Monatsarchiv für Januar 2015

ORA aktuell

Gedenken an KZ-Befreiung vor 70 Jahren

Donnerstag, den 29. Januar 2015
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In der Gedenkstätte Sachsenhausen in Oranienburg ist am Dienstag den Opfern des Nationalsozialismus gedacht worden. Der Schauspieler Dominic Raake las aus Tagebüchern und Erinnerungen von damaligen Häftlingen.
Im Januar 1945 waren in Sachsenhausen etwa 58.000 Häftlinge eingesperrt, innerhalb von vier Wochen wurden 15.500 von ihnen erschossen, vergast oder nach Bergen-Belsen oder Mauthausen gebracht.

RTZapper

Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!: Langeweilecamp

Mittwoch, den 28. Januar 2015
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DI 27.01.2015 | 22.15 Uhr | RTL

Das Dschungelcamp sorgt immer wieder für Überraschungen. Und ich muss sagen: Nach anfänglicher Enttäuschung finde ich es eigentlich schon wieder lustig und (einen Hauch) spannend.
Während es in den vergangenen Jahren im Camp ordentlich knallte, die Leute für ordentlich Gesprächsstoff sorgten, hatte RTL in diesem Jahr offenbar kein gutes Händchen. Es herrscht gähnende Langeweile. Es hatten sich zwar nicht alle lieb, aber zoffen will sich auch keiner. Die, ähm, Stars liegen lieber faul rum und schwafeln von ihren Chancen nach dem Camp.

Das führte am Sonnabend zu einem Novum: Sonja Zietlow und Daniel Hartwig gingen ins Camp und geigten den Bewohnern vor der Auszugsverkündung mal ordentlich die Meinung. Das ist so noch nie praktiziert worden, aber das Team scheitn auf die Notbremse getrampelt zu sein. Hätten Sonja und Daniel weiter so getan, als sei alles wie immer – niemand hätte es ihnen mehr abgekauft. Dass sie diese Langeweile nun aber offensiv thematisieren – das macht’s dann schon wieder lustig.
In der Sendung am Dienstag machten sie sich völlug zurecht über die “BZ” lustig, die nicht mehr berichten will. Stattdessen standen Animateure im Dschungel rum, damit wenigstens bei den Moderationen was passiert. Dazu stänkern die beiden Moderatoren über die Langweiler da unten.

Walter Freiwald und Maren Gilzer scheinen die einzigen beiden zu sein, die ansatzweise Zündstoff liefern. Er lässt sich nichts sagen und pöbelt zurück, sie nimmt auch kein Blatt vor den Mund.
Tanja plappert wenigstens herrlich doofes Zeug.
Aber der Rest? Jörn Schlönvoigt sieht bis jetzt nur gut aus, ansonsten bleibt er blass und versagt bei der Dschungelprüfung.
Rebecca Siemoneit-Barum enttäuscht ebenfalls. Ich habe keine Ahnung, was sie im Camp erreichen will, aber nur rumzuliegen und rumzusitzen bringt es nicht. Sie erhofft sich einen Neustart – aber womit? Mit ihren Selbstzweifeln nach ihrer verpatzten Dschungelprüfung?
Aurelio. Meine Güte, was für eine Schanrchnase. Was hat der, hihi, Entertainer vorher rumgetönt, wen er alles flachlegen wolle. Was ist daraus geworden? Nichts. Was macht nichts, er langweilt sich und uns, er spornt niemanden an, weil er selbst keinen Bock hat. Ein krasser Blender.
Und sonst? Joa… Pfff… Da sitzen halt noch paar Leute, die, ähm, da sitzen und ab und zu mal was sagen.

Immerhin sieht man dann doch mal wieder, dass RTL inhaltlich nicht eingreift. Es kann knallen, aber es kann auch passieren, dass nichts passiert. Und nun ist eben mal nichts oder wenig passiert.
Immerhin zieht die Stimmung und die Spannung zum Ende hin doch noch mal an. Die anderen merken jetzt auch, was Aurelio für ein Typ ist, Walter stänkert und will Dschungelkönig werden, Maren will auch die Krone – und so langsam kratzt’s an den Nerven.

Und 2016 wird… Man weiß es nicht. Es wird auf jeden Fall wieder anders.

