Tagesarchiv für 5. Oktober 2009

RTZapper

Wetten, dass…?: Michelle Hunziger

Montag, den 5. Oktober 2009
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SA 03.10.2009 | 20.15 Uhr | ZDF

Thomas Gottschalk hat seit Sonnabend seine persönliche Zivildienstleistende. Die blonde Michelle darf seine Wettgäste begrüßen und dem Thommy erzählen, was denn genau der Inhalt der Wette ist. Und anfeuern darf sie die Kandidaten auch noch.
Der Thommy scheint nämlich zu alt dafür zu sein. Der möchte sich wahrscheinlich nur noch mit seinen Promis unterhalten.

Was genau der Grund ist, warum Thomas Gottschalk neuerdings eine Co-Moderatorin braucht, das weiß man wohl nur beim ZDF. Bei der aktuellen Ausgabe von “Wetten, dass…?” fiel jedenfalls auf: Michelle Hunziger war ganz schön überflüssig in dieser Show. Und Thommy stand in seiner eigenen Sendung bei den Wetten wie ein Dödel daneben, der nix wusste.
Ein seltsames Gespann in der ZDF-Sonnabendunterhaltung.

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aRTikel

Ein lässiger Tag bei Türkiyemspor

Montag, den 5. Oktober 2009
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Soziales: Lindower Jugendliche zu Gast in Berlin

MAZ Neuruppin, 5.10.2009

BERLIN
Ein guter Tag für die Fußballer von Türkiyemspor Berlin, aber auch für zehn Jugendliche aus Lindow. In der Regionalliga traten die Hauptstadt-Kicker am Sonnabend gegen Hannover 96 II an und gewannen mit 2:1. Und die Lindower dabei.
Ein Freundschaftsbesuch – jedoch mit einer Vorgeschichte, die alles anderes als freundschaftlich begann. Ende August gerieten auf einem Parkplatz in Lindow einheimische Jugendliche mit Berliner Nachwuchskickern aneinander. Inzwischen kamen die beiden Gruppen ins Gespräch. Am Sonnabend reisten die Lindower zu Türkiyemspor nach Berlin.

„Wir haben zuerst gemütlich gefrühstückt“, erzählt Sozialarbeiterin Annett Bauer. In einem Café in Kreuzberg setzten sich alle an eine große Tafel – immer ein Lindower neben einen Berliner. „Die Stimmung war lässig und entspannt“, so die Betreuerin. „Es ist ganz gut gelaufen“, bestätigt die 16-jährige Vanessa. „Wir haben uns gegenseitig vorgestellt und erzählt, was wir für Hobbys haben.“ Die Schlägerei in Lindow war kein Thema. „Das ist wohl auch ganz in Ordnung so“, sagt Vanessa. „Es ist nun mal passiert, wir können es nicht mehr ändern.“ Auch Maximilian (17) fand das Treffen „ganz okay“. Nach dem Frühstück in Kreuzberg fuhren alle zum Spiel in den Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark nach Prenzlauer Berg.

„Die erste Reaktion auf die Einladung war Abwehr“, erzählt Annett Bauer. „Sie hatten völlig verquere Bilder von den Menschen hier.“ In Lindow gebe es kaum Migranten. „Sie haben einen Mangel an derartigen Erlebnissen.“ Selbst ihre Ferien würden sie meistens im Ort verbringen. Gegenmaßnahmen wären Ausflüge, Freundschaftsspiele, Berlin-Touren. Doch für solche und andere Aktionen fehlt es oft an Geld: „Ich wünsche mir vom Kreistag, dass mehr Mittel freigemacht werden, um den Jugendlichen die Welt zu eröffnen“, sagt Annett Bauer.

Moment mal: Gesprächsbedarf

RT hält das Treffen der Lindower Jugendlichen mit den Berlinern für sinnvoll

Vergeben ist die Schlägerei zwischen Lindower Jugendlichen und Nachwuchsfußballern aus Berlin sicherlich schon. Vergessen aber auf keinen Fall.
Nach dem sehr unschönen Aufeinandertreffen, das Ende August auf einem Parkplatz der kleinen Stadt in eine Schlägerei ausartete, kamen die Lindower Jugendlichen und die Berliner Fußballer bereits mehrmals ins Gespräch. Dabei wurde deutlich: Schuldzuweisungen bringen nichts. Sinnvoller ist, die Gespräche zu nutzen, um einander kennenzulernen und einander besser zu verstehen. Für die jungen Leute aus Lindow ist das eine neue Erfahrung. Denn offenbar war ihnen bisher alles Fremde, alles Auswärtige suspekt.

Am Sonnabend reisten sie nach Berlin zu den Fußballern von Türkiyemspor. Davor hatten sie Bammel. Ihnen war nicht klar, was sie dort erwartet, wie sie dort aufgenommen werden. Aber am Ende verlief der Tag ganz entspannt. Solche Ausflüge und Zusammentreffen mit Jugendlichen aus anderen Regionen und Lebensumständen sind wichtig und sollten unbedingt fortgeführt werden. Wenn sich der Horizont der jungen Leute vom platten Land erweitert, stehen sie allem Fremden nicht mehr so misstrauisch gegenüber. Politiker und Jugendbetreuer sollten alles dafür tun, um das zu ermöglichen.

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RTelenovela

Die FDP und der Datenschutz

Montag, den 5. Oktober 2009
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Im Wahlprogramm der FDP war der Datenschutz eines der wichtigen Themen. Man solle doch bitte aufpassen, an wen man denn seine kostbaren Daten weitergibt. Und der Weiterverkauf von Adressen sei mit der FDP nicht möglich.
Hieß es zumindest.
In der Praxis macht das die FDP leider ein bisschen anders. Vor den Bundestagswahlen am vergangenen Sonntag bekamen viele Leute plötzlich E-Mails oder eine SMS. Von der FDP. Mit einem Wahlaufruf. Blanke Reklame also.
Das NDR-Medienmagazin “Zapp” berichtete am Mittwoch darüber.
Woher hatte die FDP diese Daten? Etwa von einem Adressenhändler gekauft? Ist die Sache mit dem Datenschutz vor den Wahlen dann doch nicht so wichtig?

Aber auch Bekanntschaften, Freude und Kollegen nervte die FDP vor der Wahl.
Eine ehemalige Kollegin von mir arbeitet jetzt bei besagter FDP.
Ich habe zwar keine SMS von ihr bekommen – ich denke, sie hat meine Nummer nicht -, dafür aber eine andere Kollegin, die damals auch mit ihr zusammenarbeitete.
Am Sonnabend vor der Wahl hatte sie plötzlich diese Nachricht auf dem Handy: “Morgen ist Bundestagswahl. Denk doch an mich und mach Dein Kreuzchen bei der FDP. Liebe Grüße und bis bald, T.”
Und Montagmorgen die nächste SMS: “Dank Euch haben wir ‘Gelben’ es geschafft. Daaaaaanke, liebe Grüße T.”
Ich finde das ganz schön unverschämt. Nach jahrelanger Funkstille kamen auf einmal diese nervigen Werbe-Simsen. Gut, dass ich die Nachrichten nicht bekommen habe – ich hätte eine Antwort parat gehabt.

Die FDP hat schon seltsame Methoden, die Sache mit dem Datenschutz umzusetzen. Oder war das nur leeres Gerede?

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