Monatsarchiv für Oktober 2007

RTZapper

Evelyn Hamann ist tot

Montag, den 29. Oktober 2007
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Loriot machte sie berühmt. Sie war Frau Hoppenstadt. Sie erlange das Jodeldiplom. Heute ist Evelyn Hamann im Alter von 65 Jahren nach einer kurzen schweren Krankheit gestorben.
Wir werden sie in Erinnerung behalten als genervte Hausfrau Melzer, die ihren pensionierten Ehemann ertragen musste. Als die Geliebte von Mama “Pussi”. Aber auch als Carsta Michaelis, die im Hause von Professor Brinkmann für Ordnung sorgte. Und nicht zuletzt als Mörder jagende Adelheid.
Eine große Schauspielerin, eine tolle Humoristin ist von uns gegangen.

RTelenovela

Ich will einfach nur einen Döner. So ganz privat.

Sonntag, den 28. Oktober 2007
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Lieber Carolli’s-Chef!
Ich bin genervt. Wenn ich Ihren Dönerladen betrete, bin ich eine private Person. Sie haben das vielleicht noch nicht bemerkt, obwohl ich es schon mal erwähnte. Deshalb hier noch mal.
Heute haben Sie nicht nicht mal “Guten Tag” gesagt, sondern hielten mir gleich eine Seite unserer Konkurrenz unter die Nase, die wieder mal über Sie berichtet haben (im Rahmen einer Anzeigenseite, also wahrscheinlich von Ihnen bezahlt). Schön für Sie. Aber was soll ich denn jetzt tun? Gleich den Block zücken und mir von Ihnen wieder mal sagen lassen, dass es gut läuft? Oder auch nicht?
Klar, Sie engagieren sich, tun so einiges für die Stadt. Aber bitte, Sie sind nicht der Nabel der Welt, über den man jede Woche berichten muss.
Und wenn das die Konkurrenz tut – freuen Sie sich einfach. Aber das heißt noch lange nicht, dass unser Haus das jetzt auch tun muss. Und da muss man dann auch nicht so tun, als sei man gegenüber den anderen ganz schön hinterher (um es freundlich auszudrücken). Zumal wir Sie oft genug bei uns drin hatten. Kostenlos. Und ich selbst habe da sowieso nichts zu sagen. Ich bin ein kleines Licht bei uns. Vor allem am Sonntagnachmittag. Da will ich nämlich nichts anderes als einen Döner.
Mit freundlichen Grüßen…

RTZapper

Die Harald Schmidt Show: Die große SAT.1-Radionacht

Sonntag, den 28. Oktober 2007
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SA 27.10.2007, 19.25 Uhr, Sat.1 Comedy

Minutenlang nur ein Standbild. Ein altes Radio. Darunter der Schriftzug “Radionacht”. 20 Minuten lang nur Ton. Eine Persiflage auf das Radio. Gruß- und Wunschsendungen. Jingles. Stars, die den “Schmidtmix” hören. Werbung. Verkehrsmeldungen.
Nein, kein nächtliches Testbild. Das war eine Ausgabe der “Harald Schmidt Show”, die einst bei Sat.1 für Furore sorgte. Insbesondere diese Folge. Denn ein 20-Minuten-Standbild auf einem Privatsender ist – sagen wir mal so: ungewöhnlich. Aber damals leiste sich Schmidt diesen Luxus noch. Und wurde dafür gefeiert. Zu recht. Denn es war wirklich extrem lustig. Und hat, gut sieben Jahre nach der Erstausstrahlung bei der heutigen Wiederholung auf Sat.1 Comedy nichts an Witz verloren.
Der Sender zeigte heute, aus Anlass des Starts von “Schmidt & Pocher” sieben Stunden lang die besten Folgen der Late-Night-Show. So zum Beispiel auch die “Show auf Französisch”. Auch an der hatten die Sat.1-Bosse sicherlich ihren Spaß.
Im Anschluss lief dann übrigens noch eine neue Folge der “Niels Ruf Show”. Sie zeigte, dass Rufs Sendung im Vergleich zu Schmidt doch extrem billig ist.

