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Bärbel Schäfer

MO 07.05.1996, 14.00 Uhr, RTL

Wenn die Uhr die 14. Stunden vollmacht, atmet der Talkshow-Junkie auf. Die talkshowlose Zeit (13 bis 14 Uhr) ist zu Ende. Endlich kommt SIE – Bärbel Schäfer.
Jede Talkshow hat ja seinen eigenen Charakter. Hans Meiser ist bieder und ordentlich. Ilona Christen die Tränendrüse der Nation. Jürgen Fliege mit seinem Betroffenheitstalk. Arabella Kiesbauer, die Talkshow, die schwindelig macht.
Aber bei Bärbel geht’s so richtig zur Sache. Da wird nicht so einfach bieder dahergeschwafelt. Nein, nein, hier wird so richtig gestritten.
Da beschimpft eine junge Frau ihre Schwiedermutter, die umittelbar neben ihr sitzt, dem Weinen nah ist und schließlich das Studio verläßt. Das sind so die Situationen, in denen die liebe Bärbel ein wenig hilflos wirkt.
Na ja, Hauptsache die Quote stimmt.
Neulich aber mein Lieblingsthema der letzten Zeit beim Schäfertalk: “Ich will nicht arbeiten.” Sieben oder acht leicht asozial aussehende Individuen (sorry, aber so sahen die nun mal aus…) saßen da rum.
Eine von ihnen macht auf Kunst. So was kann kein anderer: Sie nimmt Handzettel und krakelt da ein paar Strichmännchen drauf. Empört war die “Künstlerin”, als das Publikum doch tatsächlich darüber lachte. “Können Sie das etwa?” Sie hofft, die “Zeichnungen” verkaufen zu können.
Also ich biete 2 Pfennige. Vielleicht auch weniger…

Ein Kommentar zu “Bärbel Schäfer”

  1. RTiesler.de » Blog Archive » Detlef Soost: Ich bin zu geil für diese Welt

    […] besprochen worden. Weil das so gut lief, kam irgendwann “Ilona Christen” dazu. Und “Bärbel Schäfer”. Drei Talkshows hintereinander. Im Ersten gab es “Fliege”, ProSieben hatte […]

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