Tagesarchiv für 15. Oktober 2017

ORA aktuell

Stichwahl in Oranienburg: Laesicke folgt auf Laesicke

Sonntag, den 15. Oktober 2017
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Oranienburg bleibt bei “Bürgermeister Laesicke”. Alexander Laesicke (parteilos) wird neuer Bürgermeister von Oranienburg. Er folgt damit auf seinen Vater Hans-Joachim Laesicke (SPD), der seit 1993 im Amt war. Er konnte 55,8 Prozent aller Stimmen erringen. Kerstin Kausche (CDU) bekam 44,2 Prozent der Stimmen.
Die Wahlbeteiligung lag allerdings bei nur 41,2 Prozent.

RTelenovela

Auf Kürbissuche beim Kürbisfest

Sonntag, den 15. Oktober 2017
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Was man auf einem Kürbisfest sucht: Kürbisse.
Da wird man beim Kürbisfest in Kremmen allerdings ein wenig enttäuscht. Zwei Tage findet es im historischen Scheunenviertel statt.
Wer über das Festgelände läuft, entdeckt Trödler. Es gibt hier und da zu essen, Karussells, einen Grillstand und einiges mehr. Hier und da liegen ein paar Deko-Kürbisse rum. An einem Stand gibt es leckere Kürbisquiche, ein paar Meter weiter eine gute Kürbissuppe. Im Zelt wird gebastelt, manchmal auch mit einem Kürbis.
Nur an einer Scheunen liegen Kürbisse. Aber ansonsten sieht es mau aus.

Ich habe die Organisatorin darauf angesprochen. Auch weil ich mehrere Leute habe reden hören, die sich wunderten, dass es auf dem Kürbisfest kaum bis keine Kürbisse gibt.
Des Rätsels Lösung: Es gibt die Kürbisse drüben auf dem Spargelhof, dort könne man sie auch kaufen. Es sei irgendwie zu schwierig gewesen, sie rüber zu bringen. Und man könne ja an der Scheune, wo die paar Früchte rumliegen, nachfragen.

Da macht man es sich leider ein bisschen zu einfach, und gut durchdacht ist das auch nicht. Will man ein Kürbisfest feiern, dann darf alles fehlen – nur nicht die Kürbisse. Und dass man das Kürbisfest verlassen muss, um Kürbisse zu kaufen – irgendwie ist das unlogisch.

ORA aktuell

Oranienburger Politiker stimmen gegen Porta

Sonntag, den 15. Oktober 2017
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Die Oranienburger Stadtverordneten lehnten überraschend die Pläne für einen neuen Porta-Markt an der Friedensstraße ab. Und das, obwohl das Gelände dem entsprechenden Unternehmen schon gehört – es betreibt schon den Boss-Möbelmarkt nebenan.

Die SPD stimmte dafür, die Linken und Grünen dagegen, die CDU enthielt sich und äußerte in der Abstimmung keine Meinung.
Offenbar ging es den Linken darum, dass ein Bauverbot innerhalb eines 50-Meter-Streifens zum Oranienburger Kanal nicht eingehalten werden sollte – allerdings habe es laut Baustadtrat Frank Oltersdorf bislang nur grobe Überlegungen und keine genauen Pläne gegeben, konkrete Punkte sollten erst noch geklärt werden, nach einem grundsätzlichen Ja, das es nun nicht gegeben hat.

Ob es in einem halben Jahr einen zweiten Anlauf gibt, ist unklar. Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke (SPD) zeigte sich enttäuscht über das Ergebnis.

RTZapper

Zapp: Ultras und die Medien

Sonntag, den 15. Oktober 2017
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MI 11.10.2017 | 23.20 Uhr | NDR

Ein Stück Realsatire im NDR-Medienmagazin “Zapp”. Ein Fußballfan, ein Ultra, beschwert sich, dass Ultas so ein schlechtes Image haben, und dass daran die Medien schuld seien.
Am Mittwochabend sprach so ein Ultra im NDR über seine Probleme. Darüber, dass sich die Medien immer so auf die Pyrotechnik stürze, und dass man sich so darüber aufrege. Und dass das ja das Fanbild total verzerren würde.

Der Ultra darf sich nicht zeigen, er wird als Schattenbild gezeigt, weil man nicht wissen darf, dass er ein Ultra ist. Der Mann beschwert sich, dass Ultras so oft als Gewalttäter, Pyromanen oder Randalierer darstellt. Pyrotechnik ist im Stadion verboten, aber für Ultras unverzichtbar, heißt es. Der Ultra sagt, dass die Medien so tun, als wäre die Verletzungsgefahr groß, dabei würden ja seine Freunde um ihn herum stehen, und da würde er doch nicht fahrlässig handeln.

Der Typ meinte das ernst. Er umgeht also ein Verbot und findet es schlimm, wenn andere das schlimm finden. Er zündet also Pyros an, und nur Freunde stehen in seinem Block, sie sich einräuchern lassen. Gefahren? Natürlich null, sagt der Ultra. Gewalt? Nie, sieht man wirklich nie in den Stadien.

Klar findet ein Ultra, dass Ultras verkannt werden, und es ist auch gut, wenn er das so sagen darf. Dafür gibt es Meinungsfreiheit. Recht hat er damit aber trotzdem noch lange nicht. So lange Dortmunder Ultras pöbeln und Gewalt anwenden, wenn es gegen Leipzig-Fans geht – dann sind Ultras nicht lieben Fans. Und wenn Pyrotechnik im Stadion verboten ist, dann ist sie verboten. Und dass auch auf dem Rasen nur Freunde sind, darf auch bezweifelt werden, wenn mal wieder Pyros auf den Platz fliegen.

Aber es ist natürlich richtig, dass man nicht alle Ultras über einen Kamm scheren darf. Aber da können andere Gruppen, die gern mal diskriminiert werden, ein Lied von singen.