Monatsarchiv für Februar 2004

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rbb aktuell / Sportplatz

Sonntag, den 29. Februar 2004
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SO 29.02.2004, 21.45 Uhr, rbb

Aller Anfang ist schwer. An das neue Programm des noch viel neueren rbb muss sich jeder erst noch gewöhnen. Auch die rbb-Moderatoren selbst. Man kann sich schließlich nicht alles auf Anhieb merken. So gibt es jetzt statt einer „SpätAbendschau“ eine Spätausgabe von „rbb aktuell“. Moderator Jan Lerch muss das noch nicht mitbekommen haben, denn er kündigte am Sonntag vor dem Wetterbericht das Ende der „heutigen SpätAbendschau“ an. Die Berichtigung folgte umgehend nach den Wetteraussichten. Nun gut, niemand ist perfekt. Als nächstes stünde das neue Magazin „Sportpalast“ auf dem Programm, kündigte Lerch dann an. Eine gute Minute später lächelte uns eine kompetentere Moderatorin an und begrüßte uns auf dem „Sportplatz“. So heißt die Sendung nämlich tatsächlich. Der „Sportpalast“ von RBB Berlin wurde geschlossen. Und weil der rbb so ziemlich allen Magazinen neue Namen verpasst hat, dürfen wir uns sicher auf weitere solcher Versprecher freuen.

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Wetten, dass…?

Sonntag, den 29. Februar 2004
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SA 28.02.2004, 20.15 Uhr, ZDF

Was glaubt der Gottschalk eigentlich, wer er ist? Er muss sich also tatsächlich überwinden, einen Daniel Küblböck am Krankenbett zu besuchen? Das ist also ein Wetteinsatz, der ihn so richtig hart trifft? Nicht, dass man diesen Daniel toll finden soll, aber in letzter Zeit werde ich das Gefühl nicht los, dass Gottschalk in immer höheren Sphären schwebt. In letzter Zeit neigt er in seiner „Wetten, dass…?“-Show immer öfter dazu, Stars, die nicht in seiner Liga spielen, nieder zu machen. Eine arrogante Art, auf die wir gern verzichten würden. Und warum sagt ihm eigentlich keiner, dass „Wetten, dass..?“ langsam, aber sicher auch total verödet!

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Christian mag Simone Sommer

Donnerstag, den 26. Februar 2004
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Der 17-jährige Borgsdorfer gehört zur Fritz-Band Blaumond / Hörer schrieben die Songs selbst

MAZ Oranienburg, 26.2.2004

BORGSDORF
„Simone Sommer“ gehörte zu den Hits des vergangenen Sommers beim RBB-Jugendradio Fritz. Das Besondere: Die Hörer des Senders schrieben den Song selbst. Jeden Montagabend lief auf Fritz der „Songwriter Blue Moon“, ins Leben gerufen von Moderator Stefan Michme. Die Anrufer der Telefon-Talkshow haben sich den Text des Liedes selbst ausgedacht, Co-Moderator Gerald Frisco gab dem Ganzen eine passende Melodie.
Doch damit nicht genug. Für die Aufnahme des Songs wurde eine Band gesucht. Davon hörte auch der 17-jährige Christian Lippert. Mit seiner Gitarre machte sich der Borgsdorfer auf in die Potsdamer Fritz-Studios. Beim Casting konnte er das anwesende Publikum überzeugen, er schaffte es ins Internet-Voting. Am Ende wurde er tatsächlich einer von zwei Gitarristen der neuen Band. Auch den Namen der Gruppe bestimmten die Fritz-Hörer: Blaumond.
„Danach fanden in den Studios in Potsdam ein paar Proben statt“, erzählt Christian Lippert. Inzwischen wurden im „Songwriter Blue Moon“ Ideen für ein „Simone Sommer“-Video gesammelt. Gedreht wurde in Senftenberg. „Das war eine gute Erfahrung“, erinnert sich Christian. „Man sieht, was da für eine Arbeit dahinter steckt.“ Der Song kam Ende Juni heraus. „Das war ganz schön spät für einen Sommerhit. Die kommen eigentlich früher raus“, weiß der Borgsdorfer. Das ist wohl auch der Grund, warum die Musiksender auf den Song nicht mehr aufmerksam wurden. Dennoch hatten Blaumond auch große Auftritte. „Den Größten hatten wir auf dem Brandenburg-Tag in Potsdam“, erinnert sich Christian.
Währenddessen ging die „Songschreib-Aktion“ weiter. So entstand im Hennigsdorfer Conny Island ein Lied über die Provinz. „Aber mein Lieblingslied ist schon die Simone Sommer. Der Text vom Refrain geht schnell ins Ohr.“
Die Musik ist Christians großes Hobby. Er ist mit seiner Gitarre in der Berliner Hard-Rock-Band Theatre Of Reality vertreten. „Da suchen wir übrigens gerade einen Bassisten“, erzählt Christian. Seit kurzem ist er bei einem Elektro-Pop-Jazz-Projekt dabei, in der Oranienburger Musikschule gehört er zum Ensemble vom Jazzkomplott. Zweimal in der Woche gibt er Gitarrenunterricht. Und auch an seiner Schule, dem Veltener Hedwig-Bollhagen-Gymnasium, ist er aktiv. Bei der Theater-Aufführung „(K)ein Sommernachtstraum“ war er mit seiner Gitarre vertreten. Nach dem Abi will er Musik studieren. „Vielleicht bekomme ich ein Stipendium im Ausland.“ Christians Traum wäre ein Studium am Bostoner Berkeley-College.
Kurz vor Weihnachten waren Blaumond im ColumbiaFritz zu Gast. Da spielte die Band alle Songs, die mit Hilfe der Radiohörer entstanden sind. Nun wird bei Fritz überlegt, was mit den elf Blaumond-Songs passieren soll. „Es gibt Plattenfirmen, die das Album gern vermarkten wollen“, erzählt Christian. Aber Genaues stehe noch nicht fest. Neue Songs sollen jedenfalls nicht entstehen.
Falls das Blaumond-Projekt ausläuft – langweilig wird es Christian Lippert ganz bestimmt nicht.

