KeineWochenShow

#183 – Nur für echte Typen!

Sonntag, den 5. Juli 2020
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Das Coronavirus beschäftigt uns weiter – immerhin sind die Zahlen in den USA weiter hoch, und irgendwie scheint es da die Politik nicht zu kümmern. Die Coronakrise bringt aber auch einen neuen Trend mit sich – Autokinos. Inzwischen gibt es auch in Brandenburg – seit dieser Woche in Mildenberg – und Berlin mehrere.

Und wir erinnern an ein Ereignis vor 25 Jahren. Ende Juni und Anfang Juli 1995 war in Berlin der Reichstag verhüllt. Wir erinnern mit Originalaufnahmen von damals an dieses tolle Ereignis.

Außerdem geht es um Sido, das geschlossene Colosseum-Kino in Berlin und weitere Themen – in KeineWochenShow #183 auf Youtube.

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RTelenovela

Sauna in Zeiten des Coronavirus

Sonntag, den 5. Juli 2020
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Ein gutes Vierteljahr mussten auch Schwimmbäder und Saunen im Zuge der Coronakrise schließen. Und das, obwohl es am Anfang der Krise hieß, Sauna sei ja eigentlich sehr gut gegen die Viren, weil sie bei der Hitze nicht überleben würden.
Jetzt darf man wieder saunieren – allerdings müssen die Saunen mindestens 80 Grad heiß sein, und Aufgüsse sind verboten. Ich habe mir das in Oranienburg am Sonnabend mal angesehen.

Wer das Gebäude betritt, muss sich erst mal einen Mund- und Nasenschutz aufsetzen und sich in eine Liste eintragen. Die Maske darf man in dem Moment absetzen, wenn man die Straßenklamotten abgelegt hat.
Das ist einerseits sinnvoll – weil man ja im Saunabereich schlecht immer die Maske dabei haben kann. Andererseits ist es natürlich unlogisch, weil man sich ja fragt, warum es einen räumlichen Unterschied gibt, dass man im Vorraum Maske tragen muss und ansonsten nichts. Aber so sind die Regeln, die werden ja nicht in Oranienburg gemacht. Und natürlich ist saunieren ohne Maske angenehmer.

Geschlossen sind nur das Dampfbad und das Caldarium. Beide Saunen haben nur gute 45 Grad, und der Dampf kommt ja einem Aufguss gleich, der auch verboten ist. Alle anderen Saunen sind im Betrieb, und die, die sonst 60 Grad haben, sind auch auf 80 Grad hochgeheizt. Andere Saunen wie die Erdsauna, die eigentlich 110 Grad haben, sind dagegen auf 90 Grad runtergesetzt – was diese Sauna übrigens gleich viel angenehmer macht.
Und es scheint, dass die 60-Grad-Saunen zwar auch mit 80 Grad funktionieren, dafür aber nicht ausgelegt sind. In der Panoramasauna – eigentlich 60 Grad – sind nämlich durch die 20 Grad mehr die Bänke und der Fußboden so heiß, dass man sich fast dran verbrennt. Wie immer ist es dagegen in der finnischen Sauna, auch wenn da natürlich der Aufguss sehr fehlt.

Ansonsten hieß es: Abstand halten. An jeder Sauna steht zudem, wie viele Leute höchstens reindürfen – in die finnische 22 Leute. Und in allen Saunen sind rote Punkte, die anzeigen, wo man sich setzen darf.
Grundsätzlich war es ziemlich leer, was aber vielleicht auch mit dem gleichzeitig stattfindenden DFB-Pokal-Finale zu tun haben könnte. So waren Abstände natürlich kein Problem, aber ob sich das finanziell auf Dauer lohnt, ist eine andere Frage. Man kann nur hoffen, dass wir die Coronakrise weiter im Griff behalten und es nicht wieder zu Verschlechterungen kommt.

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RTelenovela

Konzertplanung in Zeiten des Coronavirus

Samstag, den 4. Juli 2020
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Konzerte? In einem großen Club mit vielen verschwitzten, tanzenden Leuten um einen herum? In Zeiten des Coronavirus ist das irgendwie undenkbar.
Während unter freiem Himmel inzwischen wieder kleine Konzerte und Lesungen stattfinden und auch drinnen kleinere Veranstaltungen, ist noch immer vollkommen unklar, was aus den “richtigen” Konzerten wird. Wann können wieder die Events stattfinden?

Ich bin ja schon länger nicht mehr der große Konzertgänger. Deshalb habe ich 2020 bislang auch nur zwei Konzerttickets. Eines lag direkt am Anfang der Coronakrise, und lange war unklar, ob Underworld am 21. März im Tempodrom in Berlin auftreten können. Die Regelungen machten es dann doch unmöglich, und damals war ich ehrlicherweise ziemlich froh, dass dann die Absage, beziehungsweise die Verschiebung kam. Der neue Termin ist der 1. Oktober. Allerdings kann man davon ausgehen, dass der Termin nicht zu halten ist. Bis 31. Oktober sind Großveranstaltungen verboten, und Underworld ist so eine Großveranstaltung – eigentlich eine große Elekroparty, eine Disco.

