Haveltod – Ein Potsdam-Krimi: Im Kopf des Killers

DI 13.01.2026 | 20.15 Uhr | RTL

Dr. Gerner wechselt die Seiten. Ist er in der Daily-Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ seit mehr als 30 Jahren ein gerissener Anwalt, der so einiges auf dem Kerbholz hat, spielt er in der neuen Krimireihe „Haveltod“ einen Profiler, einen Ermittler, der Mordfälle löst.
Gerner-Fans hatten unter dem „Haveltod“ übrigens ganz schön zu leiden. Denn damit Wolfgang Bahro diesen Film drehen konnte, der am Dienstagabend bei RTL lief, musste es mal wieder einen Grund geben, warum Gerner länger nicht bei GZSZ dabei ist. Diesmal war es ein langes Koma nach einem schweren Unfall.

„Haveltod – Der Potsdam-Krimi“ ist Teil der Reihe „Tödlicher Dienstag“ bei RTL. Die Reihe beinhaltet verschiedene Krimiserien, die vielleicht ein bisschen an den „Tatort“ erinnern. Dass man sich mit „Potsdam-Krimi“ inzwischen schon genauso bieder wie die ARD gibt, die „Usedom-Krimi“ und Co. im Programm hat, ist erstaunlich, und RTL hat dafür auch die Quittung bekommen.

„Im Kopf des Killers“ hieß der erste Teil der Reihe. Im Glockenturm der Heilandskirche in Potsdam wird eine Frau tot aufgefunden. Kommissar Gregor Weber (Felix Kreutzner) und sein Vater Armin (Wolfgang Bahro) ermitteln. Es gibt Anzeichen, dass es sich um einen Serienmörder handelt.

Das Budget für solche Filme ist bei RTL offenbar nicht sehr groß, und das merkt man ihm auch deutlich an. Optisch und inhaltlich gibt „Haveltod“ leider so gut wie nichts her. Dialoge sind mitunter extrem hölzern und genauso hölzern auch gespielt, Wolfgang Bahro spielt teilweise wie im Theater und seltsam steif. Es gibt Szenen, wo sich Vater und Sohn unterhalten, und beide wirken, als sagen sie in einer Probe ihren Text auf. So wirkt das alles leider nur wie eine Soap, wobei selbst GZSZ schauspielerisch auf einem höheren Niveau ist.

Dass das nicht gerade junge Zuschauer anzieht, ist folgerichtig. Zwar war der Film für RTL durchaus erfolgreich – etwas mehr als 2 Millionen Zuschauer sind für RTL heute ja schon gut -, aber es waren kaum junge Leute dabei.
Mit solchen eher betulichen Krimis tut sich RTL jedenfalls keinen großen Gefallen.

-> Der Film bei RTL+


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