Monatsarchiv für Dezember 1998

aRTikel

Meinungs-Ecke: So nicht, Leser!

Mittwoch, den 30. Dezember 1998
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Wir fühlen uns echt beleidigt!

MAZ Oranienburg, 30.12.1998

Seit Mai diesen Jahres nennt sich die MAZ-Jugendseite „Willi”. Das ist ja gut und schön. Und wir wissen auch, daß wir seitdem ein bißchen mehr Aufmerksamkeit erhäschen konnten. Wir kriegen jetzt sogar Post!
Nun haben wir euch ja zu unserem Jahrestag Ende Juni gezeigt, was es noch so für Willis gibt. Da gab es die Show „Vier gegen Willi”, das Schlumpf-Lied “Willi, Willi, Willi, Willi, Willi” oder eben auch diverse Preußenkönige namens Friedrich Wilhelm, von denen, wie man uns erklärt hat, unser „Willi” abgezweigt wurde. Aber was ihr mittlerweile daraus macht, schlägt dem Faß den Boden aus!
In unzähligen Gesprächen haben wir nämlich den wahren Spitznamen für diese Seite herausbekommen. Da heißt es: „Ach, du arbeitest also auch bei der Willi-Wuff-Seite?!” So, so. Willi-Wuff-Seite also. Benannt nach einem sprechenden Fernseh-Köter, Das ist der Dank dafür, daß wir jede Woche unsere kostbare Freizeit opfern und dann schenkt ihr uns diesen merkwürdigen Namen. Oder meint ihr das liebevoll? Ansonsten wären wir echt beleidigt!

RTelenovela

Ruhe im Stab

Mittwoch, den 30. Dezember 1998
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Es war sehr ruhig hier im Stab der Prenzlauer Kompanie in der Zeit rund um die Feiertage. Es ist schon ein ziemlich merkwürdiges und blödes Gefühl, wenn man hier in der FBSt vor dem Computer sitzt, und eigentlich sonst (kaum) jemand da ist. Diese Ruhe im Stabgebäude ist geradezu unerträglich. Wobei das wahrscheinlich nicht an der Ruhe an sich lag, sondern weil wir wohl ein kleines, aber nur so ein ganz kleines bißchen neidisch waren, daß die anderen alle ihren wohlverdienten (na ja) Urlaub antreten durften und wir nicht. Wir durften weiterarbeiten.
Es gibt allerdings Momente, da freut man sich tatsächlich, daß es auf unsere Arbeit hin auch ein Echo gibt. Wir haben uns nämlich sehr über die kleinen Aufmerksamkeiten zu Weihnachten gefreut, die uns die Soldaten aus dem Einsatzgebiet geschickt haben.

RTZapper

Das war 1998!

Dienstag, den 29. Dezember 1998
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Bevor das Jahr 1998 endgültig abnippelt, will ich an dieser Stelle noch einmal sehen, was alles passiert ist.
Fernsehen: In Erinnerung bleiben wird der Studenten-Protest in der SAT1-Talkshow „ Talk im Turm” – wildgewordene Studis ketteten sich an Erich Böhmes Sessel.
Die Ausblendung von Guido Westerwelle bei der „Bonner Runde” zugunsten von Gerhard Schröder sorgte für einen Eklat. Die Generalsekretäre von CDU, CSU und FDP verließen die Sendung vorzeitig.
Die Talkshows kamen ins Gerede. Der Vorwurf: zuviel Sex. Nach langen Diskussionen wurden die Laber-Shows entschärft.
Diskussionen gab es auch um die geplante Pay-TV-Allianz von Kirch und Berteismann. Keine Genehmigung.
TV-Highlights des Jahres: „Der König von St. Pauli” (SAT1), „Opernball” (SAT1) und „Der Laden” (arte/ARD).
Das Stehauffrauchen des Jahres war ohne Zweifel Ulla Kock am Brink. Mit ihrer ProSieben-Show gescheitert, feiert sie jetzt Erfolge in der ARD-„Lotto-Show”.
Mißerfolge waren dieses Jahr u. a. auch „Geliebte Schwestern” (SAT1), „TNT” (ProSieben) und „Brigitte TV” (ARD).
Musik: Nach Rickys Ausstieg hatte TicTacTwo einen Auftritt bei der Echoverleihung, der allerdings nur schlecht ankam. Ein Comeback feierten Modern Talking. Das ist mir wahrhaft unbegreiflich! Caught In The Act dagegen löste sich im Nichts auf.
Sport: Großes Highlight war hier natürlich die Fußball-WM in Frankreich. Dei Gastgeber siegte und die Deutschen – nicht. Das Spiel Deutschland gegen die USA war übrigens der Quoten-Sieger 1998 mit 24,46 Millionen Zuschauern. Quote brachte auch die Tour de France, aber wohl mehr wegen der Doping-Skandale. Nächte um die Ohren geschlagen habe ich mir bei den Olympischen Winterspielen in Nagano.
Leute: Guildo Horn mischte den Grand Prix Eurovision gehörig auf. Mit seinem „Piep, piep, piep” wurde er immerhin Siebter.
Am Ende des Jahres belustigten uns Verona Feldbusch und Bohlens Neu-alt-und-immer-Freundin Naddel mit dem Kampf, wer denn die Erfolgreichere ist. Die Sache wird uns wohl noch länger beschäftigen. Schließen möchte ich mit den besten Wünschen für 1999 und mit den ge-schichtsträchtigen Worten Giovanni Trapatonis: „Ich habe fertig!”

