Tagesarchiv für 20. März 2011

RTZapper

ZDF mashed ups

Sonntag, den 20. März 2011
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SA 19.03.2011 | 1.40 Uhr (So.) | zdf_neo

Was ist denn in der “Schwarzwaldklinik” los? Professor Brinkmann erpresst einen Patienten? Oberschwester Hildegard sucht den Kranken nach Geld ab?
Auch bei Oberinspektor Derrick scheint sich einiges verändert zu haben: Er ist schwul geworden und plant die Hochzeit mit seinem Assistenten Stefan.

Wunderliches zeigte zdf_neo in der Nacht zum Sonntag. Die Bilder waren vertraut, aber der Ton war neu. Das Ganze nennt sich “ZDF mashed ups” und ist schon seit einiger Zeit in der ZDFmediathek zu sehen. Das ZDF zeigt Humor und ließ und kurze Clips produzieren, in denen ihre Kultsendungen durch den Kakao gezogen werden.

Aus der Krimireihe “Derrick” wird “Derrick – Wege zum Glück”, und die “Knoff hoff Show” mutiert zur Verkaufssendung, in der der Schlüpfer von Beth Dito zugunsten des insolven ZDF verrammscht wird – moderiert von Joachim Blutbadund Baguette Einstmann.

Herrlich albern! Selten so gelacht!
Zu sehen: hier.

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RTZapper

RTL Boxen: Vitali Klitschko – Odlanier Solis

Sonntag, den 20. März 2011
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SA 19.03.2011 | 22.10 Uhr | RTL

Mensch, da macht sich RTL so einen Aufwand: eine große Halle, 50 Minuten lang Vorberichte und große Show. Und dann das: Nach nur drei Minuten endete der groß angekündigte Boxkampf zwischen Vitali Klitschko und Odlanier Solis. So ein Tamtam für so wenig Sport.

Bei RTL müssen sie am Sonnabendabend in eine spontane Ohnmacht gefallen sein: Schließlich konnten sie nun lumpige elf Werbeblöcke in die Tonne treten. Die eine oder andere Million ist dann wohl mit dem frühen Kampfende im Abfluss verschwunden.
Und das alles nur, weil Herr Solis unglücklich gestolpert ist. Oder wie Herr Klitschko sagt: Weil er ihn getroffen hat. Aber voll.

Klar, dass Publikum in Köln ein wenig, sagen wir mal, unglücklich darüber war. Für drei Minuten Gehüpfe im Ring gibt man ja auch ungern so viel Kohle aus.

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RTZapper

Wetten, dass…?: Kistenmax

Sonntag, den 20. März 2011
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SA 19.03.2011 | 20.15 Uhr | ZDF

Bald macht Kistenmax New York unsicher. Der 16-jährige Max-Fabian Wolff-Jürgens aus Gantikow bei Kyritz stapelte am Sonnabend in der ZDF-Show „Wetten, dass …?“ 15 Bierkisten aufeinander. Das wäre nichts Besonderes, wenn er sie nicht auf seinem Kinn balanciert hätte. „Wahnsinn, der sieht ja so zart aus“, sagte Wettpate Markus Lanz beim Anblick von Max-Fabian. Der junge Mann gewann souverän und darf nun die Feuerwehrmänner in Manhattan besuchen.

Ansonsten präsentierte sich die Show aus Augsburg sehr routiniert. Für die Katastrophe in Japan fand Thomas Gottschalk keine Worte. Das ist erstaunlich, weil noch am Freitag nicht ganz klar war, ob „Wetten, dass …?“ überhaupt ausgestrahlt wird.
Stattdessen begrüßte der 60-Jährige die Zuschauer zu einem „hoffentlich bunten Fernsehabend“. Bunt war er, aber auch seltsam unspektakulär. Der Sänger Justin Bieber löste bei den Mädels einen Kreischalarm aus, da reichte schon ein schüchternes „Thank You“. Es war nicht gerade sein coolster Auftritt. Dieselben Mädels schrien später auch beim Auftritt von Bruno Mars. Herbert Grönemeyer schaute mal wieder vorbei, um seinen Song „Schiffsverkehr“ zu singen. Viel Lust schien er dabei nicht gehabt zu haben, er musste vorzeitig wieder gehen.

Pünktlich zum Beginn des quotenträchtigen Boxkampfs bei RTL verabschiedete sich Gottschalk. Durchschnittlich 9,06 Millionen Zuschauer waren bei seiner Show dabei.

