Sie braucht den Job. Unbedingt! Millie (Sydney Sweeney) sitzt Nina (Amanda Seyfried) gegenüber. Sie könnte dort als Haushälterin arbeiten, oder wie es so schön heißt: als Hausmädchen. Millie wäre auf das Geld angewiesen. Sie war gerade erst im Gefängnis, aber das weiß keiner, und sie auch auch kein richtiges Zuhause.
Tatsächlich bekommt sie den Job. So richtig begeistert ist Ninas Mann Andrew (Brandon Sklenar) nicht, aber seine Frau wird schon richtig entschieden haben. Nun kümmert sie sich also um den Haushalt und auch um Tochter Cecelia (Indiana Elle).
Doch irgendwas stimmt nicht. Plötzlich bekommt Nina merkwürdige Ausraster, und im Badezimmerschrank findet sie Psycho-Medikamente.
Mehr und mehr schaukelt sich die Lage auf, und Millie droht schon wieder der Jobverlust. Allerdings scheint Andrew ein Auge auf sie geworfen zu haben…
Regisseur Paul Feig hat mit „The Housemaid“ einen spannenden Psychothriller kreiert. Es dauert nicht lange, und der Zuschauer wird in einen Sog hineingezogen. Denn schon ziemlich schnell stutzt man als Zuschauer, und man ahnt: irgendwas stimmt hier nicht. Und sehr lange wird man auf eine falsche Fährte geführt, obwohl zwischendurch durchaus einige Fragezeichen auftauchen, weil in der Konstellation ein paar Dinge seltsam unlogisch erscheinen. Später stellt sich raus: Unlogisch ist eigentlich nichts. Aber grausam so einiges. „Wenn sie wüsste“, ist der passende Untertitel.
In edler Ausstattung, in gehobenen Kreise, der durchaus manchmal lächerlich wirkt und wohl auch so wirken soll, erleben wir einen über weite Strecken spannenden, unterhaltsamen und manchmal verstörenden Thriller.
The Housemaid – Wenn sie wüsste
USA 2025, Regie: Paul Feig
Leonine, 131 Minuten, ab 16
8/10
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