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Das total billige Parkhaus

Freitag, den 19. Oktober 2018
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Wer ins Parkhaus fährt, der weiß in der Regel: So ganz billig kommt man da nicht wieder raus. Deshalb gondelt man in der Regel auch erst mal in der Gegend rum, ob man nicht doch irgendwo kostenlos parken kann. Oder wenigstens preiswerter.

Im hessischen Bad Homburg gibt es die Taunus-Therme. Was es da nicht so unbedingt gibt: Parkplätze. Aber in unmittelbarer Nähe weisen Schilder auf ein Parkhaus hin.
Letztlich bleibt einem nichts weiter übrig, als dieses Parkhaus zu benutzen.
Man sucht sich einen Platz, läuft zum Ausgang – und da fällt einem was auf. Es gibt keine Parkautomaten, an denen man die Gebühren zahlen kann.
Weil das Parkhaus gebührenfrei ist.

Bad Homburg hat ein Parkhaus, das man kostenlos nutzen kann. Feine Sache!

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Sechs Störungen

Montag, den 24. Oktober 2016
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Normalerweise verlaufen meine Autofahrten in den Südwesten Deutschland immer erstaunlich reibungslos. Aber Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel. Diesmal hat es etwas, nun ja, länger gedauert.

Störung 1: Die A10 war im Dreieck Werder voll gesperrt. Eine Überfahrt in Richtung Potsdam war nicht möglich, der Verkehr wurde auf die A2 geleitet. Auf der Abfahrt Lehnin hätte man wenden können. Die war aber natürlich hoffnungslos zugestaut.
Meine Überlegung: Ich fahre stattdessen über Niedersachsen.
Böser Fehler.

Störung 2: Unfall hinter Magdeburg. Ich weiß ja nicht, wie lange es dauert, bis Staus in der Verkehrsleitstelle und im Radio ankommen. Aber selbst als ich schon drin stand, wusste man im Radio noch nicht davon. Dann können sie sich diesen Service gleich sparen. Das hat mich jedenfalls schon mal eine gute Stunde gekostet, und am Rasthof Börde machte ich gleich mal eine Pause.

Störung 3: Baustelle bei Salzgitter. Ich fuhr auf die A39, um von Braunschweig aus auf die A7 Richtung Süden zu kommen. An einer Baustelle mit nur einer Fahrspur klemmte es natürlich. Wieder 20 Minuten mehr.

Störung 4: Nächste Baustelle auf der A7, irgendwo im südlichen Niedersachsen. Ich bereute es inzwischen sehr, dass ich mich nicht in Lehnin in den Stau gestellt habe. Denn die A4 war frei.
Eigentlich wollte ich einen Zwischenstopp bei einem Freund in Gießen einlegen – der entfiel aus zeitlichen Gründen.

Störung 5: Unfall vor Bad Homburg. Im Radio hieß es, dass es 2 Kilometer Stau geben würde. Da ich sowieso tanken musste, stoppte ich am Rasthof Wetterau und trödelte ein bisschen. So ein Unfall ist ja irgendwann mal geräumt.
Irgendwann. Als ich wieder auf die Autobahn fuhr, waren es dann 6 Kilometer Stau. Mit zeitweiligem Stillstand. Wieder 45 Minuten

Störung 6: Auf der A67 gibt es gleich zwei Baustellen. Vor einer klemmte es erneut, und irgendwie muss es auch dort einen Unfall gegeben haben. Immerhin dauerte das nur zehn Minuten.

Abzüglich aller Pausen erreichte ich Altlußheim nach achteinhalb Stunden, gut drei mehr als sonst. Allerdings ist die TZour über die A2/A39/A7 auch länger als wenn ich die A9/A4 nehme.
Aber danach war ich sehr froh, überhaupt angekommen zu sein.

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Mutmaßliche Steinewerfer

Montag, den 4. Juli 2016
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Man hat solche Meldungen ja leider schon öfter im Radio gehört: Steinewerfer auf der Autobahnbrücke. Diesmal aber war ich quasi direkt betroffen.

