Tagesarchiv für 27. Oktober 2020

ORA aktuell

Coronavirus: Auch Oranienburger Weihnachtsmarkt-Ersatz abgesagt

Dienstag, den 27. Oktober 2020
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Nach der Absage des Oranienburger Weihnachtsgans-Auguste-Markt findet auch die Ersatzveranstaltung nicht statt. Wie Bürgermeister Alexander Laesicke (parteilos) am Montagabend den Stadtverordneten mitteilte, fallen auch die “Winterträume” im Schlosspark aus.

Hintergrund seien die strengeren Regeln rund um das Coronavirus. Die steigenden Fallzahlen machen nach derzeitigem Stand nur 250 Veranstaltungsbesucher möglich. Vorher waren es 1000. Nun sei die Veranstaltung nicht mehr rentabel, heißt es. Durch durch den Planungsvorlauf, der kaum möglich sei, wenn sich die Lage weiter verschärfe. „Wir wollten die Veranstaltung gern durchführen, angesichts der aktuellen Entwicklung halten wir das aber für nicht machbar.“

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RT im Kino

Cortex

Dienstag, den 27. Oktober 2020

Hagen (Moritz Bleibtreu) ist müde. Sehr müde. Denn nachts kommt er nicht zur Ruhe. Wenn er schläft, dann entwickelt er extrem heftige Träume, viele davon Alpträume. Aber damit nicht genug: Kann es sein, dass das, was er da träumt, eigentlich real ist? Dass er erträumt, was später Wirklichkeit wird?
Seine Frau Karoline (Nadja Uhl) leider sehr unter den Schlaf- und Angststörungen ihres Mannes. Als Hagen träumt, dass seine Frau eine Affäre mit einem jungen Mann hat, stellt sich raus: Auch das stimmt. Allerdings scheint es mit diesem Niko (Jannis Niewöhner) noch eine ganz andere Bewandtnis zu haben…
Was ist Traum und was ist Wirklichkeit?

“Cortex” ist die Hirnrinde beim Menschen. Und diese Hirnrinde müssen alle Beteiligten benutzen. Hagen, der nicht mehr weiß, wo vorne und hinten ist. Niko, der an seinem Leben zu verzweifeln scheint – und der denkt, er sei Hagen.
“Cortex” heißt der Film, bei dem Moritz Bleibtreu nicht nur eine der Hauptrollen spielt. Erstmals hat er das Drehbuch geschrieben und auch Regie geführt.
Heraus kam ein Mysterythriller, wie man ihn vermutlich in den vergangenen Jahren selten in Deutschland gesehen hat. Die schauspielerischen Leistungen sind toll, einen faszinierenden Auftritt hat Nicholas Ofczarek, der einen traumdeutenden Apotheker spielt, der Niko ins Gewissen redet. Die Bilder sind mitunter verstörend, mitunter beeindruckend. Die Atmosphäre verbreitet viel Spannung.
Das Problem jedoch: Ich habe das Ende nicht verstanden, und vermutlich somit auch nicht den ganzen Film und was eigentlich das Problem war. “Cortex” ist dermaßen überladen mit Bildern und Gleichnissen, mit Wendungen und Traumsequenzen, dass man völlig die Übersicht verliert. Das ist schade, weil man am Ende zwar das Gefühl hat, dass das irgendwie schon ganz gut war. Aber was nützt das, wenn man dennoch ratlos bleibt. Das Gemurmel im Kino war jedenfalls groß, und wer nach draußen lief, hat entsprechende Gesprächsfetzen der Ratlosigkeit mitbekommen.
Nach außen hui, nach innen somit leider eher nicht so…

-> Trailer auf Youtube

Cortex
D 2020, Regie: Moritz Bleibtreu
Warner, 96 Minuten, ab 16
6/10

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RTZapper

Tagesthemen: Maskenpflicht auf dem Kurfürstendamm

Dienstag, den 27. Oktober 2020
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SA 24.10.2020 | 23.35 Uhr | Das Erste

Die Regeln sind die Regeln. Auch wenn sie manchmal albern wirken.
In den “Tagesthemen” am späten Sonnabendabend im Ersten begleitete ein Kamerateam Polizisten auf dem Berliner Kurfürstendamm. Sie sollten bei den Passanten die Maskenpflicht durchsetzen. In Berlin wurde nämlich am Tag davor entschieden, dass auf einigen belebten Straßen eine Maskenpflicht herrsche. Und dazu gehört auch der Kurfürstendamm. Weil da ja immer und überall so viele Menschen eng an eng unterwegs sind.

Und natürlich treffen die Polizisten im Beitrag auf zwei Männer ohne Maske, und dazu noch uneinsichtig. Er habe davon noch nichts gehört, sagte der eine Mann. Außerdem sei man doch an der frischen Luft.
Doch die Polizisten blieben unerbittlich, sie brachten die beiden Männer bis zu einem Punkt, wo sie sich nicht mehr auf dem Kudamm befanden und keine Maske mehr brauchten.

Es war eine groteske Szene. Denn der Kurfürstendamm war zwar zu dem Zeitpunkt einigermaßen gut besucht, aber längst nicht so sehr, dass wirklich viel los und es richtig voll war.
Zudem sind die Straßen relativ willkürlich festgelegt worden, wie in der rbb-“Abendshow” treffend bemerkt worden war. Man habe einfach auf eine Karte geschaut und so die Straßen festgelegt. Egal, ob nebenan auf dem Hardenbergplatz mehr los ist als auf dem Kudamm. Ist eben die Regel.
Wie will man eigentlich eine Akzeptanz für die an sich richtige Maskenpflicht erreichen, wenn sie durch blödsinnge und scheinbar willkürliche Regeln verwässert?

-> Die Sendung in der ARD-Mediathek

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