Tagesarchiv für 16. Oktober 2009

RTelenovela

Die vier Café-Grazien

Freitag, den 16. Oktober 2009
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Sie haben sich schick gemacht. Sie haben ihre besten Klamotten aus dem Schrank geholt. Sie waren wahrscheinlich vorher noch mal beim Friseur. Und geschminkt haben sie sich auch.
Nun sitzen die vier Grazien im Restaurant Kröpcke im Zentrum von Hannover und schlürfen ihr Käffchen.
Es ist eine illustre Runde, die sich da an den kleinen Tischen mit Blick nach draußen auf die Kröpcke-Uhr versammelt hat. Die vier Damen scheinen alle um die 80 zu sein. Und ihr Outfit macht sie nicht zwingend jünger.
Es scheint auch so, dass sie öfter da sind. Und sie haben Zeit.
Sie sprechen nicht miteinander. Sie sind einfach nur da. Die eine liest in der “Bild”-Zeitung, die andere guckt einfach nur so – als ob sie auf ein Date wartet. Und als ob sie das schon sehr, sehr lange macht. Die dritte richtet sich noch einmal ihre Haare, und die vierte setzt sich eine Sonnenbrille auf. Was sie ein wenig außerirdisch aussehen lässt – zumal an diesem Freitagnachmittag in ganz Hannover einfach nicht die Sonne scheinen will.
Das ist der Moment, wo man sich dafür verflucht, keinen Fotoapparat mitzuhaben.

Überall wird immer mal wieder darüber gestritten, dass Kultur bezahlbar sein soll. Hannover macht es vor: Freitags ist der Eintritt zum Sprengel-Museum frei. Für alle. Ob das überall so ist, weiß ich allerdings nicht.
Aber der Besuch in dem Museum lohnt sich. Eine der Ausstellungen heißt “Nachtblüten. Bilder der Natur aus dem Sprengel Museum Hannover”. Etwa 70 Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen und Fotografien sind dort zu sehen. Seltsames, Nachdenkliches, Wunderschönes, Skurriles und Beklopptes. Es ist alles dabei.
Nebenher laufen weitere Schauen: Fotoaustellungen, eine Lichtpräsentation, Videoinstallationen und einiges mehr.
An einem verregneten Tag wie heute durchaus ein sinnvoller Zeitvertreib.

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ORA aktuell

200000 Euro für das Hildebrandthaus

Freitag, den 16. Oktober 2009
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Das Oranienburger Regine-Hildebrandt-Haus in der Sachsenhausener Straße bekommt 200000 Euro. Das Geld für die Seniorenbegegnungsstätte stammt aus einer Erbschaftsmasse, die eine 2005 in Hennigsdorf gestorbene Frau einer Autoversicherung vermachte. Die sollte es wiederum an eine Alten- und Sozialpflegeeinrichtung weitergeben. Nun entschieden sich die Verantwortlichen für das Haus in Oranienburgs Zentrum.
Die Verstorbene war lange Jahre Justizangestellte und lebte in Berlin-Spandau. Später zog sie in ein Hennigsdorfer Seniorenheim.

Das Regine-Hildebrandt-Haus wird derzeit von der Arbeiterwohlfahrt getragen, zum Jahreswechsel jedoch von der Stadt Oranienburg übernommen. Mit der Erbschaft kann das Haus neu eingerichtet und saniert werden.

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ORA aktuell

Private Oberschule für Oranienburg

Freitag, den 16. Oktober 2009
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Nach dem Mosaikgymnasium und der Montessorigrundschule entsteht in Oranienburg nun auch eine private Oberschule. Das Jugend- und Sozialwerk bereitet die Sanierung des Eiermannhauses in der Rungestraße vor. Start der Bauarbeiten soll Anfang 2010 sein. Zum Schuljahresbeginn 2011/12 zieht dort die Montessorigrundschule sowie die dann neue einzügige Oberschule ein.
Zurzeit ist die Grundschule noch in der Bernauer Straße 146, nachdem sie kürzlich von Staffelde dorthin übergesiedelt war.

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RTelenovela

Geldwechsel beim Bulettenkönig

Freitag, den 16. Oktober 2009
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Die Kunden der Fast-Food-Kette Burger King auf der Autobahnraststätte Buckautal (bei Köpernitz, einem Teil des Amtes Ziesar) mussten am Donnerstagnachmittag ein bisschen warten, bis sie endlich ihre Bestellung aufgeben konnten. Dafür wurden sie jedoch Zeugen eines etwas seltsamen Schauspiels.
Ein Mann stand breitbeinig neben dem Verkaufstresen. Scheinbar war er Osteuropäer, da er aber nichts sagte, war das schwer rauszufinden. Er drückte dem jungen Mann hinterm Tresen mehrere dicke Bündel Geldscheine in die Hand. Daraufhin begann er zu zählen. Und zu zählen. Und zu zählen. Dann schüttelte er den Kopf, und der Fremde reichte einen weiteren Schein rüber. Dann schien alles klar.
Aber damit nicht genug. Es kam ein weiteres Bündel Scheinchen.
Die Kunden mussten unterdessen warten. Die Schlange wurde länger. Und das Erstaunen über diese Szene wuchs.
Was passierte da? Geldwäsche? Oder sonstige unsaubere Geschäfte? Und wieso kann jemand minutenlang den Verkehr aufhalten, weil er zig Scheine wechseln will?
Fragen über Fragen.
Die Imbisskette nebenan hat sich jedenfalls gefreut. Weil es beim Bulettenkönig nicht voran ging, hatten die mehr Umsatz als sonst…

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