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Die Ruhe vor dem Sturm

Mittwoch, den 25. Februar 2004
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Diskussion zur Schulschließung: Seit einer Woche herrscht Stille im Runge-Internet-Forum

MAZ Oranienburg, 25.2.2004

ORANIENBURG
Im Internet-Forum des Oranienburger Runge-Gymnasiums scheint die Ruhe vor dem Sturm zu herrschen. Wurde dort seit Anfang Januar ausführlich die drohende Schließung der Schule diskutiert, herrschte bis gestern Nachmittag seit vergangenem Montag absolute Stille was dieses Thema betrifft. Offensichtlich scheinen jetzt erst einmal alle die Entscheidung abwarten zu wollen, die heute Nachmittag vom Kreistag gefällt wird.
„Sicher ist die Wahrscheinlichkeit, diese Politiker umzustimmen, sehr gering“, äußert sich Sushi in einem der vielen Beiträge. „Aber einen solchen Standort kann man nicht kampflos untergehen lassen!“, heißt es weiter. „Ich seh’ mich schon mit 20 anderen Leuten als einzige Schüler morgens ins Schulgebäude kommen, weil wir der letzte Jahrgang sein werden“, befürchtet Schwebbel.
„Mal ehrlich, wenn es nach der Beliebtheit gehen würde, wär’ unsere Schule bestimmt ziemlich weit vorn (von den Gymmies)“, bemerkt Jule. Eine Meinung, die im Runge-Forum nicht nur auf Zustimmung, sondern auch auf Kritik stößt: „Das ist genau die falsche Herangehensweise!“, antwortet ihr Kasuetria. „Weißt du, es geht zwar für uns darum, dass das Runge geschlossen wird, aber im Allgemeinen geht es wohl eher darum, dass eine Schule geschlossen wird“, wird die Meinung begründet. „Würde man das Gymnasium in HN schließen, ich würde es auch blöd finden.“ Immer wieder wird vermutet, das Gymnasium in Hohen Neuendorf würde nur deshalb saniert, weil der Landrat dort wohne. „Wäre ich der Landrat und meine Kinder würden auf HN (gemeint ist das Marie-Curie-Gymnasium) gehen und ich müsste mich dann zwischen Runge und HN entscheiden, so würde ich mich um meiner Kinder Willen vielleicht auch für HN entscheiden. Aber das sind alles Spekulationen“, schreibt Kasuetria. „Stellt euch vor, das Gymnasium in HN würde geschlossen werden. Wäre euch das egal?“, fragt Ehel. „Warum??!! Ihr müsstet wirklich schon was finden, was das Runge dermaßen außergewöhnlich macht.“
In einem weiteren Thread sollen Argumente gegen die geplante Runge-Schließung gesammelt werden. „Wer jetzt Schulen schließt, wird in ein paar Jahren Probleme mit wieder steigenden Schülerzahlen haben“, meint zum Beispiel Abrem-Sev. Dem widerspricht allerdings VooDooChild: „In den mir vorhandenen Materialien sind Tabellen angehangen, die beweisen, dass die bestehenden Schulen ohne das Runge-Gymnasium bei 28 Schülern mit den wieder steigenden Schülerzahlen klarkommen.“ „Wenn Runge geschlossen wird, so werden noch mehr Schüler aufs LHG müssen, da sicher niemand nach Gransee oder sonst wohin will“, bemerkt der LHG-Admin. „Die Belastungsgrenze unserer Schule ist jetzt schon erreicht.“ Auch das Argument, die Schule liege in zentraler Lage, wird von einigen als kein ausreichendes Argument gesehen. Anni verweist auf das Gütesiegel „Schule ohne Rassismus“. Aber „an anderen Gymnasien kommt es auch nicht häufiger oder seltener zu Übergriffen. Oder?“, antwortet ihr Phillipp.
Viele der Einträge enden mit dem Satz „Runge bleibt offen!“ Der letzte Beitrag zur drohenden Schließung des Runge-Gymnasiums wurde am 16.Februar getätigt. Es scheint – vorerst – alles gesagt zu sein. Jetzt können alle Beteiligten nur noch abwarten.

