KeineWochenShow

#110 – KzH. Krank zu Hause

Sonntag, den 10. Februar 2019
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Es gibt wieder mal eine Premiere – eine unfreiwillige. Zwar gab es in Folge 74 schon mal eine Trennung – damals war Thommi im Studio und ich in Lissabon -, aber die Sendung ist eine Montage gewesen.
Diesmal aber sind wir getrennt, moderieren aber dennoch gemeinsam. Einer im Studio und einer zu Hause.
Weil mich eine Erkältung dahingerafft hat, hatte ich von Mittwochabend bis Sonnabend weitgehend Stubenarrest. Am Sonnabend war die Erkältung aber immerhin schon so weit, dass wir immerhin trotzdem gemeinsam aufzeichnen konnten.
Wie das ging? Zwei Kameras. Wir sahen uns aber nicht, sondern hörten uns nur über die Ohrstecker und übers Telefon. Auch das ist dann am Ende fürs Bild zusammenmontiert worden.
PS: Die Abkürzung KzH hat natürlich auch einen Ursprung. Weiß es jemand?

Es geht darum, was man so macht, wenn man krank ist. Um den DFB-Pokal und den SuperBowl. Um Merkels Ehrenbürgerwürde in Templin. Um den Grünen Pfeil für Radfahrer. Und um noch einiges mehr – und das alles in Ausgabe 110 von KeineWochenShow auf Youtube.

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aRTikel

2000 schnelle Stoßwellen

Freitag, den 14. Dezember 2018
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In der Kremmener Physiotherapie-Praxis behandelt Jonas Wolf seine Patienten mit einem speziellen Gerät – Heilung von chronischen Muskelstörungen möglich

MAZ Oberhavel, 14.12.2018

Kremmen.
2000 Stöße innerhalb von wenigen Minuten. Direkt auf die Haut, direkt in den Körper. Anfangs nicht zwingend angenehm – aber es soll helfen.

„Als Physiotherapeut will man ja immer das Bestmögliche rausholen bei einer Behandlung“, sagt Jonas Wolf. Er arbeitet in der Praxis von Beate Pleger in Kremmen. „Bei chronischen Sehnenreizungen kommt man aber an seine Grenzen.“ Allerdings kann Jonas Wolf seit einigen Wochen mit einem Gerät arbeiten, das es in der Region nur sehr selten in einer Physiotherapie-Praxis gibt. „Wir arbeiten mit der radialen Stoßwelle“, erzählt er.

Eine Stoßwelle sendet kurze Schallimpulse von sehr hoher Energie, sie wirkt immer von außen in den Körper ein“, erklärt er. Zum Beispiel beim so genannten Tennisarm. Jonas Wolf fühlt die erkrankten Muskel. Dann nimmt er das Gerät, schaltet es ein und setzt es direkt an die Stelle, die weh tut. Nach etwa 300 Stößen, die von dem Gerät ausgehen, setzt er kurz ab und legt es an einer danebenliegenden Stelle wieder auf. Bis am Ende 2000 solcher Stöße erreicht werden – auf dem Display wird der Countdown runter gezählt.
„Der Schall dringt ein“, erklärt Jonas Wolf. Dadurch soll der Stoffwechsel verbessert werden, es soll eine Mikrozirkulation auf Zellebene angeregt werden. Oder salopp gesagt: Der Körper bekomme gesagt, dass er das Problem in den Griff kriegen müsse, es werde ein Reiz auf die Struktur ausgeübt, der Körper fange dadurch an, verstärkt zu arbeiten. Die ganze Prozedur dauert nur wenige Minuten – muss aber im Abstand von ein paar Tagen mehrfach wiederholt werden, bis es zur Heilung kommt. Das Ganze hat allerdings einen Haken: Die Krankenkassen bezahlen die Behandlung nicht. „Da wollen sie nicht ran“, sagt Jonas Wolf. Die Patienten müssen selbst in die Tasche greifen.

Heidrun Kattner aus Flatow gehört zu seinen Kundinnen. Die Lehrerin lässt sich in der Praxis ihren Fersensporn mit der radialen Stoßwelle behandeln. „Es ist am Anfang ein sehr unangenehmes Gefühl gewesen, dass muss man schon sagen“, erzählt sie. Aber inzwischen hatte sie fünf Behandlungseinheiten, und sie spüre, dass es inzwischen nicht mehr so schlimm sei und ein Erfolg in Sichtweite sei. „Häufig sind das Patienten mit langen Leidensgeschichten“, sagt Jonas Wolf. „Der Leidensdruck ist da groß.“ Wichtig sei, dass der Patient ganz am Ende wieder schmerzfrei sei.
Heidrun Kattner hatte das Fersensporn-Problem bereits am anderen Fuß, und es war eine langwierige Angelegenheit. „Diesmal wollte ich nicht ewig warten, und dann ist es mir das Geld auch wert“, erzählte sie.

