Tagesarchiv für 2. September 2021

RTelenovela

Alkoholschluss in Zeiten des Coronavirus

Donnerstag, den 2. September 2021
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In Hamburg sind ist die Corona-Inzidenz relativ hoch, und das ist auch der Grund, warum nach 23 Uhr in der Hansestadt kein Alkohol mehr ausgeschenkt werden darf. So was wie eine Sperrstunde.

Es ist etwa 21.30 Uhr, als wir auf der Reeperbahn in St. Pauli ankommen. Einige von uns gehen in einen Laden, um Getränke zu kaufen, doch schon ab 20 Uhr ist der Außer-Haus-Verkauf von Alkohol verboten. Alles nicht so einfach.
Schnellen Schrittes laufen wir über die Reeperbahn, vorbei an den Clubs, Sexshops und Kneipen. Überall ist um 23 Uhr Schluss – zumindest mit dem Alkoholausschank. Viele der Läden schließen dann auch. Vermutlich weil es sich für die Kneipen dann nicht mehr lohnt.
Wir kommen schließlich am “Zwick” an und haben dann noch etwas mehr als eine Stunde, um diverse Getränke zu bestellen. Kurz vor 23 Uhr wird dann die letzte Runde ausgerufen, man kann noch bestellen und austrinken – aber der Kneipenbetrieb endet rund um 23 Uhr. Als wir kurz vor Mitternacht gehen, hat sich die Kneipe auch geleert.

Einen Tag danach ändert sich die Situation, denn dann haben in Hamburg die Clubs die Möglichkeit die 2G-Regel durchzusetzen – nur Geimpfte und Genesene kommen rein, und dann gelten auch die Regeln nicht mehr. Wobei das Alkoholverbot davon wohl nicht betroffen ist.
Das merken wir auch in der Hotelbar. Selbst die schließt um 23 Uhr. Man darf nach 23 Uhr mit den gekauften Getränken nicht mal sitzen bleiben. Was nun wirklich albern ist. Die Regeln sind die Regeln…

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RTZapper

Das Triell: Baerbock, Laschet, Scholz – Neustart für Deutschland

Donnerstag, den 2. September 2021
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SO 29.08.2021 | 20.10 Uhr | RTL

“Frau Baerbock, warum kann Olaf Scholz nicht Kanzler?”
“Weil er eine Flachzange ist. Weil seine Skandale zum Himmel stinken. Weil ich besser bin.”
Natürlich hat Annalena Baerbock auf diese Frage nicht so geantwortet, sondern ist einer Antwort ausgewichen.
Es war die Einstiegsfrage in das erste TV-Triell, und die Frage ist, was sich Peter Kloeppel und Pina Atalay von dieser Frage erhofft haben.

Aber, Moment mal: Triell? Was soll das denn sein?
In diesem Jahr gibt es drei aussichtsreiche Personen, die es ins Kanzleramt schaffen könnten: Armin Laschet (CDU), Olaf Scholz (SPD) und Annalena Baerbock (Grüne), und deshalb gibt es vor der Bundestagswahl diesmal kein TV-Duell, sondern ein Triell.
Und passenderweise gibt es in diesem Jahr tri, äh, drei Trielle: RTL machte am Sonntagabend den Anfang, am 12. September gibt es das zweite bei ARD und ZDF, am 19. September das dritte bei Sat.1.
Was immerhin bedeutet, dass es diesmal nicht vier Fragesteller von vier parallel übertragenen Sendern gibt.

Weil RTL an diesem Sonntagabend so very wichtig war, begann das Triell auch schon um 20.10 Uhr – vielleicht aber auch, damit die Tagesschau-Zuseher die erste, in die Hose gegangene Frage, nicht mitbekommen mussten.
Denn dann kamen tatsächlich werbefreie Inhalte zur Sprache: Es ging um die aktuelle Lage in Afghanistan, um den Klimawandel, die Coronakrise, um Sicherheit und Steuern. Der Schlagabtausch war spannender als erwartet, und interessant wurde es bei den Schlussworten. Annalena Baerbock verließ dazu ihr Pult, um die Leute direkt anzusprechen, während Armin Laschet davon sprach, dass er Gegenwind aushalte und im Wandel für Standhaftigkeit stehe – was jetzt nicht unbedingt zukunftsgewandt erscheint.

Dass RTL bei der Politik noch Moderationsnachholbedarf hat – vielleicht hatte Jan Hofer keine Zeit oder Lust -, war daran zu merken, dass die Nachbetrachtung zum Triell von RTL-Klatschfrau Frauke Ludowig moderiert worden ist. Zu Gast war u.a. Tänzerin Motsi Mabuse, die sich sichtlich unwohl in ihrer Rolle als Politexpertin fühlte. Aber zumindest blieb sich RTL nach dem Triell doch noch ein bisschen treu…

-> Die Sendungen bei TV Now

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