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Hier tanzt der Bär

Sonntag, den 22. Februar 2004
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SO 22.02.2004, 12.30 Uhr, RBB Berlin

Sonntag waren alle Dritten Programme in der Hand der Narren. Sogar in Berlin fand ein Umzug statt, RBB Berlin übertrug live. Nun gut, Tausende standen am Rand der Strecke rum. Aber wirkliche Stimmung herrschte nicht. Den Kommentatoren der Übertragung scheint das nicht aufgefallen zu sein, denn sie betonen immer wieder, Berlin könne sich durchaus mit den Narren in Köln messen. Leider hatten sie nicht die Gelegenheit, mal fix zum WDR zu schalten, denn dort herrschte wirklich gute Stimmung. Haben die guten, alten Preußen vielleicht ein kleines Profilneuröschen, alles besser machen zu wollen? Hat nur leider nicht so ganz funktioniert!

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Verstehen Sie Spaß?

Sonntag, den 22. Februar 2004
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SA 21.02.2004, 20.15 Uhr, Das Erste

„Jetzt geht’s los“, meint Frank Elstner am Sonnabend zu seinen Zuschauern. Dummerweise sagte er diesen Satz eine halbe Stunde nach Beginn seiner Show. Bis dahin wurden wir mit der Wahl zum Witzbold des Monats angeödet. Unlustige Leute durften noch viel unlustigere Witzchen erzählen. Was ist nur aus „Verstehen Sie Spaß?“ geworden? Dann kam auch noch Cherno Jobatey, der die Show nicht mehr moderieren darf, weil ihn keiner mehr sehen will. Aus Anlass des Jubiläums durfte er neben den anderen Ex-Moderatoren doch noch mal vorbeischauen. Im Gepäck hatte er seinen Lieblingsfilm, der allerdings so witzig war wie Jobatey selbst. Nämlich überhaupt nicht. Harald Schmidt wird schon gewusst haben, warum er sich das alles nicht antun wollte und nur per Einspieler in der Show zu Gast war. Und bissig wie immer war. Harald, wir vermissen dich.

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Durch die Nacht mit…

Donnerstag, den 19. Februar 2004
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DO 19.02.2004, 22.55 Uhr, ZDFtheaterkanal

Er habe doch nur Angst, die Kontrolle über sich zu verlieren, wenn er Drogen nähme. Das sagt kein Geringerer als Michel Friedman über Christoph Schlingensief. 2002, als von einer Drogen-Affäre im Zusammenhang mit Friedman noch keine Rede war, verbrachten Theater-Regisseur Schlingensief und er in Frankfurt/Main einen Abend miteinander. Begleitet von einem Kamerateam besuchten sie Museen und Kneipen der Börsenstadt. Aus heutiger Sicht sind diese 70 Minuten teilweise erheiternd, gerade wenn der „saubere“ Herr Friedman über Drogen diskutiert. Im Laufe des Abends, nach ein paar Gläschen Wein, sind alle sogar ein wenig angeheitert. Der ZDFtheaterkanal wiederholt „Durch die Nacht mit…“ heute Abend um 22.55Uhr. Es lohnt sich wirklich!