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ZAPPER VOR ORT: Energy-Toastshow on Tour in Oranienburg

Samstag, den 14. April 2012
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FR 13.04.2012 | Oranienburg, Filmpalast

Ich gebe zu: Ich habe die “Toastshow” auf Energy Berlin noch nie gehört. Dass ich Stammhörer des Radiosenders war, ist 13 Jahre her. 1998, als ich zweimal pro Woche nach Prenzlau zur Bundeswehr gefahren bin, lief Energy im Autoradio, damals auch immer mit den Highlights aus der “Harald Schmidt Show”.
Irgendwann wanderte ich zu radioeins ab. Bei Energy hat sich inzwischen viel getan. Morgens moderieren Ingmar und Boussa die “Toastshow”.

Am Freitagabend war die “Toastshow on Tour” im Oranienburger Filmpalast.
Ingmar präsentierte eine halbe Stunde lang Ausschnitte aus seinem Comedyprogramm “Was ist nur los mit den Menschen?”. Nun ja, die Gags sind sehr platt und bieten so gut wie nichts Neues. Hier ein bisschen Facebook-Bashing, da ein paar homophobe Duschgeschichten aus dem Fitnesstudio, dazu noch ein paar nicht lustige Anmerkungen zu den schwarzen Athleten beim Marathon und die üblichen Sexwitze: Männer, die auch in der Beziehung onanieren – aus Geilheit oder Langeweile.
Kann man eigentlich vergessen. Lustig ist Ingmar nur, wenn er mit dem Publikum spielt, obwohl auch das ja eigentlich keine hohe Kunst ist. Ein paar Zuschauer holte er aus den hinteren Reihen in die nur halb gefüllte erste Reihe.
Einen Treffer erzielte er, als er mit einer Familie ins Gespräch kam, in der der Vater Jens hieß, die Mutter Jenny und der Sohn Justin. Alles mit J. Und natürlich heißt der Kater Jerry, die Oma heißt Juliane und so weiter. In einem J-Haus leben die Oranienburger aber nicht. Aber eine sehr witzige Geschichte.

Nach einer kurzen Pause trat Boussa mit ihrer Band The Thiams auf. Auch wenn Boussa bei ihrem Auftritt kein echtes Strahlen, nur wenig Freude oder ein Glänzen in den Augen hatte: The Thiams machen tolle Musik. Mit den Soulklängen mischte die Band den fast ausverkauften Kinosaal auf. Die Frau und ihre Kollegen haben Talent, und es machte großen Spaß, da zuzugucken.

Nach einer Stunde war alles vorbei, und irgendwie fragt man sich: Was sollte das eigentlich? Zweimal 30 Minuten: Erst Comedy, dann Musik – völlig ohne Zusammenhang, einen Bezug zur “Toastshow” gab es auch nicht. Wenn so etwas aber angekündigt wird, dann sollte so was auch stattfinden, eine spezielle Show für den Abend, eine Mischung aus Comedy und Musik. Beides einfach nur hintereinander zu reihen, ist dagegen einfallslos. Für eine Show mit einem besseren Konzept hätten die Gäste sicherlich auch den einen oder anderen Euro mehr gezahlt.

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Das war 2010!

Freitag, den 31. Dezember 2010
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Was wäre das Medienjahr 2010 bloß ohne Lena gewesen? Und ohne Raab? Ohne Sarrazin, Kachelmann, “DSDS”, “Superlalent” und die Fußball-WM? Ganz genau: ziemlich langweilig.
Die Wirtschaftskrise ist überwunden, und dennoch sparen die Fernsehmacher an allen Ecken. Das Programm wird auch 2010 immer billiger. Die Sender pflastern ihre Nachmittage mit Dokusoaps mit Laiendarstellern zu. Und machen damit Quote, zumindest RTL. Verdachtsfälle. Betrugsfälle. Familien im Brennpunkt. Eigentlich ist es immer das Gleiche.

Der neue Trend: C-Stars quälen. ProSieben sperrt Promimente (oder die sich dafür halten) in kleine, dunkle Kammern und lässt sie permanent von Kameras beobachten. Das Dschungelcamp ist ein Sommerurlaub dagegen. Für “101 Wege aus der härtesten Show der Welt” scheint RTL gar keine Promis mehr zu finden, wenn schon die Mutter von Daniela Katzenberger herhalten muss. Und wenn ihr jetzt fragt: Daniela wer? Dann habt ihr alles richtig gemacht.

