KeineWochenShow

#272 – Gesundheitsmagazin Praxis

Donnerstag, den 23. Juni 2022
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Willkommen im Gesundheitsmagazin Praxis! Wir sprechen diesmal über das viele Geld, das man für Medikamente ausgibt, über die Behandlungsmethoden von Ärzten und den Unterschied zwischen Aspirin, Paracetamol und Ibu. Und darüber, warum es gut war, dass es letzte Woche keine neue Folge gab.

Außerdem sprechen wir über die Frage, wie es in Deutschland weitergeht, wenn alles teurer wird, über den AfD-Parteitag und Alice Weidel, die eine rechtsextreme Zeitschrift angeblich nicht kennt, über den Crime-Reporter von RTL ZWEI in Oranienburg und über ein Denkmal für Lemmy Kilmister.
Das und viel mehr in KeineWochenShow #272 auf Youtube.

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RTelenovela

Krank sein muss man sich auch leisten können – aber…

Montag, den 20. Juni 2022
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Krank zu sein, geht ganz schön ins Geld.
Zwar hatte mir meine Hausärztin gesagt, ich solle einfach mal Halstabletten lutschen, es also locker nehmen, aber der Hals hatte eine andere Meinung und entzündete sich weiter.
Meine andere Ärztin untersuchte mich dann mal richtig und kam zu dem Schluss, dass da eventuell doch mehr ist – Verlängerung der Krankschreibung und Überweisung zum HNO. Und Rezepte.

Und es ist ja erstaunlich, wie sehr ins Geld solche Rezepte gehen. Krank zu sein, ist teuer. Krank zu sein – oder besser: Gesund zu werden, das geht ins Geld.
IBU-Filmtabletten. Zuzahlung 5 Euro.
Paracetamol. Zuzahlung 1,98 Euro.
Halsspray. Zuzahlung: 11,94 Euro. (wenn das nicht mal der Komplettpreis ist.)
Magentabletten wegen der Verträglichkeit des anderen Zeugs. Zuzahlung: 5 Euro.
Plus: Kamillenblüten zum Inhalieren: 5,50 Euro. Kassenkasse zahlt nicht.
Plus: Erkältungstee. 1 Euro.
Macht 30,42 Euro, die man da fix mal ausgegeben hat.

Jetzt kommt das Aber: Dass ich IBU und Paracetamol verschrieben bekommen habe, ist eigentlich blödsinnig. Ich sollte die IBU nehmen, wenn die andere nicht ausreicht. Dennoch: 5 Euro Verschwendung, denn natürlich half die Paracetamol schon, um die Schmerzen zu lindern.
Das Halsspray hätte ich mir auch schenken können, weil es im Grunde auch überflüssig war. Erstens weil es mir nicht gelungen ist, das Zeug wirklich in den Hals zu sprühen, sondern auf die hintere Zunge. Und wegen der Schmerztabletten hatte ich auch den Eindruck, als sei das Spray überflüssig. 11,94 Euro für nix.
Inhalieren gut und schön, aber letztlich hat der HNO-Arzt dazu dann doch nicht geraten, auch weil Hitze nicht so angebracht war. Ich sollte nichts Heißes zu mir nehmen, nur kalte Getränke. 5,50 Euro für nix. Und der Tee hatte sich damit auch erledigt: 1 Euro.

Halten wir fest: 30,42 Euro sind eine Menge Geld. Davon hätte ich mir aber 23,44 Euro sparen können. Und das finde ich dann doch irgendwie erschreckend.
Das letzte Medikament – das wichtigste! -, das Antibiotikum, gab es übrigens gratis, dank Krankenkasse. Immerhin.

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RTelenovela

Doch noch Coronatest-Pflicht in Zeiten des Coronavirus

Dienstag, den 7. Juni 2022
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So was soll es ja auch noch geben: eine Coronatest-Pflicht. Aber für die Veranstaltung, zu der wir in Berlin gingen, gab es tatsächlich noch die Pflicht, sich vorher testen zu lassen. Egal, ob man geimpft, geboostert oder genesen ist – Test war Pflicht.

