Tagesarchiv für 29. August 2011

RTZapper

n-tv-Nachrichten: Riesen-Hurrican “Irene”

Montag, den 29. August 2011
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SO 28.08.2011 | 14.00 Uhr | n-tv

Ein Hurrican in New York. Wahnsinn! Der blanke Wahnsinn! Da muss man einfach drüber berichten. Das ist doch spannend, wenn eine Metropole in die Katastrophe schlittert. Wenn der Riesen-Hurrican “Irene” hereinbricht und die Nachrichten mit den herrl… äh schlimmen Bildern aufmachen können.

Beim Nachrichtensender n-tv haben sie sich am Sonntag gut auf das große Unglück vorbereitet. “Riesen-Hurrican ,Irene'” stand am oberen linken Bildrand. Seeehr dramatisch! dazu gab es auch seeehr dramatische Bilder vom leeren Times Square. Und damit die Dramatik noch besser rüberkommt, hatte n-tv auch einen Reporter vor Ort. Und, wie schlimm ist es, so die Frage der Moderatorin.
Was für eine Enttäuschung: Der Reporter stand im Regen. Im Regen! Und kein Lüftchen wehte! Einfacher, profaner, langweiliger Regen. Regen haben wir nun wirklich genug in Deutschland. Und n-tv schaltet nach New York, um einen Reporter sagen zu lassen, dass es regnet.

Kein Wunder: Aus dem Hurrican Irene ist zu dem Zeitpunkt schon ein Tropensturm geworden. Runtergestuft. Ist natürlich blöd, wenn man die Katastrophe erwartet, den Riiiiiesen-Hurrican. Und dann das. Auf dieses Wetter ist einfach überhaupt kein Verlass mehr. Die Katastrophe bei n-tv musste ausfallen, und es schien, dass die Journalisten ziemlich enttäuscht waren.

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RT im Kino

Final Destination 5

Montag, den 29. August 2011

Teil 4 -> 7.9.2009

Das kennen wir schon: Eine Gruppe Jugendlicher entkommt einem Unglück, weil einer von ihnen den Unfall vorhergesehen hat. Sie entkommen dem Tod, aber der holt sie sich zurück. Einer nach dem anderen.
Das war bei “Final Destination” so, bei “Final Destination 2″, bei Teil 3, Teil 4 und auch jetzt, bei “Final Destination 5″.
Ein Nachteil ist es normalerweise nicht. Denn auch wenn die Story bekannt ist, vorhersehbar ist sie nicht. Denn bei dieser Horrorfilmreihe geht es ja auch gar nicht um das Was, sondern um das Wie.
Das Wie – daran scheitert dieser Film.

Diesmal geht es um eine Brücke. Wegen einer Baustelle gerät sie ins Wanken, ganze Teile der Brücke fallen ins Meer. Klar, viele Tote und so. Und dann ist da Sam (Nicholas D’Agosto), der alles ahnt und seine Freunde und weitere Menschen rettet.
Und der Rest ist bekannt.

Blöd, denn diesmal ist das alles meistens nicht spannend. Und das liegt an der oft grottigen Umsetzung, an den blödsinnigen Dingem, die da geschehen.
Was für das für eine Brücke, die da einfach mal auseinanderbricht? Wo einfach mal in Loch drin ist, in das Autos reinfallen? Bauen die Amis wirklich so beschissene Brücken?
Die Schauspieler müssen grauenhaft miese Dialoge aufsagen, da scheinen die Drehbuchautoren einfach irgendwelche Schubladen aufgezogen zu haben. Es gibt schlimme Anschlussfehler (Ventilatoren werden eingeschaltet und stehen nach dem nächsten Schnitt still) und absurde Wendungen.
Nur selten ist der Film so spannend wie in den früheren Teilen der Reihe.
Hinzu kommt die oft miesen 3D-Aufnahmen. Viele Szenen sind unscharf, viele Effekte funktionieren nicht. Wahrscheinlich sollte einfach nur mit den höheren 3D-Eintrittspreisen ein bisschen mehr Kohle eingenommen werden. Richtig Mühe gegeben haben sich die Macher damit aber nicht.
Steven Quales Film ist viel zu oft eine Qual. Auf jeden Fall enttäuschend.

