Tagesarchiv für 8. Februar 2012

RTelenovela

Im Winterwunderland (13): Autostreik

Mittwoch, den 8. Februar 2012
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(12) -> 7.1.2011

Eine der meistgestellten Fragen dieser Tage: „Und, springt dein Auto noch an?“ Trotz minus 22 Grad am frühen Montagmorgen kann ich die Frage in Holzmichlmanier beantworten: „Jaaa, er lebt noch, wer lebt noch, er lebt noch!“
Andere können das nicht behaupten. In der Nacht zu Dienstag wurde in der Schulstraße ein Drama in mindestens zwei Akten aufgeführt.

Erster Akt um kurz vor Mitternacht. Vom Parkplatz aus wabern merkwürdige Geräusche durchs Wohngebiet. So ein kurzes Aufheulen, gefolgt von einem Schnarren. Das klang sehr, sehr ungesund. Ein Fahrer versuchte, den Motor seines Autos zu starten – ohne Erfolg. Nach einer guten Viertelstunde hat er das auch endlich eingesehen. Das arme Auto musste die Frostnacht ganz allein verbringen – bei minus 19 Grad.

Zweiter Akt. Es ist kurz nach halb vier mitten in der Nacht. Inzwischen steht ein weiteres Auto auf dem Parkplatz und leuchtet den Pannenwagen an. Ein Wummern ist zu hören. Und noch eines. Es klingt, als ob jemand versucht, den Wagen zu starten, indem er mit dem Fuß dagegentritt. Eine merkwürdige Strategie. Sie scheint auch nicht funktioniert zu haben, denn es folgte eine Wiederholung aus dem ersten Akt: die Sache mit dem kurzen Aufheulen und dem Schnarren. Natürlich wieder erfolglos.

Angesichts der späten (oder eher frühen) Uhrzeit habe ich das Ende des Dramas leider verpasst. Dafür habe ich Dienstag gleich noch eine Anti-Vereisungsrunde mit meinem Auto gedreht. Einmal zu McDonald’s nach Sachsenhausen und zurück – allerdings war da die Heizung kaputt, es auch ziemlich kühl.
Das Autostreik-Drama bleibt mir jedenfalls hoffentlich diesmal erspart.

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ORA aktuell

Winter: Schwan saß auf Havel-Eis fest

Mittwoch, den 8. Februar 2012
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Auf der fast zugefrorenen Havel in Oranienburg sitzt ein Schwan fest. An seinen Flügeln befinden sich Eisklumpen, weshalb er nicht mehr von der Stelle kommt.
Bereits am Dienstag versuchte die Feuerwehr, das Tier erfolglos zu retten. Am Mittwoch, als weitere Passanten die Feuerwehr und das Oranienburger Ordnungsamt riefen, kam keine Hilfe mehr für das Tier. Laut Feuerwehr sei eine solche Aktion zu gefährlich.
Auf der Facebook-Seite der MAZ Oranienburg sagte jedoch ein Feuerwehrmann, dass er grundsätzlich keine Tiere retten wolle. Zitat: “möchte bloß keinen Liter Sprit verfahren wegen Eiszapfen, schwänen, tauben, bienen, ect.”

Update: Am Donnerstagmorgen ist der Schwan dann doch noch von der Feuerwehr gerettet worden. Er wurde geschwächt dem Tierschutzverein übergeben. Offenbar gab es am Morgen zahlreiche Anrufe im Oranienburger Ordnungsamt.

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RT im Kino

Dame, König, As, Spion

Mittwoch, den 8. Februar 2012

Nuuuuu aaaaabeeeer maaaaaal laaaangsam! Daaaaaaarüüüübeeeeer müsseeeeen wiiiiiir jeeeeeeetzt eeeeeerst maaaaal naaaachdenken. Uuuuund daaaanaaaaach müsseeeeeen wiiiiiir daaaaas gaaaanz geeenaaaaau beeeesprecheeeeennnn. Aaaaabeeeeeer wiiiiir haaaaabeeeeen jaaaa Zeeeiiiit.

Und wer jetzt noch nicht sanft eingeschlummert ist, der erfährt auch ein paar Dinge über “Dame, König, As, Spion”.
Beim britischen Secret Service gibt es einen Maulwurf. Er soll für den sowjetischen KGB arbeiten, und das geht natürlich gar nicht. George Smiley (Gary Oldman) war eigentlich schon pensioniert, doch nun muss er noch einmal ran, um heruaszufinden, wer da den Secret Service untergräbt.

