Tagesarchiv für 26. Juni 2019

aRTikel

Gitarrenbauer mit eigener Werkstatt

Mittwoch, den 26. Juni 2019
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Tobias Hergt und Ulf Gruber leben in Kremmen ihr Hobby aus – bald wollen sie einen Kurs anbieten

MAZ Oberhavel, 26.2.2019

Kremmen.
Tobias Hergt macht seit mehr als 40 Jahren Musik. Am liebsten spielt der 47-jährige Berliner auf der Akustikgitarre. Er wollte sich immer mal eine Neue kaufen, „aber das war mir zu teuer.“ Er begann, sich näher damit zu beschäftigen, und irgendwann war klar: Er kann sich eine Gitarre auch selber bauen. Mehrere Jahre lang betrieb er in Berlin-Charlottenburg eine Gitarrenbauwerkstatt. Als klar war, dass er dort raus muss, begann er neue Räume zu suchen – und fand sie in Kremmen.
Gemeinsam mit Ulf Gruber betreibt er nun in der Grabenstraße eine neue Gitarrenbauwerkstatt – als reines Hobby, nicht als Gewerbe. „Bisher nur für uns selbst“, so Tobias Hergt. Um das Geldverdienen gehe es dabei noch nicht. „Wir müssten auch richtig viel Aufwand betreiben, damit wir richtig gute Gitarren bauen. Zumal es ja große Firmen gibt, die das zu anderen Preisen machen können.“
Vor zwei Jahren sind sie in ihre Räume in Kremmen gezogen. „Vieles entstand Stück für Stück“, erzählt Ulf Gruber. Der 53-Jährige aus Beetz arbeitet als Musiklehrer an der Kremmener Goethe-Oberschule. „Wir sind oft am Wochenende hier oder auch nach Feierabend. Für mich ist das hier ein echter Ruhepol, das hat fast etwas Therapeutisches.“ Zehn Gitarren haben sie bereits gebaut, jede ist ein Unikat. „Natürlich nur als Hobbyisten“, sagt Ulf Gruber. „Für meinen Prototyp habe ich lange gebraucht, vielleicht ein dreiviertel Jahr. Ich habe da viel von Tobi gelernt.“

Die beiden kennen sich seit dem Jahr 2000. „Tobi hat mir immer von seinen Projekten erzählt.“ Ursprünglich hatten sie den Plan, gemeinsam mit Kindern Instrumente zu bauen. „Wir haben in unseren Familien ja beide Kinder, und der beste Weg, den Musikern den Weg zur Musik zu zeigen, ist, ein Instrument zu bauen“, erzählt Ulf Gruber. „Zumal wir beide ja eine große Affinität zum Selbermachen haben“, ergänzt Tobias Hergt, der ansonsten Softwareentwickler ist.

Was aber macht denn eine gute, selbstgebaute Gitarre aus? „Wenn du sie selber baust, kannst du sie nach deinen persönlichen Vorstellungen bauen“, so Ulf Gruber. Die Bespielbarkeit spiele aber natürlich die entscheidende Rolle. „Wenn du ein Instrument baust, baust du ein Stück deiner Seele mit rein. Du hörst den ersten Ton, und das ist unbeschreiblich.“ Tobias Hergt erzählt vom Besuch bei der Musikmesse. „Da habe ich nicht eine Klampfe gefunden, die ich haben wollte. Meine sind besser.“

Auf lange Sicht wollen sie ihr Wissen in Kremmen weitergeben und in ihrer Gitarrenwerkstatt Workshops anbieten. Wann es so weit sein könnte, ist aber noch offen. „Wir denken an einen zweiwöchigen Kurs“, sagt Ulf Gruber. Das sei auch wie zwei Wochen Urlaub, und danach habe man ein eigenes Instrument. Zudem könnten die Teilnehmer in der Zeit Kremmen kennenlernen. „Wir haben ja hier ein großes touristisches Angebot. Die Tiefste Provinz, der Spargelhof, der See, die Möglichkeit sind groß.“ Ein Ziel sei es zudem, CITES-frei zu bauen. Auf der CITES-Liste stehen gefährdete Gehölze. „Das Holz muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen, man muss die Kette nachweisen, wo es herkommt“, erklärt Ulf Gruber. Ahorn, Fichte, aber auch andere Holzarten seien möglich.
Vielleicht schon im Herbst könnte so ein Kurs stattfinden. Wenn nicht zwei Wochen, dann vielleicht an den Wochenenden. „Wir hoffen, es gibt mehr Leute, die so ticken wie wir“, sagt Tobias Hergt. Wenn es so weit ist, wollen sie informieren.

