Tagesarchiv für 7. Juni 2007

RTZapper

Grönemeyers Rockgipfel: Deine Stimme gegen Armut

Donnerstag, den 7. Juni 2007
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DO 07.06.2007, 14.00 Uhr, EinsFestival

Ob es wirklich etwas bringt, wenn sich 70000 Leute vor eine Bühne stellen, um sich ein Musikkonzert anzuhören und um damit der Politik zu zeigen, dass sie sich für die armen Länder Afrikas einsetzen sollen, ist fraglich. Wie viele der 70000 sind wirklich in Rostock gewesen, um damit eine Aussage zu treffen? Wie viele der 70000 waren dann doch bloß da, um Grönemeyer, die Sportfreunde Stiller, Bono und Co. zu sehen?
Wie auch immer – eine durchaus beeindruckende Veranstaltung. Fast sechs Stunden lang gaben sich die Stars die Klinke in die Hand. Zwischendurch machten kleine Filme auf die Armut in Afrika aufmerksam. Stimmen gegen Armut aus Bangladesch, dem Sudan und weiteren Ländern Afrikas.
Auch wenn ich die Fingerschnips-Spots ein wenig seltsam fand: Grönemeyers Rockgipfel wird zwar nicht unmittelbar etwas bewirken können. Wen aber nur ein Viertel der Konzertbesucher über das Thema nachdenkt und diese Gedanken mit nach Hause nehmen, dann hat das alles schon was gebracht.

PS: Ganz versteckt lief die sechsstündige Liveübertragung des Konzerts bei EinsFestival. Das Erste schaltete sich erst 18.20 Uhr dazu. Auf die Livesendung wurde nirgends hingewiesen. Irgendwie funktioniert in der Hinsicht der ARD-Verbund nicht wirklich.

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aRTikel

Aus dem Gerichtssaal: Die Stieftochter missbraucht

Donnerstag, den 7. Juni 2007
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Mario B. streitet den Vorwurf ab

MAZ Oranienburg, 7.6.2007

BIRKENWERDER
Angefangen hat wohl alles im Herbst 1991. Der damals 30-jährige Mario B. cremte seine Stieftochter ein. Das acht Jahre alte Mädchen litt an einer Hautkrankheit. Dabei habe er sie überall berührt. Auch im Intimbereich. Und das soll nur der Anfang gewesen sein.
Gestern musste sich Mario B. aus Birkenwerder vor dem Amtsgericht in Oranienburg zu dem Fall äußern. Ihm wird vorgeworfen, an seiner minderjährigen Stieftochter zwischen 1991 und 1996 insgesamt 15-mal sexuelle Handlungen vorgenommen zu haben. Dabei soll er mehrere Male zu ihr ins Bett gekrochen sein, wo er begann, sie zu streicheln, und mit dem Finger in sie einzudringen. Später habe er von ihr verlangt, dass sie auch sein Geschlechtsteil berühren solle. Oralverkehr bei dem Mädchen wird Mario B. ebenfalls vorgeworfen.
Der Mann, Jahrgang 1961, stritt gestern vor Gericht alles ab. “Das entspricht nicht der Realität”, sagte er. “Ich finde es krass, wenn man sich so an einem Kind vergreift.” Irgendwann nach dem Zeitraum, in dem der Missbrauch stattgefunden haben soll, haben sich B. und seine Frau getrennt. An die genauen Daten von Hochzeit, Trennung und Scheidung konnte sich B. jedoch nicht erinnern. Doch auch nach dieser Trennung sei seine Stieftochter noch oft zu ihm gekommen.
Die heute 24-Jährige bekräftigte im Anschluss ihre Anschuldigungen. Sie erinnert sich: “Einmal meinte er: Wenn er könnte, würden wir weit weg fahren und wir würden dann heiraten.” Schon vor einigen Jahren hatte sie Anzeige erstattet, woraufhin Mario B. auch vernommen worden war. Doch der Fall schien im Sande verlaufen zu sein, zu einer Anklage ist es damals, im Herbst 2001, zunächst nicht gekommen.
Der Fall wurde nach etwa dreistündiger Verhandlung auf den 19. September vertagt. Der damalige Revierpolizist, der für die Vernehmung von B. zuständig war, kann wegen einer Operation nur eine schriftliche Aussage machen.

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RT im Kino

Das größte Spiel der Welt

Donnerstag, den 7. Juni 2007
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Deutschland steht im Fußball-WM-Finale 2002. Gegen Brasilien soll der Sieg geholt werden. Nicht nur in Deutschland herrscht Fußballfieber. Auch im mongolischen Altaimassiv.
Da laden Dalai Khan (Shag Humar Kahn) und Aldanish (Abu Aldanish) zum fußball per Fernsehen ein. Und auch in der nigerianischen Tenere Wüste lechzen die Leute nach dem WM-Finale. Was im Nichts gar nicht so einfach ist…
Ein interessantes Gefühl, das uns der Film “Das größte Spiel der Welt” vermittelt. Überall, wirklich überall auf der Welt scheinen die Menschen dieses eine Spiel sehen zu wollen. Selbst in den entferntesten Gebieten.
Doch sehr viel mehr als dieses Gefühl stellt sich beim Zuschauer nicht ein. Der Humor ist nur bedingt lustig oder aus unserer, weit entfernten Sicht nicht so ganz zu erschließen. Außerdem kommt der Film ein gutes Jahr zu spät.

->> 2/5

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