(auch MAZ, 21.3.2011)

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RTZapper

heute-show: Abbruch

Sonntag, den 20. März 2011
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FR 18.03.2011 | 23.00 Uhr | ZDF

Es war wieder mal die Zeit für Verschwörungstheoretiker. Das böööse ZDF! Hat der “heute-show” einfach den Saft abgedreht, weil schlimme Worte fielen.

Tatsächlich: Oliver Welke und Michael Mittermeier machten gerade einen kleinen Gag auf Kosten des ZDF und – zack – war der Bildschirm schwarz. Nach zehn Schweigesekunden begann der Trailer für die nachfolgenden “aspekte”.
Fans spekulierten sofort, dass das ZDF Kritik unterbinden wollte – dabei handelte es sich dann doch nur um eine Panne.
Die Show wurde aus Köln nach Mainz live überspielt. Durch die Japan-Libyen-Sondersendungen jedoch verspätet. Und weil niemand dran gedacht hatte, die Zeit für die Überspielungsleitung zu verlängern, war eben um Punkt 23.30 Uhr Schluss mit lustig. Die fehlenden 46 Sekunden gibt’s im Internet und in den diversen Wiederholungen im ZDF, ZDFinfokanal und zdf_neo.
Also nix mit Verschwörung.

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RTelenovela

Schock! Polizei knapp in der Unterzahl!

Sonntag, den 20. März 2011
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Oranienburg muss noch an sich arbeiten. Mal wieder hat eine Serviceleistung nicht funktioniert. Ich halte das für einen unglaublichen Skandal.

Heute war in der Innenstadt die jährliche Antirassismusdemo – erstmals nur von der Antifa organisiert, die Stadt hielt sich ansonsten raus. 180 Leute haben teilgenommen, und nur 150 Polizisten begleiteten den Zug.
Was bitte soll das? Wo waren die fehlenden 30 Beamten? Die Serviceleistung sollte doch eigentlich lauten: für jeden Demonstranten einen Polizisten. Hand in Hand sollten sie durch die Stadt ziehen. Und nun das! 30 Leute blieben ohne Polizeischutz! So kann das wirklich nicht weitergehen!
Das muss im nächsten Jahr besser funktionieren!

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RT im Kino

Wer wenn nicht wir

Sonntag, den 20. März 2011

Als im Jahr 2008 Der Baader Meinhof Komplex” ins Kino kam, war die RAF schon einmal ein großes Thema. Die Schauspielerin Johanna Wokalek spielte das RAF-Mitglied Gudrun Ensslin. Und das machte sie großartig.
Nun spielt Lena Lauzemis die Rolle der Gudrun Ensslin. Das macht sie anders, noch eine Spur herber als Wokalek, aber auch gut. Auf jeden Fall faszinierend.

Andres Veiel erzählt die Geschichte von Bernward Vesper (August Diehl) und Gudrun Ensslin. Die beiden lernen sich Anfang der 60er während ihres Studiums in Tübingen kennen. Sie verlieben sich und gründen gemeinsam einen Verlag. Einen umstrittenen: Denn sie bringen u.a. ein Buch von Bernwards Vater Will heraus, und Will Vesper gilt als Nazifreund.
Als Gudrun jedoch Andreas Baader (Alexander Fehling) kennenlernt, trennt sie sich von Bernward und ihrem gemeinsamen Kind. Gudrun driftet in die Terrorismusszene ab, Bernward kommt gar nicht mehr klar.

Während “Der Baader Meinhof Komplex” einen Gesamtüberblick lieferte, ist “Wer wenn nicht wir” voll und ganz auf Gudrun Ensslin fokussiert. Regisseur Andreas Veiel zeichnet das Bild einer jungen Frau, die sich nichts gefallen lassen will, die ihren Weg geht, ohne irgendwelche Rücksichten zu nehmen. Er zeichnet aber auch das Bild einer Zeit, in der Misstrauen herrschte. Die Nazizeit war kaum 20 Jahre her, gesprochen wurde kaum darüber. Schon gar nicht offen.
Lustigerweise gibt es im Film eine Szene, die so auch schon im “Komplex” vorkam – eine Gerichtsverhandlung.
August Diehl gibt in seiner Rolle alles: den Rebell, den Nachdenklichen, den Abstürzenden. Eine vielschichtige Rolle.
Ein wenig merkwürdig erscheint nur die Maske: Lena Lauzemis sieht manchmal aus wie ein Mann mit Perücke. Alexander Fehling ist seltsam geschminkt, echt sieht das jedenfalls nicht aus. Wie eine Filmmaske eben. Schade.
Der Film ist zwar lange nicht packend wie der 2008er-RAF-Film, aber allemal interessant.

7/10

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