Tagesarchiv für 1. Oktober 2006

RTelenovela

Der Dauer-Tobi

Sonntag, den 1. Oktober 2006
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Kurze Rast auf dem Weg von Schwerin nach Hause bei McDonald’s in Linum an der A24. Ich bin ziemlich müde, es ist 1.40 Uhr. Die Pause war dringend nötig.
Als wir rein kommen läuft gerade Tobias Regner mit “I Still Burn”. Na ja, schon lange nicht mehr gehört, klingt ja mal wieder ganz nett.
Bestellt, bezahlt, Cola aufgefüllt, auf den Platz gegangen.
“I Still Burn” läuft noch immer. Oder besser: schon wieder. Ist das Lied zu Ende, beginnt es wieder von vorn.
Dauer-Tobi.
In der Zeit, in der wir uns stärken, läuft Tobias Regner mindestens sechsmal. Wenn das mal reicht.
Der Ohrwurm hat sich eingebrannt. Er wirkt, jetzt, 2 Stunden später, immer noch. Obwohl im Hintergrund das radio läuft und da kein Tobi zu hören ist.
Ob der Regner einen Vertrag mit McDoof hat? So lange abdudeln, bis die Leute seinen Song toll finden und (noch mal) in den CD-Laden rennen?
Könnte klappen. Könnte.

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RTelenovela

Ganz viel Spaß im Zeppelin

Sonntag, den 1. Oktober 2006
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Nun ja, das Image von Schwerin hat seit dem Einzug der NPD in den Landtag Mecklenburg-Vorpommerns schwer gelitten. Und heute, im “Zeppelin”, haben die Bewohner der Landeshauptstadt dieses Image auch nicht wirklich aufpoliert. Im Gegenteil.
Es waren nicht viele Besucher im “Zeppelin”, ein kleiner Musikclub in einem äußeren Bezirk Schwerins. Und viele der Leute, die da waren, waren auch nicht unbedingt sympathisch. Nun fragt man sich natürlich, warum werden offensichtlich Besoffene vom Türsteher überhaupt reingelassen. Scheint den Leuten wurscht zu sein.
Im Rahmen der John-Lennon-Talent-Award-Friendship-Tour spielten u.a. Paulsrecorder und Radiopilot.
Ein seltsamer Auftritt für Radiopilot. Kaum Leute. Und die beiden reizenden Schweriner, die direkt vor der Bühne standen, machten nicht den Eindruck, als seien sie auf Kultur aus. Einer der beiden hatte eine Glatze. Ob das jetzt aber politische Aussage ist, lässt sich nicht beantworten. Auf die Jacke, die er an hatte, stand allerdings etwas in einer altdeutschen Schrift. Diese beiden machten den Eindruck, als würden sie jeden Moment die Bühne entern, um dort irgendwelche Sprüche loszulassen. Ein dritter Suffkopp näherte sich unterdessen seitlich der Bühne, um sich das Piano näher anzusehen. Und kurz mitspielen zu dürfen. Der Glatzkopf schlich sich kurz danach mit einer aufblasbaren Gitarre auf die Bühne.
Als leidender Zuschauer fragt man sich: Warum griff niemand ein? Wieso dürfen die einfach auf die Bühne? Andererseits: Wäre vielleicht die Situation in irgendeiner Art jund Weise eskaliert, wenn jemand dazwischen gegangen wäre.
Respekt: Radiopilot meisterte die ungewöhnliche Situation souverän und nach außen hin ruhig. Auch wenn es innen sicher anders aussah. Kleine Zeichen nach außen bekam die Suffis sowieso nicht mit.
“Zeppelin” – muss nicht nochmal sein!

Schwerin selbst ist allerdings recht sehenswert. Die wunderschöne Altstadt sowie das Schloss sind auf jeden Fall einen Spaziergang wert.

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