Besagte C-Stars holen sich aber auch gern eine Kamera ins Haus, um ihr spannendes Leben zu zeigen. Allerdings war das Interesse am “Wendler-Clan” (Sat.1) gering. Der Schlagermann war den Zuschauern wohl zu langweilig. Auch Jana Ina und Giovanni dachten, dass sich irgendjemand dafür interessieren könnte, dass sie eine Pizzeria eröffnen und umziehen wollen. Sie irrten. Dieter Bohlens Ex Naddel nahm ein RTL-Team gar zum Alkoholentzug mit. Tabus? Kaum.

Politikergattin Stephanie zu Guttenberg geht bei RTL II auf Kinderschänderjagd. Mit versteckter Kamera lauert das Team der Sendung “Tatort Internet” in Chaträumen Männern auf, die mit pubertierenden Mädchen Gespräche beginnen und Treffen vereinbaren. Sie werden in die Fernsehfalle gelockt und von der Moderatorin gestellt. Der Ansatz ist gut, die Umsetzung äußerst umstritten.

Auch die Liste der sonstigen Flops ist lang, sehr lang. “Die Oliver Pocher Show” sendet bei Sat.1 weitgehend ohne Zuschauer vor sich hin. Auch “Kerner” hat schon bessere Zeiten erlebt. “Das Internat – Emma bloggt” ist so dämlich, dass sie Zuschauer panisch abschalten. ProSieben zieht nach zwei Folgen den Stecker.
Bei RTL scheint Oliver Geissen sich schon anzuöden: “18 – Die beste Zeit meines Lebens” wirkt wie seine Chartshow. Nur noch langweilger. Das fällt auch den wenigen Zuschauern auf.
Die Krimiserie “Im Angesicht des Verbrechens” bei arte und im Ersten kommt bei den Kritikern zwar gut an, das Fernsehvolk ignoriert sie jedoch.
Beim kleinen Sender Das 4. machte man sich mit “Das Haus voller Töchter” lächerlich. Die unlustigste Comedyserie seit langem. Die alle drei Sekunden willkürlich reingeschnittenen Lacher machten es nur noch schlimmer.
“Die Vorleser” im ZDF finden kaum Zuhörer – das Aus kommt im Dezember. Peter Hahne talkt am Sonntagmittag. Zu belanglos, um damit Erfolg zu haben.
Betroffen vom Desinteresse der Zuschauer sind auch dramatisch viele US-Serien. Von “24″ über “Lost” und “Vampire Diaries” – alle haben sie miese Quoten.

RTL nimmt seine Zuschauer unterdessen gar nicht mehr ernst. “Das Medium” sagt, wie der Todesfall Uwe Barschel 1987 wirklich ablief. Es war Mord, sagt das Medium. Und im Abspann steht: Alles nur ausgedacht.
In der ProSieben-Sendung “taff” tritt “Sem – Der Clubretter” seinen Dienst an. In einer Disko in Marwitz erneuert er ein paar Lampen und denkt, er habe alles richtig gemacht. Im Fernsehen wirkt es, als sei das Haus die letzte Kaschemme. Die Betreiber sind sauer.

RTL II verspricht im Sommer seinen Zuschauern den besten Montag, “den wir je hatten”. Er besteht aus einer Dokureihe, in der Halbpromis in einen Tierkäfig gesperrt werden. Gefolgt von einer Dokureihe, in der Halbpromis tätowiert werden. Das interessiert glücklicherweise fast niemanden. Und bei RTL II fällt das nun auch auf. Die Unterhaltungschefin Julia Nicolas muss gehen. Wegen mangelder Qualität im Programm. Na so was.

Auf dem Spielesender 9live erscheint eines Tages ein Buchstabenrätsel. Es sieht aus wie ein Hakenkreuz. Ist den Machern angeblich nicht aufgefallen. Wieso auch? Wenn wir Glück haben, schlägt 2011 das letzte Stündlein für 9live.
Vielleicht auch für MTV. Der Musiksender wandert am 1. Januar 2011 ins Pay-TV. Ob MTV die Kultmarke bleibt, ist unklar. Wofür MTV steht, muss der Kanal, der fast nur noch Dokumüll sendet, seinen Zuschauern in einer Videoclipsendung extra verklickern: “M Is For Music” heißt sie.
Für die Spartensender TIMM, e.clips und Focus Gesundheit ist 2010 aus Kostengründen Schluss. Die FHM und den Rheinischen Merkur wird es wohl auch nicht mehr geben.
Neu auf dem Medienmarkt sind hingegen DRadio Wissen, die dritte Welle des Deutschlandradios sowie der Frauensender sixx aus der ProSieben-Sat.1-Gruppe. Aus dem DSF wird Sport 1. Sonst ändert sich dort wenig.