Also rannten wir kurz vor Toreschluss in Berlin-Friedrichshain noch schnell zu einem Coronatest-Center. Na ja, “Center” ist ein bisschen hochgegriffen. Es war ein Vorraum eines verlassenen, größeren Gebäudes.
Ein junger Mann empfing uns. Weil das Testergebnis über das Handy per Mail mitgeteilt wird, musste man entsprechende Daten angeben. S. war eigentlich schon registriert, dennoch waren ihre Daten irgendwie nicht da. Also mussten wir meine Mail-Adresse angeben.

Also feudelte der junge Mann ein bisschen in unseren Nasen rum. Die Nasenwand hatte er dabei kaum berührt, und ich konnte mir irgendwie nicht vorstellen, dass auf diese Weise überhaupt ein Positiv-Ergebnis ermittelt werden könnte. Zu Hause teste ich sehr viel umfassender.

Wir machten uns auf den Weg nach Charlottenburg – um dort dann festzustellen, dass die Mail mit dem Ergebnis leider nicht angekommen ist – bis heute nicht.
Hat ja super funktioniert.
Zum Glück hatte S. noch Tests in der Tasche – wir mussten uns am Eingang zum Veranstaltungsort noch mal selbst testen.

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RTelenovela

Maskenfrei in Zeiten des Coronavirus

Donnerstag, den 28. April 2022
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Es ist bei einigen Leuten ein echter Streitfall. Soll man im Supermarkt oder anderen Geschäften noch eine Maske tragen? Seit einigen Wochen muss man keine mehr tragen – trotz hoher Inzidenzen. Aber weil sich die Zahl der Intensivpatienten in Grenzen hält, wird die Gefahr nicht mehr als hoch angesehen, und es werden die Schutzmaßnahmen zurückgefahren.

Und dennoch: Man muss sich erst dran gewöhnen. Als ich das erste Mal meinen Stammsupermarkt in Oranienburg betrat, da zog ich mir noch die Maske über. Aber ich würde sagen, weniger als die Hälfte der Menschen hatte auch noch eine Maske auf.
Jeder muss das selbst entscheiden, und das ist auch okay so.

Beim zweiten Mal habe ich die Maske dann weggelassen. Ich habe mich auch an die Anfangszeit des Coronavirus erinnert. In den ersten beiden Monaten herrschte auch noch keine Maskenpflicht, und dennoch hat alles ganz gut funktioniert – und Angst hatte ich auch nicht wirklich.
Deshalb habe ich mich durchaus gefragt: Was ist jetzt eigentlich anders? Ist der Supermarkt abends nicht allzu voll, kommt man den Leuten eh nicht besonders nah. Und selbst wenn, bleibt man ja nicht direkt neben ihnen stehen. Ein paar Sekunden seien ja durchaus nötig, um die Viren zu übertragen, heißt es.

Es ist eine Sache der Gewöhnung, fast schon ein psychisches Ding. Als ich neulich im Hofladen auf dem Spargelhof in Kremmen war, habe ich nicht mal dran gedacht, mich zu fragen, ob ich eine Maske aufsetze. Aber es waren auch so wenige Leute im Laden – das wäre albern gewesen.

Und es werden sichtbar auch weniger und weniger Leute, die Masken tragen. Wenn nicht im Herbst wieder eine problematische Variante auftauchen sollte, dann könnte sich die Sache mit den Masken eventuell erledigt haben.

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Kurt Krömer: Du darfst nicht alles glauben, was du denkst – Meine Depression

Montag, den 25. April 2022
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Das Outing sorgte für Aufsehen. In seiner Sendung “Chez Krömer”, im Gespräch mit Torsten Sträter, erzählte Kurt Krömer von seiner jahrzehntelangen Depression – und davon, dass er 2020 mehrere Wochen lang deshalb in einer Klinik war. Inzwischen ist er nach der Therapie von seiner Depression geheilt.
In seinem Buch “Du darfst nicht alles glauben, was du denkst” erzählt Kurt Krömer von seiner Depression, den Auswirkungen auf sein Leben und über die Therapie in der Tagesklinik.

