Tagesarchiv für 2. März 2007

RTelenovela

Wir wollen raus! (2): Zug im Sperrkreis

Freitag, den 2. März 2007
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Verwirrung am Oranienburger Bahnhof: Alle Bahnen sollten bis 10 Uhr durch den Sperrkreis der Bombenentschärfung durchfahren dürfen.
Ich beschloss also, mit dem Regionalexpress um 9.51 Uhr nach Berlin zu fahren. Als mir die ersten Leute auf den Treppen entgegenkamen, wusste ich: Hier ist was faul! Und tatsächlich, es stand schon groß an der Anzeigetafel: Schienenersatzverkehr.
Rüber zur S-Bahn, aber auch hier kamen mir schon die Leute entgegen. Nix geht mehr.
Nicht ganz! Inzwischen stießen noch Basti und Max zu mir. Wir entdeckten, dass die Regionalbahn nach Lichtenberg noch fährt! Seltsam. Wir stiegen ein. Ich frage den Zugführer, warum die Bahn als einzige doch noch durch den Sperrkreis fahren darf. So richtig wusste er keine Antwort – es klang nach Willkür.
Und tatsächlich: Um 9.58 Uhr rollte der Zug los – durch den Sperrkreis. Von der Brücke aus sahen wir die leeren Straßen.

Am Nachmittag wollte ich dann aber auch irgendwie wieder rein nach Oranienburg. Schon in Gesundbrunnen hieß es, dass die S-Bahn nur bis Lehnitz fährt, aber der Schienenersatzverkehr in Borgsdorf beginne.
So weit, so gut. Der Kollege vom Hohen Neuendorfer Bahnhof schien davon nichts zu wissen und kündigte einen SEV ab Lehnitz an. Seine Kollegin Birkenwerder berichtigte das Ganze wieder, ebenso der Zugführer der Bahn. Zeitweise reden die beiden drinnen und draußen parallel auf uns Fahrgäste ein, was wir denn ab Borgsdorf zu tun hätten.
Nach langer Wartezeit in Birkenwerder – die ersten aus Berlin anreisenden Nichtwisser moserten am Handy schon rum, dass irgendwas mit ner Bombe sei – rollten wir lanfsam in Borgsdorf ein.
So voll, so laut ist es dort selten. Und so verwirrend. Aus den lautsprechern kam die Ansage, die S-Bahn würde hier enden und nach Wannsee zurückfahren. Während die Leute schon einstiegen, kam eine weitere Ansage. Die S-Bahn fahre doch nicht nach Wannsee, stattdessen weiter nach Lehnitz. Tja, jeder kann sich mal irren. Also stiegen alle wieder aus, die nach Berlin wollten.
Und wir, die nach Oranienburg zurückwollten, zuckelten mit dem Bus durch Borgsdorf, über die Birkenallee auf die B96 und zurück in die Stadt. Und dort zu erfahren, dass die Bombe entschärft wurde.
Vermutlich durfte unsere S-Bahn von Borgsdorf aus schon bis Oranienburg durchfahren.
Oranienburg hat jetzt jedenfalls mal wieder eine scharfe Bombe weniger.

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RTelenovela

Wir wollen raus!

Freitag, den 2. März 2007
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Freitagmorgen, kurz nach 8 Uhr in Oranienburg. Mal wieder wird eine Bombe entschärft, diesmal in der Pawlowstraße.
Kurz bevor der Sperrkreis gilt, herrscht reger Verkehr in unserer Straße. Alle kommen sie von ihren Grundstücken, um sich selbst zu evakuieren.
Ich fahre auf die Saarlandstraße in Richtung Erlebniscity. Und komme nicht weit. Stau an der Ampel, bis weit über die Dropebrücke stehen die Autos und warten.
Ein Geisterstau. Bis auf diese Ampel und diesen Stau herrscht nämlich gähnende Leere auf der Straße. Kein Gegenverkehr. Kein Verkehr von den anderen Ampelseiten. Nichts. Nur wir. Und wir kommen nicht weiter, weil die Ampelschaltung so kurz ist.
Wir wollen raus!
Mehrere Minuten dauert es, bis ich die Ampel passieren kann und an der André-Pican-Straße den Sperrkreis verlassen kann.

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RTZapper

Die Zauberflöte – Backstage

Freitag, den 2. März 2007
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DO 01.03.2007, 18.40 Uhr, ZDFtheaterkanal

Das Schweizer Fernsehen ist für seine innovativen Programmideen bekannt. Hier liefen bereits 24-Stunden-Live-Reportagen aus Stadtvierteln oder ähnliche Sachen.
Und man könnte ja fast meinen, die Idee sei von mir geklaut. Einmal hinter die Kulissen einer Konzertproduktion sehen (-> 21./24.1.2007). Einen Abend als Zuschauer bei der “Zauberflöte” in Zürich dabei sein. Das Besondere: Die Fernsehzuschauer konnten sich aussuchen, ob die sie “Zuaberflöte” selbst auf der Bühne sehen möchte. Oder lieber die ganze Zeit hinter die Kulissen blicken wollten. Zwei sender übertrugen ein Ereignis aus hzwei Blickwinkeln.
Eine spannende Idee! Das Schweizer SF1 (in Deutschland 3sat) übertrug das Konzert, SF2 (ZDFtheaterkanal) zeigte den Backstage-Live-Bericht.
Während draußen auf der Bühne getanzt und gesungen wurde, sah wir zu, wie sich andere Schauspieler draußen vorbereitete. Wie die Technik arbeitete. Welche Vorbereitungen nötig waren. Bühnenumbauten. Von hinten sahen wir, wie die Schauspieler raus auf die Bühne rannten. Vorne (auf dem anderen Kanal), was sie dann da draußen sangen.
Hochinteressant! Und gut umgesetzt. Die Macher waren extrem gut vorbereitet, wussten, was besonders interessant ist, welche Ereignisse auf der Bühne die größten Auswirkungen auf das Team dahinter hatte.
Toll! Und gut, dass die beiden Sendungen aus der Schweiz auch in Deutschland zu sehen waren. Bitte mehr davon!
An dieser Produktion können sich die deutschen Sender mal ein Bespiel nehmen!

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