Tagesarchiv für 27. April 2012

RTZapper

Kneipenquiz

Freitag, den 27. April 2012
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DO 26.04.2012 | 19.00 Uhr | zdf_neo

Das waren Zeiten. Vor gut fünf Jahren machte der rbb-Jugendradiosender Fritz mit dem wöchentlichen Kneipenquiz Furore. In Kneipen in Berlin und Brandenburg trafen sich viele Jugendliche, um 40 Fragen zu beantworten.
Das machte großen Spaß, und es war spannend, dabei zuzuhören – und natürlich, auch mal dabei gewesen zu sein.
In Berlin gibt es heute noch einige Kneipen, in denen regelmäßig so ein Quiz stattfindet.

Deshalb war die Freude groß, als es hieß, zdf_neo bringt das Kneipenquiz ins Fernsehen – und die Enttäuschung noch viel größer, als es dann ausgestrahlt wurde.
Die zdf_neo-Kneipe wirkt wie ein sauberes Studio. Die Kandidaten sitzen an Tischen, die ich in einer ordentlichen Kneipe noch nie gesehen habe – eher in Fernsehstudios. Und die Spiele sind dieselben, die man auch schon zigmal in Quizsendungen erlebt hat.
Dazu Jon Flemming Olsen (Wirt Ingo in “Dittsche”), die die Sause relativ gelangweilt runterspult.
Muss ich nicht nochmal sehen. Lieber mal live. In einer richtigen Kneipe.

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aRTikel

1992: Freizeitpark mit Kinos und Delfinshow

Freitag, den 27. April 2012
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April 1992 I -> 17.4.2012

Vor 20 Jahren: Mammutprojekt in Eichstädt

MAZ Oranienburg, 27.4.2012

Was passierte vor 20 Jahren im Altkreis Oranienburg? Diesmal: die zweite Hälfte im April 1992.

OBERHAVEL
Ein ehemaliges Oranienburger Ehepaar will sein Haus zurück. Wegen „Verbreitung staatsfeindlicher Schriften“ ist Udo J. 1987 in der DDR verhaftet und im November 1988 von der Bundesrepublik freigekauft worden. Nun, im April 1992, hat er vom Amt für offene Vermögensfragen eine Ablehnung bekommen. Er wollte das Haus wieder und in Oranienburg einen Betrieb eröffnen. Daraus wird nun wohl nichts.

In Schmachtenhagen spricht am 21. April 1992 ein 24-Jähriger aus Berlin einen Jungen (13) aus dem Dorf an. Nachdem er sich ihm auch sexuell nähern wollte, rennt der 13-Jährige weg. Es beginnt eine wilde Verfolgungsjagd durch den Wald, der Junge rennt zum nächsten Wohnhaus. Der dort Wohnende überwältigt den Verfolger.

Die Kreuzung vor dem Rathaus in Birkenwerder bekommt Ampeln. Mit der neuen B 96 soll bald die komplette Straßenführung verändert werden.

Die Chancen für den Eichstädter Einkaufs- und Freizeitpark sind gestiegen. Das sagt zumindest Bürgermeister Peter Leys. Auf 140 000 Quadratmetern sollen viele Läden, mehrere Kinos, eine Delfinshow und ein Phantasieland entstehen. Umweltminister Matthias Platzeck hält das Projekt in dieser Größe aber für nicht genehmigungsfähig.

Die Bahn ändert im April 1992 die Takte ihrer Züge. Der R11 fährt alle zwei Stunden auf der Strecke Hennigsdorf – Kremmen – Neuruppin mit Umsteigemöglichkeit in Hennigsdorf-Nord nach Potsdam. Zwischen Oranienburg, Nauen und Potsdam fährt der R 14 alle zwei Stunden. Neu ist ein Zug zwischen Oranienburg und Rheinsberg alle drei Stunden.

Die Fähre am Oder-Havel-Kanal in Friedrichsthal wird stillgelegt. Der Fährmann lässt sein Gewerbe ruhen, berichtet die MAZ am 28. April 1992. Wann es weitergeht, ist unklar.

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RTelenovela

Eineurozwanz

Freitag, den 27. April 2012
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Ich fahre in Oranienburg so gut wie nie Bus. Und wenn, dann immer nur vom Umspannwerk in die Innenstadt und zurück – nämlich, wenn ich mal wieder mein Auto in die Werkstatt gebracht habe.

Busfahrer scheinen davon auszugehen, dass man immer alle Preise im Kopf hat. Vielleicht sind sie auch überrascht, dass es Leute gibt, die nur alle Jubeljahre mal mitfahren.
Als ich am Vormittag in den 824er-Bus eingestiegen bin, entstand jedenfalls eine längere Pause: nämlich, als ich den Busfahrer ansah und er mich. Ich, der nicht wusste, wie viel ich denn nun zu zahlen hatte – ich hatte 1,30 Euro in der Hand – und er, der nicht wusste, dass ich nicht wusste, wie viel ich denn nun zu zahlen hatte.
Irgendwann sagte er dann doch – nein, er brubbelte: eineurozwanz.
Na bitte, geht doch.

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RTZapper

Sprachlos

Freitag, den 27. April 2012
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MI 25.04.2012 | 1.50 Uhr (Do.) | Sat.1

Til Schweiger und die deutsche Film-Hochkultur. Darüber könnte man ganze Romane schreiben.
Stichworte gefällig? Kein Filmpreis. Keine Nominierung. Miese Kritiken für seine Filme. Keine Pressevorführungen mehr.
Mit dem Kurzfilm “Sprachlos” nahm Schweiger die Branche ordentlich aufs Korn.

Eine Pressekonferenz in Berlin: Ein Filmemacher (Christian Ulmen) stellt sein neues Werk vor, er ist ganz verliebt in seinen Film, den er natürlich nicht für die Masse macht, sondern für… also, na ja, für ihn. In dem Film wird nicht gesprochen, die Handlung ist kompliziert.
Der Journalist von der Kulturseite ist begeistert, ein anderer findet das Werk scheiße, kommt aber entweder nicht zu Wort oder wird vom Regisseur niedergemacht – und vom Kulturschreiberling. Schließlich habe es doch schon Preise gehagelt für den tollen Regisseur…

Natürlich hat “Sprachlos” ein kleines Geschmäckle, wenn man weiß, wie Til Schweiger zum deutschen Film und vielen der Machern und Kritikern steht. Dennoch macht seine Satire Spaß.
Denn tatsächlich sind es immer wieder die Kunstfilme, denen die Preise hinterhergeschmissen werden, die jedoch kaum Zuschauer haben.

Dass Sat.1 den Film erst um 1.50 Uhr sendet, ist fast schon eine Schande – ist aber dem Fußball geschuldet, der ein wenig länger gedauert hat. Vielleicht ist ja mal eine Wiederholung drin – zu einer besseren Sendezeit.

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