Mangelnde Qualität war das Problem beim Eurovision Song Contest. Bis 2010. Dann kommt alles anders. Lena singt über den “Satellite” und gewinnt mit weitem Abstand. Die junge Frau aus Hannover gehörte zu den 20 Bewerbern der Castingshow “Unser Star für Oslo” auf ProSieben und im Ersten. Stefan Raab sorgte für die ungewöhnliche Allianz. Dass die Suche manchmal ein bisschen langweilig war, ist schnell vergessen. Auch der Nackedei-Skandal, den die “Bild” herbeischreiben wollte, weil Lena in einer RTL-Doku mal oben ohne zu sehen war, verebbte. Noch am Tag des Sieges beschließt Raab, dass Lena 2011 ihren Titel verteidigen soll. Die ARD kann gar nicht anders, als zuzustimmen. Der Wettbewerb wird jedoch nicht in Berlin, sondern in Düsseldorf ausgetragen.

Ein weiterer Lichtblick im Fernseheinerlei: Sternekoch Christian Rach. Seine Reihen “Rach – Der Restauranttester” und “Rachs Resturantschule” werden mit Preisen überhäuft – völlig zurecht. Rach nimmt seine Sache ernst. Eindrucksvoll zeigt er das in der Folge über das “Ludwig’s”. Darin geht es weniger um schlechtes Essen, sondern um die blanke Existenz. Eine tieftraurige Folge, und Rach geht sie besonnen an.
Auch die rbb-Reihe “Kesslers Expedition” über die Spree ist ein Höhepunkt. Michael Kessler paddelt die Spree entlang. Ein kleines, ruhiges, unaufgeregtes Format. Fortsetzung erwünscht. Mit der Serie “Weißensee” beweist die ARD, dass es nicht immer nur seicht sein muss.

Die Fußball-WM beschert uns wieder ein Gemeinschaftserlebnis. Und dieses Geräusch: Öööööööö! Die Vuvuzelas sorgen für Tonstörungen. Die Sender müssen das Signal filtern. Das Halbfinalspiel zwischen Deutschland und Spanien sehen 31,10 Millionen Menschen. Rekord. Plus die Millionen auf den Fanmeilen. Fußballer und Kommentator Günter Netzer verabschiedet sich von seinen Zuschauern. Er geht in Rente.

Von ihnen müssen wir uns 2010 jedoch wirklich verabschieden: der großartige Theatermann Christoph Schlingensief stirbt, die Schauspieler Ezard Haußmann, Heidi Kabel, die “nackte Kanone” Leslie Nielsen, Traumschiff-Kapitän Heinz Weiss, Tony Curtis, Frank Giering, das “Golden Girl” Rue McClanahan, Dennis Hopper, Corey Haim und Inge Wolffberg. Die Stimmen von Peter Hofmann, Maria Hellwig und Anneliese Rothenberger sind verstummt. Helmut trauert um seine Loki Schmidt. Sexforscher Oswalt Kolle ist tot, Fußballer Jörg Berger, Umfragerin Elisabeth Nölle-Neumann, Autor J.D. Salinger und Moderatorin Petra Schürmann. Abschied nehmen auch Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley, Filmemacher Blake Edwards und Olympionike Juan-Antonio Samaranch.

Aber auch sonst gibt’s ein großes Kommen und Gehen. Günther Jauch kommt zur ARD, um den sonntäglichen Polittalk zu moderieren. Die Talkshowschwemme bringt dem Ersten 2011 eine Programmreform. Fünf Gesprächsrunden in vier Tagen. Kai Pflaume kommt auch zur ARD – für ein Quiz. Das will dort Jörg Pilawa nicht mehr – er geht zum ZDF. Und moderiert dort ein Quiz. Harald Schmidt geht 2011 auch – zurück zu Sat.1. Kabarettist Dieter Nuhr wechselt vom ZDF zur ARD. Kultradiomoderator Thommy Wosch wird bei Fritz abgesetzt und geht Monate danach bei Energy auf Sendung. Steffen Seibert verlässt das ZDF, um Regierungssprecher zu werden.

