Tagesarchiv für 19. August 2007

RTZapper

O.C., California

Sonntag, den 19. August 2007
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SO 19.08.2007, 12.10 Uhr, ProSieben

ProSieben muss sich nicht wundern, dass die Einschaltquoten der nachmittäglichen Serien nicht immer so hoch sind, wie sie sich das wünschen.
Ich mag “O.C., California” recht gern. Aber eine Sendezeit irgendwann am Sonntagmittag – das geht gar nicht. Entweder vergisst man das oder ist schlicht gar nicht zu Hause (und programmiert nicht den Recorder).
Und wenn’s nur das wäre. Wenn die Serie wenigstens einen festen Termin hätte. Nein, das wäre zu einfach. Anfangs lief “O.C.” gegen 13.45 Uhr. Dann auch mal um 13.20 Uhr, obwohl für 13.30 Uhr in der Programmzeitung angekündigt. Oder mal um 12.45 Uhr. Diesmal sogar schon 12.10 Uhr. Wer bitte soll da noch klarkommen?

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RTZapper

FIA Rallye WM 2007: Deutschland

Sonntag, den 19. August 2007
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SA 18.08.2007, 23.00 Uhr, Eurosport

Interessante Straßenverhältnisse bei der Rallye-WM: In Deutschland rauschen an diesem Wochenende die Rennwagen über schmale Straßen, die über irgendwelche Felder gehen. Wirtschaftswege, auf denen sonst wohl nur Trecker unterwegs sind. Der blanke Wahnsinn eigentlich: In einer Geschwindigkeit, dass einem ganz überl wird, donnern die über die kleinen Wege – und landen auch schon mal ganz schnell im Matsch auf der Wiese. Ein normaler Autofahrer sollte sich da lieber nicht auf die Strecke verirren, er würde wohl sofort weggekachelt werden.
Eigentlich ist es seltsam, dass gerade mal 30 Minuten, dazu noch mit zwei Werbeblöcken, über das Ereignis berichtet wird. So laufen letztlich nur wenige Schnipsel von einem ganzen Tag. Die Rallye-WM würde sicherlich mehr hergeben, aber wahrscheinlich gibt es dafür zu wenige Publikum.

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RTelenovela

Bulettenkönig ohne Bananen

Sonntag, den 19. August 2007
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Der Bananensplit-Shake wurde aus dem Sortiment von Burger King genommen! Dafür gibt es jetzt einen doofen Capuccinoshake.
Ja, spinnen die denn??

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RT im Kino

Am Ende kommen Touristen

Sonntag, den 19. August 2007
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Als Oranienburger kennt man das: Wie ist das eigentlich, in einer Stadt zu wohnen, in der ein KZ stand – das KZ Sachsenhausen nämlich. Und wie ist das eigentlich, in einer Stadt zu wohnen, in der noch heute zig Bombenblindgänger entdeckt, entschärft oder gesprengt würden müssen. Tja, ganz normal eben. Wir leben hier, wir kennen das nicht anders.
So ist das ganz sicher auch in Auschwitz. Im KZ in Auschwitz geschah das bisher größte Verbrechen der Menschheit. Millionen Menschen starben hier. Mehr als 60 Jahre später reisen Tag für Tag Touristen nach Auschwitz, um sich ein Bild von diesem Grauen zu machen.
Und die Leute, die heute in Auschwitz, in Oswiecim, leben? Für die ist das alles Normalität. Die Gedenkstätte ist eben da. War sie ja schon immer. Aber kein Grund, nun Minute für Minute drüber nachzudenken, dass sie in Auschwitz, in Auschwitz!!, wohnen.
Das alles zeigt extrem eindrucksvoll Robert Thalheims Film “Am Ende kommen die Touristen”.
Sven (Alexander Fehling) leistet seinen Zivildienst in Auschwitz ab. Eigentlich wollte er nach Amsterdam, aber nur in Oswiecim war eine Stelle frei. Schon bald zeigt sich, dass er es hier nicht einfach hat. Auschwitz ist ein Ort voller Symbolik. Eine Symbolik, die allgegenwärtig ist. Gleichzeitig muss er aber auch lernen, dass das Leben in der polnischen Stadt weitergeht. Neben seiner Tätigkeit in der Gedenkstätte soll er such auch um den KZ-Überlebenden Krzeminski (Ryszard Ronczewski) kümmern. Sein Lebensinhalt: Koffer von KZ-Insassen reparieren und Vorträge über das Leben im KZ halten. Mehr ist dem alten Mann nicht geblieben. Irgendwann scheint das Sven alles über die Ohren zu wachsen.
Robert Thalheim hat einen hochinteressanten, spannenden und lehrreichen Film gedreht. Er führt die Zuschauer fast schon beiläufig an einige Orte des Schreckens, gleichzeitig vermittelt er eine Bestandsaufnahme des heutigen Auschwitz, Oswiecim. Vom Leben mit und abseits des ehemaligen KZ.
Das alles sehr gut am Beispiel des Zivis Sven aus Berlin dargestellt. Der schwer an der Situation zu knabbern hat.
Aber eines ist immer klar: Am Ende kommen Touristen.

10/10

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