RT im Kino

Romys Salon

Sie soll zu ihrer Oma. Davon ist Romy (Vita Heijmen) nicht so wirklich begeistert, und Oma auch nicht. Stine (Beppie Melissen) ist 69, und sie betreibt einen kleinen Friseursalon. Aber Romys Mutter Margot (Noortje Herlaar) besteht darauf – sie muss arbeiten, und nach der Scheidung ist sowieso alles viel schwerer.
Romy kommt nun also jeden Nachmittag in den Salon. Ihre Oma Stine ist eine starke Frau. Eigentlich. Dass sie manchmal etwas tüdelig ist, kann nur normal sein. Romy kann dann eingreifen, und ihre Oma lobt sie dann für ihre Klugheit.
Aber Stine baut ab, von Tag zu Tag mehr. Sie wird vergesslich. Vergisst, Dinge zu erledigen. Vergisst, wo sie Sachen abgelegt hat. Verschwindet plötzlich.
Romy hilft, wo sie kann, und sie verheimlicht, wie schlecht es ihrer Oma geht. Die aber merkt selbst, dass gerade was zu Ende geht. Sie überreicht ihrer Enkelin den Schlüssel ihres Salons. Und sie redet immer von ihrer Kindheit in Dänemark. Da fasst Romy einen Entschluss…

Der niederländische Film “Romys Salon” von Mischa Kamp basiert auf einem Kinderbuch. Und so ist es mehr oder weniger auch aus der Sicht von Romy beschrieben – sie ist die Hauptperson in diesem Film. Einerseits ist sie traurig, wie sie gewissermaßen abgeschoben wird. Aber bei ihrer Oma merkt sie, je kränker sie wird, dass sie dort eine Aufgabe hat, und dass sie sie bewältigen muss und vor allem bewältigen will.
Vita Heijmen stellt dieses mutige, starke Mädchen eindrücklich gut gar. Aber auch Beppie Melissen ist stark, wenn sie plötzlich eine Blockade im Hirn hat, dann sind das auch für den Zuschauer beunruhigende Momente.
Der Film kann gerade auch Kindern Ängste im Umgang mit so einer Krankheit nehmen. Sicherlich zeigt er nicht die ganz bösen Momente einer Demenz, aber er macht Kindern doch einiges begreifbar.

-> Trailer auf Youtube

Romys Salon
Niederlande 2019, Regie: Mischa Kamp
Farbfilm, 90 Minuten, ab 0
7/10

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