Weil beim “heute journal” nun ein Platz frei ist, darf Maybrit Illner ran. Außer, wenn bei ihrem Mann, dem Telekom-Chef René Obermann, eine Razzia ist, dann lässt sie sich doch lieber vertreten.

Die ewige Soap 2010: Wetteransager Jörg Kachelmann landet im Gefängnis und später vor Gericht. Der Vorwurf: Vergewaltigung. Ende offen. Als Kachelmann aus dem Knast kommt, senden RTL und n-tv zwei Stunden lang live das geschlossene Gefängnistor. Was für ein Event.

Mehrere Events entwickeln sich 2010 zur Katastrophe: Die WDR-Übertragung der Love Parade in Duisburg ist zunächst ein friedliches Fest – und dann eine Tragödie. Die Moderatoren müssen schlimme Nachrichten verbreiten: Mehr als 20 Tote bei einer Massenpanik.
Das ZDF bricht “Wetten, dass…?” ab, als ein Wettkandidat schwer stürzt. Acht Millionen Menschen erleben den schockieren Moment. Der junge Mann bleibt wohl gelähmt.
Bei “Schlag den Raab” auf ProSieben stürzt Stefan Raab mit dem Rad schwer. Gehirnerschütterung. Die Show steht auf der Kippe, aber Raab will nicht aufgeben.

Und sonst so? Lothar Matthäus und seine zukünftige Ex Liliana tragen ihren Ehekrieg bei Sat.1 aus. Sie: heulend. Er: schmollend.
Fast hätte Menowin Fröhlich die 7. Staffel von “Deutschland sucht den Superstar” gewonnen. Für den Bruchteil einer Sekunde hebt er schon die Hand bei der Verkündung. Aber dann, ups: Mehrzad Marashi gewinnt. Und Menowin sieht aus, als ob er gleich um sich schlägt. Der blanke Hass.
Ein 80-Jähriger aber zeigt es allen: Heiner Geißler leitet als Schlichter im Herbst die Gespräche zu “Stuttgart 21″, übertragen vom SWR-Fernsehen und Phoenix. Stundenlange Haarspaltereien.
Als N24 schon mal aktuelle Ereignisse übertragen will, kommt es zur Panne. Bundespräsident Wulff spricht in der Türkeim und beim Ex-Nachrichtenkanal ist die türkische Übersetzung der deutschen Rede zu hören. Aber immerhin war überhaupt was zu sehen: n-tv kündigte stundenlang die Pressekonferenz von der Alkoholfahrerein Margot Käßmann an. Die Übertragung musste dann doch ausfallen. Technische Gründe oder so. Die Zuschauer haben es vorsichtshalber nicht erfahren.
Die Öffentlich-Rechtlichen müssen ihre Online-Angebote einschränken – die Zeitungsverlage setzen sich durch. Archive verschwinden – nicht zum Wohle der Nutzer.
In Berlin verlängert die Medienanstalt die Sendelizenz von Radio Paradiso nicht. Das Gericht ist anderer Meinung, das Paradies bleibt auf Sendung.

2010. Ein Jahr mit Höhen und tiefen Tiefen. Für ZDF-Sportmoderatorin Katrin Müller-Hohenstein wird es sicherlich ein innerer Reichsparteitag gewesen sein. Und auch Narumol aus “Bauer sucht Frau” war völlig “fick un fertig”!
Na dann: Auf ein Neues, in 2011!

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Wosch – Die Energy-Abendschau

Donnerstag, den 25. November 2010
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DO 25.11.2010 | 18.00 Uhr | Energy Berlin

Da werden den verwöhnten Hitradio-Hörern aber ganz schön die Ohren schlackern. Jeden Abend zwischen 18 und 20 Uhr hat es sich bei Energy Berlin ausgedudelt. Stattdessen geht “Wosch – Die Energy-Abendschau” auf Sendung.

Plötzlich gibt es dort Telefonate mit Korrespondenten über Politskandale in den USA. Gefolgt von Countrymusik, weil irgend so ein Typ heute Geburtstag hat. Oder Wosch erzählt davon, dass eine bekannte Hamburger Hure gestorben ist. Dazu Independentsongs, die Energy-Hörer wahrscheinlich zu ersten Mal wahrnehmen.

