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Rosamunde Pilcher: Ein Doktor und drei Frauen

SO 24.04.2016 | 20.15 Uhr | ZDF

Das waren noch Zeiten, als Harald Schmidt noch unser Late-Night-Gott war. Erschreckend lang’ ist’s her! Inzwischen ist er in Rente und sucht sich seine Fernseh-Engagements aus. Aber irgendwie scheint er bei der Auswahl ein wenig benebelt gewesen zu sein, denn am Sonntagabend stolzierte er doch tatsächlich in einem der kitschig-schlechten Rosamunde-Pilcher-Schinken im ZDF herum. In „Ein Doktor und drei Frauen“ spielte er Lord Hurrleton, der immer total nervös und hypochondrisch veranlagt ist.

Aber lieber Herr Schmidt, lassen Sie sich bitte eins sagen: Nein, Sie können nicht schauspielern! Immer wenn Sie spielen, wirkt es wie Laientheater. Alle Sätze werden immer völlig übertrieben und slapstickhaft runtergeleiert. Selten schaffte es Harald Schmidt in seiner Karriere, bei seinen Auftritten als Schauspieler echt zu wirken.
Andererseits passte Harald Schmidt am Sonntagabend in die Riege der Darsteller, die ihren Text runtersprachen, als seien sie gezwungen worden, am ZDF-Herzkino am Sonntagabend teilzunehmen.
Dass so trotzdem mehr als fünf Millionen solche mies gemachten Filme mit den immer selben klischeebeladenen Storys ansehen, ist mehr als erstaunlich.

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