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Rügen 2015 (8): Auf der Suche nach dem Notfall

(7) -> 18.7.2015

Eine ruhige Nacht in der Selliner Wilhelmstraße. Von meinem Hotelzimmer aus habe ich einen ganz guten Blick auf die Haupt-Bummelstraße des Ostseebades.
Ein Blaulicht düst vorbei. Neugierig, wie ich bin, blicke ich aus dem Fenster.
Ein Krankenwagen. Er stoppt am Nachbarhaus. Aber niemand steigt aus.
Das Auto fährt weiter bis zu den Pollern vor der Abfahrt zur Seebrücke. Und wieder ein Stopp.
Der Krankenwagen dreht und fährt wieder die Wilhelmstraße hoch. Einmal noch stoppt der Wagen und fährt dann langsam falschherum die Einbahnstraße entlang.

Scheinbar scheint es einen Notruf gegeben zu haben, aber niemand weiß, wo genau der Verunfallte ist. Ein Bekannter, der in Sellin lebt, meint, dass es wohl immer mal wieder dort passiert.

Gute fünf Minuten vergehen, der Krankenwagen nähert sich erneut, diesmal ohne Blaulicht. Langsam bewegt sich das Auto wieder auf die Seebrücke zu, diesmal fährt er an den Pollern vorbei und stoppt direkt am Ende der Wilhelmstraße, vor der Seebrückentreppe.
Nun steigen zwei Männer aus. Langsam laufen sie irgendwo hin, raus aus meinem Blickfeld.
Viele Minuten steht der Krankenwagen dort, ob sie finden, was sie suchen, ist nicht zu sehen. Sehr viel später erst, fährt der Krankenwagen aber erneut durch die Wilhelmstraße, weg von der Ostsee. Hoffentlich ist alles gut gegangen – falls es denn wirklich einen Notfall gab…

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2 Kommentare zu “Rügen 2015 (8): Auf der Suche nach dem Notfall”

  1. lisa53malen

    das hoffen wir mal. schlimmer ist es noch auf den dörfern. da gibts meist in jedem nur eine “dorfstraße” und die navis sind wegen derselben postleitzahlen überfordert. ich spreche aus erfahrung. 😉

    liebgruß
    lisa

  2. RT

    Wundert mich dann aber, dass das noch nicht geändert wurde. Bei uns gibt es im PLZ-Bereich keine doppelten Straßennamen mehr.

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