RT im Kino

American Hustle

Mit den Kinotrailern ist das ja immer so eine Sache. Oft versprechen sie etwas, was der Film selbst dann gar nicht halten kann. Da wird dann der einzig gute Gag gezeigt, und das war’s. Im Fall von “American Hustle” ist das aber ganz anders: Da ist der Trailer schrecklich nichtssagend. Schauspieler in netten Kostümen und viel Blabla. Hier hat die Vorschau allerdings weder zu viel noch zu wenig versprochen: Der Film hält ein, was der Trailer verspricht.

New York, 1978: Irving Rosenfeld (Christian Bale) hat mehrere Waschsalons. Sein Geld macht er allerdings mit dubiosen Kunstgeschäften. Bald kommt ihm aber der FBI-Agent Richie DiMaso (Bradley Cooper) auf die Schliche, und Irving lässt sich auf einen Deal ein: Er spielt den Lockvogel für die politische Prominenz.

So spannend die Handlung klingt, so bedrückend langweilig ist “American Hustle” leider geworden. Die Menschen in der Geschichte bleiben einem seltsam fremd, sie haben einen extrem hohen Egal-Faktor, obwohl sie doch eigentlich interessant sind. Aber das will sich einfach nicht übertragen. David O. Russell erzählt ohne besonderem Schnickschnack, der seinem Thriller-Drama allerdings sehr gut tun würde. Lange Dialoge, noch mehr Dialoge und Erklärungen, was denn wie und wo passieren könnte.
Beginnt die Geschichte schon erstaunlich dröge, so ist auch der Zugang später kaum noch möglich. Szene folgt an Szene, und man fragt sich, an welchem Punkt man denn aussteigen könnte – sprich: das Kino verlassen könnte. Es waren so einige Zuschauer, die sich das nicht weiter antun wollten.
Da nützt es auch nichts, dass die Kostüme, die das Lebensgefühl von 1978 darstellen sollten, ganz gut anzusehen sind. Auch nützt es nichts, dass sich Christian Bale für seine Hauptrolle zig Kilos angefressen hat – die Rolle an sich macht keinen sehr anspruchsvollen Eindruck.
Schade, aber “American Hustle” ist leider ein Totalausfall.

American Hustle
USA 2013, Regie: David O. Russell
Tobis, 138 Minuten, ab 6
0/10

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