Monatsarchiv für Juli 2011

ORA aktuell

Wetter: Dauerregen setzt Oranienburger Straßen unter Wasser

Freitag, den 29. Juli 2011
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Der Sommer zeigt sich weiterhin von seiner unschönen Seite. Von Donnerstagabend bis Freitagnachmittag regnete es in Oranienburg mal wieder durch.
Die Birkenallee steht an einigen Stellen komplett unter Wasser, ist kaum noch befahrbar. In der Kremmener Straße, kurz vor der Edenbrücke, überflutet das Wasser die B273 bereits halbseitig.

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ORA aktuell

Blindgänger: Bombenverdacht unterm Neubaublock

Donnerstag, den 28. Juli 2011

Unter dem Neubaublock in der Albert-Buchmann-Straße 4 in Oranienburg könnte sich ein Bombenblindgänger befinden. Bergungssonden haben jedenfalls in dem Bereich bedenkliche Werte angezeigt. Die Anomalie befindet sich in vier Metern Tiefe.
Erst Mitte September beginnt die Freilegung, falls sich der Verdacht bestätigt, könnte am 6. Oktober entschärft werden. Bis dahin müssen die Bewohner des Hauses entscheiden, was sie machen – ob sie ausziehen oder wohnen bleiben. Im Fall einer Sprengung könnten die Wohnungen unbewohnbar werden.

Zuletzt wurde am 16. November 2001 eine Bombe unter einem Wohnblock entschörft – in der Klagenfurter Straße.

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ORA aktuell

Wirtschaft: Oranienburger Flugplatz-Gewerbegebiet füllt sich

Donnerstag, den 28. Juli 2011
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Das Gewerbegebiet auf dem ehemaligen Oranienburger Flugplatzgelände ist ein Erfolg. Der größte Teil der von der privaten Berlin-Brandenburger Flächenentwicklungs-GmbH (BBF) gekauften Grundstücke ist vermarktet. Das berichtet die Märkische Allgemeine.

Nördlich vom Rewe-Lager siedelt sich eines der modernsten Asphaltwerke an. Zwischen der Flugpionierstraße und dem Oranienburger Kanal entsteht ein weiterer Solarpark. Außerdem wollen sich drei Logistikunternehmen ansiedeln.

Denkbar sind weitere Erschließungen in Richtung Norden bis zur Walther-Bothe-Straße. Entsprechende Erschließungsleitungen liegen bereits.

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RTelenovela

Gesundheitsduschduftwolke

Donnerstag, den 28. Juli 2011
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Immer wenn ich im Bad den Schrank öffne, in dem meine Zahnbürste und der ganze Kram liegt, kommt mir ein beißender Geruch entgegen. Aber eigentlich darf ich darüber nichts Schlechtes sagen. Denn erstens handelt es sich um ein Geburtstagsgeschenk, und zweitens lesen die Leute, die mir das geschenkt haben, mit.

Der beißende Geruch kommt von der “Gesundheitsdusche Muskel Aktiv Wacholder”. Ein ganz spezielles Duschgel also, das man verwendet zur Lockerung nach körperlicher Anstrengung. Benutzen soll ich sie nach der Radtour, die ich ebenfalls geschenkt bekommen habe und die wohl irgendwann im August oder September stattfinden wird.
Im Moment allerdings macht diese Gesundheitsdusche nur eines: Sie stinkt. So sehr, dass ich kurz den Atem anhalte, wenn ich den Schrank öffne. Was muss das erst für ein Spaß sein, wenn man damit tatsächlich unter der Dusche steht.
Vielleicht sollte ich das Zeug mal verwenden, wenn wir vom Badmintonspielen kommen. Das könnte für ungeahnte Aufmerksamkeit sorgen.

Ich werde mir überlegen, wo ich dieses Produkt lagere, damit es nicht mehr… nun ja, damit der Schrank wieder besser riecht.

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RT liest

Joachim Meyerhoff: Alle Toten fliegen hoch – Amerika

Mittwoch, den 27. Juli 2011

Wer durch den Buchladen schlendert, der achtet vor allem auf interessante Buchcover. Die Titelseite von Joachim Meyerhoffs Roman „Alle Toten fliegen hoch“ fällt vor allem durch ihre unfassbare Hässlichkeit auf. Neun gruselige Passbilder zieren das Cover, den Namen des Buches hat man irgendwie dazwischengeklatscht. Aber wer weiß, irgendwas werden sich die PR-Leute oder der Autor ja dabei gedacht haben.

„Alle Toten fliegen hoch“ ist wohl der Beginn einer Reihe von Romanen. Im Teil „Amerika“ erzählt Meyerhoff von seinem Austauschjahr im US-Bundesstaat Wyoming. Sehr lustlos füllte er den Bogen aus, gab an, dass er streng gläubig ist und das platte Land liebt. Und das hatte er nun davon: Laramie, irgendwo im Nirgendwo.
Das Seltsame an dem Buch ist: Besonders der Anfang ist relativ langweilig, auch nicht besonders gut aufgeschrieben und oft belanglos. Dennoch fesselt die Geschichte – gerade in der zweiten Hälfte, wenn er schildert, was er in Wyoming alles erlebt, wie er beispielweise im Basketballteam als „The German“ mitspielt. Da möchte man dann schon wissen, wie es weitergeht.

