Buddy

Wenn wir so die Straße entlang spazieren, wir kurz unaufmerksam sind, und plötzlich kommt da das Auto angerast – ist es pures Glück, wenn wir dann nicht angefahren werden? Oder ist da irgendjemand, der uns beschützt? Ein Schutzengel vielleicht?

Eddie (Alexander Fehling) hat einen Schutzengel. Normalerweise kann die niemand sehen, im Fall von Eddie ist das aber anders, und das geht Eddie tierisch auf die Nerven.
Dabei hat Eddie Schutz dringend nötig. Er ist ein erfolgreicher Geschäftsmann, der sich für sein Geschäft allerdings nicht interessiert. Die Umsätze fallen, er soll gefeuert werden.
Da taucht plötzlich dieser Typ auf. Er nennt sich Buddy (Michael Bully Herbig), und er weicht Eddie nicht von der Seite. Eddie wird wahnsinnig, er rastet aus, und das Schlimmste ist: Nur er kann Buddy sehen. Eddie wird zu einem echten Psycho. Kein Wunder, dass er bei Lisa (Mina Tander) abblitzt.

Eigentlich ist der Gedanke ja ganz schön, dass wir einen ständigen Begleiter haben. Wenn er allerdings so anstrengend ist wie dieser Buddy, kann das schon mal zu Konflikten führen. Die wiederum sind aber für den Zuschauer extrem lustig.
Fehling und Herbig sind ein tolles Paar. Erstmals zeigt sich Alexander Fehling in einer Komödie, und man fragt sich, warum er sich bislang noch nie in dieses Genre getraut hat. Wie er völlig fertig durch Hamburg zieht, das hat unglaublichen Witz. Aber auch Bully Herbig zeigt wieder sein komödiantisches Talent, wobei, und das mag seltsam klingen, er keine typische Bully-Gag-Parade abliefert. Bully geht in seiner Schutzengel-Person völlig auf – mitsamt verrückter Gesangseinlagen.
Die Stärke von „Buddy“ ist aber auch, dass der nicht nur lustig ist, sondern durchaus auch ernste Töne anschlägt, traurig und kitschig ist.
Hinzu kommt Hamburg mit dem Hafen und der Hafencity, die sehr weltstädtisch in Szene gesetzt sind, außerdem ein guter Soundtrack.
Ein gelungener Film, passend zum Weihnachtsfest.

Buddy
D 2013, Regie: Michael Bully Herbig
Warner, 95 Minuten, ab 6
8/10


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