RTelenovela

Ritter der Sauna

Sonntag, den 28. Oktober 2007
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Die Aufgüsse in der Sauna der Oranienburger Turm-Erlebniscity haben es schon in sich. Da wird man schon ganz schön gequält. Ich weiß also, was ein guter Aufguss ist. Schon mal keine so schlechte Voraussetzung für die Teilnahme an einer Saunameisterschaft.
Hierbei setzt man sich in eine Sauna und wartet die Aufgüsse ab. Klingt einfach. Und wenn man dann noch erfährt, dass der deutsche Rekord bei etwas mehr als 8 Minuten liegt – das ist machbar. Allerdings: Die Sauna ist 110 Grad heiß. Und die Aufgüsse kommen im 30-Sekunden-Abstand. Das klingt – nun ja – schon etwas härter.
So waren Helge und ich doch schon ein bisschen aufgeregt, als wir am Nachmittag das Foyer des Aqua-Bades in Hennigsdorf betraten. Die Frau an der Kasse fragte vorsorglich schon mal nach unserer Krankenkassenkarte. Unten, im Saunabereich warteten schon ein paar Leute auf den Beginn der Meisterschaft. Der Titelverteidiger von 2005 und 2006 brachte es schon mal auf 6 Minuten. Und erzählte, dass einige Brandblasen bekommen würden. Dass Mann eine Badehose (Frau einen Bikini) anziehen muss, weil es einfach so dermaßen heiß wird, dass gewisse Teile geschützt werden müssen. Dass man auch Brille, Schrankschlüssel und Schmuck ablegen müsse. Dass man auf der oberen Bank sitzen muss. Sich nicht den Schweiß wegwischen darf.
Tja, da kann einem dann doch schon mal mulmig werden. Brandblasen, soso. Ich gab mir zwei Minuten in der Glut.
Am Ende waren wir zu fünft. Vier Männer und eine Frau. Plus Saunameister. Ein übersichtliches Starterfeld.
Um Punkt 17 Uhr dann das Startsignal. Alle rein in die Kabine, auf die Bank gesetzt. Ich nahm die Hand vor mein Gesicht. Eigentlich ist das laut der internationalen Regeln verboten (sprechen übrigens auch), aber ich tat es trotzdem. War ja nur Hennigsdorf.
Hitze. Und gleich der erste Aufguss. Schon der zeigte – oder besser: ließ uns spüren, dass das eine brenzlige Angelegenheit wird. Es war heiß. Kochendheiß. Brühendheiß. Meine Fingerspitzen waren bald gar. Doch jede Bewegung machte es noch heißer. Ich wollte meine Hand ein mein Handtuch einwickeln, aber das war ja auch – heiß.
Zweiter Aufguss. Mein Oberkrörper brannte. Der Brand an meinen Fingern kroch nach oben, erfasste meine ganze Hand.
Dritter Aufguss. Mein ganzes Gesicht brennt. Meine Knie. Jede kleinste Bewegung macht es schlimmer.
Vierter Aufguss. Was für ein Schmerz. Und auch das Atmen ist problematisch. Zu heiß. Der ganze Körper brennt. Nicht zum Aushalten.
Einen fünften Aufguss verkrafte ich nicht. Ich stehe schnell auf, taste mich zur Tür vor. Und es brennt! Es brennt! Im “Gehwind” brennt es noch mehr. Feuer.
Tür auf, Tür zu. Und – es wird kühler.
2,12 Minuten. Nun ja. Mehr als die zwei Minuten, die ich mir so gedacht hatte. Aber nicht viel mehr. Und vor allem. Ich bin fünfter. Man könnte auch sagen: letzter.
Helge wurde Dritter mit fast 3 Minuten. Der Sieger schaffte 3,58 Minuten. Und er hätte es noch länger ausgehalten, ist aber gleich hinter der Zweitplatzieren rausgegangen. Man müsse sich ja nicht weiterquälen, meinte er danach.
Hardcore-Sauna. Anders kann man diese Aktion nicht bezeichnen. Während man in einer normalen Sauna die Kabine verlässt, weil der Kreislauf ein entsprechendes signal gibt, sind es bei der Saunameisterschaft eher die brennenden schmerzen auf der Haut. Der Wahnsinn.
Immerhin habe ich jetzt eine Urkunde: Ich bin “Ritter der Sauna”. Ob ich nächstes Jahr versuche, meine Zeit zu verbessern – na ja, mal sehen.

RTZapper

Der Deutsche Comedypreis 2007

Samstag, den 27. Oktober 2007
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FR 26.10.2007, 21.15 Uhr, RTL