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RTelenovela

Er lebt in einem Museum

Mittwoch, den 27. Juli 2011
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Ich habe vergessen, zu fragen, wann das Haus gebaut wurde, in dem er lebt. Aber es muss um die 100 Jahre alt sein. Wenn nicht mehr.
In Liebenwalde frischen sie nach und nach die Altstadt auf. Viele Fördergelder sind geflossen. Und auch das Haus, in dem der Mann lebt, den ich am Dienstag besucht habe, ist in einem guten Zustand.
Der Mann verlegt Bücher, und davon hat er mir erzählt.

Als er mich ins Haus bat, musste ich den Kopf ducken, als ich ins Wohnzimmer kam. Ein großer Raum. An den Rändern, immer an der Wand lang, stehen diverse alte Möbel. Eine Kommode, ein Schrank. In der Mitte ein Teppich, darauf ein Tisch und Stühle. Alles antike Möbel. Dazu ein leicht modriger Geruch, aber nicht unangenehm.
Wow, dachte ich. Es war, als würde ich in einem Museum stehen.
Auch der Nebenraum war gespickt mit historischen Möbelstücken. Der Fernseher darauf wirkt fremd, er scheint da nicht hinzugehören. Auch nicht die Funktelefonstation, die auf einer der Kommoden steht.

Wir laufen in den Innenhof. Er wirkt, als ob dort die Zeit stehen geblieben ist. Jahrzehntelang. Erst als ich wieder die Straße vor dem Haus betrete und mein Auto davor steht, bin ich wieder im 21. Jahrhundert.

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aRTikel

1991: Nach Unfall – Lebenden für tot erklärt

Dienstag, den 26. Juli 2011
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Juni 1991 III -> 22.6.2011

Rückblick: Im Juli 1991: Schock für Berliner Mutter / Aus für Zehlendorfer Schule / Tropenhitze in der Region

MAZ Oranienburg, 26.7.2011

Was passierte vor 20 Jahren im Altkreis Oranienburg – und was stand in der MAZ? Diesmal: die erste Hälfte im Juli 1991.

OBERHAVEL
Schock für eine Mutter aus Berlin. Die Oranienburger Polizei und die örtlichen Unfallärzte erklären einen Lebenden für tot. Nach einem schweren Unfall auf der Autobahn bei Mühlenbeck verwechseln die Helfer und Beamten den Toten und den Verletzten. Brigitte B. glaubt, ihren Sohn beerdigt zu haben. Wie sich erst nach der Trauerfeier herausstellt, liegt ihr Sohn noch im Krankenhaus, stattdessen liegt dessen Freund unter der Erde. Wolfgang Toppel, der Chef des Oranienburger Polizei-Kreisamtes sagt, so etwas werde nie wieder passieren. Danach streiten sich die Beteiligten jedoch noch weiter, wie es dazu kommen konnte.

Die Schule in Zehlendorf wird geschlossen. Das Bildungsministerium entschied, dafür die Schule in Wensickendorf zu stärken, da es dort eine Sporthalle gebe. Die Zweitklässler gehen geschlossen nach Wensickendorf, die Erst- und Drittklässler müssen auf andere Häuser verteilt werden.

Am 3. Juli bekommen die Schüler im Landkreis ihre Zeugnisse. Für sie endet eine Ära, denn im August tritt die neue Schulstruktur in Kraft: mit Gymnasium, Real- und Gesamtschule.

Das Volkshaus in Velten erwirtschaftet tiefrote Zahlen. Die Chefin Silke Hildebrandt spricht von einem Defizit in Höhe von 60.000 Mark. Es kommen kaum noch Leute, Veranstaltungen floppen reihenweise. Die Stadtverordneten vermissen ein vernünftiges Konzept.

Unterdessen herrscht Tropenhitze in der Region. Am Autobahnsee bei Velten ist am 7. Juli 1991 ein Gedränge wie am Mittelmeer. Die Autos parken entlang der Straße zwischen Pinnow und Velten.

Bei der Hitze bricht die Autobahn auf. Der Berliner Ring ist zwischen Birkenwerder und Stolpe (Dreieck Oranienburg) sowie am Dreieck Havelland und zwischen Kremmen und Fehrbellin gesperrt. Die Fahrbahnplatten haben sich bis zu 20 Zentimeter angehoten – sie wirken wie Panzersperren.

Neue Dimensionen für den geplanten Kreis Niederbarnim. Nun soll auch Gransee zum Verbund aus Oranienburg und Bernau dazustoßen. Rechtsdezernent Michael Ney sagt, dass der Wille der Kreisparlamente vom Innenministerium geachtet werden müsse. „Was wäre das sonst für eine Demokratie?“

Der Oranienburger Filmpalast und das Hennigsdorfer „Aktivist“-Kino haben einen neuen Besitzer. Die Fuchs Verwaltungs-KG aus Siegen kaufte die Häuser von der Treuhand. Die Angestellten bekommen eine Beschäftigungsgarantie.

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