RTelenovela

Luxus Ohzwei

Mittwoch, den 28. Januar 2015
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Wer ein Konzert besucht, der muss heutzutage oft tief in die Tasche greifen. Die Fantastischen Vier in der Berliner Ohzwei-Welt kosteten selbst im weit entfernten Oberrang noch 45 Euro. Das ist nicht wenig, aber Fans bezahlen das. Und dafür laden sich ja viele für umsonst die Musik runter (ich nicht, wo bleibt da die Gerechtigkeit?).
Was aber rund um den Konzertbesuch zu blechen ist, da bleibt einem der Atem stocken. Dazu muss man natürlich sagen: Nichts davon muss man kaufen, aber letztlich gehört es ja unter Umständen zu einem schönen Abend…

…gemütlich mit dem Auto anzureisen. Der Parkplatz kostet 8 Euro.
…etwas zu trinken. Ein halber Liter kostet 5 Euro, Softdrinks nur unwesentlich weniger.
…etwas zu essen. Pommes kosten 3 Euro, andere Speisen noch sehr viel mehr.
Dazu Süßkram und was man unter Umständen sonst noch so kauft. Das geht ordentlich ins Geld, und klar, man regt sich drüber auf. Andererseits ist die Masse der Menschen, die immer noch munter kauft und kauft, sehr groß. Also scheint es wohl doch noch im Rahmen zu sein…

aRTikel

Das Skizzenbuch ist sein Fotoapparat

Dienstag, den 27. Januar 2015
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Karl-Heinz Schenk aus Kremmen war viele Jahre Kunstlehrer, jetzt gibt er Mal- und Kreativkurse

MAZ Oranienburg, 27.1.2015

KREMMEN
In Kremmen kennt ihn fast jeder, der in den vergangenen Jahrzehnten die Goetheschule besucht hat. Karl-Heinz Schenk hat dort Kunst und Deutsch unterrichtet – ganze Generationen von Schülern hat er erlebt. 2002 hat er seinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen aufgeben müssen – der Kunst aber ist er treu geblieben.
Jeden Mittwoch ab 19 Uhr gibt der 74-Jährige in der Mensa der Schule Malkurse. „Meinen Beruf konnte ich nicht mehr ausüben, aber irgendwas wollte ich machen“, erinnert er sich. „Wir stellen in der Mensa die Tische zusammen, und dann geht’s los“, sagt er. Vorbeikommen können alle, die in Sachen Malkunst bei null anfangen, aber auch die, die schon weiter sind. „Die Motive kann sich jeder selbst aussuchen.“ Gemalt werden Aquarelle oder Bilder in Acryl. Schenk geht während des Kurses von Teilnehmer zu Teilnehmer und gibt Tipps.

Wer sich in seinem Haus umsieht, der wird viele Bilder entdecken, die Karl-Heinz Schenk selbst gemalt hat. Sein Skizzenbuch hat er eigentlich immer dabei, wenn er unterwegs ist. „Ich war mal in der Türkei unterwegs. Die Sonne ging unter, und man konnte nicht sehen, wo hört das Wasser auf, wo fängt der Himmel an.“ Das ist dann ein Motiv, das er unbedingt auf künstlerische Weise festhalten möchte. Nicht aber mit dem Fotoapparat. „Mein Skizzenbuch ist mein Fotoapparat“, sagt Karl-Heinz Schenk und schmunzelt. Sein Buch ist, wenn man es durchblättert, voller Zeichnungen. Nicht aus allen werden dann „richtige“ Bilder. „Wie ich gerade Lust habe, entsteht mehr daraus.“

In Kremmen und Umgebung gibt er nicht nur Malkurse. Er arbeitet auch mit den Grundschülern in Beetz zusammen, gibt dort Kreativkurse, und auch an der Sommerfelder Rehaklinik ist er regelmäßig, um mit den Patienten zu arbeiten. Schenk malt aber nicht nur. Bei ihm zu Hause stehen auch Leuchter, die er gefertigt hat. Figuren aus Pappmaché.

Geboren wurde Karl-Heinz Schenk in Berlin-Charlottenburg, aufgewachsen ist er im Potsdamer Holländerviertel. Ursprünglich hat er den Malerberuf erlernt, später an der Hochschule für bildende angewandte Kunst in Erfurt studiert. Danach kam er als Lehrer nach Kremmen.
Die Kunst lässt ihn auch jetzt im Rentenalter nicht los. „Ich bin immer noch eifrig am Ball“, sagt der Kremmener. „Die Kurse zu geben macht mir Spaß. Wenn ich sehe, was die Teilnehmer machen, und sie haben ein Erfolgserlebnis, dann ist das auch für mich sehr schön.“

RTelenovela

Als Zaungast bei den Fanta 4

Dienstag, den 27. Januar 2015
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Die Fantastischen Vier feierten ihren Tourabschluss in Berlin. Und weil die Band ihren 25. Geburtstag feierte, wollte ich dabei sein. Ich bin nicht der allergrößte Fan, aber ich mag Smudo, Thomas D. und Co. und finde viele ihrer Songs toll.