RTZapper

Weihnachtsgrüße 1998

Dienstag, den 22. Dezember 1998
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Das Weihnachtsfest steht mal wieder unweigerlich vor der Tür. Da wird es höchste Zeit, daß ich, genau wie im letzten Jahr, an dieser Stelle meine Grüße zum Fest loswerde.
Wer denkt denn zum Beispiel an die Leute vom Fernsehen, die auch Heiligabend und an den Feiertagen ihre Freizeit dafür opfern, daß wir auch in dieser Zeit unsere Nachrichten, Magazine und Shows sehen können. Bei der „Tagesschau” war, es Tradition, daß zu Heiligabend grundsätzlich Wilhelm Wieben die Nachrichten las. Das tat er voltkommen freiwillig, weil er als einziger in der Crew keine Familie hat, also Weihnachten sowieso nicht in diesem Umfang feierte. Die Spannung liegt also diesmal darin, wer in diesem Jahr die “Tagesschau” zu Heiligabend präsentiert, da Wieben im letzten Sommer aufgehört hat.
Zum zweiten möchte ich an dieser Stelle mal alle meine Freunde und Bekannten grüßen, die während dieses Jahres das schwere Los hatten, von mir für diese Kolumne mißbraucht zu werden (der Satelliten-Fachmann, die Ostsee-Urlauber usw.), wenn ich wieder nix anderes zu schreiben hatte. Auch die restlichen Mitglieder der MAZ-Jugendredaktion seien noch mal erwähnt (Wir haben uns alle ganz lieb!!).
Allen ein frohes Weihnachtsfest!

RTelenovela

Der Kopierer ist im Eimer

Freitag, den 18. Dezember 1998
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Unser Kopierer in der FBSt ist im Eimer! was für uns eine Katastrophe darstellt. Schließlich ist das Ding für uns geradezu lebensnotwendig. Wenn wir jetzt die Prenzlau Times verfielfältigen (Fachdeutsch: drucken) wollen, müssen wir immer ins S3-GeZi tigern, dem dort sitzenden, völlig überarbeiteten Soldat unsere Zeitungsseiten auf den Tresen knallen und sagen “Los, mach mal…” – Also, das ist doch kein Zustand, oder?! Das ist jetzt schon einige Wochen so. Und vor Anbruch des nächsten Jahres wird das auch nix mehr, wie man uns sagte…
Aber ansonsten haben wir ein schwerwiegendes Problem weniger. Der Schnee, der in den letzten Tagen und Wochen auf Prenzlau und Umgebung niedergegangen ist, hat sich wieder verabschiedet.

RTZapper

Brabbelnde Popstars

Dienstag, den 15. Dezember 1998
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Einer der vielen, vielen Musiktrends ist ja der, daß irgendeine Frau oder irgendein Mann auf eine Melodie labert, und dann ein anderer den Refrain trällert.
Nehmen wir zum Beispiel Oli.P mit seinem Hit „Flugzeuge im Bauch”. Wäre dieses zugegebenermaßen ziemlich gute Liedchen auch auf Nummer eins der Charts gewesen, wenn nicht diese einfach mal geil klingende Frauenstimme das „Gib mir mein, gib mir mein Herz zurück …” singen würde? Der Refrain ist nämlich, der Meinung bin ich jedenfalls, das Allerwichtigste in so einem Song. Was Oli da zwischendurch vor sich hin brabbelt, isi da eigentlich unwichtig.
Aber wenn man sich so durch die Musikkanäle zappt, ist er nicht der einzige. Ich behaupte schon seit langem, daß auch Sabrfna Setlur nicht berühmt geworden wäre, wenn sie ihre ohrenschmeichlerischen Refrains nicht hätte. Dummerweise singt Sabrina diese aber gar nicht. Beschiß? Genauso Rlcky (Ex-„Tic Tac Toe”) : Letztens wurde ihr Song mit einem Ausschnitt im Radio angekündigt („Außerdem spielen wir noch Ricky mit…”). Doch Ricky ist überhaupt nicht zu hören, sondern eine Stimme, die eindeutig von einem Mann stammt. Ich will damit übrigens nicht sagen, daß diese Lieder schlecht sind, aber ich finde das Ganze schon ein wenig merkwürdig.
Selbst ein D. J. Bobo läßt ja immer schöne Frauenstimmen den Refrain singen. Sein Gesülze dazwischen ist doch dagegen vollkommen uninteressant!

