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Achim Mentzel ist tot

Oben, im Himmel, haben sie jetzt vermutlich ein bisschen Angst. Wird er ständig “Sauer macht lustig” singen? Oder die alten Songs der Stones? Eines aber ist klar: Es wird ein Stück lustiger da oben.
Die Spreewaldgurken tragen Trauer. Achim Mentzel ist tot. Er wurde nur 69 Jahre alt, brach am Montagmittag zu Hause in Gallinchen plötzlich zusammen und verstarb wenig später. Das kommt mir leider bekannt vor.

Ein toller Mensch hat uns da verlassen. Okay, “Achims Hitparade” war jetzt nicht so meins. Und irgendwie war er ja auch immer unfreiwillig komisch, wenn er seine Moderationstexte runterstotterte.
Dann aber kam Oliver Kalkofe mit seiner “Mattscheibe” und zog Achim durch den Kakao. Und was machte Achim? Lachte drüber. Lachte mit. Machte mit. Es entstand die sehr besondere Kalkofe-Mentzel-Freundschaft. Der Zonenzausel, wie Kalkofe ihn nannte, hatte Humor. Lachte. Sorgte dafür, dass sein Publikum Spaß hatte und scherte sich gar nicht drum, wenn man ihn verarschte. Er hatte es Mitte der 90er verstanden: Diese Verarsche war goldene PR – für ihn. Und er nutzte das, und plötzlich kannten ihn auch die jungen Leute.

2012 traf ich Achim Mentzel in Kremmen. Er war zu Gast bei unserer “Mitreden”-Talkshow im Theater “Tiefste Provinz”. Achim kam extra aus Cottbus – und zeigte, was ein Entertainer drauf haben muss. Hinter der Bühne noch konzentriert, durchaus ernsthaft, schaltet er auf der Bühne um. Da war er ganz der Achim, die Stimmungskanone, die wir kannten. Ein Stichwort genügte, und er erzählte spannend und witzig aus seinem bewegten Leben.
Wie er mit der Musik begann, von seiner Flucht in den Westen und der Heimkehr in die DDR – und natürlich über den West-Siegeszug in “Kalkofes Mattscheibe”.

Nun tingelt er nicht mehr. Und der Reigen der Entertainer wird wieder ein bisschen kleiner. Mach’s gut, Achim! Warst ein doller Typ!

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