RT im Kino

Rico, Oskar und die Tieferschatten

Rico (Anton Petzold) ist zehn und tiefbegabt. Ihm fällt es schwer, sich zu konzentrieren, und er weiß auch nicht so viel. Also, zumindest weniger als andere. Als Oskar (Juri Winkler) zum Beispiel. Rico lernt Oskar kennen, als er gerade auf der Straße eine Fundnudel entdeckt hat. Oskar ist hochbegabt, er weiß sehr viel. Aber irgendwie scheint es zwischen den beiden gut zu funktionieren. Sie werden Freunde.
Als Oskar spurlos verschwindet, nimmt Rico allen seinen Mut zusammen und begibt sich auf die Suche. Schließlich ist ein gefährlicher Kinderentführer unterwegs.

Kinderfilme führen in Deutschland oft ein Schattendasein. Dabei gibt es wirklich ganz wunderbare Abenteuer, die wir uns in den Kinos ansehen können. Zum Beispiel “Rico, Oskar und die Tieferschatten”. Das Buch von Andreas Steinhöfel ist auf hervorragende Art und Weise auf die Leinwand übertragen worden.
Das liegt nicht nur an den hochsympathischen und extrem talentierten Kindern. Was Anton Petzold da abliefert, lässt einen staunen. Ein unsicherer Junge, der aber sein Leben so hinnimmt und kämpft, als es darum geht, eine Sache in die Hand zu nehmen. Dazu Juri Winkler, der als Oskar seinem neuen Freund beibringt, stark zu sein, Mut zu haben.
Hinzu kommen viele tolle erwachsene Darsteller. Karoline Herfurth, Katharina Talbach, Anke Engelke, Ursela Monn, Axel Prahl, David Kross, Roland Zehrfeld und Milan Peschel bilden einen absolut runden Cast bis in die kleinsten Nebenrollen.
Vor allem aber ist der Film sehr unterhaltend. Lustig, spannend, auch traurig. Und er bringt den jungen – und natürlich auch den Erwachsenen – bei, was es heißt, andere nicht auszugrenzen, bloß weil sie anders sind als man selbst.
Man möchte am Ende gar nicht Abschied nehmen – und glücklicherweise wird schon Teil 2 für Mitte 2015 angekündigt.

Rico, Oskar und die Tieferschatten
D 2014, Regie: Neele Vollmar
Fox, 96 Minuten, ab 0
9/10

Hits: 4829

Ein Kommentar zu “Rico, Oskar und die Tieferschatten”

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