Tagesarchiv für 24. November 2019

KeineWochenShow

#151 – Offenbar ein Funkloch

Sonntag, den 24. November 2019
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Nach drei Wochen gibt es mal wieder eine reguläre Ausgabe von KeineWochenShow. Wegen der Mauerfall-Specials konnten wir nicht auf das aktuelle Geschehen eingehen.
Ein Thema ist natürlich das Funkloch in Meseberg. Das Bundeskabinett tagte in Meseberg, u.a. zu den Funklöchern, und bei der Tagesschau brach eine Schaltung nach Meseberg ab – angeblich auch wegen eines Funklochs. Die Story war natürlich zu gut, als dass man nachforschen wollte, ob es wirklich ein Funkloch war.

Außerdem geht es um die Youtuberin Pocket Hazel. Sie war zu Gast bei “Volle Kanne” im ZDF. Sie ist Vietnamdeutsche, und in der Online-Ankündigung für die Sendung ist mit einer anderen Vietnamdeutschen verwechselt worden. Diese Fotoverwechslung ist bei einigen Kritikern mit Rassismus gleichgesetzt worden. Kann man das?

Außerdem geht es um diversen Schließungen – Kinos in Berlin und Bergen auf Rügen machen dicht, und in der deprimierenden Herbst-Reportage von Rügen geht es um auch ein trauriges Kneipen-Aus in Binz.

Das und viel mehr und ein Prost auf Walter Freiwald gibt es bei KeineWochenShow #151 auf Youtube.

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RT im Kino

Midway – Für die Freiheit

Sonntag, den 24. November 2019

7. Dezember 1941. Die Luftwaffe der Kaiserlich Japanischen Marine greift überraschend den US-Flottenstützpunkt Pearl Harbour bei Honululu an. Es ist der Moment, in dem sich der Konflikt zwischen den USA und Japan zuspitzt. Der Krieg im Pazifik wird härter.
Die USA will Vergeltung. Pilot Dick Best (Ed Skrein) und seine Männer vom Armeestützpunkt planen Angriffe auf die japanischen Flugzeugträger.
Ein halbes Jahr später kommt die Vermutung auf, dass die Japaner die Midway-Inseln einnehmen wollen. Edwin Layton (Patrick Wilson) ist sich sehr sicher, das herausgefunden zu haben. Die Japaner wollen dadurch besser die US-Westküste angreifen. Die US-Navy rüstet sich zur Gegenwehr. Es wird ein harter Kampf.
Die Flieger der US-Luftwaffe machen sich auf, um die Flugzeugträger der Japaner zu zerstören. Doch natürlich sind die nicht ganz unvorbereitet.

“Midway – Für die Freiheit” zeigt ein weiteres Puzzle aus dem Zweiten Weltkrieg, der ja nicht nur in Europa wütete. Vom 4. bis 7. Juni 1942 dauerte die Schlacht um das Midway-Atoll, das dadurch erst berühmt wurde. Roland Emmerich machte aus dieser Story einen Kinofilm.
Der kann sich durchaus sehen lassen, auch wenn die meisten Effekte aus dem Computer kommen. Das tut der Spannung aber keinen Abbruch. Im Gegenteil: Phasenweise hat man das Gefühl, mittendrin zu sein. Als Zuschauer fiebert man mit, auch mit den Soldaten, um die es geht.
Klar ist aber auch, dass es sich, abgesehen von den modernen Effekten, dann doch um einen altmodisch patriotischen Film handelt. Die Amis sind die Guten, die anderen die Bösen, die “Japsen”. Diese Art des Films muss man schon mögen, um “Midway” konsumieren zu können. In diesem Fall funktioniert das ziemlich gut, Emmerich hat spannendes Unterhaltungskino geboten, dass auch ein Stück Geschichtsstunde bietet – zumindest den Ansatz, danach darüber mal was zu lesen.

-> Trailer auf Youtube

Midway – Für die Freiheit
USA 2019, Regie: Roland Emmerich
Universumfilm, 139 Minuten, ab 16
8/10

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RTZapper

Bambi 2019

Sonntag, den 24. November 2019
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DO 21.11.2019 | 20.15 Uhr | Das Erste

Martin Rütter ist ein Hunde-Experte. Vermutlich hat er gerade die Hausarbeit erledigt, als er erfahren hat, dass er in zehn Minuten einen Bambi überreichen soll. Und so stand Martin Rütter am Donnerstagabend auf der Bühne in Baden-Baden, mit T-Shirt und einer leicht schlabbrigen Hose. Er übergab den Bambi 2019 für den Comedian Chris Tall, der sich dafür in einen schicken Anzug geschmissen hat.