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ORA aktuell

Feuer im Oranienburger Gewerbegebiet Süd: Sperrmüll brennt

Mittwoch, den 26. Juni 2019

Aus ungeklärter Ursache ist am Montagabend in Oranienburg ein Haufen mit Sperrmüll in Brand geraten. Die Feuerwehr musste ins Gewerbegebiet Süd ausrücken, dem ehemaligen Flugplatz an der Flugpionierstraße.
Durch das Feuer begannen es auch auf 90 Quadratmetern in einem Waldstück zu brennen. Die Flammen konnten gelöscht werden. Nun ermittelt die Kripo.

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RT im Kino

Men in Black International

Mittwoch, den 26. Juni 2019

(3) -> 30.5.2012

Mit Fortsetzungen oder Spin-Off von bekannten Filmen, versuchen die Produzenten die Leute in die Kinos zu locken. Vermutlich gibt es deshalb einen vierten “Men in Black”-Film. Der trägt den Titel, die Idee ist im Grunde übernommen worden.
Und auch wenn der Film “Men in Black” heißt, laufen dort nun auch viele Women herum. Das kann man emanzipatorisch finden oder auch inkonsequent.

Im MiB-Hauptquartier in London sorgt man sich um eine neue Alien-Invasion. Die beiden Agenten H (Chris Hemsworth) und M (Tessa Thompson) sollen sich darum kümmern. Doch das Problem ist international, deshalb müssen sie um den halben Planeten reisen. Die altbekannte Agent O (Emma Thompson) soll ihnen helfen – doch die Aliens sind hartnäckig.

Nein. Die Luft ist raus. “Men in Black International” ist seltsam uncool, obwohl alle so furchtbar cool sein sollen. Der Witz kommt selten bis nie zur Geltung. Die Handlung ist schlicht langweilig, die Special Effects bleiben blass und sorgen nicht im mindesten für mehr Interesse. Chris Hemsworth und Tessa Thompson geben ein lahmes Paar ab, und überhaupt: Benennt das Ganze um in “Men and Women in Black”.
Leute, denkt euch was Neues aus!

Men in Black International
USA 2019, Regie: F. Gary Gray
Sony, 115 Minuten, ab 12
3/10

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RTelenovela

Zugbeben

Mittwoch, den 26. Juni 2019
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Es ist Nacht in Oranienburg, und wieder donnert ein Güterzug durch die Stadt. In der Nacht zu Dienstag muss auf der Bahnstrecke Rush Hour gewesen sein, denn allein zwischen 2 und 3 Uhr rauschten sicherlich sechs oder sieben Züge durch.

Die Dinger sind nicht nur laut, sie erzeugen ganz erhebliche Beben. Selbst wer nicht direkt am Bahndamm wohnt, hat etwas davon. Dann zittern die Wände und die Gläser. Kein Wunder, dass unser Haus bereits mehrere Risse hat, bei denen ich mich frage, ob die Bahn eigentlich die Sanierung bezahlt.

Auch frage ich mich, warum Autos, die im Vergleich zu den Zügen viel leiser sind und keine Beben erzeugen, nachts in der Innenstadt nur noch Tempo 30 fahren sollen, die schweren Güterzüge aber weiter im Eiltempo durch die Stadt poltern. Und vor allem frage ich mich, warum wegen der mutmaßlichen Bombenfunde am Oder-Havel-Kanal auf der Lehnitzbrücke nur noch Tempo 10 erlaubt ist, wo doch die vorbeirasenden Züge viel mehr Schwingungen erzeugen.

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