3/10

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RTelenovela

Cinemaxx: schlechterer Service, höhere Preise

Montag, den 29. August 2011
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Heutzutage dauern die Bestellungen an den Kinokassen immer länger. Welcher Film? Welcher Platz? Haben Sie eine Bonuskarte? Gibt es Ermäßigungen? Ach, und kann ich eventuell doch noch einen anderen Platz haben?
Der Kauf eines Kinotickets gleicht mehr und mehr einem langen Beratungsgespräch. Für die wartenden Kunden dahinter eine Qual.

Im Berliner Cinemaxx am Potsdamer Platz dauert die Qual seit einiger Zeit noch länger. Am Schalter gibt es jetzt nicht mehr nur die Kinokarten, sondern auch den ganzen Rest. Popcorn, Eis, Getränke und das ganze Gedöns.
Da steht man sich schon mal die Beine in den Bauch.

Spannend wird das Ganze, wenn man die Karten schon lange vor der Vorstellung kauft und noch mal weggeht.
Und noch spannender wird es, wenn man dann, wenn man um 21 Uhr zurückkommt, noch ein Getränk haben will. Der Schalter im Keller schließt dann nämlich. Und der im Obergeschoss auch. Nur noch die Theke in der Haupthalle ist besetzt. Der Service im größten Teil des Hauses ist verwaist.

Wer also etwas trinken will, muss sich in der Haupthalle einfach noch mal anstellen. Beim Cinemaxx hält man das wahrscheinlich für einen tollen Service.
Was aber ist, wenn man nur das Ticket haben will? Dann darf man trotzdem ewig warten, bis endlich bei den anderen das Popcorn und die Cola verkauft ist.
Was aber ist, wenn man vor dem Film noch mal aufs Klo muss? Dann muss man den ganzen Mist mit aufs Örtchen nehmen? Oder das alles erst später kaufen und sich dafür – herzlichen Glückwunsch – noch mal anstellen?

Das Konzept im Cinemaxx scheint jedenfalls Folgendes zu sein: Wir verschlechtern unseren Service und erhöhen dafür die Preise.
Ein doofes Konzept.

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RTZapper

Peter Hahne: Hat Deutschland sich abgeschafft?

Montag, den 29. August 2011
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SO 28.08.2011 | 13.03 Uhr | ZDF

Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute: Deutschland hat sich noch nicht abgeschafft. Die schlechte: Das ZDF hat seine Talkshow “Peter Hahne” mit Peter Hahne auch noch nicht abgeschafft. Dabei wird’s höchste Zeit.

Diesmal waren bei Peter Hahne in “Peter Hahne” der streitbare Thilo Sarrazin und der Berliner Grünengott Christian Stroebele zu Gast. Die beiden sollten sich mal so richtig fetzen.
Grinsend verfolgte Peter Hahne – Peter Hahne grinst ja eigentlich immer -, wie sich Sarrazin und Stroebele nichts zu sagen hatten. Sarrazin meinte, viele Leute würden was zu seinem Buch sagen, ohne es gelesen zu haben. Und die ihn neulich in Kreuzberg beschimpft hätten, würden zum Mob gehören. Stroebele beschimpfte Sarrazin, seine Thesen seien unerträglich.
Bla, bla, blubb.

Das große Zusammentreffen, das nur gute 20 Minuten dauerte, brachte nicht eine einzige neue Erkenntnis. Eine einzige Rumseierei.
Peter Hahne hat einmal mehr bewiesen, dass seine Sendung “Peter Hahne” zu dem überflüssigsten Mist gehört, den das ZDF so sendet.

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