Gewagt, gewagt! Mit der Show scheint Energy (nicht nur in Berlin, sondern bundesweit auf einigen Energy-Sendern) weitere neue Wege zu gehen. Nachts laufen Hörspiele, abends anspruchsvolle Unterhaltung. Wosch macht damit genau das, was er bis vor wenigen Monaten im rbb-Jugendradio Fritz getan hat – bis man ihn dort nicht mehr haben wollte. Dass er ausgrechnet im Formatradio wieder auftaucht, hätte wohl niemand gedacht.

Ob das funktioniert, wird sich erst in den nächsten Wochen zeigen. Schließlich ist Wosch scheinbar ambitionierter als so mancher öffentlich-rechtlicher Radiosender. Aber ob das auch gut ist? Schließlich ist Country immer irgendwie nervig. Wie übrigens auch Woschs Co-Moderatorin Kathrin Thüring. Die spricht, als ob sie erstmals beim Lokalradio auf Sendung gegangen ist: unangenehme Stimmlage und Betonung – und irgendwie ein bisschen dümmlich. Aber vielleicht gehört das ja zum Konzept.

Ich bin kein Freund davon. Ich höre dann doch lieber weiter radioeins. Volker Wieprecht und Robert Skuppin wirken um Längen sympathischer als Wosch in seiner Show.

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Bundesvision Song Contest 2008

Freitag, den 15. Februar 2008
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DO 14.02.2008, 21.00 Uhr, ProSieben

Brandenburg!! Der Bundesvision Song Contest 2009 findet in der Heimat statt. Mit einem echt guten Song ist Subway To Sally vollkommen überraschend der Sieg gelungen, ganz knapp vor Clueso aus Thüringen, der in Hannover einen wunderbaren Song abgeliefert hat. Die Band, die es schon seit mehr als 15 Jahren gibt und der junge Thüringer lieferten sich ein Herzschlagfinale, das erst mit der finalen Wertung der Niedersachsen entschieden war.
Und wir halten auch fest: Der Osten rockt! Das Siegertreppchen hatte der Osten ganz allein – Sachsen-Anhalt landete auf Platz 3. Und Jennifer Rostock aus Mecklenburg-Vorpommern auf dem 5. Rang. (Seltsam übrigens, dass niemand einen Witz über den Rostock-Namen riss)
Was fällt noch auf: Die Favoriten hatten das Nachsehen. Laith Al-Deen aus BaWü nur ein mickriger 9. Platz. Kein Wunder, gerade seine Liveshows sind die pure Langeweile, und sein Song in Hannover war auch eher 08/15. Auch die Sportis aus Bayern eher bescheiden: Platz 10. Peilomat, für die es ja schon in den Charts mies lief, konnten auch in Hannover keinen Blumentopf gewinnen: nur der vorvorletzte Platz.
paulsrekorder aus Bremen lieferten mit “Anna” einen eingängigen Song ab und hätten eine bessere Platzierung als die 13 verdient gehabt. Ganz hinten, gemeinsam mit den Sachsen, landete das Saarland. Nur die heimischen 12 Punkte für Casino Zero. Vielleicht lag es ja daran, dass einer der Sänger extrem heiser war und so gut wie keine Stimme hatte (offenbar erkältuingsbedingt).
Die Raab-Casting-Gewinnerin Stefanie Heitmann durfte ihre Nase auch nochmal in die Kamera halten und gab sich dabei dermaßen doof, dass man sich fremdschämen konnte.
Ach ja, schämen: Energy Berlin und der Freakman schossen mit einer unsagbar peinlichen Präsentation den Vogel ab. Engergy Berlin ist unfassbar peinlich.
Alles in allem: Der Bundesvision Song Contest war 2008 eine tolle Veranstaltung mit fast durchgehend hohem Niveau, mit vielen tolle Beiträgen. Und nächstes Jahr dann in der Heimat. Wir sind gespannt, wo genau in Brandenburg das dann stattfinden wird.

