Oder salopp gesagt: Der Körper bekomme gesagt, dass er das Problem in den Griff kriegen müsse, es werde ein Reiz auf die Struktur ausgeübt, der Körper fange dadurch an, verstärkt zu arbeiten. Die ganze Prozedur dauert nur wenige Minuten – muss aber im Abstand von ein paar Tagen mehrfach wiederholt werden, bis es zur Heilung kommt. Das Ganze hat allerdings einen Haken: Die Krankenkassen bezahlen die Behandlung nicht. „Da wollen sie nicht ran“, sagt Jonas Wolf. Die Patienten müssen selbst in die Tasche greifen.

Heidrun Kattner aus Flatow gehört zu seinen Kundinnen. Die Lehrerin lässt sich in der Praxis ihren Fersensporn mit der radialen Stoßwelle behandeln. „Es ist am Anfang ein sehr unangenehmes Gefühl gewesen, dass muss man schon sagen“, erzählt sie. Aber inzwischen hatte sie fünf Behandlungseinheiten, und sie spüre, dass es inzwischen nicht mehr so schlimm sei und ein Erfolg in Sichtweite sei. „Häufig sind das Patienten mit langen Leidensgeschichten“, sagt Jonas Wolf. „Der Leidensdruck ist da groß.“ Wichtig sei, dass der Patient ganz am Ende wieder schmerzfrei sei.
Heidrun Kattner hatte das Fersensporn-Problem bereits am anderen Fuß, und es war eine langwierige Angelegenheit. „Diesmal wollte ich nicht ewig warten, und dann ist es mir das Geld auch wert“, erzählte sie.

Seit zwölf Jahren ist Jonas Wolf Physiotherapeut, seit zehn Jahren arbeitet er in der Kremmener Praxis, in der insgesamt 20 Leute beschäftigt sind. Die Größe der Firma habe die Anschaffung des Gerätes möglich gemacht, sagt er. Ob sich die Kosten amortisieren, sei nicht klar. Zumal ja längst nicht alle Patienten mit der Stoßwelle behandelt würden. Heidrun Kattner jedenfalls ist zufrieden. „Beim ersten Mal habe ich gesagt, da gehe ich nie wieder hin. Aber es ist definitiv so, dass es von Mal zu Mal besser wird“, erzählt sie.

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RTelenovela

Schlecht beraten?

Montag, den 19. November 2018
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Die Aufgabe von Apothekern ist es ja nicht nur, die Medikamente zu verkaufen. Sie beraten auch. Am Sonnabend habe ich mich aber dann doch ein bisschen gewundert.

Schon längere Zeit – und natürlich viel zu lange – nehme ich Tabletten, die die Magensäure hemmen. Sodbrennen ist ausgeschlossen.
Meine Ärztin verschreibt mir eine Tablette am Tag – ich nehme sie in der Regel nach dem Aufstehen. Mehr als eine nehme ich nur, wenn das Magenproblem größer ist. Das aber ist selten.

Am Sonnabend löste ich wieder mal ein Rezept mit 100 weiteren dieser Tabletten ab, in einer Apotheke, in der ich sonst fast nie Rezepte einlöse.
Als die Apothekerin mit der Packung auftauchte, meinte sie, ich solle die immer vor einer größeren Mahlzeit einnehmen. Worauf ich meinte, dass ich ja nur eine am Tag nehmen soll, so ist es verschrieben. Woraufhin die Apothekerin fragte, wann ich die nehme. Sie meinte dann, es sei aber besser vor großen Mahlzeiten.
Ehrlich gesagt, war ich da ein bisschen pikiert. Weil meine Ärztin mir ja was anderes aufgeschrieben hat und sich die Apothekerin da ja nicht wirklich drüber hinwegsetzen kann. Zumal ich der Apothekerin dann auch sagte, dass ich die Dinger ja schon eine Weile nehme und sie gut funktionieren.
Und ganz unter uns: Auf Dauer so viele von den Dingern zu futtern, ist eh nicht gut. Dass die Apothekerin das aber empfhiehlt, wundert mich.

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