Tagesarchiv für 30. Dezember 2008

ORA aktuell

Noch mehr Sandwiches statt Obst

Dienstag, den 30. Dezember 2008
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Die Sandwichkette Subway eröffnet in Oranienburg eine zweite Filiale. Dafür wurde eines der Geschäfte im Bahnhof angemietet. Der Mietvertrag für den kleinen Lebensmittelladen ist über das Jahresende hinaus nicht verlängert worden. Somit ist auch das Aus für die leckeren Obstschälchen beschlossen.
Subway ist seit Mitte 2008 auch in der Schulstraße vertreten. Im Bahnhof wird es nur ein Miniladen ohne Sitzplätze. Ob Subway dauerhaft doppelt in der Stadt vertreten ist, ist noch offen.

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RTelenovela

Und doch ist es ein Abschied

Dienstag, den 30. Dezember 2008
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Plötzlich standen viele Leute in unserem kuscheligen Büro. Sie waren meinetwegen da.
Am Freitag beginnt für mich ein neues Zeitalter. Dann bin ich kein freier Mitarbeiter mehr, sondern ein Volontär mit fester Anstellung und richtigem Gehalt.
Morgen ist mein eigentlicher, letzter Tag in Oranienburg. Dann wird es mich täglich nach Potsdam ziehen, in der zweiten Januar-Hälfte zum Seminar nach München und dann … mal sehen.
So ganz werden mich die Oranienburger natürlich nicht los. Alle Wochen am Sonntag. Vielleicht noch seltener. Und doch ist es ein Anschied. Und das nach elf Jahren. Nach fast neun Jahren mehr oder weniger töglicher Arbeit.
So war es dann auch ein schöner Augenblick mit einem Kloß im hals, als dann alle (bis auf den Chef – hat das was zu bedeuten?) vor mir standen, mir Glück wünschten und dankten. Dazu Blumen und ein Gutschein für die Neuruppiner Therme.
Ich bin gespannt, was die Jahre 2009 und 2010 mir bringen werden. Es werden zwei Lehrjahre mit hoffentlich vielen neuen Erkenntnissen.
Das Büro in Oranienburg wird nur noch Zwischenstation. Leider. Ich werde es vermissen. Die Leute auch. Die Arbeit in Oberhavel sowieso. Ganz weg bin ich ja nicht. Und wer weiß, was 2011 passiert.

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RTZapper

Ein Mann sieht rosa

Dienstag, den 30. Dezember 2008
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MO 29.12.2008 | 1.10 Uhr (Di.) | Das Erste

Francois Pignon (Daniel Auteuil) arbeitet als Buchhalter in einer Kondomfabrik. Eines Tages erfährt der schüchterne Kerl, dass seine Tage in dem Betrieb gezählt sind. Er soll entlassen werden. Das wäre ein großer Schlag, das Ende!
Doch sein Nachbar Belone (Michel Aumont) gibt ihm einen Rat. Francois solle sich einfach als schwul outen. So wird er nicht gefeuert, denn warum sollte eine Kondomfabrik ausgerechnet einen Homosexuellen rausschmeißen? Und so geschieht es, Pignon steht im Mittelpunkt des Betriebsklatsches.
Aber das Merkwürdigste: Sein Kollege Félix Santini (Gérard Depardieu), eigentlich ein gestandenes Mannsbild und Schwulenhasser, zeigt deutliches Interesse an Francois. Fortan wird er von ihm immer wieder aufs Neue umgarnt.
Unterdessen wird aus Francois Pignon, der eigentlich vollkommen „hetero“ ist, der Vorreiter für die französische Schwulenbewegung. Auf diesem Wege erfahren auch sein Sohn und seine Ex-Frau Christine (Michèle Laroque) von dieser Neuigkeit. Auch sie ist verwirrt und verlangt eine Erklärung…
Eines steht fest: So hat man Gérard Depardieu noch nie gesehen. Ein Polterjochen, der sich plötzlich hoffnungslos in einen anderen Kerl verknallt. Er ist die wohl größte Überraschung in dem Film. Einfach köstlich!
„Ein Mann sieht rosa“ vom Regisseur Francis Veber ist sowieso unerwartet lustig, denn er spielt gekonnt mit Klischees und bietet Situationskomik vom Feinsten.
Schön mitansehen, wie aus dem schüchternen Buchhalter, für den sich niemand interessiert, sozusagen vollkommen ungewollt eine heterosexuelle Schwulenikone wird. So eine erfrischende Komödie bekommt man selten zu sehen. Ganz nebenbei wird hier aber auch für Toleranz geworben.

