RT im Kino

The Climb

Was hält eine Freundschaft aus?
Mike (Michael Angelo Covino) und Kyle (Kyle Marvin) sind schon lange Freunde. Gerade sind sie mit ihren Rädern auf den Bergen an der Côte d’Azur unterwegs, Kyle kann kaum noch atmen, da beichtet Michael ihm, dass er Sex mit seiner Verlobten Ava (Judith Godrèche) hatte. Jahrelang, allerdings bevor Kyle mit ihr zusammen war, wie er sagt.
Kyle ist sauer, die Stimmung ist im Eimer. Als Mike dann auch noch von einem Autofahrer verprügelt wird, muss er in die Klinik. Da taucht auch Ava auf, und es kommt wieder zu einem Kuss – den Kyle sieht. Die Freundschaft ist erst mal dahin.
Es dauert lange, bis die beiden wieder zusammenfinden. Aber es soll nicht die einzige Krise sein, die diese Freundschaft erschüttert.

“The Climb”, der Aufstieg, heißt dieser Film von Michael Angelo Covino, der nicht nur eine der Hauptrollen spielt, sondern auch Regie führt und das Buch schrieb.
Ursprünglich war das mal ein Kurzfilm. Er bestand auf der Radfahr-Szene, die über viele Minuten komplett ohne Schnitt auskommt. Das ist sehr faszinierend, weil die Kamera die beiden Männer über die Berge begleitet. Da knistert es, die Szene fesselt.
Diese Spannung kann der Film aber nicht halten. “The Climb” ist eine Anreihung von Kurzgeschichten um die beiden Männer und ihre Zusammenstöße. Auch im Verlauf des Films gibt es sehr wenige Schnitte, dafür lange Kamerafahrten, um Hausecken, an Sträuchern vorbei, nur um eine Szene nicht abzuschneiden. Das aber hätte dem Film, der dann leider recht langatmig wird, sehr gut getan. Was bei der Anfangssequenz fesselnd wirkt, funktioniert im Verlauf des Films nicht mehr so richtig.
Zudem fragt man sich schon, was diese Freundschaft eigentlich ausmacht, oft wirkt es, als würden sich die Männer gegenseitig nur behindern.

-> Trailer auf Youtube

The Climb
USA 2018, Regie: Michael Angelo Covino
Prokino, 98 Miniten, ab 6
5/10

Hits: 130

Einen Kommentar schreiben: