Tagesarchiv für 18. Oktober 2011

RTelenovela

Die Feuerwehr arbeitet bei McDonald’s

Dienstag, den 18. Oktober 2011
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Die Feuerwehr Bergfelde arbeitet bei McDonald’s.
Glaubst du nicht? Ist aber so. Also, zumindest steht das bei Facebook.
Dort steht auch dass besagte Feuerwehr Bergfelde aus Oranienburg kommt. Und dass sie in einer Beziehung ist. Außerdem steht die Feuerwehr Bergfelde voll auf “Gute Zeiten, schlechte Zeiten” und hört Energy Berlin. Überraschenderweise ist sie weiblich.
Bergfelde hat eine echt merkwürdige Feuerwehr.

Ähnlich seltsame Nachrichten kommen vom Oberhavel Bauernmarkt in Schmachtenhagen. Bei Facebook stand neulich, dass der Oberhavel Bauernmarkt seinen derzeitigen Wohnort nach Mühlenbeck verlegt hat. Dabei habe ich ihn neulich noch in Schmachtenhagen besucht.

Beunruhigendes gibt es auch aus Gransee zu vermelden. Die Brotfabtrik Gransee ist im Maxx in Zehdenick, so stand es vor einiger Zeit bei Facebook. An einem anderen Tag war die Brotfabrik Gransee im Sportforum Bernau. Und keine Zeitung hat darüber berichtet, dass eine komplette Disco auf Reisen geht.

Des Rätsels Lösung: Hinter der Feuerwehr Bergfelde, dem Oberhavel Bauernmarkt und der Brotfabrik Gransee stecken keine Seiten, sondern Personen, die sich bei Facebook unter diesen Namen angemeldet haben – und offenbar ihr Privatvergnügen mit ihrem Job verwechselt haben.
Während bei der Brotfabrik wohl wenigstens jemand dahintersteckt, der wirklich mit dem Haus zu tun hat, wird es in Bergfelde und Schmachtenhagen eher zweifelhaft.
Beim Bauernmarkt scheint es, als ob ein Praktikant sich da fix mal angemeldet hat. Dass es da eher seltsam wirkt, wenn man angibt, dass der Bauernmarkt in Mühlenbeck wohnt, hat der oder die nicht kapiert.
Und ob die Feuerwehr Bergfelde weiß, dass da irgendeine Tante sich unter diesem Namen bei Facebook austobt, ist auch (noch?) nicht bekannt.

Immerhin: Das Profil des Oberhavel Bauernmarktes ist seit einigen Tagen gelöscht.

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aRTikel

Die Idee entsteht beim Arbeiten

Dienstag, den 18. Oktober 2011
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Kunst: Karin Richter aus Klein-Ziethen modelliert in ihrer Freizeit Figuren aus Pappmaché

MAZ Oranienburg, 18.10.2011

KLEIN-ZIETHEN
Papier, Wasser, Leim. Das sind die Zutaten, die Karin Richter für ihr Hobby braucht. Die 61-Jährige aus Klein-Ziethen modelliert Figuren aus Pappmaché. Es sind kleine Teufelchen. Oder eine Frau mit Hut. Eine Frau, die sich auf einem Bett rekelt. Aber immer menschliche Wesen oder Köpfe. „Das liegt mir einfach“, sagt sie und lächelt.

Es war im Jahr 2003, als sie das Hobby für sich entdeckt hat. „Meine Tochter ist auch Künstlerin und hatte schon Erfahrung mit Pappmaché“, erzählt Karin Richter. „Ich fand das Material sehr interessant.“ Anfangs waren es noch größere Figuren, meist Köpfe, die sie modellierte. Inzwischen sind es richtige Figuren. „Ich habe keine Vorlage“, so die Klein-Ziethenerin. „Ich arbeite völlig frei. Die Idee entsteht beim Arbeiten. Das fließt.“ Ihren Figuren könne man ansehen, wie gut oder schlecht sie drauf war an jedem Tag.
Eine kleine Figur braucht etwa drei Wochen, bis sie fertig ist. „Dafür braucht man Geduld“, so Karin Richter. „Und die hat nicht jeder.“ Denn zwischendurch muss das Pappmaché immer wieder trocknen, erst dann kann die 61-Jährige weiter daran arbeiten, weiter modellieren oder weitere Elemente anbringen. Wenn es gut läuft und sie mit großer Lust arbeitet, dann sind es fünf oder sechs Figuren, an denen sie modelliert.

Einige ihrer Stücke sind derzeit im Restaurant „Coldehörn“ im Kremmener Scheunenviertel zu sehen. Eine Lieblingsfigur hat Karin Fischer jedoch nicht. „Ich mag sie alle gleich“, sagt sie.
Zu Hause hat sie „richtig große Tonnen“ zu stehen, in der das Pappmaché angerührt wird. Um die Figuren zu befestigen nutzt sie Wurzeln oder andere Stücke vom Baum, Holzklötze, Stützgestelle aus Draht oder eine Papprolle.
Für Karin Richter bedeutet ihr Hobby vor allem Stressabbau. „Das ist wie meditieren“, erzählt sie. Einige ihrer Figuren hat sie bereits verkauft, aber das steht nicht im Vordergrund. „Was zählt, ist das Hobby.“

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RTZapper

Bauer sucht Frau

Dienstag, den 18. Oktober 2011
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MO 17.10.2011 | 21.15 Uhr | RTL

Bauer sucht Frau? Ach, das interessiert doch keinen. Bauer sucht Mann! Das wollen die Leute sehen!
Der fleißige Landwirt Philipp ist nämlich der erste Bauer, der bei der RTL-Kuppelshow “Bauer sucht Frau” keine Frau, sondern einen Mann sucht. Und da ist Moderatorin Inka Bause ja schon total aufgeregt!

Philipp hat mit Abstand die meisten Briefe bekommen. Kein Wunder, der schwule Bauer ist mit Abstand der smarteste der Männer, die Bause diesmal zu bieten hat. Da ging sicherlich ein trauriger Ruck durch die Frauenwelt – und ein erregter durch die schwule Community. Ein Bauer turtelt nun jeden Montag zur RTL-Primetime mit einem Kerl.

Wen interessieren da noch die anderen tumben Typen, die in der neuen Staffel zu Randfiguren werden. Wer will da noch sehen, wie Thomas, der schwäbische Pfundskerl (RTL-Slang für Fettsack) seine Heiratswillige zutextet. Oder wie Friedrich, der einsame Niedersachse mit ansieht, wie sich seine beiden Auswählten Damen gegenseitig ankeifen. Oder dass der sanfte Schweinebauer Uwe eigentlich nur durch seinen sagenhaften Zinken (Wie war das? An der Nase des Mannes … öhm… oh Gott!) auffällt.
Alles wurscht. Alles Statisten.

Hoffentlich fallen Philipp und sein Veit nicht sofort übereinander her. Oder plant RTL bereits die neue “Bauer sucht Mann – Late-Night-Edition”?

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RTelenovela

DSL ja, Handy nein

Dienstag, den 18. Oktober 2011
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Liebenthal ist der wohl endlegendste Ortsteil von Liebenwalde. Dahinter kommt eigentlich gar nichts mehr.
Von Liebenwalde aus fährt auf der B167 bis zum Abzweig nach Hammer. Von Hammer aus geht es dann noch mal eine schmale Allee entlang bis Liebenthal. Danach kommen nur noch Felder – die Schorfheide.

Neulich hatte ich abends einen Termin in dem kleinen Dorf. Gut, dass es dort kein Problem gab, denn mein Handyempfang hatte sich verabschiedet. Dafür soll es dort demnächst DSL geben. Immerhin.
Auf dem Weg durchs Dorf kam ich an einen Waldrand, aus dem prompt ein großer Hirsch entlanggetrabt kam und über die schmale Straße rannte.

Eigentlich ist es ja ganz schön dort. Es herrscht die pure Idylle, es gibt die schönste Natur und die leiseste Stille.
Aber so ganz jenseits des öffentlichen Lebens wohnen – das dann lieber doch nicht.

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RT im Kino

Klitschko

Dienstag, den 18. Oktober 2011
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Was wären die Klitschkos ohne die Medien? Vor einigen Wochen erhielt RTL einen Deutschen Fernsehpreis für die Übertragung des Boxkampfes zwischen Wladimir Klitschko und David Haye. Die Klitschkos dankten auch dem RTL-Team, man sei inzwischen eine Familie. So weit ist’s also schon mit der journalistischen Distanz.
Die beiden Boxer geben Interview, gehen oft in Fernsehshows, machen Reklame – und Boxen tun sie auch noch.

Jetzt gibt es auch noch eine Dokumentation über “Klitschko”. Über die Boxer, über ihre Vergangenheit, über ihren Clan, über das Boxen überhaupt.
Wir sehen hinter die Kulissen des Boxzirkus, erfahren aber auch persönliche Dinge. Sebastian Dehnhardt führt die Zuschauer der Doku an die Schauplätze der Klitschko-Kindheit in Kasachstan, Tschechien in Kiew. Dazu gibt es alte Aufnahmen der beiden Boxer.

Von den gut in Szene gesetzten Boxkämpfen mal abgesehen, ist “Klitschko” eine sehr, sehr lang geratene, in seinem Aufbau recht konventionelle Doku (fast zwei Stunden): ein bisschen Glemmer, die schlimmen Niederlagen, dazu die Familiengeschichte, dazu die Kämpfe, die aber schon aus dem Fernsehen bekannt sind.
Ob man das alles nicht schon wusste oder ob man das überhaupt wissen musste, sei mal dahingestellt.
Dass die Klitschkos ganz nette Typen sind – joa, neu ist das ja nicht. Dazu muss man keine 116 Minuten verschleudern.

5/10

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