Das, äääähm, könnte spannend sein, ist aber sehr langweilig geworden. Zwar hat Regisseur Tomas Alfredson seinen Film in ganz nette Bilder gepackt, das Ganze wirkt tatsächlich wie in den 70ern gedreht – leicht blasse Farben und natürlich das passende Ambiente.
Aber die Story – die ist dann doch anfällig für den einen oder anderen Gähner. Quälende Dialoge in quälend langsamen Szenen. Leute, die sich ganz langsam umdrehen, um dann nichts zu sagen. Eine besonders am Anfang schwer zu durchschauende Geschichte, die einem am Ende dann eigentlich schon wieder egal ist.
Unmoderne, retromäßige Filme müssen nicht gleich schlecht sein. Können sie aber.

2/10

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RTZapper

Die schönsten Bahnstrecken Europas: Schweiz

Mittwoch, den 8. Februar 2012
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MO 06.02.2012 | 2.40 Uhr (Di.) | Das Erste

Ich war mal wieder verreist. Habt ihr nicht gemerkt? Es war auch eine recht kurze Reise – aber dafür sehr schön.
Ich bin mit dem Zug in der Schweiz gewesen, auf Tour mit dem Bernina-Express. Herrlich! Eine wahnsinnig spannende Fahrt! Erst waren die Berge nur von weitem zu sehen. Der Zug schlängelte sich durchs Tal, rollte ins nächste Dorf und verwandelte sich kurzzeitig in eine Straßenbahn. Nicht ungefährlich, denn der Zug rollte den Autos auf ihrer Fahrbahn entgegen. Und dann fuhren wir bei schönstem Sonnenschein in die Berge. Eine lange, ewig lange Rechtskurve, der Beginn von mehreren Schleifen, mit denen sich der Zug langsam ins Gebirge vorkämpfte. Die Vegetation begann schon, karger zu werden.

Aber dann – das plötzliche Ende. Frank Plasberg winkte mir zu, die Bahnfahrt fand ein abruptes Ende.
Okay, es war natürlich keine echte Fahrt mit dem Berninaexpress – die habe ich bereits 2010 hinter mich gebracht. Diesmal verreiste ich eine gute halbe Stunden lang mit der ARD. Im Ersten liefen in der Nacht zu Dienstag “Die schönsten Bahnstrecken Europas” – und die Fahrt mit dem Berninaexpress ist definitiv eine der schönsten in Europa.

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RTelenovela

Das Ende der Berlinale-Verweigerung

Mittwoch, den 8. Februar 2012
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Ich sehe mehr als 80 Kinofilme im Jahr. Ich wohne nur etwa 20 Kilometer von Berlin entfernt. Und ich war noch nie bei der Berlinale.
Das heißt, so ganz stimmt das nicht. Vor einigen Jahren besuchte ich einige der Berlinale-Pressevorführungen. Natürlich stand ich auch schon zwei-, dreimal am Roten Teppich vor dem Berlinale-Palast. Aber einen Film im Rahmen eben jener Berlinale habe ich noch nie gesehen.

Ich hasse anstehen. Meistens gehört das jedoch bei der Berlinale dazu.
Ich bin kein Fan von Originalversionen mit englischen Untertiteln. So was soll es geben auf der Berlinale.
Mit einer OmU – also dem Original mit deutschen Untertiteln – kann ich an sich leben, aber dafür sehr viel mehr bezahlen als im normalen Kino?

Montagabend saß ich beim Chinaimbiss in den Potsdam-Platz-Arcaden – direkt über den Berlinale-Ticketbüdchen. Es war fast 20 Uhr und kaum noch Leute da. Auf den Monitoren stand, wofür man denn schon Karten bekommt – u.a. für “Extrem laut und unglaublich nah” im Berlinale-Palast. Ich lief also zum Schalter, fragte nach, ob es wirklich schon die Tickets für den 19. Februar gibt und kaufte mir eins. Überraschenderweise kostete es nur 6 Euro – es ist der Publikumstag nach dem Abend der Preisverleihung.
So kommt es, dass 2012 mein erstes Berlinale-Jahr sein wird.

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