Das zweite Konzert ist erst im Oktober. Am 21. Oktober wäre ich zu Provinz gegangen, meine Musikentdeckung 2019. Ich freue mich sehr auf dieses Konzert. ABer auch das ist nun verschoben worden – auf den 15. April 2021.

Ich bin gespannt, wie sich die Lage in der Hinsicht entwickelt. Am Wochenende steht erst mal wahrscheinlich der erste Kinobesuch nach der Coronapause auf dem Programm.

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RTelenovela

Warn-App in Zeiten des Coronavirus

Donnerstag, den 2. Juli 2020
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Bis jetzt ist die App untätig. Zumindest hatte sie bis jetzt nicht den Anlass, mir etwas mitzuteilen.
Seit guten zwei Wochen habe ich die Corona-Warn-App auf meinem Handy. Ich bin einer von 14 Millionen Menschen, die sich die App runtergeladen haben.

Es ist gut, dass sie inzwischen so weit verbreitet ist. Dass die Masse der Menschen, die vernünftig sind, offenbar größer ist als die Schreihälse in den sozialen Medien, die davon faseln, dass diese App ja kein Mensch brauche – wobei sie da natürlich immer nur von sich reden, aber so tun, als würden alle so denken wie man selbst.
Da war von Datenschutz die Rede, und davon, dass man nicht wolle, dass die Regierung wisse, was man so treibt. Was lustig ist, wenn man diese Kritik ausgerechnet auf der Darenkrake Facebook äußert. Wenn man dann vermutlich noch WhatsApp und Instagram auf dem Handy hat – aber die Warn-App sei dagegen gefährlich.
Dabei sammelt die App nur anonyme Daten, die App weiß nicht, dass Max Meier gemeint ist, sondern es werden nur Codes ausgetauscht.
Ansonsten muss man selbst aktiv werden: Indem man der App mitteilt, dass man das Virus habe, damit die App diese Info weitergeben kann. Und selbst wenn ich die Info bekomme, dass ich mit einer infizierten Person in Kontakt stand, muss ich ebenfalls aktiv werden – Merkel steht dann jedenfalls nicht drohend und mit Maske vor meiner Tür.

Inzwischen sagt mir die App: 14 von 14 Tagen aktiv. Was ein bisschen klingt, als würde eine Staffel enden. Was passiert an Tag 15? Auffallend ist, dass die App es nicht mag, wenn man das Handy in den Flugmodus stellt, was ich eigentlich nachts immer mache. Nun ist es eben immer nur lautlos – will ja die App nicht kaputt machen. Bisher hat es jedenfalls keine Risiko-Begegnungen gegeben. Ich hoffe, das bleibt auch so.

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aRTikel

Heilen bei minus 110 Grad

Dienstag, den 30. Juni 2020
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Im Physiowerk in Schwante gibt es neuerdings eine Kältekammer – sie hilft bei verschiedenen Krankheiten – drei Minuten muss der Patient darin ausharren

MAZ Oberhavel, 30.6.2020

Schwante.
Schon in der Vorkammer herrscht eine Temperatur von minus 30 Grad. Das ist aber tatsächlich nur das Vorspiel für das, was dann kommt: Denn in der eigentlichen Kältekammer sind es dann minus 110 Grad – und das gute drei Minuten lang. So lange muss der Patient darin aushalten. Aber er wird belohnt.

Die Kältekammer ist die neueste Errungenschaft im „Physiowerk“ in Schwante. Sie soll am 13. Juli offiziell in Betrieb gehen. „2015 gab es bei uns in der Familie immer wieder das Gespräch über Kältekammern, weil das bei Leistungssportlern immer geholfen hat“, erzählt Physiotherapeut Phillip Blumberg. „Natürlich muss man dafür auch die räumlichen Voraussetzungen haben.“ Die sind im Gebäude an der Dorfstraße vorhanden.

Der mehrmalige Besuch der Kältekammer soll gegen Krankheiten wie Neurodermitis helfen, bei Morbus Bechterew oder Schuppenflechten. Auch bei Depressionen oder Migräne kann ein Gang in die Kältekammer helfen. „Weil die Kühlung die Nervenzellen beruhigt“, so Phillip Blumberg. Die Kammer hilft aber auch, wenn es um Leistungssteigerung geht. So will das Physiowerk-Team beispielsweise auch Sportler, insbesondere Fußballmannschaften, ansprechen. „Als Regeneration vor einem Wettkampf, man kann dadurch 20 Prozent Leistungssteigerung bei Amateursportlern erreichen“, sagt Oliver Dölling, fachlicher Leiter im Schwantener „Physiowerk“. Aber auch die Fettreduzierung könne eine Rolle spielen, 900 bis 1000 Kilokalorien könne man verlieren.

