Tagesarchiv für 9. März 2021

RT liest

Wolfgang Martin: Wie die Westmusik ins Ostradio kam – Radiogeschichten von DT64 bis “Beatkiste”

Dienstag, den 9. März 2021
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Über die westdeutsche Mediengeschichte bis 1990 weiß man relativ viel. Doch was eigentlich im Radio der DDR los war, darüber ist bislang wenig geschrieben worden.
Wolfgang Martin arbeitete ab 1975 als Redakteur und Moderator für die Stimme der DDR und ab 1982 für das Jugendradio DT64. In seinem Buch “Wie die Westmusik ins Ostradio kam” erzählt er nicht nur genau davon. Sondern auch ganz allgemein darüber, welche Stars in der DDR eigentlich angesagt waren, wie man sie unterstützt oder eben auch – aus Gründen – nicht unterstützt hat.

Hin und wieder taucht der Autor so detailliert in die DDR-Radiogeschichte mit diversen Namen und Umständen ein, dass es fast nur für Nerds ist. Aber sehr überwiegend ist es spannend, was er zu erzählen hat.
Denn in der Tat ist es kurios, wie die Westmusik ins Ostradio kam. Nicht nur auf mehr oder weniger offiziellen Wegen. Verwandte brachten Schallplatten mit oder Redakteure reisten nach West-Berlin, um sich in Plattenläden umzusehen. Oder die Parteiverantwortlichen wollten bestimmte Westsongs platzieren, weil es bestimmte Deals gab.
Ebenso interessant ist es zu lesen, wieso manche Songs plötzlich nicht mehr gespielt werden durften, und wie lapidar das meist verkündet worden ist.

Schön ist der Anhang mit den TOP5-DDR-Hits von 1975 bis 1990.
Schade ist, dass im Buch nur auf sehr wenigen Seiten auf die Wendezeit eingegangen wird. Auf die Zeit Ende 1989, als sich auch die journalistische Arbeit im DDR-Radio wandelte und auf die Abwicklung in den 90ern sowie den Kampf um DT64. Aber vielleicht wäre das noch mal ein eigenes Buch.

Wolfgang Martin: Wie die Westmusik ins Ostradio kam – Radiogeschichten von DT64 bis “Beatkiste”
Bild und Heimat, 237 Seiten
7/10

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RTZapper

Die Geburtstagssendung mit der Maus

Dienstag, den 9. März 2021
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SO 07.03.2021 | 8.50 Uhr | Das Erste

Wie relevant “Die Sendung mit der Maus” auch 2021 noch sein kann, ist klar, wenn man einen Blick auf die Zuschauerzahlen der Geburtstagssendung wirft. Fast 3,7 Millionen Menschen haben am Sonntag “Die Geburtstagssendung mit der Maus” im Ersten und später im KiKA gesehen. Das ist ein extrem starker Wert. Aber auch sonst sind durch die beiden zeitversetzten Ausstrahlungen um die 2 Millionen Menschen dabei.
Und nun ist die Maus also 50.

Ein halbes Jahrhundert erklärt die Maus – oder eigentlich Armin Maiwald, Christoph Biemann, Ralph Caspers und der Rest des Teams – nun schon den jeweiligen Kinder und den Erwachsenen, wie das Leben auf der Erde funktioniert. Und zum Jubiläum gab es einen Blick nach vorn: Wie wollen wir leben? Was wird aus der Technik, aus der Umwelt? Kinder konnten Vorschläge machen, welche Erfindungen es geben sollte.

Im kreischbunten und hektischen Kinderfernsehen ist “Die Sendung mit der Maus” immer noch ein wichtiger Ruhepool. Auch diese Sendung ist in den 50 Jahren natürlich moderner geworden, aber sie hebt sich immer noch ab von dem, was sonst oft am Sonntagmorgen zu sehen ist.

-> Zum 25. Jubiläum 1996
-> Die Sendung in der ARD-Mediathek (bis 3. Oktober 2021)

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RTelenovela

Nummer 24 in Zeiten des Coronavirus

Dienstag, den 9. März 2021
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Schon 2013 hatte ich an dieser Stelle von meiner Lieblingsnummer 24 bei meinem Lieblingskroaten in Berlin-Frohnau geschrieben. Und auch 2021 ist die “Kleine Potpourri-Platte” auf der Karte als Nummer 24 gekennzeichnet.
Mit dem Unterschied, dass wir inzwischen seit mehr als vier Monaten nicht hindürfen und dort was essen können. Aber natürlich will man ja seine Lieblingslokale ab und zu mal unterstützen.
Auf einer Rückfahrt aus dem Berliner Zentrum, steuerte ich Frohnau an. Vorher rief ich im “Adriatic” an, um eben jene Nummer 24 zu bestellen. Einmal zum Mitnehmen – was auch sonst. Allerdings dauert die Fahrt nach gut 25 Minuten, so dass ich es vorzog, gleich im Auto zu essen. Besteck hatte ich bei.

Es ist gar nicht so einfach, Ćevapčići und Schnitzel auf dem Schoß zu schneiden. Der Reis war unter dem Fleisch, in der “Kammer” daneben waren die Pommes. Den Ketchup gab es in einer Extra-Verpackung. Außerdem in einer weiteren Packung die Zwiebeln, die ich aber ehrlicherweise immer gar nicht esse. Davor noch ein Salat mit Eisberg, Gurke, Tomate, Mais und Dressing. Sehr lecker, und wie schön wäre es gewesen, das alles im Lokal zu essen. Aber vielleicht können wir mit den steigenden Temperaturen und Tests irgendwann bald zumindest draußen essen.
Nach einer guten halben Stunde war ich mit dem Festmahl im Auto durch. Ein bisschen beschwerlich, aber es hat sich kulinarisch wirklich gelohnt!

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ORA aktuell

Coronavirus: Lockerungen für Handel und Bibliothek

Dienstag, den 9. März 2021
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Die Regelungen rund um die Eindämmung des Coronavirus sind seit Montag gelockert. In Oranienburg kann nun auch wieder der Einzelhandel öffnen. Allerdings müssen vorher Termine zum Einkaufen vereinbart werden, auch ist die Anzahl der Kunden im Laden stark begrenzt.
Unter den selben Bedingungen ist auch die Bibliothek wieder geöffnet.

Der Inzidenzwert in Oberhavel beträgt derzeit 78,0.

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