Monatsarchiv für Mai 1989

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Moritz ist tot

Samstag, den 27. Mai 1989
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Nach langem Leiden starb unser lieber Kater Moritz im Alter von 5 Jahren am 25.5.1989.

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Straßenfest 1989

Montag, den 22. Mai 1989
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Es gibt in unserer Straße eine Tradition: Jedes jahr findet in der Pasteurstraße ein Straßenfest statt.
Am 20.5.1989 war es wieder soweit.
So ein Straßenfest trägt hohe Kosten:
Eis: 50 M
Wildschwein: 270 M
Kaffee: 45 M
Getränke: 70 M
Faß-Bier: 300 M u.v.a.
Also einmal im Jahr ein straßenfest, das reicht völlig.
Der Eintritt kostete nur 10 M. Dafür konnte jeder so viel trinken und essen wie er wollte.
Alles hat so gegen 15.30 Uhr begonnen. Tische wurden auf die Straße gestellt und die Straße wurde abgesperrt. Nun kommen auch schon die ersten Leute. Und es gibt Saft, Kaffee, Kuchen und Kekse. Daoch vorher gibt es Eis. Schoko und Vanille.
Über den Nachmittag werfen sich die Kinder Punkte. Mit Büchsen. Der Punktestand: Ronny: 31, Tilo 57, ich 45, René 23 Punkte.
Der Nachmittag geht langsam zu Ende.
Und nun kam das Wildschwein. Schön sieht es aus.
Die Kinder fahren mt dem Bollerwagen umher. Und es wird langsam dunkel.
Es wird getanzt nach den Kassetten “Babaloo”, “Der große Preis”, “Wo der Südwund weht”.
Gute Stimmung, doch es weht ein kalter Wind.
Und um 0.15 Uhr ist alles vorbei.

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Im Treptower Kulturpark

Donnerstag, den 18. Mai 1989
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In der Oldtimerrallaye geht es nun in den Treptower Kulturpark. Wir kriegen einen Parkplatz. Wir gehen ein bißchen durch den Park. Pommes-Frites-Bude (2x), Ringewerfen, Kraftübung, Autos für Kinder, Zuckerwatte, Geisterbahn, Geisterbahn zum Durchlaufen, Spiegelkabinett, Würstchenbude, Lose (2x), ferngesteuerte Autos, Eis, Waffel, Kinderkarussell, Kettenkarussell, Berg-und-Talbahn, Quarkbude und ein Riesenrad und vieles andere. Man kann das alles gar nicht aufzählen.
Wir haben Lose gezogen und einen Anhänger gewonnen, Ringe geworfen und ein Tintenfaß erhalten (ich wollte natürlich einen Sticker).
Ja, natürlich haben wir auch gegessen.
Also, es ist zum empfehlen, dort hinzufahren.
Tschüß dann, natürlich im kulturpark Berlin-Treptow (Plänterwald).

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Am Schiffshebewerk Niederfinow

Dienstag, den 9. Mai 1989
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Hier wird es interessant sein. Wo? In Niederfinow. Schiffshebewerk Niederfinow. Also wir fahren hin.
Wir sind angekommen und was sehen wir da? Dort unten ist ein Schiff im Trog. Doch leider ist alles schon vorbei. Die Schleuse geht zu.
Eine tolle Aussicht. So viele Seile und Gegengewichte. Schön, daß es das hier in der DDR gibt. Und dann so viele Nieten. Wieviel werden es sein? Ungefähr 10000 bis 30000?
Kein Boot in Sicht.
Ist schon komisch: Oben die Oder, unten die Havel.
Die Schleuse geht hoch!! Schiff “Fortuna” fährt ein.
Es geht los. Die Seile bewegen sich. Nun geht es nach oben. Langsam geht es hoch.
Wir sind da. Die Schleuse öffnet sich. Und die Schiffer können weiterfahren.
Ach, übrigens: Für alle Niederfinower Schiffshebewerksfreunde: Es sind 378 Stufen zu bewältigen. 189 hoch, 189 nach unten.
Doch nun müssen wir leider wieder los.

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Der Hubschrauberlandeplatz

Montag, den 1. Mai 1989
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Wir wollen heute zum Hubschauberlandeplatz.
Wir sind angekommen und fahren ein Stück, was sehen wir da? Raketen! “Was machen die denn hier?”, haben Sandor und ich uns gefragt.
Na ja, nun sehen wir auch schon ein paar Hubschrauber (wir nannten sie “Hubis”). Alles war mit Tarnfarbe und Tarnnetzen getarnt.
Wir sahen eigentlich viel, allerdings das “Viele” waren Bäume.
Nun haben wir wieder freies Blickfeld. Wir sahen einen Radarturm und 3 “Hubis”.
Nichts geschieht.
Aber jetzt! Ein Hubschrauber landet, aber er startet auch gleich wieder. Komisch! Groß sah der aus.
Wieder nichts. Außer, daß ein Tankauto vorbeifährt. Wir fahren weiter.
An einem Gebäude, wo wahrscheinlich die “Hubis” repariert werden, fahren wir vorüber.
Vor uns sitzt auf einmal ein soldat mit einem Gewehr! Er spricht uns an, aber wir sagen: “Nichts verstehn!”
Ein Hubschrauber fliegt über den Landeplatz. Leider landet er nicht.
Ein Lautsprecher, ein Rest vom Lagerfeuer – daran fahren wir vorbei.
Plötzlich ruft Sandor: “Hilfe!” Er liegt im “Dschungel”, hingefallen…
Endlich haben wir die Brücke erreicht. Jetzt sind wir auf einem Waldweg. Anscheinend können die Russen kein deutsch schreiben.
Zitat: HALt! VERBOtEn ZOhE.
In 60 m Ent… Iiie! ein stinkender Trecker! Igitt, igitt!
Also nochmal: In 60 m Entfernung ein Hubschrauber. Toll, wie der aussieht. Und unter uns ein Ameisenhaufen! Schnell weg!
Wir fahren weiter.
Da, ein Passagierhubschrauber!
So, nun sind wir in Wilhelmsthal. Es ist ein kleines, verträumtes Dörfchen. Allerdings stinkt es furchtbar! Puh!
Endlich, Wilhelmsthal liegt hinter uns, aber der Hubschrauberlandeplatz fast auch.
Wir sind an einem Feld.
Das war er, der Hubschrauberlandeplatz in Oranienburg (Süd).
Es hat uns gefallen, es hat uns Spaß gemacht.

(Anmerkung 12.2.2007: Der Autor, also ich, war damals noch nicht mal 11!)