The Interview

Wahnsinn!! Eminem ist schwul!! Rob Lowe hat kaum noch Haare!! Unfassbar!! Das sind die Themen, die die doofen Zuschauer zu Hause sehen wollen!!
Glaubt zumindest der Moderator Dave Skylark (James Franco). In seiner Talkshow „Skylark Tonight“ geht es um genau solche Aufreger. Sein Produzent Aaron Rapoport (Seth Rogen) aber ist mehr und mehr angeödet. Er will mehr Relevanz.
da kommt ihm Kim Jong-Un (Randall Park) genau richtig. Der Diktator aus Nordkorea ist bereit, Dave ein Interview zu geben. Live. In Nordkorea.
Der CIA wittert seine Chance. Sie nehmen Kontakt mit Dave und Aaron auf. Ihr Plan: Sie sollen Kim Jong-Un um die Ecke bringen.

Wenn es nicht zufälligerweise ein genialer PR-Trick war, dann stand „The Interview“ ziemlich auf der Kippe. Irgendwelche Hacker machten Sony zu schaffen. Und in Nordkorea fand man den Inhalt des Films jetzt auch nicht sooo lustig.
Das hat zumindest dazu geführt, dass „The Interview“ in aller Munde war, und irgendwie hat sich Sonys Angst ja auch in Luft aufgelöst, so dass der Film nun doch starten konnte.
Die Regisseure Evan Goldberg und Seth Rogen nehmen in ihrem Film das gehabe der Nordkoreaner auf den Arm – aber auchb das der Amis. Ihre dämlichen Talkshows und selbstgefälligen Macher. Alle bekommen ihr Fett weg, und das stellenweise auf wirklich böse Art. In vielen Momenten ist das wirklich lustig, einige Gags sind sehr gelungen, nur in der Mitte wird es ein wenig langatmig.
Zum Lachen sind auch die Kurzauftritte von Rob Lowe und Eminem, ganz kurz vergisst man, dass das ja nur ein Film, eine Satire ist. Oder ist Eminem etwa wirklich…?
Während Seth Rogen den schon von ihm bekannten tapsigen Typen spielt, geht James Franco herrlich aus sich heraus und ist auf eine nette, überdrehte Art albern.
Der große Aufregerfilm ist „The Interview“ nicht (in Nordkorea wird man anderer Meinung sein), aber als Satire ist der Film dann doch sehr gelungen und stellenweise treffsicher.

The Interview
USA 2014, Regie: Evan Goldberg und Seth Rogen
Sony, 112 Minuten, ab 12
7/10


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