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911: 5000 Burger

Freitag, den 18. Januar 2008
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DO 17.01.2008, 21.00 Uhr, Energy Berlin

McDonald’s freut sich sicher schon. Am Sonntag gibt es in München die nächste Massenbestellung beim Boulettenbrater. In “911″, der Telefontalkshow bei Energy, wurde das Megaereignis durch einen Anrufer schon mal stolz rausposaunt.
Die Aktion ist alles andere als neu. Schon seit einem Jahr finden die Treffen statt. Diesmal sollen in einem McDonald’s-Laden in München 5000 Burger bestellt werden.
Was für eine dämliche Aktion! Was soll eigentlich daran spaßig sein? McDonald’s schadet man jedenfalls nicht damit, ganz im Gegenteil. Die freuen sich über den Mehrumsatz und haben die Burger sicher schon in Vorbereitung, um sie dann in die (noch geheime) Münchner Filiale zu schaffen.
Vielleicht bin ich ja zu alt oder so: Aber der wirkliche Sinn der Aktion erschließt sich mir nicht (mehr). Und schon gar nicht, wenn man das auch noch im Radio verkündet. Wie doof ist das denn?!

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Player’s Night

Mittwoch, den 12. September 2007
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DI 11.09.2007, 23.00 Uhr, Energy Berlin

Willkommen in der Radiohölle! Im tiefsten Dreck, im Niveau, das sich im allerdunkelsten Keller befindet. Die “Player’s Night” bei Energy. Eine Quizshow mit so kniffligen Fragen, dass leider, leider kein Hörer anruft. So verdammt schwer sind die Fragen. Und so wenige Leitungen offen. Aber keine Sorge: der Energy-Radioteufel öffnet immer mal wieder eine weitere Leitung – und erhöht auch noch den Gewinnbetrag.
Kommt euch bekannt vor? Habt ihr schon auf 9live oder beim “Money Express” bei VIVA und Co. ähnlich gesehen? Richtig. Energy verkommt zum 9live-Radio.
“Eine E-Lok fährt von Norden nach Süden. Der Wind weht aus dem Westen. Wohin weht der Dampf?”
Oh, eine Fangfrage.
Klar, dass die Energy-Hörer da nicht drauf kommen. Oder nicht durchgestellt werden? Und 50 Cent pro Anrufversuch blechen?
Hat es Energy wirklich so dringend nötig, seinen nicht all zu vielen Hörern so viel Geld abzuknöpfen? Und sind die Energy-Hörer wirklich so blöd, darauf auch noch reinzufallen?
Mehr als eine Stunde wird niemand auf Sendung geschickt. Mehr als eine Stunde lang labert sich der Moderator den Mund fusselig. Total ätzendes Radio.
Und dann, welch ein Zufall: Sekunden vor Ende der Sendung (genau: Zufall!! Was sonst?!) kommt Elena durch. Die, die vorhin ja schon mal angerufen hatte. Ist sie etwa die einzige Hörerin? Was kein Wunder wäre, den Dreck hält kein vernünftiger Mensch zwei Stunden aus.
Wie auch immer: Sie gewinnt 2000 Euro, weil sie weiß, dass eine E-Lok keinen Dampf produziert. Glückwunsch, Elena!
Die Sendung war eine Premiere. Und hoffentlich merken die Energy-Hörer schnell, dass sie hier erstens wenig Chancen haben, Geld zu gewinnen. Und zweitens, dass Energy hier ganz mieses, unterirdisches, grottiges Radio bietet.

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Der Pop-Up-Song

Donnerstag, den 23. November 2006
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MI 22.11.2006, 22.03 Uhr, Energy Berlin

Ich hoffe sehr, dass das eine Verarsche von Energy war. Bei VH-1 gab es mal eine Sendung, bei der in die Videoclips kleine Blasen erschienen, in denen spannende Infos zur Band standen.
Energy macht das nun auch. Zumindest heute Abend um kurz nach zehn.
Als der aktuelle Scissor-Sisters-Song lief machte es immer wieder “blubb” und eine weibliche Stimme las hochinteressante Infos vor.
In etwa so:
Paddy macht momentan Nordic Walking.
Jake hasst Nordic Walking. Aber im Winter findet er es okay.
Die Lieblingszeitung von Ana ist …
Und Del hat die … abonniert.
Da läuft also dieser durchaus hörbare Song und Energy tritt ihn mit den Füßen, in dem er mit Null-Infos zugelabert wird. Wenn es wenigstens etwas wirklich Wissenswertes wäre. Aber doch nicht so einen Stuss!