Wer in die Kältekammer will, muss einen Mund- und Nasenschutz und Handschuhe sowie unter Umständen auch einen Schutz für die Ohren tragen. Dazu Latschen, eine Bade- oder Unterhose und Frauen auch ein Bikini-Oberteil.
Insgesamt vier Minuten dauert der Vorgang. Bis zum offiziellen Start wird es noch einen kleinen Vorraum an der Kammer geben, wo sich jeder umziehen kann. Erst geht es für etwa 30 Sekunden in die Vorkammer, dann für drei Minuten in die echte Kältekammer, zum Abschluss noch mal für 30 Sekunden in die Vorkammer.
„Vier Minuten sind schon brutal, daran muss man sich erst mal gewöhnen“, sagt Oliver Dölling. „Aber es ist eine schöne Erfahrung.“ Man müsse sich in der Kammer bewegen, um die Körperwärme zu halten. „Man ist danach ziemlich euphorisiert.“ Phillip Blumberg stimmt ihm zu. „Das ist mega, ein richtiger Kick.“ Es sei auch etwas anderes, als wenn man nur kurz in eiskaltes Wasser steige. Die Kältekammer sei sehr viel nachhaltiger.
Nicht in die Kammer darf, wer beispielsweise einen Herzschrittmacher trägt. „Weil der einfriert“, sagt Philipp Blumberg. Grundsätzlich ist bei dem Vorgang immer medizinisches Personal dabei. „Das alles passiert unter Aufsicht.“

Das Physiowerk ist seit seiner Eröffnung im Januar 2019 stetig weiter gewachsen. Inzwischen arbeiten dort sieben Leute – vier physiotherapeutische Kräfte, eine Mitarbeiterin an der Rezeption plus zwei weitere Arbeitskräfte im Hintergrund. „Und wir wollen weiter wachsen“, sagt Phillip Blumberg. „Wir brauchen noch zwei Physiotherapeuten und jemanden an der Rezeption.“ Es sei grundsätzlich aber wichtig, langsam, nach und nach zu wachsen. „Wird man zu schnell groß, dann leidet die Qualität.“
Auch in Schwante mache sich der Fachkräftemangel in der Gesundheitsbranche bemerkbar. Es sei schwierig, weitere Physiotherapeuten zu finden. „Weil die Berufe bislang nicht attraktiv gemacht wurden“, so Philipp Blumberg. Allerdings könnte sich das ändern, weil die Ausbildung inzwischen vergütet werde.
Der Standort an der Dorfstraße in Schwante habe sich bewährt. Der Terminkalender sei voll, bei kurzfristigen Absagen versuche man, den Termin neu zu vergeben. Auch durch die Coronakrise sei das Physiowerk bislang gut durchgekommen.

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KeineWochenShow

#182 – Auto-Abi 2020

Sonntag, den 28. Juni 2020
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Das Coronavirus sorgt auch dafür, dass die Menschen kreativ werden müssen. Die Abiturzeugnis-Übergabe am Oranienburger Louise-Henriette-Gymnasium konnte nicht wie üblich stattfinden. Stattdessen traf sich der Abitur-Jahrgang in Lehnitz auf dem Tüv-Gelände zum LHG-Auto-Abi 2020 – die Zeugnisse gab es am Drive-In.
Dazu gibt es in KeineWochenShow #182 einen ausführlichen Beitrag.

Außerdem sprechen wir über die Coronavirus-Hotspots. Der größte ist in Rheda-Wiedenbrück in der Tönnies-Fleischfabrik. Eine vierstellige Infiziertenzahl, und die Frage steht im Raum, ob das alles noch beherrschbar ist oder ob eine zweite Viruswelle droht.
Und wir blicken auch auf die “Night of Light” zurück, bei der die Event- und Veranstaltungsbranche auf ihre Probleme in der Coronakrise aufmerksam machen – mit Bildern aus Oranienburg, Kremmen und Marwitz.

Wir blicken aber auch auf die Krawalle von Stuttgart und die Blicke, warum es so viele Menschen auf die Polizei abgesehen haben. Das und mehr in KeineWochenShow #182 auf Youtube.

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ORA aktuell

Coronavirus: Bestätigter Fall im Oranienburger Takeda-Werk

Samstag, den 27. Juni 2020
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Im Oranienburger Takeda-Werk gibt es einen bestätigten Coronafall. Das bestätigte der Pharmakonzern am Freitag den lokalen Medien. Im Unternehmen bekannt wurde der Fall jedoch schon am 19. Juni. Bereits am 16. Juni war die betroffene Person im Werk. Diese Person war nur in einer abgegrenzten Abteilung tätig. Es sind neun Personen in Quarantäne, meldete das Landratsamt. Sprecherin Ivonne Pelz: “Das Unternehmen verfügt über ein sehr striktes Hygienekonzept und hat sich sehr vorbildlich und professionell im Umgang mit dem Covid-19-Fall verhalten.”

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