Tagesarchiv für 22. März 2011

RTZapper

Rosins Restaurants – Ein Sternekoch räumt auf!: Lindeneck

Dienstag, den 22. März 2011
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SO 20.03.2011 | 21.20 Uhr | kabeleins

Chefkoch Detlef hat wenig gute Worte für seine Chefin: “Wer nichts wird wird Wirt!”, sagt er und lacht. Er nennt seine Geldgeberin “Mäuschen”. Es läuft nicht gut im Borgsdorfer “Lindeneck”, und deshalb ist ein Team von kabeleins vorbeigekommen, um das zu ändern. Das war im Juli 2010. Am Sonntagabend lief “Rosins Restaurants” bei kabeleins. Während Borgsdorf in sonniges Licht wunderbar in Szene gesetzt wurde, war das Innenleben des “Lindenecks” ein blankes Chaos.

Detlef hat Angst. Um seine Existenz. Im “Lindeneck” machen nämlich alle alles falsch. Außer er natürlich. Okay, als Sternekoch Frank Rosin die Testesser kommen lässt, finden die seine Fischsuppe bei 38 Grad Außentemperatur nicht so passend. Rosin findet, sie schmeckt nicht. Die Hauptspeise wird als Mehlpampe abgestempelt, der nachtisch ist ein Desaster.
Warum der Chefkoch die Pilze kocht und nicht brät? Frank Rosin versteht die Welt nicht mehr: “Aber ick mach det immer so!”, blafft Detlef.
Rosin wähnte sich im Neandertal: “So ‘ne Scheiße hab ich ja im Leben noch nicht gesehen!”, rief er entsetzt.

Die Doku lief für den Chefkoch eher nicht so gut. Aber auch sonst glich der Kochkurs eher einer Therapiestunde für das Borgsdorfer Kneipenteam. Dass sich die Menschen vor der Fernsehkamera so nackig machen, ist immer wieder erstaunlich. Wobei natürlich nicht klar ist, was gestellt ist und was nicht.
Für die Borgsdorfer hat sich die Welt weitergedreht. detlef ist inzwischen gefeuert, dafür wird die Kneipenfrau von einer Versicherungsdame beraten. Was immer das zu bedeuten hat. Man könnte ja eigentlich mal vorbeischauen, da in Borgsdorf.

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RTelenovela

Zahnarzt (30): Es zieht!

Dienstag, den 22. März 2011
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(29) -> 8.2.2011

Eigentlich könnte dieser Text auch in der “Countdown New York”-Reihe erscheinen. Denn das Schlimmste, was auf der Reise passieren kann, ist, ärztliche Hilfe zu benötigen. Und, nun ja…
Da ist so ein Ziehen unter einer meiner Kronen. So ein Gemeines. Es kommt plötzlich, es dauert ein paar Minuten und ist dann wieder weg.
Heute war sowieso wieder mal ein Zahnarzt-Termin angesetzt. Das musste nun geklärt werden.

Die Ärtzin hantierte mit ihrem Puste-Dingsbums herum. Es machte pfff und noch mal pffff… und dann: Schmerz!! Genau da, wo es auch zieht, wenn es zieht.
Die Ärztin murmelte was von Zahnfleisch und “ein bisschen freigelegt” und schmierte eine Paste an die Stelle.Wenn es schlimmer wird, soll ich wiederkommen – auch schon vor dem eigentlichen nächsten Termin.
Aber – damit das mal klar ist – es darf erst mal nicht schlimmer werden. In New York habe ich keine Zeit für solche Dinge!

Bei der Gelegenheit: Haben Sie eigentlich schon mal an eine Zahnreinigung gedacht? Die Schwester fragt das jedes Mal, auch diesmal wieder. Nur konnte ich sie glücklich machen: In ein paar Wochen ist’s so weit. Kostet wohl 75 Euro. Mal sehen, ob ich mir die dann noch leisten kann.

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RTZapper

Tatort: Mord in der ersten Liga

Dienstag, den 22. März 2011
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SO 20.03.2011 | 20.30 Uhr | Das Erste

DFB-Chef Theo Zwanziger hatte angeblich die Idee: Ein “Tatort” über einen schwulen Profifußballer. So was soll’s ja geben, auch wenn sich noch niemand geoutet hat.

Der NDR in Niedersachsen nahm sich der Aufgabe an, das Thema umzusetzen. Das passt. Denn gerade beim Fußballverein Hannover 96 wurde nach dem Selbstmord von Torwart Robert Enke im Jahr 2009 wurde dort sehr stark über Toleranz im Fußballbusiness diskutiert.

Ohne Klischees ging es aber leider auch nicht. Kommt Marianne Rosenberg nicht vor, dann ist was falsch in einem Film über schwule Männer.
Im “Tatort”-Krimi “Mord in der ersten Liga” ermittelte Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) im Mordfall eines Hannoveraner Fußballers. Lindholm sieht sich in seiner Wohnung um – und findet Kondome unterm Bett. Sie besucht einen Freund von ihm – und der hört Marianne R. Uuuuuuh, da ist dann natürlich alles klar.
Später stellt sich allerdings raus, dass die Wohnung nicht dem Toten, sondern dessen besten Freund gehört. Und der ist … ja, schon klar.

Und da ist der Film dann auch beim eigentlichen Thema. Schwule im Fußball. Darf es nicht geben, sagen viele Fans. So auch einer von Lindholms Kollegen. Als er gefragt wird, warum das so ist, stottert er rum – wegen der Nähe und so, sagt er. Das ist natürlich auch klischeehaft, aber ein durchaus wahres.
Die Drehbuchautoren haben ein wichtiges Thema angepackt, der deutsche Profifußball wartet auf sein erstes Outing, und niemand weiß, was eigentlich passiert, wenn es so weit ist.
Im “Tatort” ging alles gut aus. Alle jubelten, nach dem sich der Mann outete. So sollte es sein – auch wenn es im Film ein bisschen zu simpel wirkte.

Wenn es nicht gerade wichtigeres zu besprechen gäbe (Japan, Libyen), wäre das übrigens durchaus ein Thema für die anschließende Talkshow von Anne Will gewesen.

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