Alle Jahre wieder. Und angeblich für immer in der ARD, wie Tom Buhrow es am Anfang der Sendung in die Kamera rief. Es ist der angeblich bedeutendste Medienpreis des Jahres. Und die Tatsache, dass man das kackfrech und überdeutlich erwähnen muss, zeigt eigentlich nur, dass man sich das irgendwie einreden muss. Vom Glanz der frühen Jahre ist der Bambi sehr weit entfernt, und manchmal sah es so aus, als würde der Stifter Hubert Burda stellenweise auch langsam wegnicken.

Die Youtuberin Shirin David bekam den Shootingstar-Bambi, weil es so doll ist, dass sie als Frau so wahnsinnig viel Kohle verdient. Der Film “Das perfekte Geheimnis” bekam auch einen Bambi, weil den noch mehr Leute gesehen haben, als den bedeutendsten Medienpreis Deutschlands.
Frank Elstner bekam immerhin vollkommen zu recht den Bambi fürs Lebenswerk. Allerdings muss das eine spontane Entscheidung gewesen sein, denn einen Einspielfilm, der Höhepunkte seines Schaffens zeigt, hatte man nicht vorbereitet. Wieso auch, wäre ja langweilig gewesen. Da mussten ein paar Dias an der Wand reichen. Peinlich.

Apropos peinlich: Auch Europa hat einen Bambi gewonnen. Weil… weil, also… darum. Weil Europa so dufte ist, und bitte auch dufte bleiben soll. Ursula von der Leyen hielt die Laudatio, diverse Studenten aus diversen Ländern ließen das Reh einmal durch ihre Hände gleiten, bevor Ursula den Preis wieder an sich nahm und nach Brüssel verschleppte. Da soll das Tier, also das Bambi, einen schönen Platz bekommen. Da wartet Brüssel ganz sicher drauf.

Fast 200 Minuten plätscherte der Bambi 2019 fast höhepunktfrei vor sich hin, und ich überlege die ganze Zeit, welcher eigentlich wirklich der wichtigste und bedeutendste Medienpreis Deutschland ist.

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RTelenovela

Palmöl: Bitte meiden!

Sonntag, den 24. November 2019
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Umweltschutz ist nicht zwingend etwas, was Spaß macht. Deshalb haben vermutlich auch so viele keine Lust darauf, weil wir hier und da unsere Bequemlichkeiten aufgeben müssen. Da nehme ich mich gar nicht aus.

Deshalb war es am Freitagabend auch durchaus beeindruckend zu sehen, wie sich die Jugendlichen in Kremmen mit dem Thema befasst haben. In Nutella ist Palmöl, und nicht nur in diesem süßen Lebensmittel. Aber Palmöl ist schlecht, weil unter anderem dafür Regenwald abgeholzt wird. Wie die Kremmener erzählten, sind deshalb zum Beispiel auch Affenarten gefährdet.

Die Jugendlichen haben sich ernsthaft damit befasst. Eigentlich waren sie im Serengeti-Park in Hodenhagen, um auf Safari zu gehen. Aber zu dem Ausflug gehörte auch eine Bildungseinheit. Und was sie da gelernt haben, muss sie sehr beeindruckt haben.
Nun wollen sie schauen, wo denn überall Palmöl drin. Und womöglich versuchen, das Zeug weniger zu verbrauchen. Was nicht einfach nicht, weil es in vielen süßen Lebensmitteln enthalten ist.

Am Freitag gab es Schokocremes ganz ohne Palmöl – die Jugendlichen haben es hergestellt. Und man sieht: Es funktioniert. Im Supermarkt kann jeder nachschauen, welche Stoffe in den Produkten enthalten ist und womöglich verzichten. Dass die Jugendlichen in Kremmen dieses Thema ehrlich berührt, zeigt aber auch, dass wir sie ernster nehmen sollten, als viele Erwachsene es momentan tun.

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