Kurt Krömer heißt eigentlich Alexander Bojcan. Der Berliner war lange Alkoholiker, und im Nachhinein weiß er, dass der Alkohol ihn von seiner Depression ablenken sollte. Die Sache mit dem Alkohol hatte er hinbekommen, die Sache mit der Depression nicht. Auch, weil er ganz lange gar nicht wusste, was er hat. Dass er depressiv war. Viele, viele Male war er beim Arzt, wegen diverser körperlicher Beschwerden.
Er ist vierfacher, alleinerziehender Vater, und ihm drohte, dass ihm alles aus den Händen gleitet. Erst durch eine Familientherapeutin wurde er auf die richtige Spur geschickt.

Es ist erstaunlich, wie offen Kurt Krömer über diese Zeit schreibt. Schonungslos berichtet er, wie er gelebt hat und wie er, trotz seiner Depression lange irgendwie über die Runden gekommen war. An den letzten Abenden vor seinem Klinikaufenthalt hatte er noch mehrere Auftritte in der Wuhlheide. Und seine Therapie unterbrach er, um die neue Staffel “Chez Krömer” aufzuzeichnen.
Wer das Buch liest, bekommt sehr tiefe Einblicke in diese Krankheit, Kurt Krömer lässt tief blicken. Sein Ziel: Leidet jemand an einer Depression, erkennt sich jemand in diesem Buch wieder, soll er, muss er handeln. Dieses Buch kann Kranke dabei helfen, den Mut zu fassen, das Leben neu anzupacken. Insofern: Ein sehr wichtiges, mutiges Buch.

Kurt Krömer: Du darfst nicht alles glauben, was du denkst – Meine Depression
Kiepenheuer & Witsch, 191 Seiten
9/10

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ORA aktuell

Coronavirus: Mehr als 12.000 Fälle in Oranienburg

Donnerstag, den 7. April 2022
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Eine 79-Jährige aus Oranienburg ist an den Folgen des Coronavirus gestorben. Das teilte das Gesundheitsamt in Oberhavel am Mittwoch mit.

Zudem ist in Oranienburg die Zahl der Infizierungen seit Beginn der Coronapandemie im März 2020 auf mehr als 12.000 gestiegen. Sie lag am Mittwoch bei 12.358, das ist im Vergleich zur Vorwoche ein Anstieg um 726.

Der Inzidenzwert in Oberhavel lag am Mittwoch bei 1448,9. Vor einer Woche lag er bei 1117,9, vor einem Monat bei 1429,3. Seit vielen Wochen ist kein Trend auszumachen.

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KeineWochenShow

#265 – Digitales Kaffeekränzchen

Donnerstag, den 7. April 2022
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Vier Ausgaben von KeineWochenShow hatten wir bis zur Osterpause geplant, und nur eine konnten wir komplett in unserem Keller produzieren. Corona hat ordentlich dazwischengefunkt. Deshalb sind wir auch diesmal wieder getrennt.

Wir schauen auf die aktuelle Coronalage, schwadronieren über die (dann doch wieder nicht abgeschaffte) Quarantänepflicht und das Ende der Maskenpflicht.
Die furchtbaren Bilder aus Butscha bei Kiew beschäftigen uns ebenso wie die Frage, wieso die Sache mit dem Öl- und Gasembargo nicht so einfach ist.

Es geht aber auch um ein digitales Kaffeekränzchen zweier lokal bekannter CDU-Politiker, darunter der geschäftsführende Landrat von Oberhavel, die auf Facebook darüber schreiben, wie bescheuert doch die Politiker sind. Also, natürlich nicht sie selbst, sondern ausschließlich die anderen.

Das und mehr in KeineWochenShow #265 auf Youtube. Und die nächste Ausgabe gibt es dann am 28. April. Am 11. und 25. April gibt es aber auch noch die KeineWochenShowTipps.

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