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Deutsche Vorentscheidung Grand Prix 2000

FR 18.02.2000, 20.15 Uhr, ARD

Corinna May darf auch dieses Jahr nicht zum Grand Prix Eurovision. Sie Verlor gegen Stefan Raab und seinen Song „Wadde hadde dudde da”. Nun kann man ja wieder von Schiebung sprechen, wie es der beleidigte Ralph Siegel gerade macht, in Wirklichkeit gehörte Raabs Auftritt wirklich zu den besten des Abends. Wobei man doch lobend erwähnen sollte, dass bei der Vorausscheidung am Freitag in der ARD keine der Nummern wirklich schlecht war. Höchstens geschmacklos wie Knorkator, die sich am Ende grunzend („Ick war zun Schwein”) auf der Bühne wälzten. Glücklicherweise hat man von den gegrölten Text sowieso nur wenig verstanden, trotzdem werden den Omas bestimmt vor Schreck die Plätzchen aus der Hand gefallen sein.
Vielleicht fand Oma Marcel ja besser. Der Letztplatzierte im Ich-bin-wie-Enrique-Iglesias”-Wettbewerb sang in eher schlechter Latino-Art
„Adios” (Textprobe: „Ha-ha-ha Adios… hu-hu-hu mon amore,..). Hauptsache, Marcels Eltern sind stolz auf ihn!
Eher an die Village People erinnerte Fancy. Ein bisschen Tanz hier, ein bisschen Männerchor-Gesang da,
Claudia Cane & Mother Bone „finden’s super, dass wir als Rock-‘n’-Roll-Band beim Grand Prix mitmachen dürfen”. Ihr Lied hieß „Free”. Und vielleicht sollte es ja so sein, vielleicht ist das jetzt Mode: Claudias Hose war einen Spalt breit offen, Teile ihrer Unterwäsche waren genauso „free” wie der Song.
„Du musst kein Model sein” sang David Kisitu. Die Frage ist nur, warum dann einige dieser Exemplare auf der Bühne herumwackelten.
Mit „Queen Of Light” haben E-Rotic eigentlich ein gutes Liedchen abgeliefert. Und es wäre noch schöner gewesen, wenn die Sängerin eine halbwegs ausgebildete Stimme gehabt hätte. Das war gar nichts!
Raab hat gewonnen und Ralph Siegel ist bockig. Als ob er nicht geahnt hat, wie es ausgeht. Wieso jetzt die Aufregung? Ein schlechter Verlierer!

Hits: 2022

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