Tagesarchiv für 31. Januar 2021

KeineWochenShow

#213 – Ins Clubhouse nur mit Luftfilter!

Sonntag, den 31. Januar 2021
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Es sind deprimierende Zeiten, aber es ist gut, drüber zu sprechen. Insofern ist KeineWochenShow in Zeiten des Coronavirus auch eine Art Gesprächstherapie. Aber in Sachen Impfstoff tut sich wenig. Die Zahl der Toten steigt unaufhörlich, überall neue Hiobsbotschaften.
Im Interview erzählt Andreas Dalibor über die Auswirkungen der Coronakrise. Sein Bistro in Kremmen konnte er im November nicht öffnen. Sein Theater daneben ist geschlossen. Aber der Beetzer hat eine CD aufgenommen – auch um etwas für sein Theater einnehmen zu können.

Außerdem fragen wir uns, ob die im Dezember stattfindende Fußball-WM 2022 der endgültige Sargnagel für die Weihnachtsmärkte ist. Und wieso Amtsleiter aus der Oranienburger Verwaltung Angst haben, in einem Livestream aufzutauchen.
Und es gibt eine kleine Vorschau über anstehende Neuigkeiten auf dem Youtubekanal RT Zapper.
Das und mehr in KeineWochenShow #213 auf Youtube.

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RTelenovela

Tierpark in Zeiten des Coronavirus

Sonntag, den 31. Januar 2021
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Es ist ein Streitfall, und es ist eine der vielen Entscheidungen, die nicht nachvollziehbar sind. Während in Brandenburg zur Eindämmung des Coronavirus auch alle Tierparks geschlossen sind, sieht das in Berlin ganz anders aus. Dort mussten Zoo und Tierpark nicht schließen.

In Germendorf bringt die erzwungene Schließung den Tierpark in Not. Ohne Besucher keine Einnahmen. Nur weil der Berliner Tierpark geöffnet ist, muss das aber nicht heißen, dass es ihm sehr viel besser geht. Denn offenbar gehen, obwohl erlaubt, in der jetzigen Zeit nicht viele Menschen in den Tierpark.
Da meine Freunde ganz in der Nähe wohnen, haben wir uns entschlossen, uns das mal anzusehen. Und mal wieder rauszukommen und frische Luft zu schnappen, ist ja auch nicht das Schlechteste.
Schon am Vorabend habe ich mir ein Onlineticket gekauft. Dort muss man festlegen, an welchem Tag und in welchem Zeitfenster man rein möchte. 14 Euro kostet der Eintritt.

Am Sonnabendnachmittag war in Berlin-Friedrichsfelde nicht sehr viel los. Mein Ticket wurde gescannt, meine Freunde haben eine Jahreskarte.
Der Tierpark ist getaucht in ein schönes Weiß. In der Nacht davor hat es geschneit. Vermutlich sind die meisten Leute, die an diesem Tag mit den Kindern draußen waren, eher auf Schlittentour gewesen. Im Park selbst war es so leer, wie ich es noch nie erlebt habe. Dennoch mussten wir alle permanent eine Maske tragen, was angesichts der luftigen Weite ein bisschen albern erscheint.

Alle Tierhäuser sind geschlossen, Führungen finden auch nicht statt. Aber man kann durch den Park spazieren. Die Tiger streifen durch ihr Gehege. Die Pinguine stehen eng beieinander und lassen sich nur füttern, wenn der Fisch nicht im Schnee landet. Liegt er im Schnee, nehmen sie sich den Fisch nicht.

Die meisten Wege sind geräumt, aber einige nicht – zum Glück. Denn dort kann man sich so richtig im Winter fühlen und durch den Schnee stapfen.
Zwischendurch legen wir eine Teepause ein. Als ich dafür kurz die Maske nach unten schiebe, merke ich, wie feucht sie schon geworden ist.

Es war ein sehr entspannter Nachmittag im Tierpark. Aber das Gelände ist sehr weitläufig, und es waren wirklich kaum Leute dort. Es ist schwer einzuschätzen, ob die Lage vielleicht in einem kleineren Tierpark anders wäre. Aber andererseits, wenn man nur Onlinetickets zulässt und so mit Zeitfenstern arbeiten und somit die Zuschauerströme beeinflussen kann, sollte es eigentlich machbar sein, einen Tierpark zu öffnen.

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RTZapper

Die Bestatterin: Die unbekannte Tote

Sonntag, den 31. Januar 2021
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DO 28.01.2021 | 20.25 Uhr | Das Erste

In der Tagesschau wurden wieder fast 1000 Tote binnen 24 Stunden gemeldet. Nachrichten in Zeiten des Coronavirus. Danach zeigte Das Erste ein “ARD extra” zur Corona-Lage. Zu den Toten und zum schleppenden Impfstart.
Da ist es schon gewagt, danach einen Film aus der Reihe “Die Bestatterin” zu zeigen. Erst die Toten in den Nachrichten, dann die Bestatterin im Unterhaltungsprogramm.

Aber keine Angst, das da irgendwas Pietätloses in schwierigen Zeiten zu sehen ist. Vielmehr ist “Die Bestatterin” nur die 6596. Variante eines ziemlich normalen Krimis in der deutschen Primetime.

Auch wenn die Ausgangslage gerade ein bisschen seltsam anmutet. Denn Bestatterin Lisa hat wenig zu tun. Es gibt gerade keine Toten – in ihrer heilen Welt.
Als aber eine Leiche in einer Bushaltestelle entdeckt wird, ist sie zur Stelle. Polizei und Ärztin sehen einen normalen Tod – die Bestatterin nicht. Weshalb sie auf eigene Faust Ermittlungen beginnt. Warum sie das macht und warum sie man überall rumschnüffeln lässt – das bleibt offen. Und dass die Bestatterin in der Serie, die “Die Bestatterin” heißt, mit Bestattungen nur wenig zu tun hat – wen stört das schon?
Denn dieser Reihe ist nur die x-te Variante der Geschichte, dass jemand, der nicht zur Polizei gehört, Ermittlungen aufnimmt. Weil das irgendwie lustig ist. Und spannend auch.

Ein bisschen spannend war “Die Bestatterin” am Donnerstagabend in der Tat. Aber erwartet habe ich beim Titel der Reihe dann doch etwas ganz anderes.

-> Der Film in der ARD-Mediathek (bis 25. Juli 2021)

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