Seit zwölf Jahren ist Jonas Wolf Physiotherapeut, seit zehn Jahren arbeitet er in der Kremmener Praxis, in der insgesamt 20 Leute beschäftigt sind. Die Größe der Firma habe die Anschaffung des Gerätes möglich gemacht, sagt er. Ob sich die Kosten amortisieren, sei nicht klar. Zumal ja längst nicht alle Patienten mit der Stoßwelle behandelt würden. Heidrun Kattner jedenfalls ist zufrieden. „Beim ersten Mal habe ich gesagt, da gehe ich nie wieder hin. Aber es ist definitiv so, dass es von Mal zu Mal besser wird“, erzählt sie.

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RTelenovela

Schlecht beraten?

Montag, den 19. November 2018
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Die Aufgabe von Apothekern ist es ja nicht nur, die Medikamente zu verkaufen. Sie beraten auch. Am Sonnabend habe ich mich aber dann doch ein bisschen gewundert.

Schon längere Zeit – und natürlich viel zu lange – nehme ich Tabletten, die die Magensäure hemmen. Sodbrennen ist ausgeschlossen.
Meine Ärztin verschreibt mir eine Tablette am Tag – ich nehme sie in der Regel nach dem Aufstehen. Mehr als eine nehme ich nur, wenn das Magenproblem größer ist. Das aber ist selten.

Am Sonnabend löste ich wieder mal ein Rezept mit 100 weiteren dieser Tabletten ab, in einer Apotheke, in der ich sonst fast nie Rezepte einlöse.
Als die Apothekerin mit der Packung auftauchte, meinte sie, ich solle die immer vor einer größeren Mahlzeit einnehmen. Worauf ich meinte, dass ich ja nur eine am Tag nehmen soll, so ist es verschrieben. Woraufhin die Apothekerin fragte, wann ich die nehme. Sie meinte dann, es sei aber besser vor großen Mahlzeiten.
Ehrlich gesagt, war ich da ein bisschen pikiert. Weil meine Ärztin mir ja was anderes aufgeschrieben hat und sich die Apothekerin da ja nicht wirklich drüber hinwegsetzen kann. Zumal ich der Apothekerin dann auch sagte, dass ich die Dinger ja schon eine Weile nehme und sie gut funktionieren.
Und ganz unter uns: Auf Dauer so viele von den Dingern zu futtern, ist eh nicht gut. Dass die Apothekerin das aber empfhiehlt, wundert mich.

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RTZapper

Der Nächste, bitte!

Mittwoch, den 17. Oktober 2018
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MO 15.10.2018 | 11.00 Uhr | RTL

Bei RTL ist ihnen scheinbar aufgefallen, dass ihr Tagesprogramm eigentlich nur noch aus schrottigen Dokusoaps besteht. Und dass das auf Dauer fürs Senderimage nicht ganz so dufte ist.
Mit “Der Nächste, bitte! will man nun ein bisschen Niveau ins Vormittagsprogramm bringen. Am Montag lief die erste Folge.

In der Reihe geht es um Ärzte und ihre Patienten. Um Krankheiten und um Tipps, wie man so loswird oder verhindert. Das ist für RTL-Verhältnisse ein erstaunlich pädagogischer Ansatz, und ob der honoriert wird, bleibt abzuwarten. Bei der Premiere waren bloß 390.000 Menschen dabei.

Gezeigt worden sind Fälle aus mehreren Arztpraxen. Da gab es die Landpraxis im reichen Bayern, die Arztpraxis in München und die Abnehmpraxis in Berlin-Charlottenburg.
Eine Frau will sich ein Magenband legen lassen, um Pfunde zu verlieren, und die OP kommt erstaunlich fix – ganz ohne Beratung. Die wäre vielleicht doch zu langweilig gewesen für RTL. Ein anderer Herr lässt sich seine Haut überprüfen.

“Der Nächste, bitte!” guckt sich so weg. Für ein Ratgebermagazin gibt es zu wenig Ratgeber oder nur extrem oberflächlich. Auch ist zumindest in Folge 1 die schwierige Ärztesituation kein Thema. Stattdessen sehen wir eine Ärztin, die im Wohlstand lebt, eine Landpraxis, in der es dufte läuft, und wo alle zufrieden und glücklich sind.
Stress? Volle Wartezimmer? Ärztemangel auf dem Land? Ausgereizte Budgets? Sind bislang kein Thema in der RTL-Reihe. Kommt ja vielleicht noch. Aber vielleicht wäre das dann doch zu lebensnah. Man möchte ja die Zuschauer nicht verschrecken.

