Heute bin ich Samba

Es ist schon zehn Jahre her, dass Samba (Omar Sy) aus dem Senegal nach Frankreich gekommen ist. Aber noch immer lebt er illegal im Land. Er versucht, sich mit Aushilfsjobs über Wasser zu halten. Bloß nicht auffallen – das ist seine Devise, die ihm das (Über-)Leben in Frankreich sichern soll.
Doch irgendwann geht’s doch schief, und er landet in der Abschiebehaft. Er braucht dringend Hilfe, und es scheint, dass er sie bekommt: von Alice (Charlotte Gainsbourg). Die leistet nach einem Burn-Out Sozialdienst, und Samba ist einer der ersten Fälle, die sie bearbeitet…

Der französische Film „Heute bin ich Samba“ nähert sich einem hochaktuellen Thema auf recht leichte Weise: Er beschreibt, wie sich illegal in Frankreich lebende Flüchtlinge durchschlagen. Wie sie leben, wie sie tricksen, um arbeiten zu können. Welche Härten sie durchmachen.
Das sind durchaus erhellende Augenblicke, auch wenn letztlich wenig Neues erzählt wird. Was sich zwischen Alice und Samba anbahnt, erscheint leider ein bisschen vorhersehbar, die Freundschaft zwischen Samba und einem Nicht-ganz-Brasilianer hat auch schöne Momente, aber so der richtiger Knaller fehlt diesem Film leider. Ein wichtiges Thema ist am Ende doch nur routiniert umgesetzt worden. Das kann man sich gut und gerne ansehen, ist aber kein Muss.

Heute bin ich Samba
Frankreich 2014, Regie: Olivier Nakache, Eric Toledano
Senator, 119 Minuten, ab 6
6/10


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