Einen Fehler sollte man in der Berliner O2-World (die ja bald Mercedes-Benz-Arena heißt, aber gern auch weiterhin Mehrzweckhalle am Ostbahnhof genannt werden darf) nicht begehen: Tickets für den Oberrang zu kaufen.
Zwar saßen wir in Reihe 1 des Oberrangs und man hat auch einen sehr guten Überblick. Aber man sitzt schon sehr weit weg. Man ist Zaungast. Die Stimmung, die unten herrschte, übertrug sich nicht bis nach oben. Denn die meisten, die dort sitzen, haben keine Lust, mitzumachen. Oder vielleicht beobachten sie auch nur die andern und warten, bis die was machen.

Aber irgendwann nimmt man sich dann doch ein Herz. Man muss dann einfach doch mal aufstehen und klatschen und machen und tun. Die anderen im Rang werden schon mitmachen. Oder auch nicht. Ist ja auch wurscht.
PS: Das Konzert war richtig gut! Die Stimmung war top (unten), und das nächste Mal sitzen wir dann auch weiter unten und näher dran.

RTZapper

7 Tage… beim Bund

Dienstag, den 27. Januar 2015
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SO 25.01.2015 | 15.30 Uhr | NDR fernsehen

Es ist schon mehr als 15 Jahre her, dass ich mich beim Bund durch die Grundausbildung quälte. Das war 1998. Und wie sieht es 2013 aus?
Der NDR wiederholte am Sonntagnachmittag eine zwei jahre alte Folge der Dokureihe “7 Tage”. Ein Reporter des NDR machte eine Woche lang bei der AGA, der allgemeinen Grundausbildung, mit.

Leider dauerte der Film nur 30 Minuten, so dass die Doku nur sehr an der Oberfläche kratzen konnte. Ein Unterschied ist aber gleich deutlich geworden: 1998 gab es noch eine Wehrpflicht. Wer nun beim Bund ist, macht das freiwillig. Mehr oder weniger. Viele sind dort gelandet, weil sie keinen anderen Job bekommen haben. Einer quält sich, um nach der AGA als Koch bem Bund zu arbeiten.

Eines ist erstaunlich – hat sich jedoch in Wirklichkeit im Gegensatz zu 1998 auch nicht geändert: Wenn der Reporter fragte, ob sich die Männer bewusst sind, dass sie mit der Waffe, mit der sie gerade übten, auch töten könnten, dann verdrängen sie das. Nein, darüber haben sie sich keine Gedanken gemacht, heißt es. Der Reporter wunderte sich darüber, dabei möchte, damals und heute, niemand dran denken, was passieren könnte, wenn…

Und sonst? Der Drill. Die Regeln. Die kurzen Mahlzeiten. Manche Dinge scheinen sich auch nach so langer Zeit nicht zu ändern.
Und der NDR-Mann hatte Glück: Nach sieben Tagen endete seine AGA. Meine damals erst nach gut acht Wochen.

RT liest

Laura Summers: Das Ende der Lügen

Montag, den 26. Januar 2015

Nur weg! Ellie und Grace flüchten gemeinsam mit ihrer Mutter von Zuhause. Weg vom Vater, der sie alle terrorisiert, der die Mutter und seine Töchter schlägt, wenn ihm was nicht passt.
Sie ziehen in einen Küstenort. Die Mutter nimmt einen Job in einem Imbiss an, und Grace und Ellie müssen in ihrer neuen Schule klarkommen. Das ist für alle nicht einfach. Ellie möchte ein ganz neues Leben anfangen, und dazu scheint es auch zu gehören, zu lügen, was ihr Leben angeht. Stattdessen macht sie ihren neuen Freundinnen etwas vor. Und Grace schweigt – in der Schule bekommt sie kein Wort hervor, auch als Ryan in ihr Leben tritt…

Laura Summers schreibt über “Das Ende der Lügen”. Allerdings tritt dieses Ende nicht damit ein, als die Mädchen mit ihrer Mutter des Haus verlassen, um wegzugehen. Alle haben viele Möglichkeiten, ein neues Leben zu beginnen. Doch das ist schwer als gedacht. Denn die Lügen gehen weiter, und es scheint, dass die Mädchen da so schnell auch nicht wieder rauskommen.
Dennoch erscheint die Geschichte zwischendurch etwas langgezogen und noch nicht sehr einfallsreich. Erst im letzten Drittel zieht die Spannung an. Das Buch liest sich durch die kurzen Kapitel, in denen Ellie und Grace immer abwechselnd erzählen, recht flüssig.

Laura Summers: Das Ende der Lügen
dtv pocket, 332 Seiten
7/10