Ich fahre auf der A5 auf Frankfurt/Main zu, und im Autoradio läuft hr1. Da kommt folgende Verkehrs-Sondermeldung: Von einer Autobahnbrücke über der A5 zwischen dem Bad Homburger Kreuz und dem Nordwestkreuz Frankfurt werfen Leute Steine auf die Straße.
Ups! Ich war kurz vor Bad Homburg, ich hatte diese “Sache” also direkt vor mir.
Es begann das große Gezitter – und die Brückenbeobachtung.
Nun weiß man ja nicht, was passiert, wenn es eine solche Meldung gibt. Kommt sofort die Polizei, um diese Verbrecher wegzuholen? Und natürlich die Frage: Wie alt ist die Meldung? Ist sie noch aktuell?

Hinter Bad Homburg kam dann tatsächlich eine Brücke – aber niemand war oben zu sehen. Und unten lagen keine Steine. Ein paar hundert Meter weiter die nächste Brücke. Wieder nichts.
Glück gehabt. Es wäre der Horror gewesen, denn was kann man schon gegen solche Idioten ausrichten? Ausweichen? Anhalten? Ist auf der Autobahn alles schwierig. Aber zum Glück stellte sich die Frage ja dann doch nicht.

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Bad Homburg, Gießen, Marburg, Rochlitz

Sonntag, den 12. August 2012
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Vier Städte. Alle komplett unterschiedlich. Aber eines haben sie gemeinsam: Sie alle lagen auf der Strecke meiner Urlaubstour 2012.
In Bad Homburg habe ich nur einen kleinen Zwischenstopp eingelegt. Der McDonald’s, den ich bei meiner Einfahrt in die Stadt gesehen habe, ist mir allerdings irgendwie durch die Lappen gegangen – ich habe ihn nicht mehr gefunden. So ging’s zu Burger King in den Nachbarort Oberursel.
Schon wer die Straße nach Bad Homburg befährt, sieht: Viel Geld scheint es in Hessen für Straßen nicht mehr zu geben. Die Fahrbahnen sind brüchig.
Eigentlich hätte ich auch in der Innenstadt was Vernünftiges essen können – nur ist diese Innenstadt so verödet, dass ich dort einfach nicht aussteigen wollte. Das Kurhaus – nicht mehr als ein hässlicher Klotz.
Die Taunus-Therme jedoch – die war ein echtes Erlebnis. Da bin ich sicherlich auf den Durchfahrten von Baden-Württemberg nach Hause nicht das letzte Mal gewesen.

In Gießen ist es weniger der Verfall, der so erschreckend ist. Es sind die schlimm-hässlichen Bauten, die nicht nur in der Innenstadt rumstehen. Da gibt es Einkaufspassagen, deren Anblick Augenkrebs verursacht. Der Kaufhof-Klops, der nun leer steht, weil auch die Gießener lieber woanders oder im Internet einkaufen gehen. Am Ende der Einkaufsstraße steht ein Fußgängerbrücken-Grauen, das seines Gleichen sucht.
Nach dem Krieg, der auch in Gießen schwere Verwüstungen anrichtete, dachten sich die Leute damals wohl: Wir müssen schnell wieder was hinstellen, und … ähm … modern muss es sein. Herausgekommen sind potthässliche Kästen. Auch in Frankfurt/Main habe ich solche Gegenden übrigens auch entdeckt.
Aber natürlich hat auch Gießen schöne Ecken: Der Botanische Garten ist sehenswert, auch die Hochhausbar über den Dächern von Gießen (aber teuer!) oder der Park, in dem 2014 die Landesgartenschau stattfindet.

Wie anders ist es dagegen im 30 Kilometer entfernten Marburg. Mal von dem Klotz am Stadtrand abgesehen, der aussieht wie das Atomkraftwerk Fokushima, ist Marburg ein hübsches, kleines, bergiges Städtchen. Der Marktplatz ist beschaulich und vor allem voller (junger) Leute. Marburg ist eine Studentenstadt, hat sogar eine Studentenkirche.

In Rochlitz in Sachsen, nördlich von Chemnitz, gibt es auch viele leerstehende Häuser, dort ist auch Verfall zu beobachten. Aber vor allem: Vielfalt. Rochlitz hat keine 7000 Einwohner, aber eine erstaunlich große Vielfalt rund um den Marktplatz. Die Kleinstadt hat zig Bäcker, Lebensmittelgeschäfte, eine Bibliothek, einen Buchladen, Cafés und viele Spezialgeschäfte, dazu eine nette Bar, die erst schließt, wenn keine Kunden mehr da sind. Nur das Verkehrsleitsystem rund um den Markt mit den Einbahnstraßen an den seltsamsten Stellen – das verstehe wer will.

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