Tagesarchiv für 8. August 2015

ORA aktuell

Sinti und Roma bekommen in Oranienburg neuen Rastplatz

Samstag, den 8. August 2015

Die Oranienburger Stadtverwaltung ließ auf einem städtischen Gelände an der Carl-Gustav-Hempel-Straße eine Freifläche befräumen. Sie soll künftig als Stellplatz für umherfahrende Sinti-und-Roma-Gruppen dienen. Das berichtet die Märkische Allgemeine.
Damit soll das illegale Campen an der Walther-Bothe-Straße verhindert werden. Anwohner hatten sich über den Standort beschwert.

Es sollen Konflikte vermieden werden, so eine Sprecherin der Verwaltung. Wie sie sagte, kämen die Reisenden zwar unangemeldet, sie würden sich aber meist in der Verwaltung melden. Im Fall des Stellplatzes an der Walther-Bothe-Straße sei das aber nicht passiert. Entstandene Kosten seien von den Reisenden aber beglichen worden.
Am neuen Standort könnte eine Bleibegenehmigung für bis zu fünf Tage erteilt werden. Abweisen wolle die Stadt die Reisenden nicht. Es gehe um die Geschichte un den menschenwürdigen Umgang mit verfolgten Minderheiten, so Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke (SPD).

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RT liest

Werner Brefeld: Voll auf die 12 – Besser durchs Leben mit Mathematik

Samstag, den 8. August 2015

Ich bin ganz gut im Kopfrechnen, aber sobald es kompliziert wird, bin ich raus. In der Schule waren die Mathematik und ich keine Freunde.
Aber das nur vorweg.
Werner Brefeld hat Physik studiert und promovierte als Beschleuniger-Pshysiker. Auf seiner Webseite im Internet will er Mathematik anschaulich machen, und auch als Buch möchte er das nun versuchen.
Die Frage ist allerdings, an wen er sich damit richtet.

So versucht Brefeld zwar zu erklären, wo die Mathematik im Alltag zum Zuge kommt, aber das ist so trocken und kompliziert erklärt, dass Mathematik-Laien das Buch ganz schnell wieder weglegen werden. Da wird mit Brüchen und Gleichungen um sich geworfen, dass bald die Auge schwer werden.
An sich ist es interessant, warum es bestimmte Geldscheine gibt, wie man beim Kniffel gewinnen kann, wie man Rabatte ausrechnet – aber Brefeld gelingt es nicht, Laien an die Mathematik ranzuführen. Stattdessen überflutet er sein Buch mit Regeln, Rechnungen und Erklärungen.
Damit schafft er eines: nämlich die Erkenntnis, dass ich auch ohne Mathematik ganz gut durchs Leben komme – jedenfalls ohne die, die im Buch so kompliziert erklärt wird.

Werner Brefeld: Voll auf die 12 – Besser durchs Leben mit Mathematik
ro ro ro, 224 Seiten
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RTZapper

Die 100 witzigsten Tiere vor laufender Kamera

Samstag, den 8. August 2015
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FR 07.08.2015 | 20.15 Uhr | RTL

RTL muss sparen. Deshalb gibt es im Sommer zur Primetime am Freitagabend auch keine Show, sondern 100 Schnipsel aus dem Internet oder dem RTL-Archiv. Und auch Sonja Zietlow hat man sich gespart (die hat sowieso mit dem Sommer-Dschungelcamp zu tun) bei dem neuen superduperinnovativen Format “Die 100…”
“Die 10…” und “Die 25…” ist RTL inzwischen zu wenig, jetzt müssen es “Die 100…” sein.

Und wenn man sehen möchte, wie extrem langweiliges Fernsehen aussieht, dann muss man genau diese Sendung ansehen: “Die 100 witzigsten Tiere vor laufender Kamera”. Die ist zum Beispiel auf Platz 100 die junge Giraffe, die ins Wasser plumpst. Okay, wie sie ins Wasser plumst, sieht man gar nicht, denn blöderweise hat das keiner gefilmt. Fotos müssen reichen.
Irgendwie unwitzig.
Es folgen Hunde, die aus dem Bällebad fallen, Babyelefanten, die ins Wasserbad fallen, und Fretchen, die in Rudi Carrells Hose rumschnüffeln.
Alles sehr sehr… ähm… nun ja.

Und weil es sich ja um einen Countdown handelte, hat das alles auch noch schrecklich lange gedauert. Da lobe ich mir “Upps! Die Pannenshow” auf Super RTL, wo die Clips Schlag auf Schlag kommen und witzig kommentiert werden. Darauf hat man bei RTL vergeblich gewartet.

Demnächst bei RTL: “Die 2…”. Erste Folge: “Die 2 langweilisten Stunden im RTL-Programm”. Ach nee, die liefen ja schon. Hieß nur anders.

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RTelenovela

Wenn alte Leute nur noch nerven

Samstag, den 8. August 2015
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Alte Menschen können ja so verdammt anstrengend sein. Immer fassen sie alles an. Immer fummeln sie irgendwo rum. Immer drücken sie irgendwelche Knöpfe, die sie gefälligst nicht zu drücken haben. Und immer muss man ihnen alles immer und immer wieder erklären.
In einem altersgerechten Wohnheim in Hannover müssen sie von ihren eigenen Bewohnern besonders genervt sein, denn überall sind Zettel angeklebt worden, auf denen mehr oder weniger wertvolle und mehr oder weniger freundliche Hinweise drauf stehen.

Im Waschraum steht, was man denn zu tun hat und was gefälligst nicht. Und bitte das Licht ausmachen. Am Hausanschlussraum: Tür bitte “NICHT” abschließen. Dass das Wort “nicht” in Anführungsstrichen und in Großbuchstaben da steht, muss heißen, dass die Mitarbeiter da schon extremst genervt sind.
Im Gemeinschaftsraum: “Bitte Heizungen nicht ständig runterstellen. Das Hochheizen benötigt mehr Energie als gleichbleibende Wärme!!” Aber vielleicht istÄs im Winter schlicht zu kalt?
Am Bücherregal: wo man bitte welche Bücher abzustellen hat.

Das sind nur einige der vielen Sie-dürfen-nicht- und Machen-Sie-das-gefälligst-so-Zettel überall.
In dem Heim in Hannover scheint man die Bewohner für ein bisschen doof zu halten, und die vielen Zettel wirken sehr unsympathisch, besserwisserisch und unfreundlich.
Hoffentlich täuscht mich der Eindruck, und hoffentlich ist das nicht in allen altersgerechten Wohnheimen so.

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