Endlich mal wieder ein richtig schöner Weihnachtsfilm! Lustig, kitschig, traurig, eine Prise Spannung – kurzum: gute Unterhaltung! Sicherlich nicht hochkulturell, aber in seinem Genre eine ganz große Nummer.
Wir erleben Weihnachten bei den Coopers. Eine Familie, die zusammenhält, die zum Fest zusammenkommt, um ihre Liebe zueinander zu…
Ähm, nein, also nicht wirklich.
In Wirklichkeit sind die Coopers sehr verkorkst. Alle.
Die Eltern (John Goodman, Diane Keaton) wollen sich nach Weihnachten trennen, nach 30 Jahren Ehe. Weil es nicht mehr funktioniert, sagen sie.
Sohn Hank (Ed Helms) hat seinen Job verloren, will das aber niemandem verraten. Und nach der Trennung von seiner Frau sucht er nach der neuen Liebe.
Seine Schwester Eleanor (Olivia Wilde) dagegen sucht nicht wirklich nach einer Beziehung. Auf dem Flughafen aber lernt sie einen Soldaten (Lake Lacy) kennen – und beschließt ihn mitzunehmen, damit sie ihren Eltern jemanden präsentieren können.
Schwester Emma (Marisa Tomei) wird wegen Ladendiesbstahls verhaftet und hat eine aufregende Fahrt im Streifenwagen vor sich.
Opa Bucky (Alan Arkin) schwärmt unterdessen für Kellnerin Ruby (Amanda Seyfried) und muss eine Enttäuschung einstecken.
Tja, die Familie. Man hat es nicht einfach mit ihr. Genau das zeigt Jessie Nelson in ihrem Film „Alle Jahre wieder“. Es geht um Liebe und Leiden. Um Beziehungen, um Liebe, um Vertrauen und darum, wie schnell das alles wieder im Eimer sein kann.
Nelson ist es gelungen, daraus eine gute Geschichte zu komponieren. Sie schafft einen guten Gegensatz zwischen traurigen und lustigen Momenten, zwischen Nachdenklichkeit und Humor. Zwischen Weihnachtsfrust und -lust.
Alles in allem: ganz wunderbar.
Alle Jahre wieder – Weihnachten mit den Coopers
USA 2015, Regie: Jessie Nelson
Studiocanal, 107 Minuten, ab 0
8/10
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