RTZapper

ZAPPER VOR ORT: Wahl der Miß Brandenburg

Samstag, den 12. Dezember 1998
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FR 11.12.1998, Eberswalde, Altwerk

Es war bereits Sonnabend morgen, die Uhr sagte mir, daß es schon 2.32 Uhr war, als die Entscheidung darüber fiel, wer denn nun die Schönste im Lande Brandenburg ist. Aber ganz von vorn …
Am Freitag fand in der Eberswalder Discothek „Altwerk” die Wahl zur „Miß Brandenburg” statt, an der auch die von uns letzte Woche vorgestellte „Miß Oberhavel” Jeannette teilnahm. Sie und 14 weitere Mitbewerberinnen kämpften um diesen heißbegehrten Titel. Ging es doch auch unter anderem um eine Fahrt mit einem Porsche! Natürlich mit Chauffeur, da die meisten der Mädels ja noch nicht 18 Jahre alt sind und das Teil selbst fahren könnten.
Mit einer halben Stunde Verspätung ging es dann auch endlich los. Wahrscheinlich warteten die Veranstalter auf mehr Publikum, was nicht besonders zahlreich erschien. Vielleicht wäre es auch besser gewesen, das Ganze am Sonnabend stattfinden zu lassen, da an diesem Tag mehr Leute in die Disco gehen.
In der ersten Runde liefen die Model-Anwärterinnen über die Bühne und zeigten sich dem geneigten Volk. Danach stellten sich die 15 Mädchen selber vor. So erfuhren wir, daß Teresa Fleischfachverkäuferin ist. So, so. Andere wiederum haben als Berufswunsch Luftverkehrskauffrau, Physiotherapeutin oder Stewardeß angegeben. Wie wir ja seit letzter Woche wissen, will „unsere” Miß einmal Schauspielerin werden. Bereits nach dieser Runde hatten wir schon einige Favoritinnen. Das heißt, jeder von uns hatte andere, aber so ist das ja nun mal mit den Geschmäckern. Nach der zweiten Runde allerdings müßten wir einige Ansichten revidieren.
Nämlich nach den Ansichten, die uns die Badeanzug-Runde „bescherte”. Da kamen dann die, ich sage mal, Vorzüge zum Vorschein. Oder Nachteile, wie man’s nimmt…
Die Nummer 6 beispielsweise sah im Gesicht fast wie Deutschlands berühmtester Formel-1-Fahrer aus, denn diese Janina hatte ein echtes, „Schumi-Kinn”. Jurika, die Nummer 15, hatte sich eine mächtige Frisur aufgetürmt, aber vertuschen konnte sie es trotzdem nicht: Was oben zuviel war, war „weiter unten” zu wenig (frauenfeindlich?). Die Nummer 11 (Liane) ist bestimmt „Tagesthemen”-Fan. Sie hatte nämlich genau die gleiche Frisur wie die Moderatorin Gabi Bauer. Auch einige der Kleider, die die Mädels anhatten, mußte man leider als Fehlgriff bezeichnen. Hier bewies unsere Miß Oberhavel im Gegensatz zu den anderen wirklich den absolut besten Geschmack! Sie war übrigens auch die einzige, die von der Bühne aus richtig in das Publikum guckte. Ja, sowas fällt echt auf!
In der letzten Runde erzählte der (übrigens total schlechte und schleimige) Moderator nochmal alles, was wir über die Missen wissen mußten. Danach stimmte Volk und Jury ab, wer die Beste und Schönste von allen ist. Das Ergebnis machte uns zwar nicht zufrieden, aber wir mußten es hinnehmen: Claudia, Miß Havelland, ist die Miß Brandenburg des kommenden Jahres 1999.