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RTelenovela

Zahnarzt (41): Der Wechsel

Freitag, den 25. Mai 2018
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(40) -> 29.9.2017

Mehr als zehn Jahre lang war ich bei meiner aktuellen Stammzahnärztin. Bald geht sie in den Ruhestand, und schon jetzt ist sie nur noch an zwei Tagen in der Woche in ihrer Praxis. Der Abschied nahte also sowieso.
Neulich musste ich wegen eines kleinen Notfalls in die Praxis, vor meinem Urlaub hatte ich eine Entzündung, die ich schnell wieder loswerden musste. Schon da musste ich zu einer anderen Zahnärztin in dieser Praxis.

Nun musste ich wegen eines Loches hin, und ich hatte die Wahl. Lange auf einen Termin bei meiner Zahnärztin warten. Oder schneller drankommen, dann aber schon bei der “neuen”.
Lange warten kam nicht in Frage, und so wurde mir der Wechsel quasi vorzeitig abgenommen. Und lustigerweise weiß ich nicht mal, wie die Ärztin heißt, auch nach dem zweiten Mal nicht – da auch der Stempel im Bonusheft nur auf den Praxisleiter hinweist.
Vielleicht sollte ich die Ärztin nächstes Mal einfach fragen, wie sie heißt…

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RT liest

Samuel Koch: Rolle vorwärts – Das Leben geht weiter, als man denkt

Mittwoch, den 2. Mai 2018
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Auf diese Popularität hätte Samuel Koch sicher gern verzichtet. Aber der schwere Unfall in der ZDF-Show “Wetten, dass…?” im Dezember 2010 machte ihn bekannt. Seitdem ist er querschnittsgelähmt.
Einige Jahre danach schreibt er in einem zweiten Buch darüber, was er seitdem erlebt hat, wie er sein Leben und die Welt sieht: “Rolle vorwärts – Das Leben geht weiter, als man denkt”.

Samuel erzählt davon, wie er sein Schauspielstudium fortsetzen konnte, darüber wie er gemeinsam mit einem Freund eine Methode gefunden hat, auf der Bühne zu stehen – ja, wirklich: zu stehen.
Er macht sich darüber Gedanken, was nutzlos und was wertvoll ist und erzählt dem Leser, was ihn in Wirklichkeit aber reich macht. Er erzählt von Freunden, von Abhängigkeiten und von Freiheit.

Wer Samuel Koch schon mal live erlebt hat – wie im April im Berliner Schlossparktheater – wird sehen, was für ein starker Mann er ist. Er nimmt sein Leben, wie es ist. Er macht weiter, er kämpft, und er sucht nach Lösungen, in seiner Situation das Beste draus zu machen.
Sein Gedanken sind spannend, es gibt sehr rührende Momente. Zu lesen, wie er über sich, sein Leben und sein Umfeld denkt, ist nicht nur interessant, auch wie er schreibt, so voller Wärme, ist bemerkenswert.

Samuel Koch: Rolle vorwärts – Das Leben geht weiter, als man denkt
adeo, 221 Seiten
8/10

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RTelenovela

Schwimmen

Dienstag, den 17. April 2018
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Ja, doch, irgendwas muss man ja für seinen Körper tun. Für die Fitness. Für die Muskeln. Für das Wohlbefinden.
Eine Zeit lang war ich einmal in der Woche schwimmen, und vielleicht schaffe ich es ja, das wieder zu etablieren. Man muss nur wollen. Innerer Schweinehund.

Früher war alles preiswerter. Da konnte man als Saunabesucher in der Oranienburger Turm-Erlebniscity noch kostenlos das Sportbad mitbenutzen. Die Zeiten sind vorbei, jetzt sind 2 Euro Aufschlag fällig. Ärgerlich.

Als ich vor einigen Jahren mit dem Schwimmen angefangen habe, habe ich beim ersten Mal 350 Meter geschafft. Das sind siebenmal hin und her – am Ende hatte ich mich auf 650 Meter eingepegelt, also elfmal hin und her. Da möchte ich wieder hinkommen, denn das schaffe ich – inklusive umziehen – in einer Stunde.
Rein ins Wasser. Nebenan schwamm jemand, der natürlich viel schneller war als ich. Als ich gerade mal die ersten 25 Meter geschafft hatte, war er schon wieder am Startpunkt angelangt. Bald überholte er mich das erste und nicht das letzte Mal.
Ich biss mich durch. 50 Meter. 100. 150. 200. Es ging erstaunlich gut, allerdings merkte ich, dass ich schon ziemlich pumpen musste, der Atem ging fester. Kurze Pause nach 250 Metern, aber das reichte mir nicht.
Ich schaffte 400.
Nächstes mal werden es mehr.

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