Kategorie: RTelenovela

  • In der AGA (2): Getarnt

    „Dritter Zug – Aufsteeeeehn!“ Dieser Ruf von Stabsunteroffizier N., Gruppenführer der 1.Gruppe, schallt durch den Flur. Es ist genau 4.58 Uhr. Mittwoch früh. Es ist der zweite Tag. Geschlafen habe ich kaum. Wenn überhaupt. Draußen ist es noch dunkel. Aber wir müssen wohl trotzdem aufstehen. Auf dem Flur ist es arschkalt. Aus allen Zimmern kommen…

  • Falco ist gestorben

    Als ich am Abend meines ersten Tages beim Bund zu Hause anrufe, ist meine Mutter völlig aufgelöst. Na ja, so schlimm ist doch die Trennung nicht, dachte ich. Aber falsch. Der Grund für die Trauer war eine andere: Falco ist tot. Unser Hund ist auf unserer Straße zusammengebrochen und liegengeblieben. 12 Jahre alt ist er…

  • In der AGA (1): Der erste Tag

    Es ist Dienstag, der 1. September 1998, etwa 16 Uhr, als P. und ich auf dem kleinen Parkplatz vor der Elb-Havel-Kaserne in Havelberg ankommen und zum Eingangstor laufen. Wir laufen durch den Eingang und betreten das Kasernengelände. Nun sind wir ganz offiziell Angehörige der Bundeswehr. Zehn Monate lang. Und zunächst stehen uns 8 Wochen Grundausbildung,…

  • Wenn der Promi neben dir steht und du es nicht merkst

    Man erlebt manchmal Sachen, die gibt’s gar nicht! Da laufe ich eines Abends mit Patrick über den Berliner Ku’damm. Wir laufen an diversen Straßencafes, Eisständen, Modeläden und Kinos vorbei. Am der „Komödie am Kurfürstendamm“ bleibe ich stehen, weil ich auf den Werbetafeln mehrere bekannte Namen von Schauspielern erkenne. Ich wollte gerade damit anfangen zu erzählen,…

  • Polen (2): Wo liegt Nassadel?

    Am zweiten Tag unserer Polen-Reise wollen wir in den kleinen Ort, der zur deutschen Zeit Nassadel hieß. Hier lebte Oma Klara. Nicht weit von Namyslow entfernt, liegt ein Ort, den man vielleicht mit „Neu Nassadel“ übersetzen könnte. Als wir durch das kleine Örtchen fahren, ist Onkel Heinz sehr nachdenklich: „Eigentlich war da hinten mal eine…

  • Rügen 1998 (3): Modern Blödsinn auf dem Zeltplatz in Baabe

    Urlaub auf Rügen! Was die Musik dort betrifft, habe ich einiges zu erzählen. Übernachtet haben wir nämlich auf dem Zeltplatz in Baabe. Da ist es naturlich klar, daß man hört, was die anderen Zeltplatzbewbhner so für schöne Musik hören. Oft kann man aber NICHT von schöner Musik sprechen. Ich jedenfalls finde es gar nicht schön,…

  • Polen: Zurück zu den Wurzeln

    Die Wurzeln unserer Familie liegen im heutigen Polen, in der Gegend um Breslau und Namslau. Opa Max und Oma Klara haben wir gelebt. Schon vor mehr als 20 Jahren sind Teile unserer Familie ein paar Tage dort gewesen. Seitdem ist viel Zeit vergangen, vieles hat sich verändert. Jetzt machten wir uns erneut auf den Weg.…

  • Rügen 1998 (2)

    Am dritten Tag unseres Rügen-Urlaubs fahren wir ein wenig auf der insel herum. In Neuensien, einem Ort zwischen Binz und Sellin, haben wir eine Pferdekoppel gefunden. Die anderen sind begeistert. Kurz darauf reiten sie auch schon los, ich verzichte. Das ist nun wirklich nicht mein Ding. Am nächsten Vormittag packen wir schon wieder unsere Zelte…

  • Rügen 1998 (1)

    Dreieinhalb Stunden waren wir unterwegs und jetzt ist es endlich so weit. P und C im einen und M und ich in meinem Auto befahren den Rügendamm, die einzige Straßenverbindung von Stralsund aus auf die Insel Rügen. Viele Erinnerungen an meine Kindheit werden bei mir wach, als ich die Alleen der Insel Rügen befahre. Schließlich…

  • Abiball auf der Tenne

    Bevor in Sachen Schule endgültig alles vorbei ist, wird noch einmal ordentlich gefeiert. Den Abiturball des LHG feierten wir, der diesjährige 13er-Jahrgang in der „Tenne“ in Schmachtenhagen. Einige fanden das übrigens gar nicht so toll, weil sich diese „Kneipe“ auf dem Oberhavel-Bauernmarkt befindet und sie der Meinung waren, dass das alles keinen Stil hätte. Aber…

  • Ein Lebensabschnitt, eine Ära geht zu Ende

    Vor dem Eingang des LHG stehen lauter schick bekleidete Leute. Von vielen Trauben aus hört man Stimmengewirr. Gleich gibt es in der Aula die Zeugnisse an die Schulabgänger (Abiturienten) des Jahres 1998. Und wie gesagt, alle haben sich fein herausgeputzt. In der Zwischenzeit versuchen die drei Tutorinnen die Meute in eine geordnete Reihenfolge zu bringen,…

  • Unser Abi-Gag

    Wenn das Abitur überstanden ist, ist es üblich, dass sich die Schulabgänger zünftig von ihrer Schule und den Lehrern verabschieden. So was nennt man im allgemeinen „Abi-Gag“. Um ihn wird immer ein großes Geheimnis gemacht. Es wird weder verraten, wann er stattfindet, noch was gemacht wird. Gestern Abend bereiteten wir unseren „Abi-Gag“ vor. Vor ein…

  • Der Schildcrash

    Ich habe ein Verkehrsschild umgefahren. Und das war so (oder so ähnlich): Ein paar Minuten, nachdem ein mächtiger Wolkenbruch auf unseren schönen Landkreis niederging, fuhr ich mit meinem Auto nach Schmachtenhagen, aus Zehlendorf kommend. Im Radio lief Scooter mit „How much is the Fish?“. Da muß es in einer Kurve durch den Regen und dem…

  • Abi, mündlich

    Obwohl es nicht gerade leer ist in der Cafeteria des LHG, ist es doch ziemlich still. Es herrscht eine angespannte Ruhe. Alle warten nämlich darauf, dass die mündliche Abiturprüfung beginnt. Ich habe heute meinen großen Tag in Biologie mit Herrn S. Alle sitzen am großen Tisch und blättern in ihren Heftern. Ich überfliege nochmal die…

  • Abi, schriftlich

    Freitag, 8. Mai 1998. Schicksalstag. Abitur. Die erste von drei Klausuren. Für mich stehen heute vier Stunden Englisch auf dem Plan. Keiner weiß, was rankommt. Theoretisch kann alles passieren. Vom Allerweltsthema „Schule und Alltag“, über die amerikanischen Einsiedler aus England, bis hin zu „Cal“ oder der „Animal Farm“ (zwei besonders beliebte Bücher, die im Englisch-Unterricht…