RTelenovela

Ein Schall wie eine Tonstörung

Das Hotel an der Hamburger Fleetinsel ist noch ziemlich neu, und eigentlich waren unsere Zimmer richtig großartig. Mein Bett war mit Blick zur Fensterfront, und wenn ich rausschaute, dann blickte ich auf den Michel. Ich konnte aber auch auf den relativ großzügigen Balkon gehen, und dort hatte ich einen Blick auf die Elbphilharmonie, und ganz hinten links konnte ich sogar sehen, wenn die großen Pötte durch den Hafen fuhren. Direkt unter mir war einer der kleinen Flüsse, die zum Hafen führen. Einfach herrlich.
Nur mit der Akustik im Zimmer stimmte was nicht. Wenn ich was sagte, dann entstand ein merkwürdiges Echo – man könnte es auch einen Sound nennen. Als ob man übers Internet telefoniert, und die Leitung schlecht ist und mies-digital klingt. Ich klatschte einmal in die Hände, und auch das klang ziemlich fies. Vermutlich muss da noch was an den Wänden gemacht werden – bei der Abreise sagte ich vorsichtshalber Bescheid. Fürs nächste Mal. Oder so.

Ansonsten lohnt ein Besuch von Hamburg ja immer. Bei schönstem Wetter spazierten wir am Hafen entlang. Wer ins Restaurant wollte, musste draußen auch nur die Luca-App bedienen – und zwar alle, die am Tisch sitzen, wie uns der Kellner klarmachte.
Wir liefen weiter über den Fischmarkt, der am Freitagabend natürlich noch leer ist. Auf der anderen Seite des Marktes kommt man irgendwann zum “Schellfischposten”, der Kneipe, in der “Inas Nacht” aufgezeichnet wird – und an einer Tafel standen schon die nächsten drei Aufzeichnungstermine, jetzt, Anfang September. Komischerweise hatte ich Inas Kneipe kleiner in Erinnerung. Sie hat die drei Tische, die man auch in der Show sieht, aber im Raum steht ein vierter, der bei den Aufzeichnungen weggeräumt wird, und am Tresen ist auch Platz – außerdem da, wo immer die Interviews stattfinden. Wir bekamen den Tisch zum Ausgang hin. Nur Ina fehlte.

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