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RTZapper

Die 25 emotionalsten TV-Momente des Jahres 2008

Dienstag, den 30. Dezember 2008
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MO 29.12.2008 | 20.15 Uhr | RTL

Mensch, war das aber emotional! Da will sich Brigitte Nielsen runderneuern lassen, weil sie glaubt, damit… ja, warum eigentlich? Weil das jedenfalls noch nicht genug ist, muss auch ihr Hündchen daran glauben. Das Tierchen hat nur einen Hoden, und das geht ja nun wirklich nicht. Doch leider stirbt der Kleine bei der OP. Klar, dass die Nielsen ganz traurig ist.
Da ist es natürlich tröstlich, dass ein Fernsehteam dabei ist, und immer schön die Kamera drauf hält, wenn die Biggi Blumen ans Hundegrab bringt und sich von Freundinnen trösten lässt.
Für RTL war das einer der 25 emotionalsten TV-Momente 2008, Platz 11. Dabei war es nur eines: peinlich und ärgerlich. Da ist sich ein M-Promi wirklich nicht zu schade, selbst das Privateste medial auszuschlachten und wir Zuschauer sollen mitheulen. Nein, da machen wir in Wirklichkeit nur eins: umschalten!
Platz 10 war übrigens der Drogen-Willi. Willi Herren, der sich beim Entzug filmen ließ. Auch total emo…, nein, ekelhaft und unangehm.
Gewonnen hat übrigens Marcel Reich-Ranicki mit seiner TV-Wutrede beim Fernsehpreis. Da war RTL mit seinem Qualitätsprogramm natürlich an keiner Stelle mit gemeint. Oder so.
Sonja Zietlow hätte darauf verzichten können, hat sie gesagt. Ja, kann ich mir vorstellen.

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ZAPPER VOR ORT: Ich+Ich in Berlin

Dienstag, den 30. Dezember 2008
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MO 29.12.2008 | Berlin, O2-World

Die riesige Leuchtreklame für eine Kreditkarte ist das Erste, was einem ins Auge fällt, wenn man auf die neue O2-World in Berlin-Friedrichshain zugeht. Und der große Parkplatz. Kostet nur 10 Euro Gebühr. Holla!
Das erste Mal bin ich in Berlins neuer Konzert- und Sportarena. Ich+Ich treten ohne die eine Ich-Hälfte auf. Also Adel Tawil ohne Annette Humpe. Nach den umjubelten Auftritten in der Columbiahalle und auf der Zitadelle nun also die O2-World.
Ich dachte ja: Nun gut, noch so eine Halle. Schon die Max-Schmeling-Halle und das Velodrom sind groß, doch die Telefonfirmenwelt ist dann doch noch einen Zacken wuchtiger. Der Oberrang sitzt schon verdammt hoch und weit weg vom Geschehen.
Auf einem leuchtenden Laufband wird Bier angepriesen, natürlich auch die Mobilfunkfirma und bald stattfindende Konzerte. Und doch: Eine gewisse Faszination ist dann doch da. Und das Glücksgefühl im Unterrang zu sitzen und nicht in Himmelsnähe.
Leider war, im Gegensatz zur Ich+Ich-Open-Air-Tour, nicht Radiopilot als Vorband am Start, sondern Klee. Ihre schmusigen Popsongs mit der leicht rauchigen Stimme der sängerin kamen so lala an. Irgendwie wurde ich ein wenig dösig.
Kurz vor 9 dann: Adel und Band betraten die Bühne.
Hier zeigten sich auch ein ein paar Nachteile der O2-World: Die Sitze in den Rängen sind eng, beinfreiheit gibt es nicht, weill jemand durch, müssen alle aufstehen. Die akustik ist nicht ganz optimal, im hinteren Teil der Arena fällt der Schall ein wenig unangenehm auf. Adels Texte waren anfangs nicht zu verstehen, das gab es aber mit der Zeit. Durch die Enge war das sitzende Publikum eher gehemmt. Aber auch das gab sich, aber erst gegen Ende.
Wer die CD kennt, für den war das Konzert durchaus gewöhnungsbedürftig. Live ist Ich+Ich sehr viel rockiger als auf dem Album. Sehr viel härter. Was es nicht schlechter macht. Nur einige Songs hatten dadurch einen etwas anderen Charakter. Aber warum nicht?
War schön! Die Stimmung steigerte sich bis zum Schluss. Die akustische Zugabe, auf einer kleinen Bühne inmitten des Innenraums, war dann auch ein echter Höhepunkt.
110 Minuten dauerte das Spektakel, dann war alles vorbei. Gedrängel gab es beim Rausgehen nicht. Ein großer Pluspunkt für die Arena: Großzügige Flure, viele Ausgänge. Man ist schnell draußen.

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RTelenovela

Traumtagebuch (53): Das Mülleimerklo läuft über

Dienstag, den 30. Dezember 2008
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(52) -> 9.11.2008

Etwas Merkwürdiges tut sich in meinem Elternhaus. Mal abgesehen davon, dass der Keller irgendwie verändert aussieht, sich der Flur saalähnlich vergrößert hat – was ist aus dem Klo geworden?
Die Toilette im Badezimmer sieht aus wie eine große Mülltonne. Als ich die Spülung testweise bestätige, schwappt das Wasser heraus. Und nicht nur das? Der Behälter läuft über, das Wasser läuft auf den Fußboden und beginnt langsam, den Raum zu fluten.
Ich renne raus in Flur – wie gesagt, in den saalähnlichen Flur. Ich höre meinen Vater herumschreien. Er ruft nach unserem Nachbarn B., der offensichtlich die neue Toilettenanlage installiert hat. “O.!!”, schreit er. Doch besagter O. flüchtet über die große, breite Treppe nach oben.

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