Vicco von Bülow ist ein großartiger Mann. Als Loriot brachte er uns humoristische Evergreens. Jeder von uns wird mindestens einen Sketch von ihm kennen – oder zumindest eine Floskel, einen Satz. Schon vor einigen Jahren beschloss der Mittachziger, nichts mehr fürs Fernsehen produzieren zu wollen und auch seine Auftritte aufs Mindeste zu reduzieren.
So war auch klar: Den Ehrenpreis des Deutschen Comedypreises hat er auch nicht abgeholt. Und das ist auch gut so. Loriot passt einfach nicht nur zu Kalauerveranstaltung. Er ist definitiv ein paar Nummern zu groß für die relativ müde RTL-Show.
So blieb es bei einer extrem halbherzigen Laudatio von Atze Schröder (Hallo? Geht’s noch??) und einem lieblos zusammenschnittenen Filmchen. Und danke, und tschüss. Gut, dass Loriot auf diesen Müll verzichtete. Auf die Teilnahme bei einer Sendung, in der Gaby Köster zum x-ten Mal aus ihrem Programm zitiert und das als Laudatio verkauft – ganz billig und schwach. In der Mario Barth für die “beste” Liveshow ausgezeichnet wurde. In Wirklichkeit bekam er den Preis für die am meisten besuchte Live-Comedy. Was noch lange nicht heißt, dass es auch die beste ist. In der Leute Preise bekommen, die sie auch schon in den Jahren zuvor bekamen.
Es wird zwar immer so getan, als sei die deutsche Comedy auf hohem Niveau angesiedelt, das konnten die Herrschaften gestern aber ganz gut vertuschen.
Ganz klar: Der Deutsche Comedypreis ist Loriot nicht würdig. Das wurde gestern durch Loriots Fernbleiben, aber auch durch die Akteure vor Ort sehr deutlich.

RTelenovela

Unsere Polizei – volle Kraft voraus!

Samstag, den 27. Oktober 2007
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Durchaus keine schöne Sache. Wenn man vor sich ein Polizeiauto vor sich zu fahren hat, kann man davon ausgehen, dass es sich hierbei um einen Schleicher handelt. Nicht so bei der Polizei in Oberhavel.
Als ich an der letzten Ampelkreuzung in Hennigsdorf Richtung Velten plötzlich so einen Polizeiwagen vor mir hatte, plante ich schon mehr Zeit für die Rückfahrt ein.
Aber denkste! Ich konnte gar nicht so viel Gas geben, wie die Polizei die Geschwindigkeitsbegrenzung überschritt. In Hennigsdorf waren es jedenfalls mehr als 60 km/h. Außerorts bei erlaubten 70 sicherlich mehr als 80. Ich sah die roten Lichter nur aus der Ferne. Auch in Velten wurde das Tempolimit nicht eingehalten.
Ist die Flotte in Blau (Grün ist ja auch in Brandenburg nun total out) etwa kein Vorbild mehr für uns? Kein Erziehungsberechtigter, wenn es um den Straßenverkehr geht?

PS: Die Straße durch Pinnow und Borgsdorf in Richtung Lehnitz ist wieder frei befahrbar. Und, oh Wunder: Die Mega-30-Zone ist verschwunden. Hoffentlich für immer, schließlich ist ja die Straße jetzt schön glatt, ganz ohne Unebenheiten und verursacht keinen dementsprechenden Lärm mehr. Gib Gas, hab Spaß. Aber nicht mehr als erlaubt. Außer, du bist Polizist.

RTZapper

OHV-TV: Unterwegs mit der Carola

Samstag, den 27. Oktober 2007
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FR 26.10.2007, 23.10 Uhr, Oberhavel TV

Es geht mal wieder besinnlich zu bei Oberhavel TV. Passiert ja auch gar nichts in unserem Landkreis. Möchte man jedenfalls meinen, wenn man Oberhavel TV einschaltet. Hier läuft ein Bericht über ein Museumsschiff, das sich auf dem Weg von Zehdenick nach Malz befindet. Sehr packend. Der Schiffer war mit der “Carola” jahrzehntelang unterwegs. Mit seiner Frau, weil damals, zu DDR-Zeiten keine Männer für den Job gefunden wurden. Oder so ähnlich. So musste – äh, durfte seine Frau ran.
Und so schippern wir dahin. Zwischendurch darf die Schiffersfrau an der Liebenwalder Schleuse noch einen gewagten Stunt hinlegen, und einen Moment lang haben wir ein bisschen Angst um sie. Ebenso in dem Augenblick, wo das Schiff auf eine flache Brücke zuschippert. Passt das Schiff unten durch? Plus Kameramann obendrauf? Nein, nein, Spannung kam auch da natürlich nicht auf, auch wenn der Kameramann das sicherlich anders sieht.
Und weil dieser Beitrag, nun ja, so… sagen wir mal… sehenswert ist, strahlte Oberhavel eben jenen nach einer kurz Schwarzblende einfach nochmal aus. War ja schließlich so schön. So beruhigend. So anders. So fesselnd.
PS: Fesselnd ist auch die Internetseite des Senders. Hier werden als besondere Serviceleistung die Themen der Sendung von Mitte Februar 2007 aufgelistet. Wird mal Zeit für eine Aktualisierung. Oder sind bei Oberhavel TV schon alle weggedämmert?